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Software

GIMP mit Plugins erwei­tern – so fügen Sie neue Funk­tio­nen hinzu

Plugins wie BIMP vergrößern den Funktionsumfang von GIMP noch weiter.

Sie haben GIMP frisch instal­liert und trotz der gro­ßen Funk­ti­ons­viel­falt fehlt Ihnen ein spe­zi­el­les Fea­ture? Dann ist die Wahr­schein­lich­keit hoch, dass ein Plugin erhält­lich ist, das genau Ihren Anfor­de­run­gen ent­spricht. So lässt sich das Pro­gramm etwa um eine Sta­pel­ver­ar­bei­tungs­funk­ti­on erwei­tern, die einen Bild­be­ar­bei­tungs­vor­gang auto­ma­tisch auf vie­le Bil­der gleich­zei­tig anwen­det. In die­sem Rat­ge­ber erfah­ren Sie, wie Sie die GIMP-Erwei­te­run­gen instal­lie­ren und nutzen.

“Ein­stöp­seln”: So instal­lie­ren Sie ein Plugin

Die Instal­la­ti­on eines Plugins für GIMP ist in der Regel denk­bar ein­fach: Plugin her­un­ter­la­den und in den rich­ti­gen Ord­ner kopie­ren. Hin­weis: Der fol­gen­de Text bezieht sich haupt­säch­lich auf die Win­dows-Ver­si­on von GIMP. Der Instal­la­ti­ons­vor­gang unter macOS und Linux weicht zwar leicht ab, die grund­le­gen­de Vor­ge­hens­wei­se ist aller­dings ähn­lich. Und so geht’s:

  1. Wohin Sie die her­un­ter­ge­la­de­nen Datei­en kopie­ren sol­len, damit die GIMP-Plugins funk­tio­nie­ren, erfah­ren Sie in GIMP selbst. Öff­nen Sie das Pro­gramm und fol­gen Sie dem Pfad Bear­bei­ten > Ein­stel­lun­gen > Ord­ner.
  2. Ein Maus­klick auf das klei­ne Plus-Sym­bol links neben dem Ord­ner-Icon öff­net ein Unter­me­nü. Kli­cken Sie hier auf Plugins und GIMP zeigt Ihnen im Fens­ter rechts an, in wel­chem Ord­ner die Plugin-Datei­en abge­legt wer­den sollen.
  3. Soll­ten hier zwei Pfa­de ange­ge­ben wer­den, dann kopie­ren Sie die Datei­en sicher­heits­hal­ber in bei­de Ordner.

Exe-Datei­en: Plugins auto­ma­tisch installieren

Man­che Plugins kom­men nicht als Zip-File daher, son­dern als Instal­la­ti­ons­da­tei mit der Endung “.exe”. Bei die­ser Vari­an­te genügt ein Dop­pel­klick auf die Datei und das Plugin instal­liert sich auto­ma­tisch im rich­ti­gen Ord­ner. Somit ent­fällt die Suche nach dem rich­ti­gen Pfad. Außer­dem sind Exe-Datei­en in der Regel nicht noch zusätz­lich als Zip-File komprimiert.

Es gibt aller­dings Aus­nah­men: Man­che Plugins erfor­dern eine Exe-Datei im Plugin-Ord­ner. Ob das bei dem von Ihnen her­un­ter­ge­la­de­nen Add-on der Fall ist, ent­neh­men Sie der Read­me-Datei, in der Ent­wick­ler für gewöhn­lich Instal­la­ti­ons­an­wei­sun­gen und sons­ti­ge Nut­zer­hin­wei­se bereit­stel­len. Die­se Datei fin­den Sie meist als sepa­ra­ten Down­load in der Quel­le oder im Zip-File, falls die Exe-Datei zusätz­lich kom­pri­miert ist.

Ein GIMP-Plugin, das eine Exe-Datei im Plugin-Ord­ner benö­tigt, ist zum Bei­spiel das ein­gangs erwähn­te Add-on zur soge­nann­ten Sta­pel­ver­ar­bei­tung. Es heißt BIMP (Batch Image Mani­pu­la­ti­on) und steht hier für Win­dows zum Down­load bereit.

  1. Kli­cken Sie zum Her­un­ter­la­den auf den But­ton mit der Auf­schrift Instal­ler for Win­dows.
  2. Füh­ren Sie die Exe-Datei per Dop­pel­klick aus und das Plugin instal­liert sich auto­ma­tisch im rich­ti­gen Ordner.
  3. Zugriff auf das BIMP-Plugin inner­halb von GIMP erhal­ten Sie unter dem neu­en Menü­punkt Datei > Batch Image Mani­pu­la­ti­on. Die Spra­che ist auto­ma­tisch an die vor­ein­ge­stell­te Spra­che von GIMP angepasst.
  4. Mit BIMP las­sen sich ver­schie­de­ne Bild­be­ar­bei­tungs-Funk­tio­nen auto­ma­ti­sie­ren und auf meh­re­re Bil­der gleich­zei­tig anwen­den. So kön­nen Sie zum Bei­spiel meh­re­re Ihrer Urlaubs­bil­der auf ein­mal zuschnei­den, ska­lie­ren, spie­geln, rotie­ren oder sogar umbe­nen­nen – ohne jedes Bild ein­zeln bear­bei­ten zu müssen.

