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Küche

Sicher erhit­zen in der Mikro­wel­le: Was darf rein und was nicht?

Vor dem Erwärmen solltest du die Kennzeichnung prüfen, da nicht jedes Material für die Mikrowelle geeignet ist.

Du hast noch lecke­re Res­te vom Mit­tag­essen im Kühl­schrank und möch­test sie am Abend schnell auf­wär­men? Also ab damit in die Mikro­wel­le. Dann bleibt dein Blick am Metall­de­ckel des Auf­be­wah­rungs­be­häl­ters hän­gen: Darf der mit rein? Oder soll­test du lie­ber umfül­len - auf einen Por­zel­lanteller, einen glä­ser­nen Behäl­ter oder in eine Kunst­stoffdose? Und wel­che Leis­tungs­stu­fe ist eigent­lich die rich­ti­ge, damit dein Essen nicht nur heiß wird, son­dern auch wirk­lich lecker? Wir zei­gen dir, wor­auf du beim Auf­wär­men mit der Mikro­wel­le ach­ten soll­test. 

Wel­che Mate­ria­li­en sind für die Mikro­wel­le geeignet?

Die meis­ten Küchen­uten­si­li­en sind unkom­pli­ziert, solan­ge du auf das Wel­len-Sym­bol oder die Auf­schrift „mikro­wel­len­ge­eig­net“ ach­test. Ein kur­zer Blick auf die Unter­sei­te von Schüs­seln oder Dosen gibt dir hier sofort Sicher­heit. 

Glas, Por­zel­lan und Kera­mik sind ide­al, da sie Wel­len gut durch­las­sen und Spei­sen gleich­mä­ßig erwär­men. Das Geschirr muss jedoch unver­sehrt sein: Ris­se kön­nen durch ein­drin­gen­de Feuch­tig­keit zum Plat­zen füh­ren. Und Vor­sicht bei  Ver­zie­run­gen: Geschirr mit Gold- oder Sil­ber­rand kann in der Mikro­wel­le Fun­ken schlagen.

Mikro­wel­len­ge­eig­ne­tes Plas­tik ist eben­falls prak­tisch, sofern es aus­drück­lich für hohe Tem­pe­ra­tu­ren aus­ge­legt ist. Prü­fe immer die Kenn­zeich­nung, um Ver­for­mun­gen zu ver­mei­den. Wenn du unsi­cher bist, ist ein Gefäß aus Glas oder Por­zel­lan die siche­re­re Wahl. 

Unbe­druck­tes Back­pa­pier eig­net sich ide­al als Unter­la­ge oder Abde­ckung. Da es meist aus rei­nem Per­ga­ment ohne Metall- oder Kunst­stoff­be­schich­tung besteht, ist es mikro­wel­len­fest. Um Brand­ge­fahr zu ver­mei­den, soll­test du es jedoch nicht zu lan­ge ver­wen­den und den Kon­takt mit Heiz­ele­men­ten unbe­dingt aus­schlie­ßen. 

Wir müs­sen drau­ßen blei­ben: Die­se Din­ge gehö­ren nicht in die Mikrowelle

Es gibt eini­ge Mate­ria­li­en und Gegen­stän­de, die du in der Mikro­wel­le grund­sätz­lich ver­mei­den soll­test. Sie kön­nen Fun­ken schla­gen, Druck auf­bau­en oder das Gerät beschä­di­gen. 

Ein klas­si­sches No-Go ist Metall. Löf­fel, Alu­fo­lie, Töp­fe oder Scha­len aus Metall reflek­tie­ren die Mikro­wel­len, statt sie durch­zu­las­sen. Dadurch ent­ste­hen Fun­ken, die nicht nur erschre­cken, son­dern im schlimms­ten Fall die Tech­nik im Inne­ren der Mikro­wel­le beschä­di­gen kön­nen. Auch Geschirr mit dün­nen Metall­ap­pli­ka­tio­nen – etwa einem fei­nen Gold- oder Sil­ber­rand – ist kri­tisch und gehört bes­ser nicht in den Gar­raum. 

