Der schwe­di­sche Desi­gner Love Hul­tèn ist bekannt für sei­ne wun­der­schö­nen, maß­ge­fer­tig­ten Retro-Spiel­kon­so­len und Ein­ga­be­ge­rä­te. Dank vol­ler Funk­ti­ons­fä­hig­keit sind die Desi­gner­stü­cke vor allem bei Video­spiel-Fans beliebt. Nun stellt Hul­tèn sein neus­tes Werk vor: Eine Reinkar­na­ti­on des All-In-One-Com­pu­ters Com­mo­do­re PET 2001 von 1977.

Der Desi­gner tauf­te sein Schmuck­stück auf den Namen „PET De Lux“ und hebt dabei her­vor, dass es sich um ein Ein­zel­stück inklu­si­ve der ori­gi­na­len Tas­ta­tur und Data­set­te (dem Mas­sen­spei­cher­ge­rät von Com­mo­do­re) han­delt, wel­ches er optisch und tech­nisch auf­ge­mö­belt hat.

Neue Power in Retro-Hül­le

Der PET De Lux ist außen kom­plett aus ame­ri­ka­ni­schem Wal­nuss-Holz gefer­tigt und beher­bergt im Inne­ren einen zeit­ge­mä­ßen PC, der dank Emu­la­tor ver­schie­de­ne der ursprüng­li­chen Com­mo­do­re-Spie­le aus den 80er-Jah­ren wie­der­ge­ben kann. Vor allem han­delt es sich hier­bei um Titel, die eigent­lich auf dem Nach­fol­ger C64 und dem nach wie vor belieb­ten und mitt­ler­wei­le auch neu auf­ge­leg­ten Nin­ten­do Enter­tain­ment Sys­tem (NES) der Hit waren. Zudem ent­warf und kre­ierte der schwe­di­sche Desi­gner noch zwei maß­an­ge­fer­tig­te, kabel­lo­se Con­trol­ler, die vom TAC‑2 Joy­stick inspi­riert wur­den.

Der Com­mo­do­re PET 2001 war ein ech­ter Vor­rei­ter

Als der Com­mo­do­re PET 2001 im Janu­ar 1977 vor­ge­stellt wur­de, war das eine klei­ne Sen­sa­ti­on. Denn es war der ers­te PC für Pri­vat­haus­hal­te in kom­plett betriebs­be­rei­ter Aus­füh­rung. Im Gegen­satz zum Apple I wur­de die­ses Gerät inklu­si­ve Netz­teil, Gehäu­se, Tas­ta­tur, Mas­sen­spei­cher und Moni­tor aus­ge­lie­fert. Somit war er direkt start­klar – damals eine abso­lu­te Welt­neu­heit für pri­va­te Nut­zer.

Der PET war zwar nicht direkt ein PC für Zocker, den­noch wur­den zahl­rei­che Spie­le ent­wi­ckelt und auf Kas­set­te bezie­hungs­wei­se auch auf Dis­ket­te aus­ge­lie­fert. Der PET war dadurch ein Vor­rei­ter im Spie­le­markt – spe­zi­ell für den VC20 und für das spä­te­re Erfolgs­mo­dell C64.

Ohne Pixel­gra­fik muss­ten Ent­wick­ler dabei gra­fi­sche Ele­men­te durch die Kom­bi­na­ti­on ver­schie­de­ner Son­der­zei­chen umset­zen. Gera­de das und die Aus­füh­rung mach­te die Beliebt­heit und den Charme des Com­mo­do­re PET 2001 aus.

Der Preis für den Com­mo­do­re PET 2001 betrug zum Markt­start 795 US-Dol­lar – das Desi­gner­stück von Hul­tèn ist hin­ge­gen ein unver­käuf­li­ches Ein­zel­stück.