GEHEIMTIPPS

Ihr kennt die Klassiker der Hansestadt schon zur Genüge und wollt Neues entdecken? Hier findet Ihr eine kleine Auswahl an ungewöhnlichen, teils kuriosen Orten in Hamburg, die selbst nicht jedem Einheimischen bekannt sind.

Informationen in kürze:

Tipps vom Geheimtipp Hamburg-Team - Das Team von Geheimtipp Hamburg hat uns ihre ganz persönlichen Geheimtipps verraten.

Geschichtliche Geheimtipps - Die jahrhundertlange Stadtgeschichte Hamburgs bringt neben historischen Plätzen wie dem Standort des damaligen Doms auch einige, meist unbekannte, Kuriositäten mit sich. Dazu zählt zum Beispiel ein Kiosk, der in den 1960er Jahren die Beatles als Kunden zählte oder ein Stück tschechisches Land inmitten der Hansestadt.

Ungewöhnliche Orte - Darüber hinaus hat die Hansestadt aber noch viele weitere außergewöhnliche Ecken zu bieten. So sollten zum Beispiel die Wracks vor Blankenese oder der Park Fiction fester Bestandteil der etwas anderen Städtetour sein.

GTH_Logo_blackTipps vom Geheim­tipp Ham­burg-Team

Wenn es nach dem Team von Geheim­tipp Ham­burg geht, kommt man an die­sen zwei grü­nen Ecken nicht vor­bei:

 

Sanddünen bei Boberg

Sand­dü­nen bei Boberg

Bober­ger Dünen

Die Bober­ger Nie­de­rung ist die per­fek­te Desti­na­ti­on für den lang geplan­ten und lang ersehn­ten Aus­flug ins Grü­ne. Das fas­zi­nie­ren­de Natur­schutz­ge­biet liegt zwi­schen den Ham­bur­ger Stadt­tei­len Bill­wer­der und Loh­brüg­ge. Vier Wan­der­we­ge füh­ren durch das Gebiet und las­sen sich herr­lich zu Fuß, mit dem Rad oder mit dem Pferd erkun­den! Ein gro­ßer See lädt im Som­mer zum Schwim­men und Ver­wei­len ein. Das abso­lu­te High­light sind natür­lich die san­di­gen Dünen, die das Urlaubs­fee­ling kom­plett machen! Die­se herr­li­che Gegend kann einem nur an Herz wach­sen, sodass man ger­ne bald wie­der­kom­men möch­te.

Hier könnt Ihr den gan­zen Bericht über die grü­ne Oase lesen.

 

Klö­vens­teen

© Geheim­tipp Ham­burg

Weit ent­fernt von der Hek­tik der Stadt liegt die­ses uri­ge Nah­erho­lungs­ge­biet. Das Wald­ge­biet am Ran­de von Schles­wig-Hol­stein ist der per­fek­te Rück­zugs­ort für Ruhe­su­chen­de. Lan­ge Spa­zier­gän­ge durch die dich­ten Wäl­der wecken den Natur­lieb­ha­ber in jedem von uns. Beson­ders span­nend sind die Wild­ge­he­ge von denen aus man Wild­schwei­ne und Rehe beob­ach­ten und sogar füt­tern kann. Hier ist man sofort in einer ande­ren Welt, dass man ver­gisst, wie nah das Zen­trum eigent­lich ist. Außer­dem gibt es ein Moor­ge­biet, das sich wun­der­bar erkun­den lässt und einen gro­ßen Wald­spiel­platz zum Aus­to­ben!

Habt Ihr Gefal­len an einer Aus­zeit im Grü­nen gefun­den? Dann fin­det ihr hier den gesam­ten Bei­trag des Geheim­tipp-Ham­burg-Teams.

 

 

Geschicht­li­che Geheim­tipps

Hamburg St. Petri Hauptkirche

Ham­burg St. Petri Haupt­kir­che

Dom­platz an der Petri­kir­che

Am Speers­ort trifft man auf 39 qua­dra­ti­sche Bän­ke, die nachts von innen beleuch­tet wer­den – sie mar­kie­ren den Grund­riss des dama­li­gen Mari­en­doms, der lan­ge Zeit als größ­te Kir­che Ham­burgs galt.

