PCs

Remo­te Desk­top: PC-Fern­war­tung per Team­View­er und Co.

Mit Fernwartungsprogrammen steuern Sie bequem andere Computer im Netz.

Die Fern­war­tung eines Com­pu­ters ist eine prak­ti­sche Ange­le­gen­heit. Mit­hil­fe soge­nann­ter Remo­te-Desk­top-Pro­gram­me kann bei­spiels­wei­se Ihr Kol­le­ge im Büro ein Pro­blem auf Ihrem PC zu Hau­se behe­ben, oder Sie arbei­ten online mit ande­ren Men­schen zusam­men. Wir sagen Ihnen, was alles damit mög­lich ist, und stel­len Ihnen die belieb­tes­ten Pro­gram­me vor.

Remo­te-Desk­top-Soft­ware bedeu­tet über­setzt “Fern­war­tungs­pro­gramm”. Das sind Pro­gram­me, die mit ent­spre­chen­der Berech­ti­gung auf einen ande­ren Com­pu­ter zugrei­fen. Dabei kann die Gegen­sei­te Ihren Rech­ner tat­säch­lich fern­be­die­nen, also von einem belie­bi­gen Ort aus Ein­stel­lun­gen ver­än­dern, Pro­gram­me oder Datei­en nut­zen und vie­les mehr, als wür­de er direkt davor sitzen.

Fern­war­tungs­pro­gram­me sind für vie­le Auf­ga­ben einsetzbar

Der ursprüng­li­che Ein­satz­be­reich war und ist die Ver­wal­tung von Com­pu­ter­netz­wer­ken: Ein Admi­nis­tra­tor kann von sei­nem Arbeits­platz aus vie­le im Netz befind­li­che Rech­ner bedie­nen. Für Pri­vat­kun­den und geschäft­lich genutz­te Com­pu­ter ist Remo­te Desk­top auch ein sehr ein­fa­cher Weg, PC-Pro­ble­me zu behe­ben – ohne dass dafür ein Ser­vice­tech­ni­ker vor Ort sein muss. Ein wei­te­rer wich­ti­ger Ein­satz­be­reich ist gemein­sa­mes Online-Arbei­ten bezie­hungs­wei­se elek­tro­nisch gestütz­tes Ler­nen (E‑Learning). Aus der Distanz her­aus las­sen sich gemein­sam Datei­en und Pro­jek­te bear­bei­ten, und Leh­rer zei­gen ihren Schü­lern bestimm­te Vor­ge­hens­wei­sen, die die­se unmit­tel­bar am Moni­tor nach­ver­fol­gen kön­nen, zum Bei­spiel die Bedie­nung eines Pro­gramms. Fern­war­tung ist außer­dem unver­zicht­bar für die Steue­rung von zen­tra­len Rech­nern (Ser­vern) ohne eige­nen Moni­tor oder Eingabemöglichkeit.

So instal­lie­ren Sie Team­View­er und stel­len eine Ver­bin­dung zum ande­ren Com­pu­ter her

Um die Ein­rich­tung und den Ablauf einer Fern­steue­rung zu ver­an­schau­li­chen, zei­gen wir Ihnen die Vor­ge­hens­wei­se beim Pro­gramm Team­View­er. “Team­View­er” ist kos­ten­los und weit ver­brei­tet. Anwen­dungs­be­rei­che sind tech­ni­sche Unter­stüt­zung, all­ge­mei­ner Fern­zu­griff für die Gerä­te­steue­run­g/-über­wa­chung, das Abhal­ten von Online-Mee­ting­s/-Prä­sen­ta­tio­nen/-Semi­na­ren oder die Unter­stüt­zung von Tele-Arbeit (Home Office). Das Bei­spiel gilt für einen pri­va­ten Nut­zer, der sei­nen PC fern­be­die­nen las­sen will.

