Jährlich findet im katalonischen Barcelona die bedeutendste Messe rund um Smartphones, Tablets und mehr statt: der Mobile World Congress (MWC). Auch in diesem Jahr gibt es wieder zahlreiche spannende Neuheiten von Samsung, Honor, Xiaomi und vielen weiteren Herstellern zu sehen. Im Folgenden findest du die wohl bedeutendsten Highlights der Messe.
Früher noch im Schatten von Huawei, mausert sich Honor zunehmend zu einem der besten Hersteller für Smartphones. Unsere Praxistests vom Foldable Magic V5 und dem Flaggschiff Magic 8 Pro zeigen das deutlich. Das Unternehmen aus China will aber noch viel mehr, nämlich ein echter Vorreiter für neue Technik sein. Gelingen könnte das mit dem Robot Phone, welches vor der Messe bereits angeteasert wurde und in den Messehallen seine Premiere feiert. Die Idee dahinter: Unter einer Abdeckung auf der Rückseite verbirgt sich eine kleine Gimbal-Kamera, die nicht nur Fotos und Videos machen kann, sondern ihre Umgebung wahrnimmt. Gekoppelt an eine KI wird daraus ein echter Robo-Begleiter, mit dem du dich unterhalten kannst und der dir bei alltäglichen Arbeiten hilft.
Die Technik ist durchaus beeindruckend, zumal in der Kamera ein 200-Megapixel-Sensor steckt, das Gimbal-System auf 4 Achsen stabilisiert und sich vollautomatisch bewegen kann. Was allerdings sonst in dem Smartphone steckt, ist bisher noch nicht bekannt. Gleiches gilt leider für den möglichen Marktstart und den Preis. Eine Veröffentlichung in Europa ist aufgrund scharfer Datenschutzgesetze aber ohnehin schwer.
Bleiben wir direkt bei Honor, denn die hatten noch zwei weitere Geräte im Gepäck, die schon oder schon bald erhältlich sind. Da wäre der Nachfolger des fantastischen Honor Magic V5, das Magic V6. Das neue Foldable ist wieder extrem dünn (8,75 mm), soll eine um 44 Prozent reduzierte Knickfalte haben, die schon beim V5 kaum spürbar war, und jetzt sogar nach IP68/IP69 Staub- und Wasserdicht sein. Der Vorgänger erreichte „nur“ IP58/IP59-Level. Verbessert hat Honor auch den Akku, der nun auf 6.600 Milliamperestunden kommt und so bis zu 24 Stunden durchhalten soll. Was das Magic V6 kosten soll, verrät das Unternehmen aber noch nicht.
Den Preis für das MagicPad 4 kennen wir hingegen schon: Knapp 600 Euro kostet das Flaggschiff-Tablet hierzulande. Für das Geld gibt es sehr viel starke Technik. Das fängt schon beim Display an, das mit 12,3 Zoll üppig groß ist, mit ordentlichen 3.000 x 1.920 Pixeln auflöst und eine variable Bildwiederholrate bis 165 Hertz bietet. Bei der Darstellung von HDR-Inhalten kommt es zudem auf sehr helle 2.400 Nits. Für ordentlich Leistung sorgt ein Snapdragon 8 Gen 5 mit bis zu 3,8 GHz Taktfrequenz. Damit der Kühl bleibt, ist eine Zwei-Wege Vaporchamber integriert. Ausdauernd ist das Gerät auch, denn die Kapazität des Akkus kommt auf beeindruckende 10.100 Milliamperestunden. Noch beeindruckender ist all das, weil Honor die Technik in ein, mit 4,8 Millimeter schon fast absurd, dünnes Aluminium-Kleid gepresst bekommt. Zum Vergleich: ein aktuelles iPad Air (M4) ist mit 6,1 mm deutlich dicker.
Wirklich neu sind die Smartphones von Xiaomi ja nicht, immerhin gibt es sie in China schon länger, nun finden sie ihren Weg aber auch endlich nach Europa. Das ist gut so, denn in den Handys steckt viel moderne Technik. Besonders stolz ist das Unternehmen auf seine Kameras, die in Zusammenarbeit mit dem deutschen Hersteller Leica entstehen. Beim Xiaomi 17 sollen drei Linsen für Weitwinkel‑, Ultraweitwinkel- und Telefotos in hoher Qualität sorgen. Je 50 Megapixel Auflösung bieten die Sensoren. Spezielle KI-Verbesserungen und Filter geben gestalterische Freiheiten. Dazu gibt es ein 6,3 Zoll großes Display mit hoher Auflösung, einen 6.330 mAh fassenden Akku und einen Snapdragon 8 Elite Gen 5 für massig Power. Der Preis fällt mit knapp unter 1.000 Euro für die Technik niedrig aus.
