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Twis­ted Light könn­te neue Wege für kabel­lo­se Daten­über­tra­gung eröffnen

Twisted Light könnte Kabel in der Zukunft obsolet machen und gleichzeitig eine schnelle Datenübertragung gewährleisten.

Ultra­schnel­les Inter­net, zugäng­lich für eine Viel­zahl von Men­schen – ein For­scher­team ist die­sem Tech­nik­traum ein Stück näher gekom­men. Die Wis­sen­schaft­ler arbei­ten mit Twis­ted Light, einer Form von leis­tungs­star­ker kabel­lo­ser Daten­über­tra­gung, die in der Zukunft Glas­fa­ser-Sys­tem womög­lich über­flüs­sig machen könn­ten. Die Phy­si­ker haben dabei neue Unter­su­chun­gen zum Dreh­im­puls des Lichts angestellt.

So schnell Glas­fa­ser-Inter­net auch gewor­den ist, hat das Sys­tem immer noch eine Ein­schrän­kung: Die Daten­über­tra­gung erfolgt wei­ter­hin über Kabel, was das Sen­den von Infor­ma­tio­nen nicht über­all zulässt. Wis­sen­schaft­ler aus Groß­bri­tan­ni­en, Deutsch­land, Kana­da und Neu­see­land haben viel­leicht einen Weg gefun­den, der die Kabel in der Zukunft obso­let macht und gleich­zei­tig eine schnel­le Über­tra­gung gewährleistet.

Bei neu­en Unter­su­chun­gen zum Dreh­im­puls des Lichts, im Eng­li­schen “opti­cal angu­lar momen­tum of light” (OAM) genannt, ist es dem For­scher­team gelun­gen, Pho­to­nen – Licht­teil­chen – zu dre­hen, indem sie die­se durch eine bestimm­te Art von Holo­gram gelei­tet haben. Die gedreh­ten Pho­to­nen ermög­li­chen es, nicht nur Nul­len und Ein­sen zu über­tra­gen, son­dern zusätz­li­che Infor­ma­tio­nen mit ihnen zu sen­den. Damit habe Twis­ted Light das Poten­zi­al dazu, die Band­brei­te zu erhö­hen, schreibt die Uni­ver­si­tät Glas­gow in einer Pressemitteilung.

Twis­ted Light wur­de in Deutsch­land getestet

Die Phy­si­ker tes­te­ten erfolg­reich eine etwa 1,6 Kilo­me­ter lan­ge Ver­bin­dung im bay­ri­schen Erlan­gen: Stra­ßen, Plät­ze und ins­be­son­de­re hohe Gebäu­de könn­ten die Ver­bin­dung stö­ren, wes­halb der Ver­such bewusst in einer urba­nen Umge­bung statt­fand. Dr. Mar­tin Lavery von der Uni­ver­si­tät Glas­gow, füh­ren­der Autor der Stu­die erklär­te: “In einem Zeit­al­ter, in der der glo­ba­le Daten­ver­brauch immer grö­ßer wird, steigt der Druck, neue Metho­den der Daten­über­tra­gung zu ent­wi­ckeln, die mit dem enor­men Kon­sum mit­hal­ten kön­nen.” Lavery ist sich sicher, dass die Stu­die zu Twis­ted Light den Weg in die­se Rich­tung geeb­net habe.

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