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Auto & Reisen

Mobi­le Sicher­heit: So schützt du Smart­phone und Daten unterwegs

Öffentliche WLANs in Hotels, Cafés oder Flughäfen können Sicherheitsrisiken bergen, deshalb sind sichere Verbindungen und bewusste Nutzung besonders wichtig.

Ob Städ­te­trip, Geschäfts­rei­se oder Strand­ur­laub: Smart­phone, Tablet und Lap­top sind heu­te fast immer dabei. Gleich­zei­tig stei­gen unter­wegs die Risi­ken für Daten­klau, Gerä­te­ver­lust oder neu­gie­ri­ge Bli­cke. Öffent­li­che WLANs, unge­si­cher­te Lade­punk­te oder ein ver­ges­se­nes Smart­phone im Café: all das sind Risi­ko­fak­to­ren, die schnell zum Pro­blem wer­den kön­nen. Die gute Nach­richt: Für mehr mobi­le Sicher­heit ist es nicht nötig IT-Expert*in zu sein. Schon weni­ge Ein­stel­lun­gen und prak­ti­sche Unter­stüt­zung machen dei­ne Gerä­te deut­lich siche­rerohne kom­pli­zier­te Tech­nik oder zusätz­li­chen Stress auf Rei­sen. 

Daten unter­wegs absi­chern: Wie All­tags­schutz beginnt

Unter­wegs grei­fen vie­le Men­schen spon­tan auf öffent­li­che Netz­wer­ke zurück, laden schnell Fotos hoch oder che­cken Online-Ban­king im Hotel-WLAN. Genau sol­che All­tags­si­tua­tio­nen nut­zen Kri­mi­nel­le häu­fig aus. Des­halb lohnt sich ein Sicher­heits-Check schon vor der Rei­se. 

Gerä­te­ein­stel­lun­gen vor der Rei­se überprüfen

Smart­phones und Tablets sen­den oft mehr Daten als nötig. Vie­le Funk­tio­nen lau­fen im Hin­ter­grund wei­ter, obwohl sie unter­wegs gar nicht gebraucht wer­den. Ein guter ers­ter Schritt ist es also auto­ma­ti­sche Ver­bin­dun­gen ein­zu­schrän­ken. Blue­tooth oder WLAN soll­ten nur aktiv sein, wenn du sie wirk­lich nutzt. Gera­de an Flug­hä­fen oder in Hotels suchen Gerä­te stän­dig nach bekann­ten Netz­wer­ken und öff­nen damit poten­zi­el­le Angriffs­flä­chen. Auch Stand­ort­diens­te ver­die­nen einen Blick. Vie­le Apps benö­ti­gen kei­nen dau­er­haf­ten Zugriff auf dei­nen Stand­ort. Unter Android und iOS kannst du für jede App ein­zeln fest­le­gen, ob sie den Stand­ort immer, nur wäh­rend der Nut­zung oder gar nicht ver­wen­den darf. 

Bio­me­tri­sche Sper­ren erhö­hen die Sicher­heit deut­lich. Selbst wenn dein Smart­phone ver­lo­ren geht, blei­ben per­sön­li­che Daten bes­ser geschützt. 

Wenn du zusätz­lich auf Num­mer sicher gehen möch­test, kannst du die Gerä­te­or­tung akti­vie­ren. Sowohl Android als auch iPho­nes bie­ten Funk­tio­nen zum Orten, Sper­ren oder Löschen ver­lo­re­ner Gerä­te aus der Fer­ne. 

Prak­tisch sind außer­dem die­se Ein­stel­lun­gen: 

  • Air­Drop oder Near­by Share auf Kon­tak­te beschrän­ken  
  • Vor­schau­en von Nach­rich­ten auf dem Sperr­bild­schirm aus­blen­den  
  • star­ke PIN statt ein­fa­cher Zah­len­codes ver­wen­den 

Mobi­le Daten im Ausland

Mobil­funk­net­ze gel­ten grund­sätz­lich als siche­rer als öffent­li­che WLANs. Des­halb ist die mobi­le Daten­ver­bin­dung oft die bes­se­re Wahl, beson­ders bei sen­si­blen Anwen­dun­gen wie Online-Ban­king oder geschäft­li­chen E‑Mails. Ganz risi­ko­frei ist aber auch mobi­les Inter­net nicht. Beson­ders bei unbe­kann­ten Pre­paid-SIM-Kar­ten im Aus­land soll­test du vor­sich­tig sein. Manch güns­ti­ge Ange­bo­te sam­meln umfang­rei­che Daten von Nutzer*innen oder arbei­ten mit unsi­che­ren Apps. 

