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Spielekonsolen

Kei­ne neu­en Inhal­te für Ocu­lus VR? Face­book schließt Sto­ry Studio

Für den animierten VR-Kurzfilm "Henry" gewann das hauseigene Story Studio von Oculus VR noch einen Emmy – jetzt schließt es.

Trau­rig, aber wahr: Face­book-Toch­ter Ocu­lus VR schließt das Sto­ry Stu­dio. Man wol­le in Zukunft Dritt­ent­wick­ler unter­stüt­zen statt Eigen­pro­duk­tio­nen zu ver­öf­fent­li­chen, heißt es von offi­zi­el­ler Sei­te. Dabei konn­ten die Ent­wick­ler um das Ocu­lus Sto­ry Stu­dio im letz­ten Jahr sogar einen Emmy für ihren ani­mier­ten VR-Kurz­film “Hen­ry” gewinnen. 

Für Vir­tu­al-Rea­li­ty-Head­sets exis­tie­ren immer noch erschre­ckend weni­ge – ins­be­son­de­re gute – Inhal­te. Das 2014 gegrün­de­te haus­ei­ge­ne Sto­ry Stu­dio von Ocu­lus VR war dabei eine löb­li­che Aus­nah­me. Die Ent­wick­ler gewan­nen im letz­ten Jahr sogar einen Emmy für ihren VR-Car­toon “Hen­ry”, ein Ani­ma­ti­ons-Kurz­film über einen Igel, der von den Kri­ti­kern gelobt und über­dies mit Pixar-Pro­duk­tio­nen ver­gli­chen wur­de. Doch nun teil­te Jason Rubin, zustän­dig für die Inhal­te bei Ocu­lus VR, in einem Blog­ein­trag mit, dass das Sto­ry Stu­dio dicht macht.

Dabei hat­te Face­book-CEO Mark Zucker­berg im Okto­ber letz­ten Jah­res noch ver­kün­det, dass das Unter­neh­men ver­stärkt in Vir­tu­al Rea­li­ty inves­tie­ren wol­le. Die Kali­for­ni­er hat­ten Ocu­lus VR im März 2014 für ins­ge­samt rund 2 Mil­li­ar­den US-Dol­lar auf­ge­kauft. Schein­bar möch­te Face­book am VR-Kurs fest­hal­ten, nur eben anders: Statt eige­ne Vir­tu­al-Rea­li­ty-Inhal­te zu kre­ieren, wol­le man in Zukunft lie­ber Dritt­ent­wick­ler bei ihren Pro­duk­tio­nen unterstützen.

Ocu­lus VR und Face­book wol­len in Zukunft Dritt­ent­wick­ler fördern

Und was pas­siert mit den lau­fen­den Pro­duk­tio­nen wie “The Wol­ves in the Walls”? Laut Tech­Crunch wer­den die Arbei­ten gestoppt. Rund 50 Mit­ar­bei­ter sei­en von der Schlie­ßung des Sto­ry Stu­di­os betrof­fen. Sie haben die Mög­lich­keit, das Unter­neh­men zu ver­las­sen oder sich auf eine ande­re Stel­le im Ocu­lus-Face­book-Kos­mos zu bewerben.

Ein klei­ner Trost: Im letz­ten Jahr mach­te das Unter­neh­men das Zuge­ständ­nis, Ent­wick­ler von VR-Inhal­ten aus aller Welt mit 250 Mil­lio­nen US-Dol­lar zu för­dern. 50 Mil­lio­nen davon sol­len jetzt direkt dafür auf­ge­wandt wer­den, um Vir­tu­al-Rea­li­ty-Ideen – Spie­le sind davon aus­ge­nom­men – zu unter­stüt­zen, die künst­le­ri­scher oder inno­va­ti­ver Natur sind.

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