Der Cam­ping­wa­gen am nord­deut­schen Strand, die klei­ne Feri­en­woh­nung in der ita­lie­ni­schen Tos­ka­na oder das klei­ne Café um die Ecke: All das hat sei­nen eige­nen, beson­de­ren Charme, aber ein WLAN-Netz ist dort oft nicht ver­füg­bar. In die­sen Fäl­len öff­net ein Smart­pho­ne-Hot­spot das Tor ins World Wide Web. Das Sur­fen über das Mobil­te­le­fon kos­tet jedoch teu­res Daten­vo­lu­men – vor allem auf Rei­sen im außer­eu­ro­päi­schen Aus­land. UPDATED stellt Ihnen die Alter­na­ti­ven vor, mit denen Sie auch unter­wegs sicher und kos­ten­güns­tig ins Inter­net kom­men.

Surf­stick und WLAN-Rou­ter brin­gen Sie ins Netz

Wenn Sie sicher­ge­hen wol­len, dass Sie auch unter­wegs und im Aus­land Ihre Mails abru­fen, die neu­es­ten Face­book-Akti­vi­tä­ten mit­be­kom­men oder Bil­der pos­ten kön­nen, bie­ten Ihnen ein Surf­stick oder ein mobi­ler WLAN-Rou­ter einen Weg ins Inter­net. Wie ein Smart­pho­ne ver­fü­gen bei­de Gerä­te über ein Funk-Modem, mit dem sie das Netz eines Mobil­funk­an­bie­ters errei­chen. Bei­de Vari­an­ten haben ihre Vor- und Nach­tei­le, die in die­sem Rat­ge­ber näher beleuch­tet wer­den.

Einer für alle: Der mobi­le WLAN-Rou­ter

Ein mobi­ler WLAN-Rou­ter ist ein klei­nes Gerät, das in der Grö­ße zwi­schen einem Smart­pho­ne und einer Ziga­ret­ten­schach­tel liegt. Genau wie ein Smart­pho­ne greift es per Funk auf das Netz des jewei­li­gen Mobil­funk­an­bie­ters zu. Anschlie­ßend stellt er – wie Sie es von einem moder­nen DSL-Modem zu Hau­se ken­nen – ein WLAN-Netz zur Ver­fü­gung, mit dem je nach Modell bis zu zehn End­ge­rä­te vom Smart­pho­ne über den Lap­top bis zum Smart-TV ins Inter­net gelan­gen kön­nen.

Sei­ne Ener­gie bezieht ein mobi­ler WLAN-Rou­ter über den ein­ge­bau­ten Akku. Zwi­schen vier und zehn Stun­den Lauf­zeit kön­nen die Hot­spots je nach Modell damit erzie­len. Der Akku ist auch der ent­schei­den­de Fak­tor beim Gewicht. Die­ses kann stark vari­ie­ren: Wäh­rend man­che mobi­le WLAN-Rou­ter nur um die 70 Gramm schwer sind, wie­gen ande­re Gerä­te mehr als das Dop­pel­te.

Mobi­le WLAN-Rou­ter sind auch als 3G- oder 4G-Rou­ter bekannt, nach den Bezeich­nun­gen für das Mobil­funk­netz der 3. bezie­hungs­wei­se der 4. Genera­ti­on. Viel­fach hei­ßen sie auch MiFi-Rou­ter, nach­dem der Her­stel­ler Nova­tel Wire­less sei­ne ers­ten Gerä­te so genannt hat­te. Da die­ser Name nicht über­all geschützt ist, bie­ten mitt­ler­wei­le auch ande­re Her­stel­ler ihre mobi­len Hot­spots unter die­ser Bezeich­nung an.

Ver­gleich: Surf­stick oder mobi­ler WLAN-Rou­ter?