1805 wur­de der Dom abge­ris­sen, doch der Name wird noch heu­te mit dem Volks­fest wei­ter­ge­tra­gen. Die Tat­sa­che, dass der heu­ti­ge Ham­bur­ger Dom weder Kir­mes noch Jahr­markt heiß, hat einen geschicht­li­chen Hin­ter­grund: Die Händ­ler und Gauk­ler such­ten damals im Mari­en­dom bei schlech­tem Wet­ter Unter­schlupf. Der Dom galt somit jahr­hun­der­te­lang als pro­vi­so­ri­scher Markt­platz. Erst eini­ge Zeit nach dem Abriss wur­de den Schau­stel­lern das Hei­li­gen­geist­feld zuge­wie­sen: heu­ti­ger Stand­ort des Ham­bur­ger Doms. Was kaum bekannt ist und nur durch ein klei­nes Schild am Dom­platz gekenn­zeich­net ist: am Dom­platz befand sich damals eben­falls die „Hamma­burg“. Sie gilt als Keim­zel­le der Stadt und ist der Grund wie Ham­burg zu sei­nem Namen kam.

 

Hamburg Beatles

Ham­burg Sankt Pau­li Kiosk

Der Kiosk, an dem die Beat­les ihre Ziga­ret­ten kauf­ten

Der Kiosk an der Tal­stra­ße 19 in St. Pau­li wirkt heu­te unschein­bar und ver­las­sen, spiel­te damals aber eine — wenn auch sehr klei­ne — Rol­le in der Kar­rie­re der Beat­les: Hier kauf­ten sich Paul McCart­ney und John Len­non jede ihrer Ziga­ret­ten ein­zeln, wenn sie im Indra Club spiel­ten und damit den Grund­stein ihrer Kar­rie­re leg­ten.

 

 

 

Beatles in Hamburg

Ein­gang Jäger­pas­sa­ge

Der Ein­gang, in dem John Len­non stand

Durch­quert man die bei­den Hof­to­re Woh­will­stra­ße 22 und 26, gelangt man zu den Hof­ein­gän­gen der Jäger­pas­sa­ge – auch die­ser Platz ist ein Hot­spot für alle Beat­les Fans. 1961 schoss Jür­gen Voll­mer, der die Beat­les in der Han­se­stadt beglei­te­te, ein Foto von John Len­non im besag­ten Hof­ein­gang. Len­non war damals 20 und stand mit den bis dahin noch unbe­kann­ten Beat­les ganz am Anfang sei­ner Kar­rie­re.

 

 

 

 

Einstiegshäuschen an der U-Bahn-Station Baumwall

© Mussklprozz/Lizenz: CC BY-SA 3.0

Ein­stieg in die Ham­bur­ger Kana­li­sa­ti­on

Direkt an der U‑Bahn-Sta­ti­on Baum­wall kann man eine außer­ge­wöhn­li­che Ent­de­ckung machen – dort steht ein Ein­stiegs­häus­chen in die Ham­bur­ger Kana­li­sa­ti­on. Die­ses wur­de aller­dings nicht für die Arbei­ter errich­tet, son­dern für Kai­ser Wil­helm II höchst­per­sön­lich.

Es ist bekannt, dass der Kai­ser von der damals moder­nen Tech­nik der Kana­li­sa­ti­on stark fas­zi­niert war und sich die unter­ir­di­sche Abwas­ser­ver­sor­gung bei einem sei­ner Ham­burg-Besu­che anschau­en woll­te. Unter­halb des Häus­chens befin­det sich ein eigens für den Kai­ser ange­fer­tig­tes Anklei­de­zim­mer, damit der Hohen­zol­ler nicht mit sei­ner Uni­form in die Kana­li­sa­ti­on abstei­gen muss­te. Die­ses Zim­mer wur­de durch Zufall vor nicht all­zu lan­ger Zeit bei Stra­ßen­bau­maß­nah­men ent­deckt. Es wur­de anschei­nend zuge­mau­ert und geriet dar­auf­hin in Ver­ges­sen­heit. Für Besu­cher ist es jedoch nicht zugäng­lich, ledig­lich das dar­über­ste­hen­de Häus­chen weist auf den Stand­ort hin. Ob die für 1904 geplan­te Boots­tour durch die Kana­li­sa­ti­on tat­säch­lich statt­fand, ist nicht bekannt.