Wie ver­wen­de ich ein Plugin inner­halb von GIMP?

Wie Sie auf die neu­en Funk­tio­nen zugrei­fen, hängt vom Plugin ab. GIMP räumt Ent­wick­lern von Erwei­te­run­gen völ­li­ge Frei­heit ein – ver­bind­li­che Vor­ga­ben für die Menü­füh­rung von Plugins gibt es nicht. Wie Sie auf ein Plugin zugrei­fen, ent­neh­men Sie daher den Zusatz­in­for­ma­tio­nen, die dem Add-on in der Regel bei­gefügt sind. Wenn Ent­wick­ler Ihre Plugins auf der eige­nen Home­page zum Down­load anbie­ten, fin­den sich Details zur Nut­zung meist eben­falls dort.

Plugin gesucht: So fin­den Sie die pas­sen­de Erweiterung

Das Ange­bot an Plugins für GIMP ist enorm. Für jedes noch so klei­ne Fea­ture scheint eine maß­ge­schnei­der­te Lösung zu exis­tie­ren. Die größ­te offi­zi­el­le Daten­bank für Plugins ist die offi­zi­el­le Plugin-Regis­try. Dar­in sind Hun­der­te Erwei­te­run­gen alpha­be­tisch sor­tiert aufgeführt.

Beim Plugin-Down­load auf Sicher­heit achten

Die Ent­wick­ler von GIMP wei­sen aus­drück­lich dar­auf hin, dass Plugins – wie jeder ande­re Down­load auch – eine Gefahr für Ihren PC dar­stel­len kön­nen. Daher ist es rat­sam, Plugins nur von ver­trau­ens­wür­di­gen Sei­ten her­un­ter­zu­la­den. Wie aber lässt sich erken­nen, ob eine Quel­le ver­trau­ens­wür­dig ist? Soll­ten Sie die Sei­te nicht bereits ken­nen, emp­fiehlt sich eine Goog­le-Suche. Womög­lich besitzt die Quel­le einen eige­nen Wiki­pe­dia-Ein­trag, was in der Regel auf ein ver­trau­ens­wür­di­ges, eta­blier­tes Por­tal hin­weist. Bei pri­va­ten Sei­ten von Pro­gram­mie­rern ist das aber oft nicht der Fall. Hier emp­fiehlt sich eine Goog­le-Recher­che, ob der Betrei­ber der Sei­te wirk­lich mit dem Autor des Plugins übereinstimmt. 

Pho­to­shop-Plugins mit GIMP nut­zen: Wenn das Ange­bot nicht reicht

GIMP ist nicht nur auf sei­ne eige­nen Plugins beschränkt – mit einem spe­zi­el­len Add-on las­sen sich auch Pho­to­shop-Plugins mit dem Gra­tis-Tool nut­zen. Die Erwei­te­rung heißt PSPI und steht auf der Home­page des Ent­wick­lers zum Down­load bereit – sowohl für Win­dows als auch für Linux (SUSE und Ubun­tu). Das ist vor allem des­halb prak­tisch, da für das Ado­be-Pro­gramm vie­le kom­mer­zi­el­le Plugins exis­tie­ren, die sich an pro­fes­sio­nel­le Anwen­der rich­ten. So gibt es etwa kos­ten­pflich­ti­ge Plugins für Pho­to­shop, die dafür aber umso leis­tungs­fä­hi­ger sind. Bevor Sie ein Pho­to­shop-Plugin kau­fen, soll­ten Sie sich aber sicher­heits­hal­ber infor­mie­ren, ob die ent­spre­chen­de Erwei­te­rung auch mit GIMP und dem PSPI-Plugin kom­pa­ti­bel ist, etwa mit einer Goog­le-Suche nach den pas­sen­den Stichwörtern.

GIMP-Plugins: Funk­ti­ons­er­wei­te­run­gen für Ihren Anspruch

Egal, wel­che Funk­ti­on Sie bei GIMP ver­mis­sen – mit hoher Wahr­schein­lich­keit gibt es ein Plugin dafür. Fün­dig wer­den Sie in der Regel in der haus­ei­ge­nen Plugin-Regis­try von GIMP oder auf den Sei­ten unab­hän­gi­ger Ent­wick­ler. Es gibt zwei ver­schie­de­ne Arten von Plugins: Eini­ge kön­nen Sie als Zip-File her­un­ter­la­den, deren Inhalt Sie dann nur noch in den vor­ge­ge­be­nen Plugin-Ord­ner von GIMP ent­pa­cken müs­sen. Ande­re kom­men direkt als Exe-Datei daher, die sich selbst am rich­ti­gen Ort instal­liert. Wie Sie die Add-ons im Anschluss in GIMP nut­zen, erfah­ren Sie in der Regel genau dort, wo Sie das Plugin her­un­ter­ge­la­den haben, etwa in Form einer Read­me-Datei. Ech­ter Plus­punkt: Mit dem PSPI-Add-on kön­nen Sie sogar Pho­to­shop-Plugins mit GIMP nutzen.

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