Der Han­dels­start des Home­Pod könn­te direkt bevor­ste­hen. Laut Medi­en­be­rich­ten wur­den jetzt die ers­ten Exem­pla­re des smar­ten Laut­spre­chers an Apple aus­ge­lie­fert. Kann der Home­Pod trotz des ver­spä­te­ten Ver­kaufs­be­ginns den Markt auf­rol­len?

Etwa 10 bis 12 Mil­lio­nen Exem­pla­re sei­nes Home­Pod will Apple bis Ende 2018 ver­kau­fen, schät­zen Bran­chen­ex­per­ten. Die wich­tigs­te Vor­aus­set­zung dürf­te jetzt geschaf­fen sein: dass es den smar­ten Laut­spre­cher über­haupt zu kau­fen gibt. Laut der tai­wa­ni­schen Zei­tung Tai­pei Times hat Apple-Zulie­fe­rer Inven­tec die ers­ten Gerä­te an die Kali­for­ni­er aus­ge­lie­fert. Die ers­te Char­ge soll bei einer Mil­li­on Home­Pods lie­gen. Schon bald könn­ten noch mehr bereit­ste­hen, denn Hon Hai Pre­cisi­on Indus­try Co., am Markt als Fox­conn bekannt, fer­tigt eben­falls den Home­Pod – deren ers­te Lie­fe­rung steht aber noch aus.

Mehr Laut­spre­cher als smart

Der Home­Pod soll­te ursprüng­lich schon Ende 2017 auf den Markt kom­men, wur­de dann aber ohne Anga­be von Grün­den ver­scho­ben. Angeb­lich, so berich­tet die Tai­pei Times, steck­ten Pro­ble­me beim Fein­tu­ning von Soft­ware und Hard­ware hin­ter der Ver­zö­ge­rung. Doch gera­de das rei­bungs­lo­se Zusam­men­spiel gilt als Aus­hän­ge­schild der Apple-Pro­duk­te – wes­halb man sich in Cup­er­ti­no offen­bar ent­schied, das Weih­nachts­ge­schäft zu ver­pas­sen. Mit der Fol­ge, dass sich vie­le poten­zi­el­le Käu­fer zum Fest ande­re Smart Spea­ker gekauft oder ver­schenkt haben. Kann Apple die­sen Vor­sprung auf­ho­len?

Die Argu­men­te für die Kun­den außer­halb der treu­en Apple-Fan­ge­mein­de sind bis­lang rar gesät. So soll der Sprach­as­sis­tent Siri zum Start nicht mit allen Apps kom­mu­ni­zie­ren kön­nen, unter ande­rem könn­ten Musik­strea­ming-Diens­te außen vor blei­ben. Aller­dings hat­te Apple bei der Vor­stel­lung des Home­Pod auf der Ent­wick­ler­kon­fe­renz WWDC im ver­gan­ge­nen Juni vor allem die Audio-Qua­li­tä­ten her­vor­ge­ho­ben. Der smar­te Laut­spre­cher soll also mehr Laut­spre­cher als smart sein. Es bleibt abzu­war­ten, wie stark das gegen die Kon­kur­renz von Ama­zon, Goog­le und Co. zieht.

Kein Deutsch­land-Start in Sicht

Das wer­den zunächst nur die Kun­den in den USA, Groß­bri­tan­ni­en oder Aus­tra­li­en beur­tei­len kön­nen. Hier soll der Home­Pod als Ers­tes auf den Markt kom­men. Der Kauf­preis liegt bei 349 Dol­lar. Wann Deutsch­land auf der Lis­te steht, ist noch nicht abzu­se­hen – ver­mut­lich muss zuvor die Sprach­soft­ware von Siri ange­passt wer­den.