Smartphones

Apple bringt iPho­ne 7 und 8 zurück in deut­sche Läden

Das iPhone 7 und das iPhone 8 werden in Deutschland wieder verkauft – mit Qualcomm-Technik.

Das iPho­ne 7 und das iPho­ne 8 wer­den in einer leicht modi­fi­zier­ten Ver­si­on wie­der in Deutsch­land ver­kauft. Apple ver­baut in den zwei Model­len nun Qual­comm- anstel­le von Intel-Kom­mu­ni­ka­ti­ons­chips und unter­bin­det auf die­se Wei­se ein Verkaufsverbot.

Anfang 2019 hat­te Apple sei­ne bei­den iPho­ne-Model­le 7 und 8 in Deutsch­land vor­läu­fig aus den 15 Apple-Stores ver­bannt. Der Grund: Ein Gerichts­streit zwi­schen Apple und Zulie­fe­rer Qual­comm über ein Patent, in dem Apple Ende 2018 vor dem Land­ge­richt in Mün­chen den Kür­ze­ren gezo­gen hat­te. Online waren die Smart­pho­nes aller­dings wei­ter­hin zu bekommen.

Bei besag­tem Patent han­delt es sich um das soge­nann­te Enve­lo­pe-Tracking, eine Tech­nik zur Rege­lung des Ener­gie­ver­brauchs, die Qual­comm für sich bean­sprucht. Für die in Deutsch­land ver­kauf­ten iPho­nes stellt inzwi­schen die US-Fir­ma Qor­vo das ent­spre­chen­de Bau­teil her. Sie argu­men­tiert, eine eige­ne Lösung zu ver­wen­den, die das frag­li­che Patent nicht ver­let­ze. Das sah das Gericht jedoch anders. Die Tech­nik ist in den Chips von Intel eben­falls inte­griert, des­halb muss­te Apple vom bis­he­ri­gen Zulie­fe­rer Abstand nehmen.

Nun folgt die Rol­le rück­wärts: Apple bringt das iPho­ne 7 und 8 zurück in den deut­schen Han­del, berich­tet MacRu­mors unter Beru­fung auf eine Bestä­ti­gung sei­tens des Kon­zerns. Aller­dings nicht mehr mit einem Chip­satz von Intel, son­dern eben von Qualcomm.

Gerichts­streit zwi­schen Apple und Qual­comm geht weiter

Auch wenn Apple mit die­ser Maß­nah­me nach­gibt, sieht der Kon­zern die gericht­li­che Aus­ein­an­der­set­zung noch nicht als been­det an. Die Red­mon­der wer­fen Qual­comm über­höh­te Lizenz­ge­büh­ren und unfai­ren Wett­be­werb vor. „Qual­comm ver­sucht, Apple mit Ver­kaufs­ver­bo­ten zur Annah­me erpres­se­ri­scher For­de­run­gen zu zwin­gen“, erklär­te der Kon­zern in einer Stel­lung­nah­me. Man wer­de wei­ter dafür kämp­fen, „was rich­tig ist“.

Apple hat­te 2017 sei­ner­seits Qual­comm ver­klagt, weil das Unter­neh­men angeb­lich aus App­les haus­ei­ge­nen Ent­wick­lun­gen Kapi­tal schla­ge. Zuletzt gab es zudem gericht­li­che Aus­ein­an­der­set­zun­gen auf dem chi­ne­si­schen Markt. Der nächs­te gro­ße und womög­lich ent­schei­den­de Pro­zess zwi­schen Apple und Qual­comm steigt im April in Kalifornien.

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