Smartphones

KI soll Smart­pho­ne-Fotos auf DSLR-Niveau bringen

Noch gewinnt die Kamera den Fotowettbewerb – Dank Künstlicher Intelligenz soll aber auch das Smartphone bald ebenso gute Bilder machen.

Eine Spie­gel­re­flex­ka­me­ra macht grund­sätz­lich bes­se­re Fotos als ein Smart­pho­ne. Doch was, wenn jedes Han­dy-Foto bald so aus­se­hen könn­te, als stamm­te es von einer DSLR? Ein Team von For­schern arbei­tet an eben solch einem Pro­jekt: Mit Hil­fe von Künst­li­cher Intel­li­genz soll die Smart­pho­ne-Foto­gra­fie revo­lu­tio­niert werden.

Wer mit einem nor­ma­len Smart­pho­ne foto­gra­fiert, kennt das Pro­blem: Sobald die Licht­ver­hält­nis­se nicht mehr opti­mal sind, lässt die Qua­li­tät der Auf­nah­men extrem nach. Däm­mer- oder Kunst­licht macht die Bil­der grob­kör­nig und ver­än­dert die Far­ben. Kurz­um, die Auf­nah­men sehen nicht so aus, wie sie eigent­lich aus­se­hen sollten.

Was aber, wenn ein Sys­tem genau das erken­nen könn­te und das Foto auto­ma­tisch ver­bes­sert? Das Goog­le Pixel Pho­ne bedient sich für sei­ne Auf­nah­men bereits künst­li­cher Intel­li­genz. Die­se nimmt auto­ma­tisch klei­ne Ver­bes­se­run­gen an den Fotos vor oder setzt die pas­sen­den Effek­te ein. Einen ähn­li­chen aber wei­ter­ge­hen­den Ansatz ver­folgt nun auch eine klei­ne Grup­pe Schwei­zer For­scher, die mit Hil­fe eines Neura­len Netz­werks Künst­li­che Intel­li­genz für Bil­der aller Smart­pho­nes nut­zen will.

KI für Fotos: Als die DSLR den Smart­pho­nes das Foto­gra­fie­ren beibrachte

Dazu wur­de das Sys­tem zunächst mit Fotos gefüt­tert, die zwar die­sel­be Sze­ne zei­gen und auch zur sel­ben Zeit auf­ge­nom­men wur­den, aber ein­mal von einer Spie­gel­re­flex­ka­me­ra und ein­mal von einem Smart­pho­ne stam­men. Die künst­li­che Intel­li­genz soll­te dadurch ler­nen, den Unter­schied zwi­schen den bei­den Auf­nah­men zu erken­nen und in einem zwei­ten Schritt das qua­li­ta­tiv min­der­wer­ti­ge Bild ent­spre­chend zu ver­bes­sern. Damit die Ver­bes­se­rung nicht nur für einen bestimm­ten Smart­pho­ne-Typen funk­tio­niert, wur­de das Sys­tem so weit aus­ge­baut, dass es jedes belie­bi­ge Foto auf die Qua­li­tät der Wunsch­ka­me­ra bringt.

Noch steckt die Tech­nik in den Kin­der­schu­hen. Wäh­rend eini­ge Bil­der schon ver­blüf­fend gut bear­bei­tet wer­den, bekom­men ande­re einen unge­wünsch­ten Grün-Schim­mer ver­passt oder ver­lie­ren Details. Doch das For­scher­team ist guter Din­ge. Bald schon könn­te es völ­lig egal sein, ob die Fotos im Däm­mer­licht oder an einem ver­reg­ne­ten Tag auf­ge­nom­men wur­den – wer will, kann sich dann die Bil­der in kla­ren Far­ben und bei schöns­tem Son­nen­schein anzei­gen lassen.

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