 

Hanseviertel Einkaufspassage Hamburg

Han­se­vier­tel Ein­kaufs­pas­sa­ge mit Polen Inschrift

Polen­schrift­zug im Han­se-Vier­tel

Bei ganz genau­em Hin­se­hen kön­nen Besu­cher des Han­se-Vier­tels, eine Ein­kaufs­pas­sa­ge in der Ham­bur­ger Innen­stadt, einen hoh­len Bereich unter­halb des Glo­cken­spiels am Haupt­ein­gang erken­nen. Hier haben sich pol­ni­sche Mau­rer ein Denk­mal gesetzt indem sie das Wort „Polen“ geformt haben.

Die Mau­rer haben die ver­wen­de­ten Zie­gel nach Far­be sor­tiert um somit auf dunk­lem Hin­ter­grund die hel­le­ren als Schrift­zei­chen zu ver­wen­den. Heu­te ist das Wort schwer zu erken­nen, nur bei genau­er Betrach­tung wird es sicht­bar. Das Han­se-Vier­tel wur­de nach zwei­ein­halb­jäh­ri­ger Bau­zeit 1980 eröff­net und behei­ma­tet zahl­rei­che Geschäf­te und Ein­kaufs­pas­sa­gen.

 

Moldauhafen Hamburg

Mol­d­au­ha­fen Ham­burg

Ein Stück Tsche­chi­en in Ham­burg

Mit­ten im Ham­bur­ger Hafen, auf dem Klei­nen Gras­brook, stößt man auf ein klei­nes Stück Tsche­chi­en – 28.540qm am Saa­le- und Mol­d­au­ha­fen sind tsche­chi­sches Staats­ge­biet. Die­se Tat­sa­che ist auf die Gebiets­ab­tre­tun­gen zurück­zu­füh­ren, zu denen Deutsch­land sich am Ende des Ers­ten Welt­krie­ges ver­pflich­ten muss­te.

Der Pacht­ver­trag zwi­schen Ham­burg und der Regie­rung in Prag wur­de 1929 auf eine Dau­er von 99 Jah­re abge­schlos­sen. Dar­um sto­ßen Besu­cher noch heu­te auf Schil­der am Schiffs­an­le­ger, die sowohl in deut­scher als auch tsche­chi­scher Spra­che ver­fasst wor­den sind. Ansons­ten gibt es hier aller­dings nicht mehr viel zu bestau­nen. Nach­dem das Are­al vie­le Jah­re brach lag, hat es nun ein Pra­ger Recy­cling-Unter­neh­men gepach­tet.

 

Alte Rohrpost Stephansplatz in Hamburg

Alte Rohr­post Ste­phans­platz in Ham­burg

Über­bleib­sel der Ham­bur­ger Rohr­post

In einem Licht­schacht neben der Alten Ober­post­di­rek­ti­on am Ste­phans­platz fin­den sich die letz­ten Über­bleib­sel der ers­ten Ham­bur­ger Rohr­post.

Die ver­blie­be­nen zwei Roh­re deu­ten noch heu­te auf die Rohr­post hin, die ab 1887 von der Bör­se am Adolf­platz zum Tele­gra­phen­amt am Ste­phans­platz führ­te. Mit 2,5 Minu­ten war sie rela­tiv schnell, da der her­kömm­li­che Trans­port etwa 20 Minu­ten gedau­ert hat. Der Trans­port ver­lief nach dem Prin­zip „Weg­pus­ten und Ansau­gen“ und wur­de mit den Jah­ren immer wei­ter aus­ge­baut, sodass die Stre­cke am Ende gan­ze 40km Betrug. Mit dem Bau einer Groß­rohr­post in den 196er Jah­ren konn­ten die Brie­fe dann mit soge­nann­ten Kar­tu­schen trans­por­tiert wer­den. In eine Kar­tu­sche pass­ten gan­ze 1000 Brie­fe. Auf­grund stän­di­ger Stör­fäl­le und höhe­rer Kos­ten im Ver­gleich zum Auto­trans­port wur­den die Rohr­post sowie die Groß­rohr­post dann aller­dings 1976 kom­plett ein­ge­stellt.

