Gera­de haben Sie Ihren Edel­stahl-Ent­saf­ter aus dem Schrank geholt und freu­en sich auf einen köst­li­chen Frucht­cock­tail. Doch zu Ihrem Leid­we­sen stel­len Sie fest, dass sich tro­cke­ne Obst- und Gemü­se­res­te an dem Gerät fest­ge­setzt haben. Sogar ein leicht muf­fi­ger Geruch schlägt Ihnen ent­ge­gen. Zeit für eine gründ­li­che Rei­ni­gung des Ent­saf­ters! UPDATED erklärt Ihnen, wie Sie auch ein kom­ple­xe­res Küchen­ge­rät wie den Ent­saf­ter schnell und unkom­pli­ziert rei­ni­gen – damit Ihr Smoot­hie frisch und unver­fälscht schmeckt.

All­täg­li­che Rei­ni­gung des Ent­saf­ters: Ein­zel­tei­le direkt abspü­len

Die Rei­ni­gung eines Ent­saf­ters gestal­tet sich rela­tiv ein­fach, wenn Sie die zu rei­ni­gen­den ein­zel­nen Tei­le des Ent­saf­ters – etwa Sieb, Tres­ter- und Saft­con­tai­ner – nach der Benut­zung direkt mit lau­war­mem Was­ser abspü­len. Noch bes­ser ist es, wenn Sie die Ein­zel­tei­le in der Spü­le in lau­war­mem Was­ser ein­wei­chen. Dazu kön­nen Sie noch einen Trop­fen Spül­mit­tel geben.

Der Vor­teil dar­an: Die tro­cke­nen Obst- und Gemü­se­res­te, der soge­nann­te Tres­ter, kann gar nicht erst an den Tei­len des Ent­saf­ters kle­ben blei­ben. Damit erspa­ren Sie sich viel Arbeit, denn vor allem im Sieb eines Zen­tri­fu­gal-Ent­saf­ters bleibt der Tres­ter oft hart­nä­ckig hän­gen.
Prak­tisch: Haben Sie die Bau­tei­le des Ent­saf­ters in die mit Was­ser gefüll­te Spü­le gelegt, kön­nen Sie erst ein­mal Ihren Saft oder Smoot­hie genie­ßen und das Küchen­ge­rät spä­ter voll­stän­dig rei­ni­gen.

Wel­che Arten von Ent­saf­tern gibt es?

Es gibt ver­schie­de­ne Arten von Ent­saf­tern. Was sie gemein­sam haben: Mit allen kön­nen Sie lecke­ren Saft oder köst­li­che Smoot­hies her­stel­len.

  • Manu­el­le Saft­pres­se: Die ein­fachs­te Form der manu­el­len Saft­pres­se fin­det sich in fast jedem Haus­halt: die Zitruspres­se. Ande­re manu­el­le Saft­pres­sen wer­den mit einer Kur­bel ange­trie­ben, der Kraft­auf­wand ist dem­entspre­chend höher als bei elek­tri­schen Gerä­ten.
  • Elek­tri­sche (nicht-zen­tri­fu­gi­e­ren­de) Saft­pres­se: Sie zer­klei­nert und/ oder zer­drückt das Obst und Gemü­se. Dabei gibt es unter­schied­li­che Ver­fah­ren: Schneidwerk‑, Press­schne­cken- und Press­wal­zen-Tech­nik.
  • Zen­tri­fu­gal-Ent­saf­ter: Er zer­klei­nert das Obst und Gemü­se, das anschlie­ßend mit hoher Geschwin­dig­keit gegen das Sieb des Ent­saf­ters geschleu­dert und dadurch aus­ge­presst wird. Dies stellt die schnells­te Art des Ent­saf­tens dar.
  • Damp­f­ent­saf­ter: Ent­saf­ten mit Hit­ze und Was­ser­dampf tötet Kei­me und Bak­te­ri­en zuver­läs­sig ab. Der Damp­f­ent­saf­ter eig­net sich beson­ders, wenn Sie grö­ße­re Men­gen Obst und Gemü­se ver­ar­bei­ten wol­len.

Ent­saf­ter rich­tig rei­ni­gen in 7 Schrit­ten

Haben Sie in Ruhe Ihren Smoot­hie getrun­ken, kön­nen Sie die ein­ge­weich­ten Bau­tei­le des Ent­saf­ters in weni­gen Schrit­ten rei­ni­gen.