Eben­so unge­eig­net sind ver­schlos­se­ne Behäl­ter wie zuge­schraub­te Glä­ser oder fest ver­schlie­ßen­de Dosen. Im Inne­ren baut sich beim Erhit­zen Was­ser­dampf auf und schließ­lich steigt der Druck so stark an, dass das Glas oder der Behäl­ter in der Mikro­wel­le plat­zen oder explo­die­ren kann. Nimm den Deckel des­halb immer ab lege ihn nur auf, bevor du den Behäl­ter erhitzt. 

Ver­zich­te auch auf Geschirr mit Ris­sen oder Sprün­gen. In die fei­nen Ris­se kann Flüs­sig­keit ein­drin­gen, die sich beim Erhit­zen aus­dehnt. Dadurch kann das Mate­ri­al bre­chen oder zer­sprin­gen und du hast Scher­ben im Essen. 

Holz – etwa klei­ne Holz­brett­chen oder Scha­len – gehört grund­sätz­lich nicht in die Mikro­wel­le. Es kann aus­trock­nen, Ris­se bekom­men und im Extrem­fall sogar Feu­er fan­gen. Ver­wen­de in der Mikro­wel­le daher lie­ber Geschirr aus Glas, Por­zel­lan oder Kera­mik. 

So wählst du die rich­ti­ge Leistungsstufe

Vie­le Mikro­wel­len bie­ten ver­schie­de­ne Leis­tungs­stu­fen von rund 100 bis 900 Watt. Statt immer nur die Start­tas­te zu drü­cken, lohnt es sich, die Watt­zahl gezielt zu wäh­len – so wird dein Essen opti­mal erhitzt. 

Für Sup­pen, Ein­töp­fe oder ähn­li­che Gerich­te rei­chen meist 600 bis 800 Watt. Höhe­re Stu­fen erhit­zen zwar schnel­ler, sor­gen aber oft dafür, dass die Außen­sei­te sehr heiß wird, wäh­rend die Mit­te noch kühl bleibt. Tief­ge­fro­re­ne Lebens­mit­tel taust du am bes­ten mit 150 bis 200 Watt auf. So erwär­men sie lang­sam, ohne dass die Rän­der schon garen. Vie­le Gerä­te über­neh­men das mit einer Auf­tau-Funk­ti­on auto­ma­tisch. 

Res­te von Pas­ta, Reis­ge­rich­ten oder Auf­läu­fen gelin­gen bei 400 bis 600 Watt beson­ders gut, weil sie so scho­nend und gleich­mä­ßi­ger warm wer­den. Emp­find­li­che Spei­sen – etwa Soßen, Milch­pro­duk­te, Gemü­se, Scho­ko­la­de oder But­ter – pro­fi­tie­ren eben­falls von nied­ri­gen Stu­fen, da sie nicht über­hit­zen und ihre Kon­sis­tenz behal­ten. 

Um Tem­pe­ra­tur­un­ter­schie­de aus­zu­glei­chen, hilft es, wenn du das Gericht in kur­zen Inter­val­len erwärmst und zwi­schen­durch umrührst. Wenn du das Essen flach auf dem Tel­ler ver­teilst oder eine klei­ne Mul­de in der Mit­te lässt, errei­chen die Mikro­wel­len alle Berei­che bes­ser. Nach dem Erhit­zen soll­test du das Gericht kurz ruhen las­sen, damit sich die Wär­me gleich­mä­ßig ver­teilt. 

Rich­tig abde­cken: Saf­ti­ges Essen, sau­be­re Mikrowelle

Ein ein­fa­cher Trick beim Erhit­zen in der Mikro­wel­le macht oft den Unter­schied: Wenn du dein Essen abdeckst, hält sich die Feuch­tig­keit bes­ser. Zudem ver­mei­dest du unschö­ne Sprit­zer im Gar­raum und damit unnö­ti­ge Rei­ni­gungs­ein­sät­ze. 