Beson­de­re Vor­sicht soll­test du bei kos­ten­lo­sen WLANs wal­ten las­sen, denn die­se kön­nen Risi­ken ber­gen. Der Name eines Hotel-Netz­werks lässt sich zum Bei­spiel leicht kopie­ren. So kön­nen gefälsch­te Hot­spots ent­ste­hen, die täu­schend echt wir­ken. Wer sich dort anmel­det, gibt unter Umstän­den Zugangs­da­ten preis. 

Die­se Tipps hel­fen im All­tag: 

  • kei­ne sen­si­blen Log­ins über offe­ne WLANs durch­füh­ren  
  • Netz­werk­na­me im Hotel direkt an der Rezep­ti­on bestä­ti­gen las­sen  
  • auto­ma­ti­sche Cloud-Uploads in öffent­li­chen Net­zen deak­ti­vie­ren  
  • unbe­kann­te Lade­buch­sen ver­mei­den und bes­ser eige­nes Netz­teil nut­zen  
  • Zwei-Fak­tor-Authen­ti­fi­zie­rung für wich­ti­ge Kon­ten akti­vie­ren  

Beson­ders prak­tisch für unter­wegs sind Power­banks mit inte­grier­tem Über­span­nungs­schutz oder Lade­ad­ap­ter mit meh­re­ren USB-Anschlüs­sen. Sie redu­zie­ren die Ver­su­chung, öffent­li­che USB-Lade­punk­te zu nut­zen. 

Hilf­reich auf Rei­sen sind außer­dem robus­te Smart­phone-Hül­len und was­ser­dich­te Taschen. Sie schüt­zen das Gerät nicht nur vor Schä­den, son­dern mini­mie­ren auch das Risi­ko eines Total­aus­falls samt Datenverlust.

VPN prak­tisch ein­set­zen: Schutz­schild für unterwegs

Wenn du regel­mä­ßig unter­wegs arbei­test oder viel reistsoll­test du über ein VPN nach­den­ken. Die Abkür­zung VPN steht für „Vir­tu­al Pri­va­te Net­work“Dahin­ter steckt eine ver­schlüs­sel­te Ver­bin­dung zwi­schen dei­nem Gerät und dem Inter­net. Das klingt tech­nischist aber meist schnell ein­ge­rich­tet. 

So schützt dich ein Vir­tu­al Pri­va­te Network

Ein VPN ver­schlüs­selt dei­ne Daten­über­tra­gung und erschwert es dadurch, Infor­ma­tio­nen in öffent­li­chen WLANs mit­zu­le­sen. Gleich­zei­tig wird dei­ne IP-Adres­se ver­schlei­ert, was für mehr Pri­vat­sphä­re beim Sur­fen sorgt und Track­ing über öffent­li­che Netz­wer­ke redu­ziert. Gera­de in Hotels, Cafés, Bahn­hö­fen oder an Flug­hä­fen ist das ein gro­ßer Vor­teil, weil sich dort vie­le Men­schen das­sel­be Netz­werk tei­len. So sinkt auch das Risi­ko, dass Pass­wör­ter oder sen­si­ble Daten aus­ge­späht wer­den. 

Wich­tig ist aber: Ein VPN macht dich nicht unsicht­bar im Inter­net. Unsi­che­re Pass­wör­ter, Phis­hing-Mails oder gefälsch­te Web­sei­ten blei­ben wei­ter­hin gefähr­lich. 

Auch bei kos­ten­lo­sen VPN-Ange­bo­ten lohnt sich ein genau­er Blick. Man­che Diens­te finan­zie­ren sich durch Daten­samm­lung oder Wer­bung. Bes­ser sind eta­blier­te Anbie­ter mit trans­pa­ren­ter Daten­schutz­po­li­tik. Für Ein­stei­ger *innen eig­nen sich Apps, die sich auto­ma­tisch mit siche­ren Ser­vern ver­bin­den. Vie­le VPN-Diens­te bie­ten inzwi­schen einen ein­fa­chen Ein-Klick-Modus. 