 

Nordische Seemannskirchen Hamburg

Nor­di­sche See­manns­kir­chen Ham­burg

Die Nor­di­schen See­manns­kir­chen

Zwi­schen den St. Pau­li Lan­dungs­brü­cken sowie der St.-Michaelis Kir­che, im soge­nann­ten Por­tu­gie­sen­vier­tel, tref­fen Besu­cher auf die See­manns­kir­chen. Sie umfas­sen vier Sakral­bau­ten: die däni­sche, fin­ni­sche, schwe­di­sche und nor­we­gi­sche See­manns­kir­che.

Die vier Bau­ten wur­den von Gläu­bi­gen aus den ent­spre­chen­den Län­dern im 20. Jahr­hun­dert errich­tet. Sie soll­ten ihren Mit­glie­dern die­nen, die sich zu der Zeit auf See befan­den. Die fin­ni­sche als auch die schwe­di­sche See­manns­kir­che zäh­len zu den Denk­mä­lern der Han­se­stadt.

Fun Fact: Die fin­ni­sche See­manns­kir­che umfasst neben dem eigent­li­chen Got­tes­haus sogar eine Sau­na. 

 

 

Findling Alter Schwede an der Elbe

Ham­burg Alter Schwe­de Find­ling an der Elbe

Der Alte Schwe­de

Der schwer­ge­wich­ti­ge Ein­wan­de­rer aus Skan­di­na­vi­en gilt als ältes­ter gro­ße Find­ling in Deutsch­land. Er wur­de wäh­rend der Elbe-Eis­zeit nach Ham­burg trans­por­tiert, wo er schließ­lich im Jahr 1999 wäh­rend Bag­ger­ar­bei­ten bei Övel­gön­ne gefun­den wur­de.

Der 217 Ton­nen schwe­re Fels wur­de 2000 mit Elb­was­ser offi­zi­ell auf den Namen „Der Alte Schwe­de“ getauft und damit in Ham­burg ein­ge­bür­gert. Sein Name kommt nicht von unge­fähr: der Find­ling besteht aus Väx­jö-Gra­nit, wel­ches aus Süd­schwe­den stammt.
Wer das Schwer­ge­wicht ein­mal aus nächs­ter Nähe betrach­ten möch­te, kann dies am bes­ten mit einem aus­ge­dehn­ten Spa­zier­gang am Elb­strand ver­bin­den.

 

Hamburg Sankt Pauli Reeperbahn Grenzpfahl

Ham­burg Sankt Pau­li Ree­per­bahn Grenz­pfahl

Grenz­pfahl am Nobis­tor

Die Grenz­säu­le war Teil des dama­li­gen Stadt­tors Nobis­tor und mar­kier­te die Abtren­nung zwi­schen Alto­na und Ham­burg. Sie kann heu­te noch auf der Ree­per­bahn begut­ach­tet wer­den.

Der Grenz­pfahl trägt die Inschrift „Nobis bene, nemi­ni male“ („uns das Gute, den ande­ren nichts Schlech­tes“). Da der Ver­lauf der Gren­ze lan­ge unklar war, kann die Grenz­säu­le eher als pro­vi­so­ri­scher Ver­such ange­se­hen wer­den, die bei­den Städ­te von­ein­an­der abzu­gren­zen. 1938 wur­den bei­de Städ­te wie­der zusam­men­ge­schlos­sen.

 

 

 

 

Frauenfreiluftgalerie Hamburg

Ham­burg Sankt Pau­li Frau­en­kunst

Unge­wöhn­li­che Orte

Frau­en­Frei­luft­Ga­le­rie

Die Frau­en­Frei­luft­Ga­le­rie ist ein Lang­zeit­pro­jekt, wel­ches 15 Gemäl­de an archi­tek­tur­his­to­ri­schen Gebäu­den und Mau­ern aus­stellt. Damit gilt es als ein­zi­ge Open-Air Gale­rie zum The­ma Frau­en­ar­beit, die von Künst­le­rin­nen ins Leben geru­fen wur­de.

