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Steam Machi­ne: Alle Infos zu Hard­ware, Leis­tung, Preis und mehr

Valve denkt groß: Vom Handheld zum Heim-Setup – das nächste Kapitel im Steam-Universum könnte Konsolen, PC und VR vereinen.

Schon mit dem Steam Deck haben Val­ve gezeigt, dass sie Hard­ware ver­dammt gut auf dem Kas­ten haben. Der PC-Hand­held hat eine voll­kom­men neue Spar­te an Gerä­ten gegrün­det, in der mitt­ler­wei­le auch ande­re Her­stel­ler mit­spie­len. Das könn­te wie­der gelin­gen, mit einem Kon­so­len-PC-Hybri­den für den Fern­se­her. Damit ein gan­zes Öko­sys­tem ent­steht, kom­men auch noch ein Con­trol­ler und eine VR-Bril­le dazu. Was genau bis­her zu Steam Machi­ne, Steam Con­trol­ler und Steam Frame bekannt ist, haben wir hier für dich gesam­melt. 

Steam Machi­ne: Was ist das Gerät eigentlich?

Val­ve hatte Ende des ver­gan­ge­nen Jahres über­ra­schend gleich drei Gerä­te vor­ge­stellt, wovon eines das kla­re High­light war: die Steam Machi­ne. Soll­te es bei dem Namen jetzt bei dir klin­geln, dann kommt das nicht von unge­fähr. Val­ve hat bereits in der Ver­gan­gen­heit mit der Idee der Steam Machi­nes gespielt. Damals han­del­te es sich aber nicht um ein eige­nes Gerät des Her­stel­lers Val­ve. Das Unter­neh­men lie­fer­te ledig­lich eine Hard­ware-Vor­ga­be, nach der Dritt­her­stel­ler wie Asus & Co. eige­ne Com­pu­ter ent­wi­ckeln soll­ten. So rich­tig ins Rol­len kam das aber nie. Nun macht es Val­ve eben doch in Eigenregie.

Und wie schon die ursprüng­li­che Idee, soll die Steam Machi­ne in ers­ter Linie für das Wohn­zim­mer sein, ganz ähn­lich wie eine Spie­le­kon­so­le. Aller­dings wäre das Val­ve zu wenig, wes­halb das Gerät eben nicht nur eine Kon­so­le ist, son­dern auch ein PC. Dafür sorgt eine aus­ge­klü­gel­te Kom­bi­na­ti­on aus Hard- und Soft­ware. 

Hard­ware: Cus­tom-CPU und dedi­zier­te Grafikeinheit

Direkt nach der Ankün­di­gung wur­de bereits hit­zig über die ver­bau­te Hard­ware dis­ku­tiert. Val­ve setzt näm­lich auf einen modi­fi­zier­ten Zen-4-Chip­satz von AMD, also kei­nen frei erhält­li­chen Pro­zes­sor, son­dern ein spe­zi­ell für die Steam Machi­ne ange­pass­tes Modell. Hier­bei wird bereits spe­ku­liert, wie viel Power wirk­lich in dem Chip steckt und ob die Tech­nik nicht jetzt schon „zu alt­ba­cken“ sei. Tat­säch­lich soll die CPU mit ihren sechs Ker­nen auf bis zu 4,8 GHz boos­ten kön­nen – bei einer TDP von nur 30 Watt. Zum Ver­gleich: die heu­te noch belieb­te CPU AMD Ryzen 7 5800X3D boos­tet auf 4,5 GHz bei rund 105 Watt. Val­ve setzt also auf einen sehr effi­zi­en­ten Chip.

Dem ste­hen 16 Giga­byte moder­ner DDR5-Arbeits­spei­cher zur Sei­te. Die­se Kom­bi­na­ti­on soll­te recht flott sein. Aller­dings spre­chen wir hier ja auch von einem Gam­ing-Boli­den. Der wohl wich­tigs­te Punkt ist daher die Gra­fik­ein­heit. Hier kommt wie­der ein modi­fi­zier­tes Modell zum Ein­satz, das auf AMDs RDNA-3-Archi­tek­tur basiert. Die steckt etwa in der RX-7000-Serie von Gra­fik­kar­ten für Desk­top-PCs, aber auch in unter­schied­li­chen Aus­for­mun­gen in PC-Hand­helds wie dem ASUS ROG Ally, dem Leno­vo Legi­on Go sowie in der Play­Sta­ti­on 5 Pro. In der Steam Machi­ne lie­fert die GPU 28 Rechen­ein­hei­ten, die mit bis zu 2,45 GHz tak­ten und eine TDP von 110 Watt aus­wei­sen. Eben­falls heiß dis­ku­tiert wird der Gra­fik­spei­cher, der zwar dank GDDR6 flott ist, mit 8 GB aber eher gering ausfällt.

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Und wie per­for­mant ist das jetzt?

