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AR-Welt­raum­ge­fähr­te rol­len durchs Wohnzimmer

Spacecraft AR bringt den Curiosity Rover in die eigenen vier Wände.

Das Jet Pro­pul­si­on Labo­ra­to­ry der NASA hat gemein­sam mit Goog­le eine neue Aug­men­ted-Rea­li­ty-App ent­wi­ckelt. Sie lässt Nut­zer Welt­raum-Fahr­zeu­ge wie den Mars-Rover Curio­si­ty in ihren eige­nen vier Wän­den erleben.

Nicht vie­le Men­schen erhal­ten in ihrem Leben die Mög­lich­keit, ein Welt­raum­ge­fährt aus nächs­ter Nähe zu begut­ach­ten. Fahr­zeu­ge wie der Mars-Rover Curio­si­ty wer­den unter strengs­ter Bewa­chung ent­wi­ckelt und schließ­lich in die ewi­gen Wei­ten des Welt­raums geschos­sen. Nur Video­auf­nah­men und Fotos zei­gen, wie die futu­ris­ti­schen Fahr­zeu­ge aus­se­hen, die dazu geschaf­fen wur­den, dort­hin auf­zu­bre­chen, wo Men­schen zumin­dest noch nicht hin­ge­lan­gen können.

Nur auf ARCore-kom­pa­ti­blen Geräten

So, wie die NASA aber an eben die­sen Maschi­nen arbei­tet, ist die US-Welt­raum­be­hör­de auch damit beschäf­tigt, neue Wege zu ent­wi­ckeln, um mehr Men­schen an ihrer Arbeit teil­ha­ben zu las­sen. Mit Goog­le hat sie daher nun eine neue Ver­si­on der App “Space­craft 3D” ent­wi­ckelt: “Space­craft AR

Die neue Vari­an­te der Anwen­dung basiert auf Goo­g­les neu­er ARCore-Platt­form für Aug­men­ted Rea­li­ty-Anwen­dun­gen. “Space­craft AR” kann laut der Ankün­di­gung aus die­sem Grund auch nur auf Smart­pho­nes ver­wen­det wer­den, die ARCore bereits unter­stüt­zen. Dazu zäh­len neben Goo­g­les Pixel-Gerä­ten und Sam­sungs Gala­xy S‑Modellen ab dem Gala­xy S7 bei­spiels­wei­se auch das Gala­xy Note8, das LG V30 und das LG V30+.

Von Juno bis Voyager

Mit “Space­craft AR” kön­nen Nut­zer detail­lier­te Model­le von Raum­fahr­zeu­gen in bes­ter AR-Manier in vir­tu­el­ler Form auf dem Dis­play ihres Smart­pho­nes in das Kame­ra­bild von ihrem Wohn­zim­mer pro­ji­zie­ren – und sie dann genau unter die Lupe nehmen.

Wie das Jet Pro­pul­si­on Labo­ra­to­ry der NASA berich­tet, ste­hen zum Launch vier Gefähr­te zur Aus­wahl: Der Mars-Rover Curio­si­ty sowie die Son­den Juno, Cas­si­ni und Voya­ger, die bei­spiels­wei­se den Jupi­ter und Saturn zum Ziel hat­ten. Außer­dem sol­len Nut­zer von “Space­craft AR” eine Para­bol­an­ten­ne des NASA Deep Space Net­work mit einem Durch­mes­ser von 70 Metern begut­ach­ten kön­nen. Damit so gro­ße Objek­te vir­tu­ell auch in die eige­nen vier Wän­de pas­sen, las­sen sie sich auf dem Bild­schirm natür­lich ska­lie­ren, dre­hen und wenden.

“Space­craft 3D” für alle ande­ren Nutzer

Wer ein iPho­ne oder ein Smart­pho­ne ohne ARCore-Unter­stüt­zung besitzt und sich auch gern ein­mal eine Welt­raum­son­de aus der Nähe anse­hen möch­te, für den gibt es bereits seit Län­ge­rem eine Alter­na­ti­ve. “Space­craft 3D” ist die Vor­gän­ger­ver­si­on der neu­en App und bereits im App Store und Goo­g­les Play Store kos­ten­los verfügbar.

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