Die aus­ge­stell­ten Wand­ge­mäl­de the­ma­ti­sie­ren den Wan­del der Hafen­ar­bei­te­rin­nen und ihre Arbeits­be­din­gun­gen im Hafen der Han­se­stadt seit 1900. An dem Pro­jekt betei­lig­ten sich Male­rin­nen aus Ham­burg als auch Über­see mit unter­schied­lichs­ten Sti­len. Ent­lang der Gro­ßen Elb­stra­ße kön­nen Kunst­in­ter­es­sier­te die far­ben­fro­hen Stra­ßen­ge­mäl­de bestau­nen.

 

Wracks an der Elbe in Hamburg

Ham­burg Elbe Wracks am Fal­ken­stei­ner Ufer

Wracks vor Blan­ke­ne­se

Die Elbe war Schau­platz vie­ler Schiffs­un­ter­gän­ge und Kol­li­sio­nen. Eini­ge Wrack­tei­le am Elb­strand bei Blan­ke­ne­se kann man noch heu­te besich­ti­gen.

So kann man bei­spiels­wei­se die Über­res­te des fin­ni­schen Motor­seg­lers „Polst­je­r­n­an“ am Fal­ken­stei­ner Ufer ent­de­cken, die aus dem Jahr 1926 stammt. Wei­te­re Wracks las­sen sich in unmit­tel­ba­rer Umge­bung aus­fin­dig machen, sodass man gar von einem Schiffs­fried­hof spre­chen kann. Die Wrack­tei­le sind sowohl an Land, als auch im Was­ser zu fin­den. So zei­gen sich die Wrack­tei­le der 1975 gesun­ke­nen „Uwe“ dem Besu­cher am bes­ten bei Ebbe.

 

Einkaufspassage in Hamburg Neuer Wall

Ein­kaufs­pas­sa­ge in Ham­burg Neu­er Wall

Mel­lin-Pas­sa­ge

Die Mel­lin-Pas­sa­ge ver­bin­det die noble Ein­kaufs­stra­ße Neu­er Wall mit den Als­ter­ar­ka­den. Sie gilt als ältes­te und kleins­te Ein­kaufs­pas­sa­ge Ham­burgs.

Wer den Blick beim Durch­que­ren der Pas­sa­ge hebt, erblickt eine auf­wen­dig ver­zier­te Decke. Auch die Wän­de über den Schau­fens­tern sind pracht­voll bemalt, in kunst­vol­ler Schrift erkennt man dort die Wor­te „Mellin’s Nah­rung“ oder „Mellin’s Food“. Bei Mel­lin han­del­te es sich um einen Bäcker, der sich für den Ver­kauf sei­ner Ware ganz beson­de­re Wer­be-Schrift­zü­ge aus­ge­dacht hat.

 

 

 

Hamburg Blankenese Treppenviertel

Ham­burg Blan­ke­ne­se Trep­pen­vier­tel

Trep­pen­vier­tel

Das Trep­pen­vier­tel in Blan­ke­ne­se, der west­lichs­te Stadt­teil Ham­burgs, zeich­net sich durch sei­ne viel­zäh­li­gen ver­win­kel­ten Gas­sen und Trep­pen am Elb­hang aus.

Mit der Linie 48 erreicht man die klei­nen Fischer­häus­chen und ele­gan­ten Vil­len. Da auf die­sem Weg Stei­gun­gen von bis zu 15% bewäl­tigt wer­den müs­sen, wird die Linie auch oft als Berg­zie­ge bezeich­net. Das Vier­tel erstreckt sich zwi­schen den Stra­ßen Strand­weg und Am Kie­ke­berg, direkt dar­un­ter befin­det sich die Strand­trep­pe mit ihren 170 Stu­fen. Wer Lust hat, kann sich hier auf 58 Trep­pen mit ins­ge­samt 4.86 Stu­fen aus­powern. Belohnt wird man am höchs­ten Punkt des ehe­ma­li­gen Fischer­dor­fes mit einem weit­läu­fi­gen Blick über die Elbe.