  1. Rufen Sie die Team­View­er-Web­site auf. Kli­cken Sie in der obe­ren Zei­le auf Down­load und dann auf Team­View­er.
  2. Wäh­len Sie im nächs­ten Fens­ter für einen PC die Vari­an­te Win­dows aus, und kli­cken Sie auf Team­View­er her­un­ter­la­den.
  3. Öff­nen Sie nun in Ihrem Down­load-Ord­ner die Datei TeamViewer_setup.exe mit einem Doppelklick.
  4. Es öff­net sich das Instal­la­ti­ons­fens­ter, in dem Sie eini­ge Optio­nen zur Instal­la­ti­on und Nut­zung wäh­len. Wenn Sie das Pro­gramm pri­vat und ohne direk­te Instal­la­ti­on nut­zen wol­len, kli­cken Sie auf privat/nicht kom­mer­zi­ell und Nur star­ten.
  5. Abschlie­ßend kli­cken Sie noch auf Stim­me zu – fer­tig­stel­len, schon star­tet das Programm.
  6. Neh­men Sie die glei­chen Schrit­te auch auf dem zwei­ten PC vor, der die Steue­rung des ers­ten Com­pu­ters über­neh­men soll.
  7. Ist das Pro­gramm auf bei­den Rech­nern gestar­tet, kön­nen Sie die Ver­bin­dung her­stel­len. Ach­ten Sie dar­auf, dass für die Fern­war­tung der Tab Fern­steue­rung aus­ge­wählt ist.
    Das Pro­gramm teilt Ihnen eine ID-Num­mer und ein Kenn­wort zu. Die­se über­mit­teln Sie an den­je­ni­gen, der auf Ihren PC zugrei­fen soll. Das kann bei­spiels­wei­se per Tele­fon oder E‑Mail erfol­gen. Die ande­re Sei­te gibt die­se Daten in das rech­te Fens­ter ein. Es muss außer­dem rechts der Punkt Fern­steue­rung aus­ge­wählt sein.
  8. Geben Sie jetzt die Part­ner-ID ein, und kli­cken Sie auf Mit Part­ner ver­bin­den. Auf der Gegen­sei­te öff­net sich dar­auf­hin ein Fens­ter, das Ihren Desk­top zeigt. Dar­über erfolgt die Fern­steue­rung Ihres PC. Der “Fern­steue­rer” kann in dem Fens­ter mit Maus und Tas­ta­tur so arbei­ten, als wäre es sein eige­ner Computer.

Remo­te-Desk­top-Pro­gram­me sind Spezialisten

Die viel­fäl­ti­gen Mög­lich­kei­ten der PC-Fern­war­tung spie­gelt sich in den betref­fen­den Pro­gram­men wider. Sie unter­schei­den sich stark in den Funk­tio­nen, dem Bedien­kon­zept und in der Ein­rich­tung. Wir haben Ihnen dazu eini­ge Bei­spie­le zusammengestellt:

  • Log­MeIn Hama­chi: Das Pro­gramm ermög­licht ohne kom­pli­zier­te Kon­fi­gu­ra­ti­on den Zugriff auf den Desk­top eines ande­ren Rech­ners. Eine beson­de­re Stär­ke ist der ein­fa­che Zusam­men­schluss von meh­re­ren Rech­nern zu einem eige­nen vir­tu­el­len Netz­werk. Das kön­nen PCs, Macs und Heim­netz­wer­ke sein. “Hama­chi” lässt sich zudem als Instant-Mes­sen­ger ver­wen­den. Für bis zu fünf Com­pu­ter im Netz­werk ist der Ser­vice kos­ten­los. Dank kos­ten­lo­ser iOS- und Android-App ist die Soft­ware auch auf mobi­len Gerä­ten nutzbar.
  • VNC View­er und VNC Ser­ver: Die Remo­te-Desk­top-Soft­ware wird auf dem steu­ern­den Rech­ner instal­liert. Auf dem gesteu­er­ten Com­pu­ter ermög­licht das Gegen­stück, ein VNC-Ser­ver-Pro­gramm, den Zugriff. Dann las­sen sich sämt­li­che Ein­ga­ben per Tas­ta­tur oder Maus vom Steu­er-Rech­ner an die­sen über­tra­gen. Das kos­ten­lo­se Pro­gramm erlaubt so die Bedie­nung eines ent­fern­ten Com­pu­ters, als säßen Sie direkt davor. Unter­stützt wer­den außer Win­dows auch Mac OS X, iOS, Android und ande­re Platt­for­men sowie 32- und 64-Bit-Systeme.
  • Ultra VNC: “Ultra VNC” ist kos­ten­los und steht in ver­schie­de­nen Ver­sio­nen für 32- und 64-Bit-Sys­te­me zur Ver­fü­gung. Die ver­bun­de­nen Rech­ner kön­nen belie­bi­ge Pro­gram­me star­ten oder Daten aus­tau­schen. Eine inte­grier­te Chat-Funk­ti­on ermög­licht die Kom­mu­ni­ka­ti­on der ver­bun­de­nen Nut­zer untereinander.
  • AeroAd­min: Die Soft­ware ist gra­tis und erlaubt ohne Instal­la­ti­on die fixe Ver­bin­dung und Steue­rung von Com­pu­tern. Schnel­ler tech­ni­scher Remo­te-Sup­port, Online-Kon­fe­ren­zen, Fern­steue­run­gen und vie­les mehr sind damit möglich.