Surf­stick

+ Preis­güns­tig zwi­schen 20 und 60 Euro erhält­lich
+ Klein und hand­lich
+ Benö­tigt kei­nen eige­nen Akku
- Inter­net­zu­gang nur für jeweils ein ein­zi­ges End­ge­rät
- Muss an PC, Lap­top oder Tablet ange­schlos­sen wer­den

WLAN-Rou­ter

+ Für bis zu zehn End­ge­rä­te gleich­zei­tig ver­wend­bar
+ Kei­ne Ste­cker oder Kabel not­wen­dig
+ Kei­ne spe­zi­el­le Soft­ware not­wen­dig
+ Unab­hän­gig vom Betriebs­sys­tem
+ Kann für bes­se­ren Emp­fang leicht woan­ders plat­ziert wer­den
- Mit Kos­ten zwi­schen 40 und 140 Euro teu­rer
- Benö­tigt eige­nen Akku

Der Urva­ter des mobi­len Inter­nets: Der Surf­stick

Der Surf­stick ist sozu­sa­gen der Vor­läu­fer des mobi­len WLAN-Rou­ters. Im Unter­schied zu die­sem errich­tet der Surf­stick aber kein WLAN-Netz, son­dern wird über einen USB-Anschluss mit dem Lap­top oder dem Tablet ver­bun­den. Ent­spre­chend kön­nen Sie ledig­lich für ein ein­zi­ges End­ge­rät einen Inter­net­zu­gang her­stel­len. In ein klei­nes Ein­schub­fach am Surf­stick ste­cken Sie wie beim Han­dy die SIM-Kar­te für den Zugang ins Netz des Mobil­funk­an­bie­ters ein, der dann per Funk­mo­dem her­ge­stellt wird.

Die nöti­ge Soft­ware, die auf dem Lap­top oder dem Tablet instal­liert wer­den muss, liegt ent­we­der als CD dem Surf­stick bei oder ist bereits auf dem Surf­stick ent­hal­ten und wird auto­ma­tisch gestar­tet, sobald Sie den Stick an ein End­ge­rät anschlie­ßen. Ach­ten Sie beim Kauf eines Surf­sticks dar­auf, dass die Soft­ware mit dem Betriebs­sys­tem Ihres End­ge­räts kom­pa­ti­bel ist.

Surf­sticks wer­den gern in Kom­bi­na­ti­on mit einem Pre­paid-Tarif genutzt, bei dem man für den Netz­zu­gang ein Gut­ha­ben erwirbt, das dann schritt­wei­se ver­braucht wird — etwa mit einem Zugang für einen Tag. Die­se Vari­an­te schützt Sie vor lan­gen Ver­trags­lauf­zei­ten und Kos­ten, wenn Sie den Surf­stick gar nicht nut­zen. Bei einem Pre­paid-Modell zah­len Sie nur dann, wenn Sie auch tat­säch­lich ins Inter­net gehen.

Mobi­les Inter­net mit oder ohne Ver­trag

Vor­aus­set­zung für den Inter­net­zu­gang mit­tels Surf­stick oder mobi­lem Rou­ter ist eine SIM-Kar­te, die Sie beim Pro­vi­der bekom­men. Genau wie ein Smart­pho­ne kön­nen Sie einen Surf­stick oder mobi­len WLAN-Rou­ter ent­we­der direkt erwer­ben oder in Kom­bi­na­ti­on mit einem Tarif­ver­trag, wobei das Gerät dann in der Regel güns­ti­ger oder sogar gra­tis ist.

Sen­den Sie Ihre Urlaubs­grü­ße sofort übers Inter­net an Ihre Freun­de oder pos­ten Sie Ihre bes­ten Bil­der in den sozia­len Netz­wer­ken.