 

Gängeviertel Hamburg Neustadt

Gän­ge­vier­tel Ham­burg Neu­stadt

Ham­bur­ger Gän­ge­vier­tel

Die beson­ders eng bebau­ten Wohn­quar­tie­re in ver­ein­zel­ten Tei­len der Neu­stadt und der Alt­stadt Ham­burgs wer­den als Gän­ge­vier­tel bezeich­net. Die­se Vier­tel zeich­nen sich ins­be­son­de­re durch die zahl­rei­chen Fach­werk­häu­ser aus, deren Woh­nun­gen oft­mals nur durch ver­win­kel­te Hin­ter­hö­fe, Gän­ge und schma­le Stra­ßen zu betre­ten waren.

Es exis­tie­ren nur noch weni­ge die­ser Vier­tel, da ein Groß­teil zum Ende des 19. Jahr­hun­derts abge­ris­sen wur­de. Grund dafür waren die schlech­ten hygie­ni­schen Zustän­de, aber auch die poli­ti­schen und sozia­len Bestre­bun­gen der Stadt, da haupt­säch­lich die mitt­le­re bis ärme­re Bevöl­ke­rungs­schicht die Vier­tel bewohn­te. Heu­te haben sich Tei­le des Vier­tels zu einer wah­ren Kul­tur­sze­ne eta­bliert — zahl­rei­che Künst­ler und Krea­ti­ve sind hier ange­sie­delt.

 

Aussichtsturm an der Baakenhafenbrücke

Aus­sichts­turm an der Baa­ken­ha­fen­brü­cke

View­point Hafen­Ci­ty

Hier­bei han­delt es sich um einen 13 Meter hohen Aus­sichts­turm, der an wech­seln­den Stand­or­ten einen Über­blick über die sich stän­dig ver­än­dern­de Stadt bie­tet. Der View­point hat sich zu einem ech­ten Publi­kums­ma­gne­ten ent­wi­ckelt, der bis zu 25 Besu­chern gleich­zei­tig ein 360° Pan­ora­ma der Hafen­Ci­ty bie­tet. Die­se kön­nen sich so einen Über­blick über das gesam­te Bau­are­al sowie aktu­el­le Ver­än­de­run­gen der Hafen­Ci­ty ver­schaf­fen. 2004 wur­de der View­point zum ers­ten Mal auf­ge­stellt, seit 2013 ist er am Baa­ken­ha­fen zu fin­den. Der Bau neu­er Gebäu­de am Sand­tor­kai und am Dal­mann­kai und auch die Elb­phil­har­mo­nie sind somit von oben bes­tens im Blick.
Auf­fäl­lig ist vor allem das ani­ma­li­sche Erschei­nungs­bild des Tur­mes: nicht ohne Grund wird er auf­grund sei­ner knal­li­gen Far­be und aus­ge­fal­le­nen Form als oran­ge­far­be­nes Groß­maul bezeich­net.

 

Flussschifferkirche Hamburg Binnenhafen

Fluss­schif­fer­kir­che Ham­burg Bin­nen­ha­fen

Fluss­schif­fer­kir­che

Im Bin­nen­ha­fen nahe der Spei­cher­stadt kann man in einem unge­wöhn­li­chen Rah­men einen Got­tes­dienst besu­chen. Hier liegt die Fluss­schif­fer­kir­che, eine schwim­men­de evan­ge­li­sche Kirche.Die Kir­che wur­de auf einem 1906 gebau­ten schwim­men­den Ladungs­be­häl­ter errich­tet und bie­tet neben wöchent­li­chen Got­tes­diens­ten für bis zu 130 Men­schen auch Tau­fen und Trau­un­gen an. Die schwim­men­de Kir­che ist u.a. mit einem Altar, einem Tauf­be­cken, einer Kan­zel, einer Orgel sowie einem Glo­cken­turm aus­ge­rüs­tet.
Lang­schlä­fer dür­fen sich freu­en, denn auf der Fluss­schif­fer­kir­che wird sonn­tags erst um 15 Uhr gepre­digt. Inter­es­sant dürf­ten auch die Got­tes­diens­te sein, die auf platt­deutsch abge­hal­ten wer­den. Sie fin­den jeweils am 4. Sonn­tag im Monat statt.

