Du möch­test auf dei­nem Mac rechen­in­ten­si­ve 3D-Games spie­len – das Pro­blem: Die Dar­stel­lung ist nicht beson­ders flüs­sig, es ruckelt immer mal wie­der. Wenn du eine exter­ne Gra­fik­kar­te an dei­nen Rech­ner anschließt, kann sich die Gra­fik­leis­tung ver­bes­sern. Das beschleu­nigt zum Bei­spiel auch die Arbeit im Video­schnitt oder bei VR-Anwen­dun­gen auf einem Mac­Book, Mac mini oder iMac. UPDATED erklärt dir in die­sem Rat­ge­ber, wel­che Vor­aus­set­zun­gen ein Mac erfül­len muss, wor­auf du ach­ten soll­test und wie du die exter­ne Kar­te anschließt.

Was bringt eine exter­ne Gra­fik­kar­te am Mac?

Du kannst an dein Mac­Book, dei­nen iMac oder dei­nen Mac mini eine exter­ne Gra­fik­kar­te anschlie­ßen, eine soge­nann­te eGPU. Das ist die Abkür­zung für „exter­nal gra­phics pro­ces­sing unit“. Die exter­nen Gra­fik­kar­ten funk­tio­nie­ren genau­so wie jede Gra­fik­kar­te, die in einen Com­pu­ter ein­ge­baut ist.

Mac-Rech­ner unter­stüt­zen eGPUs seit dem Betriebs­sys­tem macOS High Sier­ra von 2017. Noch bes­ser arbei­ten sie mit macOS Moja­ve 10.14 und höher, weil eini­ge Ein­schrän­kun­gen weg­ge­fal­len sind. Mehr dazu liest du wei­ter unten.

Hilf­reich ist der Ein­satz einer eGPU vor allem, wenn du Fol­gen­des mit dei­nem Apple-Com­pu­ter machst:

  • 3D-Games spie­len
  • einen exter­nen Moni­tor anschlie­ßen
  • eine VR-Bril­le anschlie­ßen
  • Vide­os schnei­den
  • CAD-Pro­gram­me nut­zen
  • VR-Pro­gram­me erstel­len oder ver­wen­den

Mac-Rech­ner sind mit einem inte­grier­ten Gra­fik­chip von Intel aus­ge­rüs­tet. Die­ser bie­tet in der Regel zwar eine gute Leis­tung und braucht nicht viel Ener­gie. Bei auf­wen­di­ge­ren Berech­nun­gen und Dar­stel­lun­gen kann er aller­dings an sei­ne Gren­zen sto­ßen. Eine exter­ne Gra­fik­kar­te bringt meh­re­re Vor­tei­le mit:

  • Gra­fik-Power: Der Mac bekommt zusätz­li­che Gra­fik­leis­tung, Inhal­te wer­den flüs­si­ger dar­ge­stellt. Vor allem Mac-mini-Model­le kön­nen hier­von pro­fi­tie­ren.
  • Video­schnitt-Berech­nun­gen: Pro­gram­me bei­spiels­wei­se zum Video­schnitt kön­nen den exter­nen Chip ver­wen­den, um Auf­ga­ben zu berech­nen, sie arbei­ten dann schnel­ler. Es hängt aber von der jewei­li­gen App ab, wie sehr sie von der eGPU pro­fi­tiert.
  • Fle­xi­bi­li­tät: Du kannst die Hoch­leis­tungs-Gra­fik dann ver­wen­den, wenn du sie gera­de brauchst. Hast du ein Mac­Book und nutzt es unter­wegs, benö­tigst du wahr­schein­lich kei­ne eGPU – und sparst Akku. Daheim schließt du sie wie­der an, wenn du zum Bei­spiel ein Spiel spielst.
  • Docking­sta­ti­on: Die exter­ne Gra­fik­kar­te steckt in einem Gehäu­se, also einem Dock. Je nach Modell kann es eine Docking­sta­ti­on erset­zen. Damit kannst du dei­nen Mac auf­la­den, wenn das Dock genug Leis­tung bringt. Außer­dem haben eini­ge Model­le auch USB- und/oder HDMI-Anschlüs­se.

Die Vor­aus­set­zun­gen für den Anschluss einer eGPU

Du kannst eine exter­ne Gra­fik­kar­te mit allen Mac-Model­len ver­wen­den.

Für alle Gerä­te gibt es bestimm­te Vor­aus­set­zun­gen, damit du eine eGPU anschlie­ßen kannst:

  • Der Mac braucht einen Thun­der­bolt-3-Anschluss. Die­sen besit­zen alle Macs seit Ende 2016.
  • Du benö­tigst als Betriebs­sys­tem macOS High Sier­ra 10.13.4 oder höher.
  • Man­che der exter­nen Gra­fik­kar­ten ver­lan­gen sogar die neue­re Ver­si­on macOS Moja­ve. Ach­te hier­zu auf die Her­stel­ler­an­ga­ben der Gra­fik­kar­te.

Arbei­tet dein Mac mit macOS High Sier­ra, gibt es eine zusätz­li­che Anfor­de­rung: Du brauchst einen exter­nen Moni­tor, den du direkt mit der eGPU ver­bin­dest. Du kannst die exter­ne Gra­fik­kar­te dann zum Bei­spiel nicht direkt mit dem Bild­schirm dei­nes Mac­Books oder iMacs ver­wen­den. Ab macOS Moja­ve ist kein sepa­ra­ter Moni­tor mehr not­wen­dig.