Das frag­te sich nach dem Blick auf die Spe­zi­fi­ka­tio­nen jeder. Nun haben wir end­lich ein biss­chen mehr Klar­heit, denn ers­te Tester*innen konn­ten Bench­marks durch­füh­ren. Die fal­len zwar nicht ent­täu­schend aus, las­sen aber durch­aus Wün­sche offen. Wie sich zeigt, ist vor allem der 4K-Cla­im mit Vor­sicht zu genie­ßen. Linus Tech Tips etwa fand her­aus, dass der aktu­el­le Renn­spiel-Hit For­za Hori­zon 6 in der TV-typi­schen Auf­lö­sung mit gera­de ein­mal 50 Frames im Durch­schnitt läuft. Aller­dings auf dem „High“-Preset mit ein­ge­schal­te­te FSR im Per­for­mance-Modus. Mehr raus­ho­len lässt sich laut LTT durch den Wech­sel auf den Ultra-Per­for­mance-Modus von FSR und das Her­un­ter­schrau­ben der Qua­li­tät im Spiel. Dann kommt die Steam Machi­ne in For­za Hori­zon 6 immer­hin auf einen MIt­tel­wert von 99 Frames. Aller­dings ist das Bild dann auch künst­lich von einer nati­ven Auf­lö­sung von 720p auf 4K hoch­ge­rech­net – mit all sei­nen Vor- und Nach­tei­len. Für top-aktu­el­le Games ist die Steam Machi­ne also nicht wirk­lich gemacht. Und wenn, dann mit gro­ßen Abstrichen.

Noch etwas schlim­mer wird das Bild aber, wenn die Steam Machi­ne sich dem Ver­gleich mit aktu­el­len Kon­so­len stel­len muss. So stell­te das Labs-Team von Linus etwa fest, dass God of War Rag­na­r­ök auf einer nor­ma­len PS5 auf rund 75 bis 78 fps kommt, die PS5 Pro sogar auf 110 bis 112 fps. Die Steam Machi­ne schafft hin­ge­gen nur 60 bis 63 Frames bei mitt­le­ren Qua­li­täts­ein­stel­lun­gen mit FSR auf „Qua­li­tät“ gestellt. Digi­tal Foundry hat ähn­li­che Ergeb­nis­se bestä­tigt. So liegt die Stan­dard-PS5 in den meis­ten Titeln ein paar Frames über der Steam Machi­ne – bei mög­lichst ähn­li­chen Qua­li­täts­ein­stel­lun­gen. Das gilt es unbe­dingt im Hin­ter­kopf zu behal­ten, wenn es gleich um den Preis geht.

Obwohl die Steam Machi­ne eher Ver­glei­che im Bereich von Kon­so­len stel­len muss, lohnt sich auch ein Blick auf PCs. Hier ist die Steam Machi­ne laut Digi­tal Foundry irgend­wo im Bereich zwi­schen einer Rade­on RX 6600 und RX 7600, die jeweils mit einer Ryzen 5600X-CPU zusam­men­ar­bei­ten. Auch hier wie­der: Das ist wich­tig für den Ver­gleich beim Preis.

Soft­ware: Die Frei­heit eines PCs, die Ein­fach­heit einer Konsole

Natür­lich ist die Hard­ware wich­tig, gera­de in die­sem Fall könn­te aber die Soft­ware der sprin­gen­de Punkt sein. Denn Val­ve setzt weder auf eine klo­bi­ge Win­dows-Dis­tri­bu­ti­on, noch auf ein kom­plett geschlos­se­nes Sys­tem, wie das bei Xbox, Sony und Switch der Fall ist. Statt­des­sen läuft auf der Steam Machi­ne das haus­ei­ge­ne Sys­tem „Steam OS“. Genau das dürf­te der größ­te Gewinn sein, denn das Sys­tem ist nicht nur schön schlank, ein­fach und über­sicht­lich zu nut­zen, son­dern auch sehr offen. Grund­la­ge für Steam OS ist näm­lich Arch Linux. Es ist somit jeder­zeit mög­lich, aus dem Gam­ing- in den Desk­top-Modus zu wech­seln – und somit alle Vor­tei­le eines PCs zu genie­ßen. 

Damit trotz­dem mög­lichst vie­le Spie­le lau­fen, gibt es die Kom­pa­ti­bi­li­täts-Schicht „Pro­ton“, die schon jetzt dafür sorgt, dass unzäh­li­ge Titel auf dem Steam Deck zur Ver­fü­gung ste­hen, obwohl sie eigent­lich nur unter Win­dows lau­fen soll­ten. Schon auf dem Steam Deck funk­tio­niert das nicht nur mit Spie­len im Steam Cli­ent, son­dern auch in Cli­ents ande­rer Unter­neh­men, etwa Ubi­s­oft Con­nect, EA Play und Epic Games. Bei der Steam Machi­ne dürf­te das nicht anders sein, wodurch die Frei­heit das zu spie­len, was du spie­len willst, auch ohne Win­dows groß ist. Dank Steam OS könn­te es Val­ve gelin­gen, die Vor­tei­le von Kon­so­len und PC zusam­men­zu­füh­ren. 