Bedeutend teurer ist das Xiaomi 17 Ultra mit knapp 1.500 Euro. Einen schnelleren Prozessor gibt es dafür zwar nicht, was auch kaum möglich wäre, sondern vor allem Verbesserungen bei der Kamera. Das Teleobjektiv kommt auf satte 200 Megapixel für bis zu 17,2‑fach optischen Zoom. Die 50-MP-Hauptkamera bietet auch eine Besonderheit, nämlich einen mit 1 Zoll recht großen Sensor. Dazu gibt es eine Ultraweitwinkelkamera mit 50 Megapixeln. Auch hier stehen wieder KI und Leica-Profile bereit. Um den Foto-Fokus weiter zu unterstreichen, bietet Xiaomi ein spezielles Fotografie-Kit an. Das ist eine anklippbare Halterung mit Auslöser und integrierter Powerbank, die 2.000 zusätzliche Milliamperestunden bietet. Der interne Akku fällt mit 6.000 mAh aber ohnehin recht üppig aus.
Für die neue Generation der Xiaomi Watch hat sich das Unternehmen auch einiges einfallen lassen. Vor allem hat die Uhr einen ordentlich großen Akku bekommen, der auf satte 930 mAh kommt. Das soll der Smartwatch eine Laufzeit von bis zu 18 Tagen im Energiesparmodus und 6 Tagen im Smart-Modus ermöglichen. Geladen wird per Magnet-Ladegerät in rund 90 Minuten. Weil die Uhr mit Googles WearOS läuft, sind nicht nur jede Menge Apps verfügbar, sondern auch das einfache bezahlen mit Google Pay. Zur Steuerung musst du nicht zwingend das Touch-Display verwenden, sondern kannst dank EMG-Sensoren auf Gesten zurückgreifen. Schade ist, dass kein EKG an Bord ist, dafür ist die Uhr mit allen anderen wichtigen Sensoren ausgestattet. Der Preis ist mit knapp 300 Euro in Ordnung.
Noch weiter entfernt von einer möglichen Marktreife ist das Legion Go Fold von Lenovo. Hierbei handelt es sich um ein Gaming-Handheld mit faltbarem Display. Zusammengefaltet ist es eine mobile Spielekonsole mit 7,7‑Zoll-Bildschirm. Ausgeklappt wächst er auf 11,6 Zoll. Weil die Gamepad-Hälften wieder abnehmbar sind, lässt sich der Bildschirm im ausgeklappten Zustand abstellen und die Controller lassen sich flexibel in den Händen nutzen. Im Einsatz mit einer speziellen Tastatur wird das Gerät dann sogar zu einem kleinen Tablet für Produktivitäts-Aufgaben. Der Hybrid ist allerdings noch ein Konzept, hat also weder Release-Termin noch Preis. Interessant ist das Gerät aber allemal.
Etwas mehr Stabilität und Geschwindigkeit ins hauseigene Netz will Fritz! mit dem Fritz!Repeater 6700 Pro bringen. Das neue Gerät funkt mit WiFi 7 im 6‑GHz-Frequenzband. Das sorgt vor allem für mehr Geschwindigkeit. Laut Fritz! Sind bis zu 18 Gbit/s möglich. Das bisherige Topmodell, der Fritz!Repeater 6000 kam mit WiFi 6 bisher auf maximal 6 Gbit/s. Gut ist auch, dass zwei LAN-Anschlüsse verbaut sind, einer mit 10 Gbps und einer mit 2,5 Gbps. Damit ist das Gerät ein echter Allrounder für die Erweiterung des Heimnetzes. Leider verrät das Unternehmen noch keinen Preis. Er dürfte aber über dem Fritz!Repeater 6000 liegen, also höher als 215 Euro.
Zwar mögen Smart Glasses durchaus ihren Nutzen haben und für eine breite Masse interessant sein, das ist aber nur mit einem eingebauten Display wirklich der Fall. Bisher gibt es hier auf dem Markt noch wenig. Viele warten hierzulande auf die Meta Ray-Ban Display. An einer Alternative dazu arbeitet offenbar die Telekom. Sie zeigt auf dem MWC einen Prototypen für eine Datenbrille mit integriertem Bildschirm, der sogar mit der hauseigenen „Magenta AI“ gepaart ist. Live-Übersetzungen, Gestensteuerung und Echtzeit-Navigation klingen zwar bereits jetzt interessant, allerdings kann die Telekom noch keine Infos liefern, ob es die Brille überhaupt in Massenproduktion schafft – geschweige denn, was sie in so einem Fall kosten sollte.
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