Bevor Sie einen sol­chen Ver­trag abschlie­ßen, stel­len Sie sich die fol­gen­den Fra­gen:

  • Benö­ti­gen Sie den mobi­len Inter­net­zu­gang tem­po­rär, zum Bei­spiel für eine Rei­se, oder als dau­er­haf­te Alter­na­ti­ve, etwa wenn Sie als Außen­dienst­ler per­ma­nent unter­wegs sind? Bei einem tem­po­rä­ren Zugang, zum Bei­spiel für eine Rei­se, ist ein Pre­paid-Ange­bot güns­ti­ger. Bei einem fes­ten Ver­trag mit einer monat­li­chen Zah­lung beach­ten Sie die Min­dest­ver­trags­lauf­zeit und fra­gen Sie sich, ob Sie den Zugang über den gesam­ten Zeit­raum benö­ti­gen.
  • Benö­ti­gen Sie den mobi­len Inter­net­zu­gang aus­schließ­lich in Deutsch­land oder auch im Aus­land? Inner­halb der EU sowie Island, Liech­ten­stein und Nor­we­gen gilt die soge­nann­te Roa­ming­ver­ord­nung: Fürs Sur­fen, Tele­fo­nie­ren und Sim­sen gel­ten die­sel­ben Tarif­be­din­gun­gen und Prei­se wie im Hei­mat­land. Aber Ach­tung: Bei man­chen Anbie­ter gibt es Höchst­gren­zen, etwa damit ein beson­ders güns­ti­ger Mobil­funk­ta­rif nicht dau­er­haft in einem ande­ren Land genutzt wird. Je nach Auf­ent­halts­dau­er kann dann ein spe­zi­el­ler Aus­lands­ta­rif güns­ti­ger aus­fal­len. Bei Rei­sen ins außer­eu­ro­päi­sche Aus­land lohnt sich häu­fig aber auch eine Pre­paid-Kar­te eines Anbie­ters vor Ort. Vor­aus­set­zung dafür ist ein SIM-Lock-frei­es Gerät, das Sie unge­bun­den von einem ande­ren Mobil­funk­ver­trag mit einer ande­ren SIM-Kar­te bestü­cken kön­nen.
  • Wel­ches Daten­vo­lu­men wer­den Sie vor­aus­sicht­lich benö­ti­gen? Für den Mail­ver­kehr und die häu­figs­ten Online-Akti­vi­tä­ten, zum Bei­spiel auf Face­book pos­ten oder Nach­rich­ten lesen, sind 500 MB pro Monat meis­tens aus­rei­chend. Falls Sie jedoch häu­fi­ger auch Bil­der und Vide­os hoch- oder her­un­ter­la­den möch­ten, benö­ti­gen Sie ver­mut­lich min­des­tens 1GB oder — je nach Men­ge und Grö­ße der Datei­en — viel­leicht auch 2GB oder mehr. Neben der Aus­wahl des Daten­vo­lu­mens bie­ten sich Ihnen außer­dem die Optio­nen der High­speed-Begren­zung oder der Daten­au­to­ma­tik. Bei einer High­speed-Begren­zung kön­nen Sie in einem fest­ge­leg­ten Umfang beson­ders schnell Daten sen­den und emp­fan­gen, anschlie­ßend wird das Tem­po gedros­selt. Bei einer Daten­au­to­ma­tik sur­fen Sie nach Errei­chen die­ses fest­ge­leg­ten Daten­vo­lu­mens wei­ter in Höchst­ge­schwin­dig­keit, müs­sen dafür aber extra bezah­len.

Blei­ben Sie auch unter­wegs über­all online

Auch ohne WLAN-Hot­spot müs­sen Sie weder in Deutsch­land, noch im Aus­land auf einen Aus­flug ins World Wide Web ver­zich­ten. Mit einem mobi­len WLAN-Rou­ter oder einem Surf­stick gibt es gut funk­tio­nie­ren­de Alter­na­ti­ven, um über­all unter­wegs online zu gehen. Vor­aus­ge­setzt, es gibt vor Ort ein Mobil­funk­netz, sind Sie mit dem pas­sen­den Anbie­ter und einem ent­spre­chen­den Tarif schnell und kos­ten­güns­tig im Inter­net. So kön­nen Sie sich hohe Gebüh­ren eben­so spa­ren wie die lan­ge Suche nach dem nächs­ten WLAN-Hot­spot.

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