 

Hamburg Sankt Pauli Park Fiction

Ham­burg Sankt Pau­li Park Fic­tion

Park Fic­tion

Bei Park Fic­tion han­delt es sich um ein gesell­schafts­po­li­ti­sches und künst­le­ri­sches Pro­jekt in St. Pau­li. Es ging aus einer Bür­ger­initia­ti­ve her­vor, die sich gegen eine geplan­te Wohn­be­bau­ung  in der Gegend um den Pinnas­berg aus­ge­spro­chen hat.

Die Anwoh­ner for­der­ten statt der geplan­ten Wohn­an­la­ge einen öffent­li­chen Park, den sie selbst skiz­zier­ten und anschlie­ßend in den Medi­en bewar­ben. Bür­ger der Han­se­stadt betei­lig­ten sich mit eige­nen teils skur­ri­len Ideen an der Gestal­tung des Parks. So ent­stan­den u.a. ein See­räu­be­rin­nen-Brun­nen, ein wel­len­för­mi­ges Rasen­stück in Form eines flie­gen­den Tep­pichs oder auch ein Open-Air Sola­ri­um.

 

Der Römische Garten

© BSU/hamburg.de. Der Römi­sche Gar­ten

Römi­scher Gar­ten

Der Römi­sche Gar­ten kann als geheims­ter Park von Blan­ke­ne­se bezeich­net wer­den. Ver­steckt am Elb­ufer befin­det sich die Park­an­la­ge, die auf­grund ihres süd­län­di­schen Flairs zu ihrem Namen gekom­men ist.

Nach­dem man die 128 Trep­pen­stu­fen vom Fal­ken­stei­ner Ufer aus bestie­gen hat, wer­den die Besu­cher des Parks mit einer beein­dru­cken­den Aus­sicht auf die Elbe sowie die Har­bur­ger Ber­ge belohnt. Die Park­an­la­ge wur­de im Jugend­stil ange­rich­tet und zeich­net sich beson­ders durch ihre medi­ter­ra­ne Gestal­tung aus. Ab und an kann man sich in den Som­mer­mo­na­ten Auf­füh­run­gen auf der Frei­licht­büh­ne anschau­en.

 

Veranstaltungsschiff Stubnitz

Ver­an­stal­tungs­schiff Stub­nitz

MS Stub­nitz

Wer nach einer aus­ge­fal­le­nen Par­ty­lo­ca­ti­on Aus­schau hält, ist auf der MS Stub­nitz gut auf­ge­ho­ben. Frü­her dien­te sie als Kühl- und Trans­port­schiff in der Ost­deut­schen Fisch­fang­flot­te, heu­te zählt sie als Club­schiff zu einer der außer­ge­wöhn­lichs­ten Kon­zert-und Par­ty­lo­ca­ti­ons der Han­se­stadt.

Auf zwei Eta­gen und drei Lade­räu­men ver­teilt, bie­tet das Schiff Platz für Kon­zer­te, Club­näch­te aber auch Aus­stel­lun­gen und Thea­ter Per­for­man­ces. Bis zu 700 Besu­cher fin­den auf der MS Stub­nitz Platz. Das Beson­de­re: das Club­schiff kann den Stand­ort wech­seln, da es sich um ein voll zuge­las­se­nes See­schiff han­delt. Bis Ende 2016 fin­den Kon­zert­be­su­cher die MS Stub­nitz auf jeden Fall am Baa­ken­höft vor. Dar­über hin­aus erhof­fen sich die Betrei­ber des Motor­schiff Stub­nitz e.V. eine lang­fris­ti­ge Per­spek­ti­ve in Ham­burg. Wei­te­re Spiel­stät­ten waren bis­her 20 nord­eu­ro­päi­sche Hafen­städ­te, u.a. Kopen­ha­gen, Lon­don oder Ams­ter­dam.

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Hamburg Hafenstraße Golden Pudel Club

Ham­burg Hafen­stra­ße Gol­den Pudel Club

Gol­den Pudel Club

Bei dem Gol­den Pudel Club han­delt es sich um einen Sze­neclub im Stadt­teil Alto­na-Alt­stadt. Der Club wur­de ins­be­son­de­re durch die Kon­zer­te zahl­rei­cher Under­ground­grö­ßen über die Stadt­gren­zen hin­aus bekannt.