Zwei Vari­an­ten für eine exter­ne Gra­fik­kar­te

Du hast zwei Mög­lich­kei­ten, um eine exter­ne Gra­fik­kar­te mit dem Mac zu ver­bin­den:

  • Vor­kon­fi­gu­riert: Du nutzt eine bereits kon­fi­gu­rier­te Gra­fik­kar­te in einem Dock-Gehäu­se. Apple emp­fiehlt, ein sol­ches Gerät zu ver­wen­den. Es gibt Model­le von den Her­stel­lern Black­ma­gic Design, Son­net und Giga­byte. Du hast die Wahl zwi­schen Black­ma­gic eGPU, Black­ma­gic eGPU Pro, den Son­net-Model­len eGFX Bre­a­ka­way Puck RX 560 und RX 570 sowie der Giga­byte RX 580 GAMING BOX.
  • Gehäu­se und eige­ne Gra­fik­kar­te: Du kannst dir alter­na­tiv ein kom­pa­ti­bles Gehäu­se holen, in das du eine Gra­fik­kar­te ein­baust. Von Son­net gibt es bei­spiels­wei­se die eGFX Bre­a­ka­way Box oder von Sap­phi­re die Gear Box.

Aber Ach­tung: Du kannst nicht jede Gra­fik­kar­te in die Boxen von Son­net und Sap­phi­re ein­bau­en. Apple unter­stützt offi­zi­ell nur die Rade­on-Kar­ten von AMD. Dazu gehö­ren unter ande­rem die Model­le Pro WX 7100, RX 570, RX 580, Pro 575, Pro WX 9100 und Rade­on RX Vega 64/56. Eine kom­plet­te Lis­te kom­pa­ti­bler Gra­fik­kar­ten fin­dest du bei Apple.

So ver­bin­dest du die Gra­fik­kar­te mit dei­nem Mac

Das Anschlie­ßen einer exter­nen Gra­fik­kar­te an dei­nen Mac ist denk­bar ein­fach, denn sie wird auto­ma­tisch erkannt. So gehst du vor:

  1. Hast du dir ein vor­kon­fi­gu­rier­tes Dock zuge­legt, brauchst du nichts wei­ter vor­zu­be­rei­ten. Besitzt du ein eGPU-Gehäu­se und eine AMD-Rade­on-Gra­fik­kar­te, baue die Kar­te in das Dock ein.
  2. Nimm ein Thun­der­bolt-3-Kabel und ver­bin­de es sowohl mit der eGPU als auch mit einem frei­en Thun­der­bolt-3-Steck­platz an dei­nem Mac. Du brauchst den Rech­ner dafür nicht aus­zu­schal­ten.
    Tipp: Bei einem Mac­Book Pro 13″ von 2016 oder 2017 soll­test du die eGPU an einen der lin­ken Anschlüs­se anschlie­ßen, um einen maxi­ma­len Daten­durch­satz zu gewähr­leis­ten.
  3. In der Menü­leis­te des Mac erscheint das eGPU-Sym­bol, ein grau­es Qua­drat mit drei Stri­chen an jeder Sei­te. Es zeigt an, dass die exter­ne Gra­fik­kar­te erkannt wur­de und ver­wen­det wer­den kann.
  4. Damit eine App auch wirk­lich mit der exter­nen Gra­fik­kar­te arbei­tet, ist es not­wen­dig, eine bestimm­te Opti­on zu akti­vie­ren. Rufe den Fin­der auf und suche die Anwen­dung.
  5. Kli­cke mit der rech­ten Maus­tas­te auf den Namen der Anwen­dung und gehe zu Infor­ma­tio­nen. Dort fin­dest du im Bereich All­ge­mein den Befehl Exter­ne GPU bevor­zu­gen – aber nur, wenn aktu­ell eine eGPU ange­schlos­sen ist.
  6. Set­ze ein Häk­chen davor. Wenn du die­se App öff­nest und die eGPU ange­schlos­sen ist, greift der Mac von jetzt an immer auf die exter­ne Gra­fik­kar­te zu.

Die exter­ne Gra­fik­kar­te ist jetzt mit dei­nem Mac ver­bun­den und du kannst sie fle­xi­bel nut­zen. Willst du über­prü­fen, wie die eGPU arbei­tet, öff­ne den Fin­der und gehe dort zu Pro­gram­me. Kli­cke auf Dienst­pro­gram­me und anschlie­ßend auf Akti­vi­täts­an­zei­ge. Unter dem Punkt Fens­ter fin­dest du den GPU-Ver­lauf.

Willst du die exter­ne Gra­fik­kar­te von dei­nem Mac tren­nen, kli­cke auf das eGPU-Sym­bol in der Menü­leis­te, um die Kar­te sicher vom Mac zu tren­nen. Danach kannst du das Kabel her­aus­zie­hen.

Mit einer eGPU zu mehr Gra­fik­leis­tung am Mac

Rechen­in­ten­si­ve Spie­le, Video­schnitt, VR-Pro­gram­me oder CAD-Anwen­dun­gen lau­fen auf dei­nem Mac flüs­si­ger, wenn du eine exter­ne Gra­fik­kar­te (eGPU) anschließt. Das funk­tio­niert mit iMac, Mac­Book und Mac mini. Es gibt nur zwei Vor­aus­set­zun­gen: Du brauchst einen Thun­der­bolt-3-Anschluss und ein aktu­el­les Betriebs­sys­tem ab macOS High Sier­ra 10.13.4. Du kannst dir eine vor­kon­fi­gu­rier­te eGPU zule­gen – ein Dock, das eine pas­sen­de Gra­fik­kar­te ent­hält. Oder du holst dir ein lee­res Gehäu­se-Dock und baust selbst eine Kar­te ein. Wich­tig dabei: Apple unter­stützt offi­zi­ell bis­lang nur AMD-Rade­on-Gra­fik­kar­ten.

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