Belieb­te Optio­nen sind etwa: 

  • Pro­ton VPN  
  • NordVPN  
  • Surfs­hark  
  • Mull­vad VPN  

Vie­le Apps füh­ren Schritt für Schritt durch die Ein­rich­tung. Meis­tens folgt die Ein­rich­tung dem fol­gen­den Mus­ter: 

  1. VPN-App her­un­ter­la­den  
  2. Kon­to erstel­len  
  3. gewünsch­ten Ser­ver aus­wäh­len  
  4. Ver­bin­dung akti­vie­ren  
  5. Schutz­sym­bol prü­fen  

Danach läuft die Ver­bin­dung meist auto­ma­tisch im Hin­ter­grund. 

 

VPN-Ein­satz auf meh­re­ren Geräten

Wenn du unter­wegs neben dem Smart­phone auch Lap­top oder Tablet nutztsoll­test du die Sicher­heit auf allen Gerä­ten mög­lichst ein­heit­lich ein­rich­ten. Vie­le VPN-Anbie­ter erlau­ben meh­re­re gleich­zei­ti­ge Ver­bin­dun­gensodass sich Smart­phone, Note­book und Tablet par­al­lel absi­chern las­senBeson­ders prak­tisch sind auto­ma­ti­sche Schutz­funk­tio­nen: Bei eini­gen Diens­ten akti­viert sich das VPN selbst­stän­digsobald sich ein Gerät mit einem unbe­kann­ten WLAN ver­bin­detZusätz­lich bie­ten vie­le Apps Sicher­heits­fea­tures wie einen Kill Switch bei Ver­bin­dungs­ab­bruchauto­ma­ti­schen WLAN-Schutz, das Blo­ckie­ren ver­däch­ti­ger Web­sei­ten sowie Wer­be- und Tra­cker-Schutz. Wer häu­fig im Aus­land arbei­tetpro­fi­tiert außer­dem von kom­pak­tem Zube­hör wie falt­ba­ren Blue­tooth-Tas­ta­tu­ren oder leich­ten Lap­top-Stän­dern. So bleibt das Arbei­ten unter­wegs kom­for­ta­belohne auf unsi­che­re öffent­li­che Gerä­te ange­wie­sen zu sein.

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Tra­vel-Rou­ter und Pri­va­cy Screen: Schutz­hil­fen mit Mehrwert

Neben Apps und Ein­stel­lun­gen gibt es auch prak­ti­sche Hard­ware, die unter­wegs für mehr Sicher­heit dei­ner Daten sorgt. 

Mobi­ler Rou­ter statt Hotel-WLAN

Ein Tra­vel-Rou­ter funk­tio­niert wie dein klei­nes pri­va­tes WLAN für unter­wegs. Das Gerät ver­bin­det sich mit dem Hotel­netz­werk und erstellt dar­aus ein eige­nes, geschütz­tes Netz­werk für dei­ne Gerä­te. Der Vor­teil: Smart­phone, Lap­top oder Tablet kom­mu­ni­zie­ren nicht direkt mit dem öffent­li­chen WLAN. Gera­de auf Geschäfts­rei­sen oder im Cowor­king Space erhöht das die Sicher­heit deut­lich. Prak­tisch sind kom­pak­te Model­le mit USB-Strom­ver­sor­gung. Sie pas­sen pro­blem­los ins Hand­ge­päck und las­sen sich sogar mit einer Power­bank betrei­ben. 

Die Ein­rich­tung gelingt meist in weni­gen Minu­ten und folgt häu­fig fol­gen­dem Mus­ter: 

  1. Tra­vel-Rou­ter ein­schal­ten  
  2. Per App oder Brow­ser ver­bin­den  
  3. Hotel-WLAN aus­wäh­len  
  4. Eige­nes Pass­wort fest­le­gen  
  5. Gerä­te mit dem neu­en Netz­werk ver­bin­den  
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Pri­va­cy Screen: Schutz gegen Bli­cke auch unterwegs

Nicht jede Gefahr für dei­ne Daten kommt direkt aus dem Inter­net. Gera­de unter­wegs im Zug, Flug­zeug oder Café rei­chen oft schon neu­gie­ri­ge Bli­cke auf das Dis­play aus, um sen­si­ble Infor­ma­tio­nen mit­zu­le­sen. Ein Pri­va­cy Screen, also ein Sicht­schutz­fil­ter, schafft hier mehr Pri­vat­sphä­re. Er ver­dun­kelt das Dis­play von der Sei­te, sodass Inhal­te nur für Per­so­nen sicht­bar blei­ben, die direkt vor dem Bild­schirm sit­zen. Das ist beson­ders prak­tisch bei geschäft­li­chen E‑Mails, Online-Ban­king, pri­va­ten Chats, Rei­se­un­ter­la­gen oder Doku­men­ten mit sen­si­blen Daten von Kund*innen.  