Win­dows Remo­te Desk­top: Die ein­ge­bau­te Fernsteuerung

“Win­dows Remo­te Desk­top” ist kein sepa­ra­tes Pro­gramm, son­dern bereits im Win­dows-Betriebs­sys­tem vor­han­den. Die Bedie­nung und Funk­ti­on ist im Ver­gleich zu den ande­ren Remo­te-Desk­top-Pro­duk­ten ein­ge­schränkt und erfor­dert eini­ge Ein­stel­lun­gen. Der zu steu­ern­de Rech­ner muss zudem über das loka­le Netz­werk erreich­bar oder direkt an das Inter­net ange­schlos­sen sein. Wenn Sie den­noch die­se Funk­ti­on nut­zen wol­len, gehen Sie wie folgt in zwei Schrit­ten vor (Anlei­tung für Win­dows 10):

Was ist eigent­lich VNC?

“VNC View­er”, “Ultra VNC” und diver­se ande­re Remo­te-Desk­top-Pro­gram­me kön­nen Steue­rungs­funk­tio­nen auf ande­ren Com­pu­tern über­neh­men, indem sie das VNC-Pro­to­koll nut­zen. “Vir­tu­al Net­work Com­pu­ting” (VNC) ist eine spe­zi­el­le Soft­ware, die den Bild­schirm-Inhalt eines ent­fern­ten Com­pu­ters (dem soge­nann­ten Ser­ver) aus­liest und auf einen loka­len Rech­ner (den Cli­ent) über­trägt. Die­ser Inhalt lässt sich mit­tels Maus und Tas­ta­tur vom Cli­ent nut­zen und ermög­licht so die Fernsteuerung.

VNC ist zwar nicht beson­ders effi­zi­ent, weil es durch die Über­tra­gung gro­ßer Daten­men­gen eher lang­sam ist. Dafür macht das Funk­ti­ons­prin­zip die Lösung sehr uni­ver­sell: VNC ist auf jedem Betriebs­sys­tem ein­setz­bar und ermög­licht über­grei­fen­de Ver­bin­dun­gen. So kann man sich bei­spiels­wei­se mit einem Win­dows-PC auf einem Mac- oder Linux-Com­pu­ter anmelden. 

Schritt 1: Frei­schal­tung des zu steu­ern­den PC

  1. Kli­cken Sie auf das Win­dows-Menü-Sym­bol unten links, und wäh­len Sie Ein­stel­lun­gen > Sys­tem > Info. Notie­ren Sie den ange­zeig­ten PC-Namen.
  2. Im lin­ken Bereich des Sys­tem-Fens­ters Erwei­ter­te Sys­tem­ein­stel­lun­gen > Regis­ter­kar­te Remo­te > wäh­len Sie per Klick das Dia­log­feld Sys­tem­ei­gen­schaf­ten aus.
  3. Dort wäh­len Sie unter Remo­te­desk­top die Opti­on Remo­te­ver­bin­dung mit die­sem Com­pu­ter zulas­sen und bestä­ti­gen sie per Klick auf OK.
  4. Stel­len Sie zudem sicher, dass der PC ein­ge­schal­tet bleibt (Ein­stel­lun­gen > Sys­tem > Netz­be­trieb und Ener­gie­spa­ren > Stand­by­mo­dus > Nie).

Schritt 2: Ein­rich­tung des steu­ern­den PC

  1. Geben Sie im Such­feld unten links auf dem Desk­top “Remo­te­desk­top­ver­bin­dung” ein, und wäh­len Sie Remo­te­desk­top­ver­bin­dung aus.
  2. Tip­pen Sie hier den notier­ten PC-Namen ein, und wäh­len Sie per Klick Ver­bin­den.

Alter­na­tiv gibt es für Windows‑, Android- oder iOS-Gerä­te eine kos­ten­lo­se Remo­te-Desk­top-App im Win­dows Store, bei Goog­le Play oder im Mac App Store. Instal­lie­ren Sie die­se, fügen Sie den Remo­te-PC hin­zu, und star­ten Sie die Verbindung.

Hilf­rei­che Pro­gram­me für vie­le Zwecke

Fern­war­tungs­pro­gram­me sind sehr prak­tisch. Vie­le Pro­ble­me mit einem Com­pu­ter las­sen sich dar­über bequem aus der Fer­ne behe­ben. In unse­rer Anlei­tung kön­nen Sie den belieb­ten “Team­View­er” ein­set­zen und für die Fern­steue­rung, Online-Mee­tings und sons­ti­ge Zwe­cke nut­zen. Ande­re Pro­gram­me bie­ten wei­te­re Eigen­schaf­ten, wie den Auf­bau vir­tu­el­ler Netz­wer­ke oder Chat-Funktionen.

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