Honor will mit dem Pad X9 Max vor allem eine Zielgruppe ansprechen: Menschen, die ein großes Tablet zum Filmeschauen, Serien-Bingen und Surfen suchen, dabei aber kein Vermögen ausgeben möchten. Im Praxistest zeigt sich schnell, dass genau darin die größte Stärke des Geräts liegt. Gleichzeitig wird aber auch deutlich, an welcher Stelle Honor dafür gespart hat.
Das erfahrt ihr gleich
- Design und Verarbeitung: Schlank, leicht und überraschend hochwertig
- Display: Riesig, scharf und ideal für Filme
- Lautsprecher: Besser als erwartet
- Leistung: Der größte Kompromiss
- Akku und Ladezeit: Die heimliche Stärke
- Akku und Ladezeit: Die heimliche Stärke
- Software, Zubehör und Familienfunktionen
Bereits beim ersten Auspacken macht das Honor Pad X9 Max einen wirklich guten Eindruck. Das liegt vor allem am Gehäuse, denn Honor setzt auf einen Aluminium-Unibody, der sich deutlich hochwertiger anfühlt, als es die Preisklasse zunächst vermuten lässt.
Beeindruckend ist dabei vor allem die Bauhöhe. Mit gerade einmal 6,72 Millimetern ist das Pad X9 Max erstaunlich dünn geraten. Das macht sich im Alltag bemerkbar. Egal ob auf dem Sofa beim Serienmarathon oder unterwegs in der Bahn: Das Tablet liegt angenehm in der Hand und wirkt trotz seiner Größe nie klobig. Dazu trägt auch das Gewicht von 618 Gramm bei. Für ein Tablet dieser Größe ist das ein durchaus guter Wert.
Insgesamt gelingt Honor hier ein Spagat, den nicht jeder Hersteller schafft. Das Pad X9 Max fühlt sich hochwertiger an, als es sein Preis vermuten lässt.
Das Herzstück des Tablets ist ohne Zweifel das Display. Honor verbaut ein für Tablets sehr großes 13-Zoll-Panel, das mit 2.500 x 1.560 Pixeln auflöst. Das sorgt für ein scharfes Bild mit guten Details, selbst wenn du das Tablet relativ nah vor dir hast.
Auch die Bildwiederholrate von bis zu 120 Hertz macht sich positiv bemerkbar. Übergänge wirken weicher, Webseiten scrollen angenehmen störungsfrei und die gesamte Bedienung fühlt sich flüssig an. Vor allem im direkten Vergleich zu günstigeren Tablets mit 60 Hertz fällt der Unterschied schnell auf.
Für Multimedia-Fans besonders interessant ist die IMAX-Enhanced-Zertifizierung. Wirklich ausspielen kann sie ihre Stärken zwar hauptsächlich bei entsprechenden Inhalten über Disney+, aber auch unabhängig davon macht das Display einen guten Eindruck. Farben wirken natürlich, ohne übertrieben bunt zu erscheinen und die maximale Helligkeit von 700 Nits reicht aus, um Inhalte auch unterwegs noch gut erkennen zu können.
Typisch für Honor sind außerdem zahlreiche Funktionen zum Schutz der Augen. Neben einer Reduzierung von Blaulicht kommen dynamisches Dimming und eine spezielle Displaybeschichtung zum Einsatz. Gerade bei längeren Filmabenden oder mehreren Stunden YouTube merke ich tatsächlich, dass meine Augen etwas weniger schnell ermüden.
Ein großes Display macht natürlich umso mehr Spaß, wenn auch der Klang stimmt. Honor spendiert dem Pad X9 Max gleich vier Lautsprecher. Und die machen ihre Sache überraschend gut.
Dialoge in Filmen werden klar wiedergegeben, Stimmen in Videos oder Podcasts bleiben jederzeit verständlich und auch Musik klingt ordentlich. Natürlich gibt es physikalische Grenzen. Tiefen Bass darf niemand von einem derart flachen Tablet erwarten. Gerade in den unteren Frequenzen wirkt der Klang deshalb etwas dünn.
Für Netflix, Disney+, YouTube oder gelegentliche Musikbeschallung reicht das aber vollkommen aus. Die meisten Nutzer*innen dürften ohnehin häufig zu Bluetooth-Kopfhörern greifen. Ein klassischer 3,5‑Millimeter-Klinkenanschluss fehlt nämlich. Wer kabelgebundene Kopfhörer nutzen möchte, benötigt deshalb einen entsprechenden USB-C-Adapter.

Während Display und Verarbeitung überzeugen können, zeigt sich beim Prozessor die größte Schwäche des Tablets.