Nur wer das wil­de und unkom­mer­zi­el­le Ham­burg erle­ben möch­te, ver­irrt sich in den Club, der von sei­nen Eigen­tü­mern gern als gegen­kul­tu­rell betrach­tet wird. Seit den 90er Jah­ren hat sich der Gol­de­ne Pudel zu einer Insti­tu­ti­on der Ham­bur­ger Musik­sze­ne eta­bliert.

Fun Fact: Die Bier­sor­te Astra wur­de lan­ge im Gol­den Pudel Club ver­kauft, doch irgend­wann wur­de es zu hip für den räu­di­gen Köter Club am Hafen. Statt­des­sen wird im Club nun nur Dith­mar­scher Urtyp aus­ge­schenkt. 

 

Hamburg Große Freiheit 36

Ham­burg Gro­ße Frei­heit 36

Gro­ße Frei­heit 36

Auf der wahr­schein­lich bekann­tes­ten Sei­ten­stra­ße der Ree­per­bahn, der Gro­ßen Frei­heit, befin­det sich der gleich­na­mi­ge Musik­club.

Er dürf­te ins­be­son­de­re den Beat­les-Fans bes­tens bekannt sein: damals noch unter dem Namen „Indra Musik­club“, bot der Club der damals noch unbe­kann­ten Band eine Büh­ne in den 60er Jah­ren. In den dar­auf­fol­gen­den Jahr­zehn­ten konn­te der Club eine beein­dru­cken­de Kon­zert­ge­schich­te vor­le­gen: ob Mari­lyn Man­son, Rob­bie Wil­liams oder Cold­play – vie­le inter­na­tio­na­le Musi­kacts stan­den hier schon auf der Büh­ne.

Fun Fact: Die Beat­les waren damals noch weit ent­fernt von ihrer Welt­kar­rie­re: sie erhiel­ten für ihre wöchent­li­chen Auf­trit­te 150 D‑Mark.

 

Kai­ser-Fried­rich-Ufer

Die Blog­ge­rin Char­lot­te von „Ver­lot­tert“ hat das Kai­ser-Fried­rich-Ufer ganz oben auf der Lis­te ihrer Lieb­lings­plät­ze ste­hen::

Der Oberlauf des Isebekkanals

Der Ober­lauf des Ise­bek­ka­nals

„Das Kai­ser-Fried­rich-Ufer ist in Ham­burg bekannt, da die Kai­fu Lodge nach ihm benannt wur­de, aber abge­se­hen von dem Fit­ness­stu­dio hat es noch ganz Ande­res zu bie­ten: Hüb­sche klei­ne Grün­flä­chen, ein Spiel­platz und die Mög­lich­keit sei­nen Hund auch mal ohne Lei­ne lau­fen zu las­sen machen die­sen Park näm­lich zu einem tol­len Platz um beson­ders in den Abend­stun­den einen Grill auf­zu­stel­len und sich mal ein paar lecke­re Würst­chen zu gril­len oder auch tags­über ein biss­chen in der Son­ne zu lie­gen. Beson­ders beliebt ist der klei­ne Park natür­lich bei Ham­bur­gern, die rund um Eims­büt­tel woh­nen und so ist es hier auch nie über­füllt. Irgend­wo fin­det man immer noch genug Platz für die eige­ne Decke ohne jedes Wort der Nach­barn mit­hö­ren zu müs­sen. Abge­se­hen von all die­sen Qua­li­tä­ten führt ent­lang des Ise­ka­nals (an wel­chem das Kai­ser-Fried­rich-Ufer liegt) ein hüb­scher Fuß­weg, der die Hohe­luft­brü­cke mit der Chris­tus­kir­che ver­bin­det. Er bie­tet die Mög­lich­keit durch die Natur von Hohe­luft West bis nach Eims­büt­tel zu lau­fen und somit nicht an der Stra­ße ent­lang mar­schie­ren zu müs­sen. Gera­de in den Mor­gen­stun­den ist das beson­ders schön, denn wäh­rend sich die Son­nen­strah­len lang­sam durch die Bäu­me steh­len, hüp­fen hier auf den Wie­sen die Kanin­chen von A nach B. Ein klei­nes Stück­chen Para­dies.“