Inzwi­schen wird die Tech­nik sogar direkt in Smart­phones inte­griert: Das Sam­sung Gala­xy S26 Ultra ist laut Sam­sung das ers­te Smart­phone mit inte­grier­tem Pri­va­cy Dis­play. Dabei lässt sich der Sicht­schutz direkt über die Gerä­te­ein­stel­lun­gen akti­vie­ren, ohne zusätz­li­che Folie auf dem Dis­play. 

Die klas­si­schen Pri­va­cy-Fil­ter gibt es für Smart­phones, Tablets und Lap­tops in unter­schied­li­chen Grö­ßen. Vie­le Model­le las­sen sich unkom­pli­ziert auf­kle­ben oder magne­tisch befes­ti­gen. Zusätz­lich kön­nen mat­te Dis­play­schutz­fo­li­en hel­fen: Sie redu­zie­ren Spie­ge­lun­gen und erschwe­ren eben­falls das Mit­le­sen in öffent­li­chen Bereichen.

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Siche­rung und Wie­der­her­stel­lung: Daten­ver­lust mini­mal halten

Selbst mit guter Vor­sicht kann es pas­sie­ren, dass ein Gerät ver­lo­ren geht oder gestoh­len wird. Des­halb sind regel­mä­ßi­ge Back­ups beson­ders wich­tig. Da unter­wegs täg­lich neue Fotos, Kon­tak­te oder Doku­men­te ent­ste­hen, hilft eine kon­se­quen­te Siche­rung dabei, grö­ße­ren Daten­ver­lust zu ver­mei­den. Am ein­fachs­ten funk­tio­nie­ren auto­ma­ti­sche Cloud-Back­ups, bei denen neue Daten regel­mä­ßig ver­schlüs­selt gespei­chert wer­den. Wich­tig ist dabei, die Back­up-Ein­stel­lun­gen bewusst zu wäh­len und grö­ße­re Foto-Uploads mög­lichst nur über ver­trau­ens­wür­di­ge Netz­wer­ke durch­zu­füh­ren. Ergän­zend sinn­voll sind loka­le Siche­run­gen auf SD-Kar­te oder exter­ner SSD sowie ver­schlüs­sel­te USB-Sticks für beson­ders wich­ti­ge Doku­men­te. Auch eine regel­mä­ßi­ge Kon­trol­le der Back­ups vor der Rei­se und ein kur­zer Test der Wie­der­her­stel­lung erhö­hen die Sicher­heit zusätz­lich. Dar­über hin­aus spielt die Zwei-Fak­tor-Authen­ti­fi­zie­rung eine wich­ti­ge Rol­le: Selbst wenn ein Pass­wort gestoh­len wird, bleibt der Zugriff so auf Kon­ten zusätz­lich geschützt. Beson­ders prak­tisch sind Authen­ti­ca­tor-Apps statt SMS-Codes, da sie häu­fig auch ohne Mobil­funk­emp­fang funk­tio­nie­ren. 

Geeig­ne­te Apps sind zum Bei­spiel: 

  • Goog­le Authen­ti­ca­tor  
  • Micro­soft Authen­ti­ca­tor  
  • Authy  
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Klei­ne Gewohn­hei­ten machen unter­wegs den Unterschied

Mobi­le Sicher­heit ist kei­ne kom­pli­zier­te Wis­sen­schaft. Oft rei­chen schon weni­ge Maß­nah­men, um dein Smart­phone, Tablet und dei­ne per­sön­li­che Daten deut­lich bes­ser zu schüt­zen. Wenn du öffent­li­che WLANs bewusst nutztGerä­te absi­cherstregel­mä­ßi­ge Back­ups erstellst und auf prak­ti­sche Hilfen wie VPN oder Tra­vel-Rou­ter setztredu­zierst du vie­le typi­sche Risi­ken im All­tag spür­bar. Das Bes­te dar­an: Die meis­ten Sicher­heits­rou­ti­nen kos­ten kaum Zeit und Geld. Sind sie ein­mal ein­ge­rich­tetlau­fen sie fast auto­ma­tischegal ob im Café, im Hotel oder auf Rei­sen rund um die Welt. 

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