Zum Abde­cken eig­nen sich Tel­ler, die du umge­dreht auf dein Gericht legst, eine mikro­wel­len­ge­eig­ne­te Abdeck­hau­be aus Kunst­stoff oder ein feuch­ter Bogen Küchen­pa­pier. Falls du Küchen­pa­pier nimmst: Lege es locker auf das Gericht, so kann Dampf ent­wei­chen. Bei sehr flüs­si­gen Gerich­ten reicht manch­mal auch ein locker auf­ge­leg­ter Deckel. So ent­steht etwas Dampf, der das Essen schön zart hält. 

Nicht geeig­net sind hin­ge­gen Frisch­hal­te­fo­lie ohne Mikro­wel­len-Kenn­zeich­nung, Kunst­stoff­de­ckel von Frisch­hal­te­bo­xen, die nicht bis 100 °C hit­ze­be­stän­dig sind. 

Vor­sicht bei die­sen Lebensmitteln

Nicht alle Spei­sen las­sen sich in der Mikro­wel­le gut erwär­men. Selbst wenn du abdeckst und umrührst, gibt es Lebens­mit­tel, bei denen du vor­sich­tig sein soll­test – aus Hygiene‑, Sicher­heits- oder Geschmacks­grün­den. Die fol­gen­den Lebens­mit­tel soll­test du beson­ders vor­sich­tig behan­deln: 

Reis, Kar­tof­feln gegar­tes Fleisch und ande­re leicht ver­derb­li­che Spei­sen: Die­se kön­nen schnell zum Pro­blem wer­den, wenn sie nicht rich­tig gela­gert und auf­ge­wärmt wer­den. Weil Mikro­wel­len Spei­sen ungleich­mä­ßig erhit­zen, kön­nen sich an kal­ten Stel­len rest­li­che Kei­me hal­ten und zu Bak­te­ri­en ent­wi­ckeln – das kann unan­ge­neh­me Magen-Darm-Beschwer­den ver­ur­sa­chen. Erhit­ze sol­che Res­te lie­ber im Back­ofen oder in der Pfan­ne, um sie gründ­lich und gleich­mä­ßig zu erhit­zen. 

Lebens­mit­tel mit Scha­le und geschlos­se­ne Spei­sen: Gan­ze Eier in der Scha­le, Ess­kas­ta­ni­en oder Würst­chen in geschlos­se­ner Hül­le kön­nen in der Mikro­wel­le unter Druck plat­zen oder explo­die­ren. Wenn du bereits gekoch­te Eier erwär­men möch­test, soll­test du vor dem Erhit­zen die Scha­le ent­fer­nen oder zumin­dest mit Ein­sti­chen ver­se­hen. 

Kaf­fee: Wenn du Kaf­fee in der Mikro­wel­le auf­wärmst, ver­liert er schnell an Aro­ma und wird bit­ter. Aus geschmack­li­chen Grün­den lohnt es sich meis­tens, fri­schen Kaf­fee zuzu­be­rei­ten, anstatt Res­te zu erwär­men. 

Sicher­heits­ri­si­ken bei Fett, Öl und Alko­hol: Fett- und ölhal­ti­ge Spei­sen erhit­zen sich in der Mikro­wel­le oft sehr ungleich­mä­ßig und kön­nen bei zu hoher Tem­pe­ra­tur sogar Feu­er fan­gen. Beson­ders Spei­se­öl oder Frit­tier­fett soll­test du grund­sätz­lich nicht in der Mikro­wel­le erhit­zen, da ent­ste­hen­de Fett­brän­de schwer zu löschen sind. Glei­ches gilt für hoch­pro­zen­ti­gen Alko­hol: Bei zu star­ker Erhit­zung kann er sich leicht ent­zün­den und dadurch zu gefähr­li­chen Situa­tio­nen füh­ren. 

