Nothing bleibt sich treu – und überrascht trotzdem. Mit den Nothing Headphone (a) bringt der Hersteller erstmals Over‑Ear‑Kopfhörer in der (a)‑Serie, die als günstigere Budget-Serie bekannt ist, an den Start. Transparentes Design, starke Akkulaufzeit, adaptives ANC und jede Menge smarte Features: Für den moderaten Preis wirklich ernstzunehmende Over‑Ear‑Headphones für Alltag, Reisen und lange Hörsessions.
Das erfahrt ihr gleich
- Design & Tragekomfort: Typisch Nothing – und überraschend bequem
- Klang: Viele Details und solider Druck
- Active Noise Cancelling & Transparenz: Ruhe auf Knopfdruck
- Telefonieren & Sprachqualität: Klar verständlich, auch unterwegs
- Akku & Laufzeit: Schnell laden und ausdauernd hören
- Bedienung & Smarte Features: mechanisch und präzise
- Preise & Verfügbarkeit
Wie bei den Smartphones, gibt auch bei den Headphone (a) das transparente Gehäuse Einblicke in die mechanischen Elemente. Allerdings sind die Ohrmuscheln nicht ganz so transparent, wie das Design einmal war. Das eckige Design hebt die Kopfhörer deutlich von klassischen Over‑Ear‑Designs ab, spricht allerdings auch dafür, dass sie Liebhaber*innen-Stücke sind. Statt wie den Headphone (1) in metallischem Weiß und Schwarz, kommt die-Budget-Variante zusätzlich in den Farben Rosa und Gelb, was ein bisschen mehr Abwechslung in die sonst sehr farblose Nothing-Welt bringt. Allerdings auch nur punktuell, denn die Farbe betrifft nur den mittigen äußeren Teil der Ohrmuscheln.
Nothing setzt diesmal auf flexible Stahlbügel, robuste Scharniere und einen verstärkten Schiebemechanismus. Das sorgt für langlebige Stabilität, ohne unnötig Gewicht aufzubauen. Mit 310 Gramm bleiben die Headphone (a) damit absolut im Rahmen für Over‑Ear‑Modelle.
Beim Tragekomfort punktet Nothing mit einem weichen Kopfbügel auf Flüssigsilikonbasis und weichen Memory‑Foam‑Ohrpolstern. Praktisch: Die Ohrpolster sind so dimensioniert, dass sie auch mit Piercings angenehm sitzen. Im Praxistest konnte ich die Kopfhörer so ohne Probleme einen ganzen Arbeitstag tragen. Im Vergleich zu anderen Headphones auf dem Markt wirklich ein großer Pluspunkt für mich.


Im Inneren arbeiten 40‑mm‑Treiber mit titanbeschichteter Membran. Die sorgen für relativ klare Höhen, solide Mitten und spürbaren Bass. Nothing erreicht hier wirklich eine solide Leistung mit breitem Dynamikumfang und einer guten Empfindlichkeit. Insgesamt sind die Kopfhörer vor allem wirklich laut – bis zu 110 dB sind möglich. Auf dem Markt gibt es natürlich noch besser qualifizierte Kopfhörer für wirklich audiophile Nutzer*innen, aber für den Preis hat Nothing hier ein wirklich gutes Budget-Modell geschaffen.
Und wer nicht zufrieden mit der Standard-Kalibrierung ist, kann über die Nothing X App weitere Anpassungen vornehmen. Hier lassen sich ein personalisiertes EQ-Profil sowie die Equalizer individuell einstellen. Zwar nicht ganz so umfangreich, wie bei den Headphone (1), aber immerhin in verschiedenen voreingestellten Profilen und auch komplett personalisiert für einzelne Tiefen, Mitten und Höhen. Auch die Tastenbelegung und due räumlichen Audio-Modi und Spatial Audio-Presets lassen sich hier einstellen.
Zusätzlich gibt es auch das AI‑gestützte Dynamic Bass Enhancement. Das erkennt tiefe Frequenzen in Echtzeit und verstärkt sie gezielt, ohne den Klang zu verzerren. Grundsätzlich eine gute Option für Menschen, die auf Bass stehen. Allerdings nicht mit ganz so viel Wumms, wie ich das von anderen Kopfhörern kenne.
Nothing setzt bei den Headphone (a) auf adaptives Active Noise Cancelling, das Umgebungsgeräusche mit bis zu 40 dB reduziert. Möglich machen das vier Mikrofone, davon zwei pro Seite für hybrides ANC. Störende Geräusche werden so deutlich leiser. Läuft keine Musik oder während Gesprächen sind 40 dB Reduzierung allerdings nicht das beste ANC auf dem Markt und Geräusche von außen kommen dennoch durch – wenn auch gedämpfter.
Wenn du deine Umgebung komplett wahrnehmen willst, schaltest du einfach in den Transparenzmodus. Stimmen und Umgebungsgeräusche werden in Echtzeit durchgelassen, ohne dass du die Kopfhörer abnehmen musst. Praktisch für Durchsagen, kurze Gespräche oder den Straßenverkehr.

Für Telefonate nutzt Nothing eine KI‑gestützte Clear‑Voice‑Technologie, die auf über 28 Millionen realen Geräuschszenarien trainiert wurde. Drei Mikrofone filtern Wind, Hintergrundlärm und Echo zuverlässig heraus. Selbst in vollem Café und neben der vielbefahrenen Straße konnten mich meine Gesprächspartner*innen dadurch überraschend klar verstehen. Definitiv ein Pluspunkt für mich.
Als eines der größten Highlights bezeichnet Nothing die Akkulaufzeit. Mit ANC deaktiviert sind bis zu 135 Stunden Wiedergabe möglich, mit aktiviertem ANC immer noch bis zu 75 Stunden. Möglich machen das zwei integrierte Akkukerne mit insgesamt 1.060 mAh Kapazität. Die haben tatsächlich auch im Praxistest gut durchgehalten.
Und auch beim Schnellladen zeigt sich Nothing großzügig: 5 Minuten Laden sollen für bis zu 8 Stunden Playback ohne ANC oder 5 Stunden mit ANC, ausreichend sein. Komplett geladen sind die Headphones nach rund 2 Stunden per USB‑C. Im Praxistest ließen sich die Zeiten in etwa so abbilden.
Statt Touch‑Gesten, wie bei den meisten Kopfhörern anderer Hersteller, setzt Nothing auf mechanische Bedienelemente mit haptischem Feedback. Roller, Paddle und Button machen jede Aktion bewusst spürbar – von der Lautstärkeregelung über Trackwechsel bis hin zur ANC‑Steuerung. Überraschend old-school heutzutage, aber ich bin überzeugt. Die Steuerung ist meiner Meinung nach deutlich präziser als mit Touch und gibt mir genau die Kontrolle über Musik, Anrufe und anderes, die ich mir von guten Kopfhörern im Alltag wünsche.
Dazu kommen weitere smarte Extras wie Dual‑Device‑Verbindung, Low‑Latency‑Modus, Google Fast Pair, Microsoft Swift Pair und sogar eine ChatGPT‑Integration in Verbindung mit einem Nothing‑Smartphone.
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