Snapchat begibt sich auf völlig neue Pfade: Mit dem neuesten Update wird erstmals das Zeitlimit – die Kernfunktion, die Snapchat berühmt gemacht hat – aufgeweicht. Doch für immer bleiben Fotos und Videos dennoch nicht sichtbar. Und Snapchat hat noch mehr Neuigkeiten im Köcher.

Gesehen – vergangen. Mit der simplen Idee, den ewig abrufbaren Inhalten des Internets den Zauber des Augenblicks entgegenzusetzen, hat Snapchat in etwas mehr als fünf Jahren eine weltweite Fangemeinde erobert. Mit dem neuen Feature „Limitless Snaps“, das Snapchat in einem Posting vorstellte, rüttelt das Netzwerk jetzt an dieser Grundidee. Zumindest ein bisschen.

Zukünftig ist der Betrachter eines Bildes nicht mehr an die maximale Dauer von zehn Sekunden gebunden. Stattdessen kann er sich den Snap ansehen, so lange es ihm gefällt. Das heißt aber nicht, dass ein Snap kein Snap mehr ist, der irgendwann im digitalen Nichts verschwindet. Denn sobald der Betrachter das Foto schließt, indem er zum nächsten Snap wechselt oder die App verlässt, wird der Inhalt für immer gelöscht.

Videos im Dauerloop statt als Einmal-Erlebnis

Neues gibt es auch bei den Videos. Diese bleiben ebenfalls so lange sichtbar, bis der Betrachter zum nächsten Snap weiterzieht – in Form eines Loops. Voraussetzung ist, dass der Absender den Loop-Modus gewählt hat, anstatt es wie bisher klassisch zu versenden, wobei das Video nach einmaligem Ansehen gelöscht wird.

Nicht zuletzt für diese beiden neuen Funktionen wurde die Benutzeroberfläche überarbeitet. Die Kreativ-Tools befinden sich jetzt gesammelt auf der rechten Seite, hinzugekommen sind das Magic Eraser Tool, mit dem sich unerwünschte Bildinhalte aus einem Bild herausradieren lassen, sowie eine neue Emoji-Zeichenfunktion.

Neues auch bei Instagram

Auch die andere große Foto-Plattform Instagram hat Neues eingeführt. Wer nicht gerade das Smartphone mit der App parat hat und die Applikation nicht extra auf einem anderen Mobilgerät installieren will, kann jetzt den Umweg über den Browser nehmen, berichtet TechCrunch. Denn die Plattform bietet ihren Usern nun die Möglichkeit, ihre Fotos auch über die Webseite hochzuladen. Das funktioniert allerdings nur bei Mobilgeräten – via Desktop bleibt dieser Weg versperrt.