 

Prak­ti­sche Tipps für opti­ma­les Erhit­zen in der Mikrowelle

Um Lebens­mit­tel in der Mikro­wel­le opti­mal und gleich­mä­ßig zu erwär­men, rei­chen oft schon eini­ge ein­fa­che Knif­fe aus. Mit den fol­gen­den Tipps gelingt dir die Zube­rei­tung pro­blem­los: 

  • Decke das Essen locker ab: Mit einem mikro­wel­len­ge­eig­ne­ten Deckel oder Back­pa­pier ver­hin­derst du Sprit­zer und hältst Feuch­tig­keit im Essen. 
  • Rüh­re oder wen­de zwi­schen­durch: Dadurch ver­teilst du die Hit­ze gleich­mä­ßig und ver­mei­dest hei­ße oder kal­te Stel­len. 
  • Ver­tei­le das Essen mög­lichst flach auf dem Tel­ler. Ein gro­ßer Berg in der Mit­te braucht deut­lich län­ger, um durch­ge­hend heiß zu wer­den, als eine gleich­mä­ßi­ge Schicht. 
  • Schnei­de grö­ße­re Stü­cke, wie Fleisch oder dicke Gemü­se­schei­ben, vor­her etwas klei­ner. 
  • Ver­mei­de zu gro­ße Por­tio­nen: Grö­ße­re Men­gen erhit­zen lang­sa­mer und ungleich­mä­ßi­ger; lie­ber in klei­ne­ren Por­tio­nen erwär­men. 
  • Nut­ze mikro­wel­len­ge­eig­ne­tes Geschirr: Glas und Kera­mik sind ide­al, Metall ist tabu. 
  • Stel­le kei­ne ver­schlos­se­nen Behäl­ter in die Mikro­wel­le, Im Behäl­ter ent­steht Druck, der den Behäl­ter explo­die­ren lässt.  
  • Ver­wen­de kein beschä­dig­tes Geschirr. Ris­se oder Sprün­ge kön­nen sich beim Erhit­zen aus­deh­nen und das Gefäß zum Plat­zen brin­gen. 
  • Lass das Essen nach dem Erhit­zen kurz ruhen: So kann die Wär­me sich aus­glei­chen und das Gericht wird gleich­mä­ßig warm. 

Mit die­sen Tipps sparst du Zeit und ver­mei­dest unnö­ti­ge Frus­tra­ti­on. Vie­le klei­ne Anpas­sun­gen füh­ren zu deut­lich bes­se­ren Ergeb­nis­sen. 

Auf­wär­men in der Mikro­wel­le – so geht’s sicher und lecker

Auf­wär­men in der Mikro­wel­le ist easy, aber es gibt ein paar Din­ge, die du beach­ten soll­test, um die pas­sen­de Metho­de zum Erhit­zen zu fin­den. Mit dem rich­ti­gen Geschirr, pas­sen­den Ein­stel­lun­gen und ein paar ein­fa­chen Knif­fen gelingt dir das Auf­wär­men in der Mikro­wel­le leich­ter und ange­neh­mer: Ver­zich­te auf Metall und ver­schlos­se­ne Behäl­ter, nut­ze lie­ber Glas, Por­zel­lan oder gekenn­zeich­ne­tes Kunst­stoff­ge­schirr. Ver­tei­le dein Essen mög­lichst flach, decke es locker ab und rüh­re zwi­schen­durch um, damit es gleich­mä­ßig warm wird und saf­tig bleibt. 

Beson­de­re Vor­sicht ist bei emp­find­li­chen Lebens­mit­teln wie Reis, Kar­tof­feln, Eiern oder fet­ti­gen Spei­sen gebo­ten. Hier kann die Mikro­wel­le schnell an ihre Gren­zen sto­ßen – erwär­me sol­che Spei­sen lie­ber in kur­zen Inter­val­len, in klei­nen Por­tio­nen oder alter­na­tiv im Back­ofen, das ist meis­tens bes­ser für die Hygie­ne und den Geschmack. 

Mit die­sen Tipps berei­test du dei­ne Mahl­zei­ten nicht nur schnell und res­sour­cen­scho­nend zu, son­dern ver­mei­dest auch Frust und uner­wünsch­te Über­ra­schun­gen.  

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