Honor setzt auf den Snapdragon 6s 4G Gen 2. Der Chip ist zwar noch vergleichsweise neu, basiert technisch jedoch auf einer deutlich älteren Architektur. Das macht sich im Alltag durchaus bemerkbar. Für einfache Aufgaben wie Surfen, Streaming, Social Media oder E‑Mails reicht die Leistung aus. Auch der Wechsel zwischen mehreren Apps gelingt meist problemlos.
Sobald die Anforderungen aber steigen, kommt der Prozessor an seine Grenzen. Hochauflösende Inhalte, aufwendigere Apps oder anspruchsvollere Spiele bringen das Tablet spürbar ins Schwitzen. Hier entstehen gelegentlich längere Ladezeiten und kleine Ruckler.
Honor kombiniert den Chip mit 6 GB Arbeitsspeicher. Dieser lässt sich virtuell um weitere 12 GB aus dem internen Speicher erweitern. Das hilft bei Multitasking zwar etwas, ersetzt aber keinen echten zusätzlichen Arbeitsspeicher. Für die anvisierte Zielgruppe, die hauptsächlich Videos schaut und im Internet surft, dürfte die Leistung dennoch ausreichend sein. Wer produktiv arbeiten oder regelmäßig spielen möchte, sollte die Einschränkungen jedoch im Hinterkopf behalten.
Während Display und Verarbeitung überzeugen können, zeigt sich beim Prozessor die größte Schwäche des Tablets.
Honor setzt auf den Snapdragon 6s 4G Gen 2. Der Chip ist zwar noch vergleichsweise neu, basiert technisch jedoch auf einer deutlich älteren Architektur. Das macht sich im Alltag durchaus bemerkbar. Für einfache Aufgaben wie Surfen, Streaming, Social Media oder E‑Mails reicht die Leistung aus. Auch der Wechsel zwischen mehreren Apps gelingt meist problemlos.
Sobald die Anforderungen aber steigen, kommt der Prozessor an seine Grenzen. Hochauflösende Inhalte, aufwendigere Apps oder anspruchsvollere Spiele bringen das Tablet spürbar ins Schwitzen. Hier entstehen gelegentlich längere Ladezeiten und kleine Ruckler.
Honor kombiniert den Chip mit 6 GB Arbeitsspeicher. Dieser lässt sich virtuell um weitere 12 GB aus dem internen Speicher erweitern. Das hilft bei Multitasking zwar etwas, ersetzt aber keinen echten zusätzlichen Arbeitsspeicher. Für die anvisierte Zielgruppe, die hauptsächlich Videos schaut und im Internet surft, dürfte die Leistung dennoch ausreichend sein. Wer produktiv arbeiten oder regelmäßig spielen möchte, sollte die Einschränkungen jedoch im Hinterkopf behalten.
Richtig stark wird das Honor Pad X9 Max beim Thema Akkulaufzeit.
Trotz des sehr dünnen Gehäuses verbaut Honor einen Akku mit satten 10.100 Milliamperestunden. In der Praxis sorgt das für eine beeindruckende Ausdauer. Mehrere Tage mit typischer Multimedia-Nutzung sind problemlos möglich. Wer jeden Abend ein paar Folgen seiner Lieblingsserie schaut, muss nicht ständig nach dem Ladegerät suchen.
Honor selbst spricht von bis zu 16 Stunden dauerhafter Videowiedergabe. Diese Angabe lässt sich im Alltag zwar nur schwer exakt überprüfen, die allgemeine Ausdauer des Tablets hinterlässt aber definitiv einen positiven Eindruck.
Ebenfalls erfreulich: Geladen wird mit bis zu 45 Watt. Damit ist das Tablet vergleichsweise schnell wieder einsatzbereit. Schade nur, dass Honor kein passendes Schnellladegerät in den Lieferumfang legt.


Interessant ist außerdem, dass Honor das Pad X9 Max nicht ausschließlich als Multimedia-Gerät positioniert. Optional stehen Zubehör wie der Magic Pencil 4s und das Smart Bluetooth Keyboard zur Verfügung.
Dank MagicOS mit seinen Desktop-ähnlichen Funktionen erscheint die Idee durchaus nachvollziehbar. Fenstermodus, Multitasking und die allgemeine Bedienung bieten grundsätzlich die Voraussetzungen für produktives Arbeiten. Da Tastatur und Stift im Test jedoch nicht zur Verfügung standen, lässt sich die Nutzung mit diesem Zubehör nicht abschließend bewerten.
Positiv hervorzuheben sind dagegen die umfangreichen Kinderschutzfunktionen. Eltern können sehr detailliert festlegen, welche Inhalte oder Apps genutzt werden dürfen. Zusätzlich bietet Honor einen separaten Kinderbereich an, der komplett vom restlichen System getrennt funktioniert. Das macht das Tablet auch für Familien interessant.
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