Steam Con­trol­ler: Ein eige­nes Game­pad für die Steam Machine

Ähn­lich wie bei Xbox, Play­sta­ti­on und Switch, kommt zeit­gleich mit dem PC-Kon­so­len-Hybrid auch ein per­fekt dazu pas­sen­der Con­trol­ler. Der hört schlicht auf den Namen „Steam Con­trol­ler“. Soll­te es erneut bei dir klin­geln, dann ist auch das kein Wun­der, denn das Zube­hör gab es schon. 2015 brach­te Val­ve bereits einen Con­trol­ler auf den Markt, der aber schon seit gerau­mer Zeit nicht mehr erhält­lich ist. Der neue Steam Con­trol­ler baut gewis­ser­ma­ßen dar­auf auf, ori­en­tiert sich beim Design aber deut­lich mehr am Steam Deck. Ein wenig sieht das Game­pad sogar so aus, als hät­te Val­ve die Bedien­ein­hei­ten vom Steam Deck abge­schnit­ten und zusam­men­ge­klebt. Optisch mag das zwar wenig anspre­chend sein, dafür könn­te der Steam Con­trol­ler nütz­li­cher sein als jeder Con­trol­ler jemals zuvor. Das liegt vor allem an den bei­den Touch­pads auf der Vor­der­sei­te, die eine prä­zi­se Maus­steue­rung zulas­sen. Beim Steam Deck funk­tio­niert das bereits sehr gut. Stra­te­gie­spie­le, Städ­te­bau-Simu­la­tio­nen und Titel, die ein­fach kei­ne Con­trol­ler-Steue­rung unter­stüt­zen sind so bes­ser – oder über­haupt – spiel­bar. Die rück­sei­ti­gen Funk­ti­ons­tas­ten, von denen es gleich vier gibt, las­sen sich zudem frei bele­gen. All das hilft auch bei der Bedie­nung des Desk­top-Modus. 

Preis: Kon­so­len-Leis­tung zum PC-Preis?

Lan­ge Zeit hat sich Val­ve bedeckt gehal­ten, was den Preis angeht. Nun ist auch klar, war­um das der Fall war: die Steam Machi­ne ist sehr teu­er. Das Gerät allein kos­tet, mit 512 GB inter­nen Spei­cher, sat­te 1.039 Euro. Mit dem Steam Con­trol­ler (Ein­zel­preis: 99 Euro) steigt der Preis auf 1.108 Euro. Willst du hin­ge­gen 2 TB inter­nen Spei­cher, musst du schon 1.359 Euro zah­len. Mit Con­trol­ler sind es schluss­end­lich sogar 1.428 Euro. Zur Ein­ord­nung, hier mal die Ver­gleichs­prei­se, mit Dif­fe­renz gemes­sen an einer Steam Machi­ne (512 GB) mit Steam Controller:

  • PS5 (Digi­tal-Edi­ti­on): 599,99 Euro (-439,01 Euro) 
  • PS5 Pro: 899,99 Euro (-139,01 Euro) 
  • Xbox Series S (512 GB): 349,99 Euro (-689,01 Euro) 
  • Xbox Series X (1 TB): 599,99 Euro (-439,01 Euro) 

Und bei PCs sieht es nicht viel bes­ser aus. Kom­plett-Sys­te­me zum Preis einer Steam Machi­ne (rund 1.050 Euro) lie­fern dank der Kom­bi­na­ti­on aus einer RX 7600 und einer Ryzen 7 5700X mehr Leis­tung, las­sen sich ein­fach upgraden und haben meist min­des­tens 1 TB inter­nen Spei­cher ver­baut. Mit der Steam Machi­ne direkt ver­gleich­ba­re Sys­te­me star­ten fer­tig zusam­men­ge­baut schon bei unter 900 Euro. Wer die Kom­po­nen­ten selbst zusam­men­sucht und den Rech­ner in Eigen­re­gie mon­tiert, kann ent­we­der noch wei­ter spa­ren oder eben noch bes­se­re Hard­ware zum glei­chen Preis verwenden.

Release: Vor­mer­ken las­sen und viel­leicht bald loslegen

Schre­cken dich die Prei­se nicht ab und willst du unbe­dingt eine Steam Machi­ne ergat­tern, kannst du dich bis zum 25. Juni, 19 Uhr vor­mer­ken las­sen. Ob du dann bei den ers­ten Aus­lie­fe­run­gen dabei sein wirst, ent­schei­det aber das Los. Vor­be­stel­lun­gen sind nur über Steam selbst mög­lich und nicht über exter­ne Händler.

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