Über­neh­men Com­pu­ter zukünf­tig das Den­ken? Mit dem Schrei­ben von Pop­songs kommt die Tech­nik schon mal ganz gut klar: Das neue Album von Taryn Sou­thern stammt nicht mehr kom­plett aus der Feder eines Song­wri­ters, son­dern wur­de zum Teil von künst­li­cher Intel­li­genz ver­fasst. Hören tut man das nicht unbe­dingt.

Wie schreibt man mor­gen einen Pop­song? Man gibt den gewünsch­ten Text in den Com­pu­ter ein und lädt ein paar Vocals hoch, bestimmt dann per Maus­klick, wie schnell der Takt sein soll, wählt noch den Rhyt­mus, die Stim­mung und die Musik­rich­tung aus und drückt auf “fer­ti­gen Song erstel­len”. Was nach einer Zukunfts­ver­si­on klingt, ist tat­säch­lich längst in der Musik­welt ange­kom­men. Denn künst­li­che Intel­li­genz nimmt Song­wri­tern schon jetzt eini­ges an Arbeit ab.

Algo­rith­mus erzeugt typi­schen Pop­song

Und wie klingt nun ein Song, den sich zu gro­ßen Tei­len ein Com­pu­ter aus­ge­dacht hat? Eigent­lich gar nicht so anders als das, was sonst so im Radio läuft. Kein Wun­der: Die künst­li­che Intel­li­genz erzeugt den neu­en Hit schließ­lich dank eines bestimm­ten Algo­rith­mus. Der Com­pu­ter holt sei­ne Ideen also aus all den ande­ren Pop­songs, die bereits erklun­gen sind. Hin­ter dem aktu­el­len Song von You­Tube-Star Taryn Sou­thern steckt das Unter­neh­men Amber. Die­se woll­ten die künst­li­che Intel­li­genz anfangs dazu nut­zen, etwas Hin­ter­grund­mu­sik zu kre­ieren. Doch die smar­te Tech­nik wuchs über ihre Auf­ga­ben hin­aus.

Sän­ge­rin Taryn sieht den Fort­schritt gelas­sen. “So habe ich mehr Zeit, mich auf das zu kon­zen­trie­ren, was ich wirk­lich mag: Songs schrei­ben, Sin­gen und Musik­vi­de­os machen.” Obwohl das ja eigent­lich auch schon in den Auf­ga­ben­be­reich der künst­li­chen Intel­li­genz fal­len könn­te. Doch smar­te Song­schrei­ber hin oder her – solan­ge die Com­pu­ter Songs noch aus­schließ­lich auf Grund­la­ge von bereits bestehen­den Lie­dern kom­po­nie­ren, kann sich kaum etwas wirk­lich Neu­es ent­wi­ckeln. Hier sind dann also doch noch Indi­vi­du­en gefragt.