Spielekonsolen

“Ana­mor­phi­ne”: Sur­rea­les VR-Adven­ture erforscht die Abgrün­de der Psyche

"Anamorphine" nimmt den Spieler mit in eine surreale Erinnerungswelt.

Depres­sio­nen und post-trau­ma­ti­sche Belas­tungs­stö­rung sind kei­ne The­men für ein Video­spiel? Das VR-Adven­ture “Ana­mor­phi­ne” belehrt uns eines Bes­se­ren und nimmt uns mit in die sur­rea­le Erin­ne­rungs­welt der Spiel­fi­gur. Der Gamer muss sich ent­schei­den: Kann er die Ver­gan­gen­heit bewäl­ti­gen oder wird er zulas­sen, dass sie ihn auffrisst? 

Tyler und sei­ne Frau Ele­na füh­ren eine glück­li­che Bezie­hung, bis ein schwe­rer Unfall sie aus der Bahn wirft. Ele­na kann danach nicht mehr ihrer größ­ten Lei­den­schaft, dem Cel­lo­spiel, nach­ge­hen, was sie ihrer Lebens­freu­de beraubt und in eine tie­fe Depres­si­on stürzt. Tyler kann sei­ner Frau nicht hel­fen und sieht hilf­los zu, wie sie immer wei­ter in die emo­tio­na­le und sozia­le Iso­la­ti­on abdrif­tet. Was wie ein Melo­dra­ma klingt, ist tat­säch­lich die Rah­men­hand­lung des Adven­tures “Ana­mor­phi­ne”.

Bereits in “Hell­bla­de: Senua’s Sacri­fice” stan­den frü­her in die­sem Jahr die Psy­cho­sen der Spiel­fi­gur im Vor­der­grund. “Ana­mor­phi­ne” schlägt eben­falls die­sen Weg ein, wird sich zusätz­lich aber auch der Vir­tu­al Rea­li­ty bedie­nen, um eine inten­si­ve­re Spiel­erfah­rung zu ver­mit­teln. Das Indie-Game aus dem Hau­se Arti­fact 5 kann mit Play­Sta­ti­on VR, HTC Vive und Ocu­lus Rift erlebt wer­den und soll noch die­sen Win­ter für Play­Sta­ti­on 4 und PC erscheinen.

Kei­ne Kämp­fe, kei­ne Dia­lo­ge: “Ana­mor­phi­ne” setzt auf die Erfahrung

Laut Ent­wick­ler kommt das Spiel kom­plett ohne Kämp­fe oder Dia­lo­ge aus. Statt­des­sen liegt der Fokus auf der Geschich­te: Der Gamer soll sei­ne Umge­bung und die Geheim­nis­se der Ver­gan­gen­heit erkun­den. Das VR-Adven­ture nimmt ihn mit in die traum­ar­ti­ge Gedan­ken­welt von Prot­ago­nist Tyler, der seit dem Unfall von Ele­na mit einer post-trau­ma­ti­schen Belas­tungs­stö­rung zu kämp­fen hat. Am Ende läuft alles dar­auf hin­aus, ob er sich der Ver­gan­gen­heit stel­len kann – oder ob sie ihn überwältigt.

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