  1. Las­sen Sie das alte Was­ser aus der Spü­le ab und fül­len Sie fri­sches lau­war­mes Was­ser hin­ein.
  2. Geben Sie (erneut) einen Trop­fen Spül­mit­tel hin­zu.
  3. Rei­ni­gen Sie die Ein­zel­tei­le des Ent­saf­ters nun mit einem Wisch­tuch, einem wei­chen Schwamm oder einer Spül­bürs­te. In der Regel lässt sich der Tres­ter mühe­los ent­fer­nen, wenn Sie die Tei­le vor­her direkt ein­ge­weicht haben. Hat­ten Sie kei­ne Gele­gen­heit dazu, holen Sie die­sen Schritt jetzt nach und wei­chen Sie die Gegen­stän­de zumin­dest für etwa zehn Minu­ten in war­mem Was­ser und etwas Spül­mit­tel ein. Das erspart Ihnen Arbeit und müh­sa­mes Schrub­ben.
  4. Im Sieb eines Zen­tri­fu­gal-Ent­saf­ters, aber auch an den Rän­dern und Kan­ten des Saft- und Tres­ter­be­häl­ters kön­nen sich Obst­rück­stän­de fest­set­zen. Die­se Stel­len sind mit Schwamm, Tuch oder Spül­bürs­te nicht gut zu errei­chen. Bei eini­gen Ent­saf­tern ist des­halb eine spe­zi­el­le Rei­ni­gungs­bürs­te im Lie­fer­um­fang ent­hal­ten. Steht Ihnen solch eine Bürs­te nicht zur Ver­fü­gung, kön­nen Sie die­se statt­des­sen im Inter­net oder im Fach­han­del nach­kau­fen oder aber statt­des­sen auch eine unbe­nutz­te Zahn­bürs­te ver­wen­den.
  5. Spü­len Sie alle Bau­tei­le des Ent­saf­ters unter kla­rem Was­ser ab.
  6. Trock­nen Sie die Gegen­stän­de sorg­fäl­tig mit einem Baum­woll­tuch ab. Beson­ders bei den Dich­tun­gen sowie bei den Tei­len aus Edel­stahl soll­ten Sie gründ­lich vor­ge­hen, damit kei­ne Was­ser­fle­cken dar­auf ent­ste­hen. Die Rei­be­flä­chen des Ent­saf­ters tup­fen Sie dage­gen nur vor­sich­tig ab, da die­se sehr rau und scharf­kan­tig sind. Ach­ten Sie dar­auf, dass Sie sich nicht dar­an ver­let­zen.
  7. Sind die Ein­zel­tei­le Ihres Ent­saf­ters spül­ma­schi­nen­fest, kön­nen Sie die­se auch in der Spül­ma­schi­ne rei­ni­gen. Das direk­te Abspü­len nach dem Ent­saf­ten bleibt Ihnen dadurch aber nicht erspart.
  8. Das Außen­ge­häu­se Ihres Ent­saf­ters, das beim Nutz­vor­gang in der Regel wenig bean­sprucht wird, wischen Sie ein­fach mit einem feuch­ten Lap­pen und etwas Spül­mit­tel ab und trock­nen anschlie­ßend nach.

Schim­mel im Ent­saf­ter erken­nen und vor­beu­gen

Schim­mel im Ent­saf­ter ist nicht immer sofort zu erken­nen. Fällt Ihnen aber ein mod­ri­ger oder unna­tür­li­cher Geruch auf, soll­ten Sie das Gerät sorg­fäl­tig auf Ver­schmut­zun­gen über­prü­fen und gründ­lich rei­ni­gen. Damit es gar nicht erst zur Schim­mel­bil­dung kommt, kön­nen Sie die­ser vor­beu­gen, indem Sie den Ent­saf­ter stets ordent­lich säu­bern und abtrock­nen. Vor allem bei Gerä­ten in dunk­le­ren Farb­tö­nen fällt ein Schim­mel­be­fall nicht direkt auf. Hier soll­ten Sie also beson­ders auf­merk­sam bei der Rei­ni­gung sein.

Hat sich doch ein­mal Schim­mel im Ent­saf­ter fest­ge­setzt, fin­den Sie im nächs­ten Abschnitt eini­ge Haus­mit­tel, die die­sen effek­tiv bekämp­fen.

Die­se Haus­mit­tel eig­nen sich zur Rei­ni­gung des Ent­saf­ters

Mit der Zeit erschei­nen durch den stän­di­gen Gebrauch mög­li­cher­wei­se Ver­fär­bun­gen auf Ihrem Ent­saf­ter. Wol­len Sie die klei­nen Schön­heits­ma­kel besei­ti­gen, brau­chen Sie nicht zum aggres­si­ven Rei­ni­gungs­mit­tel aus der Dro­ge­rie zu grei­fen, son­dern kön­nen eines der fol­gen­den Rei­ni­gungs­mit­tel zu Hil­fe neh­men:

Öl oder Mar­ga­ri­ne

Fett ist ein geeig­ne­tes Mit­tel, um Ver­fär­bun­gen an den Ein­zel­tei­len des Ent­saf­ters zu ent­fer­nen, die durch Pflan­zen­stof­fe wie das farb­in­ten­si­ve Karo­tin her­vor­ge­ru­fen wur­den. Auch Außen­flä­chen aus Edel­stahl kön­nen mit Öl bear­bei­tet wer­den, um sie unemp­find­li­cher gegen Fin­ger­ab­drü­cke zu machen. Geben Sie eini­ge Trop­fen Öl oder eine Mes­ser­spit­ze Mar­ga­ri­ne auf ein Wisch­tuch und rei­ben Sie die ver­färb­ten Stel­len des Ent­saf­ters damit ein. Auch vor­beu­gend kön­nen Sie die­se Maß­nah­me anwen­den, damit es gar nicht erst zu Ver­fär­bun­gen kommt. Anschlie­ßend mit kla­rem Was­ser nach­wi­schen und trock­nen.

Soda

Auch Soda hat sich als wirk­sa­mer Hel­fer gegen Ver­fär­bun­gen und stär­ke­re Ver­schmut­zun­gen der Ent­saf­ter-Ein­zel­tei­le erwie­sen. Prü­fen Sie jedoch vor­her an einer ver­deck­ten Stel­le, ob das Mate­ri­al für Soda geeig­net ist, falls es nicht aus Edel­stahl besteht. Lösen Sie einen Ess­löf­fel Haus­halts­so­da in 100 Mil­li­li­ter Was­ser auf und rüh­ren Sie dar­aus eine Pas­te an. Die­se ver­strei­chen Sie mit dem Löf­fel auf den ver­färb­ten oder ver­schmutz­ten Stel­len und las­sen sie etwa eine hal­be Stun­de ein­wei­chen. Mit einem feuch­ten Mikro­fa­ser­tuch gründ­lich abwi­schen und dann trock­nen.

Essig

Mit Essig bekom­men Sie ein dre­cki­ges oder ver­stopf­tes Sieb wie­der sau­ber. Legen Sie die­ses über Nacht in einer mit Essig gefüll­ten Scha­le ein. Das Sieb soll­te voll­stän­dig mit Flüs­sig­keit bedeckt sein. Anschlie­ßend gründ­lich mit kla­rem Was­ser rei­ni­gen und abspü­len.

Doch auch zur Rei­ni­gung des Ent­saf­ters und sei­ner Ein­zel­tei­le sowie zur Schim­mel­ent­fer­nung eig­net sich Essig. Bei die­sem Haus­mit­tel soll­ten Sie vor­her eben­falls an einer klei­nen Stel­le prü­fen, ob die Bau­tei­le Ihres Ent­saf­ters für die Rei­ni­gung mit die­sem Haus­mit­tel geeig­net sind, falls sie nicht aus Edel­stahl gemacht sind. Geben Sie die Essig­es­senz pur oder ver­dünnt auf ein Wisch­tuch und bear­bei­ten Sie nun die betrof­fe­nen Stel­len. Tra­gen Sie dabei Gum­mi­hand­schu­he, um Ihre Hän­de zu scho­nen. Anschlie­ßend mit kla­rem Was­ser nach­wi­schen und ‑trock­nen.

Gebiss­rei­ni­ger-Tabs

Tabs zur Rei­ni­gung von Zahn­pro­the­sen eig­nen sich auch, um ein ver­stopf­tes Ent­saf­ter-Sieb zu säu­bern. Lösen Sie einen Tab in einer mit­tel­gro­ßen Schüs­sel mit war­mem Was­ser auf und legen Sie das Sieb so hin­ein, dass es voll­stän­dig bedeckt ist. Las­sen Sie die Flüs­sig­keit min­des­tens eine hal­be Stun­de – bes­ser sind zwei bis drei Stun­den – ein­wir­ken, bevor Sie das Sieb wie­der her­aus­ho­len und es sorg­fäl­tig mit kla­rem Was­ser abspü­len.

Sau­be­rer Ent­saf­ter – bes­se­rer Geschmack

Die bes­te Mög­lich­keit, um Ihren Ent­saf­ter sau­ber zu hal­ten, besteht dar­in, die Bau­tei­le direkt nach der Benut­zung mit Was­ser abzu­spü­len oder ein­zu­wei­chen. So fällt Ihnen die Rei­ni­gung des Küchen­ge­rä­tes spä­ter leich­ter. Mit etwas Spül­mit­tel und Was­ser las­sen sich die Ein­zel­tei­le des Ent­saf­ters unkom­pli­ziert abwa­schen. Bei stär­ke­ren Ver­schmut­zun­gen oder Ver­fär­bun­gen hel­fen Haus­mit­tel wie Essig oder Soda. So sieht der Ent­saf­ter nicht bloß län­ger aus wie neu, auch der gewon­ne­ne Saft oder Smoot­hie schmeckt bes­ser.

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