Die Marke Honor, früher noch Teil von Huawei, heute eigenständig unterwegs, gehört aktuell wohl zu den interessantesten im Smartphone-Bereich. Das gilt nicht nur für klassische Geräte, sondern auch für Foldables. Das Magic V5 verspricht dabei viel: ein sehr schlankes Design, eine starke Kamera, lange Akkulaufzeit und viel Power. Der Praxistest zeigt, dass Honor es damit ernst meint – und eines der besten Foldables auf dem Markt stellt.
Noch vor wenigen Jahren waren Foldables vor allem für eines bekannt: ihr massiges Auftreten. Das Konzept und der damalige Stand der Fertigungstechnik sorgten dafür, dass die Geräte deutlich dicker waren als ein normales Smartphone. Die Zeiten haben sich aber geändert. Schon Samsung zeigte mit dem Galaxy Z Fold7, wie dünn ein Foldable heute sein kann. Das Honor Magic V5 schafft das ebenfalls. Neben ein iPhone 16 Pro Max gelegt, ist es nur rund 0,5 Millimeter dicker. Im Grunde hältst du also im zugeklappten Zustand ein aktuelles, normales Smartphone in der Hand. Das alleine macht ein Foldable schon viel praktikabler, als das früher der Fall war.
Das Honor Magic V5 sieht dabei auch noch fantastisch aus. Das gilt ganz besonders für die Version „Dust Gold“, in der das Testgerät bei mir gelandet ist. Gebürstet und mit Farbverlauf hin zu einem dunkleren, fast schwarzen Ton gehört die Rückseite zu den schönsten, die ich je in einem Smartphone gesehen habe. Die massige Kameraeinfassung mag Geschmackssache sein, Honor holt aber auch hier beim Design einiges raus und lässt sie erstaunlich edel wirken. Die Ränder fühlen sich passend dazu an: sehr hochwertig. Ein schönes Detail bei der Gold-Version ist übrigens auch das mit Diamant-Muster versehene Scharnier. Und wo wir schon dabei sind: das Scharnier arbeitet butterweich und wirkt außerordentlich stabil. Viel besser geht Foldable aktuell nicht.



Auch bei einem Foldable ist in erster Linie das Frontdisplay wichtig. Schließlich ist es das, was in der Praxis am meisten genutzt wird. Schon hier kann das Honor Magic V5 glänzen, denn der Bildschirm ist mit 6,42 Zoll ordentlich groß, löst hoch auf und ist mit rund 1.800 Nits typischer Helligkeit auch bei Sonne super ablesbar. In Kombination mit der flachen Bauweise, fühlt sich das Foldable damit wie ein ganz normales Smartphone an.
Aufgeklappt kommt dann ein 7,95 Zoll großes Innendisplay zum Vorschein, das nahezu quadratisch ist. Auch das glänzt mit Schärfe, ist aber leider nicht ganz so hell wie das Display außen. Zwar reichen die rund 1.300 Nits für die meisten Szenarien aus, ein bisschen mehr dürfte es aber schon strahlen. Das war es aber auch schon mit der Kritik, denn nutzbar ist das Innendisplay super, zumal der Falz bei dem Smartphone zwar präsent, aber nie störend spürbar ist. Praktisch: Das Gerät erkennt Fremdkörper auf dem Innendisplay und warnt, bevor du es zuklappst, um Schäden zu vermeiden. Natürlich funktioniert das nur, wenn das Gerät eingeschaltet ist.
Erst kürzlich durfte ich einige Zeit mit dem Magic 8 Pro verbringen, wobei mich vor allem die Kamera vom Hocker gehauen hat. Die macht nämlich in jeder Lebenslage hervorragende Fotos – auch bei Nacht. Im Honor Magic V5 sind die Sensoren im Vergleich dazu etwas weniger leistungsfähig. So hat die Telefoto-Kamera etwa „nur“ 64 Megapixel, statt den 200 im Magic 8 Pro. Gerade stark gezoomte Motive verlieren dadurch etwas an Schärfe. Im direkten Vergleich ist das deutlich sichtbar. Für sich sind die Ergebnisse beim Magic V5 aber auf hohem Niveau. Gleiches gilt auch für Fotos mit der 50-Megapixel-Weitwinkel und der 50-Megapixel-Ultraweitwinkel-Kamera. Auf Flaggschiff-Fotografie musst du also trotz schlanker Bauweise nicht verzichten. Sicher liegt das auch daran, dass Honor ordentlich mit KI nachhilft. Die schärft Bilder nach, sorgt für eine Optimierung von Farben, Kontrasten und mehr.
Videos dreht das Foldable in 4K-Auflösung bei flüssigen 60 Bildern pro Sekunde. Das ist auch die normale Framerate für Videos in 1.080p. Die maximale Bildwiederholrate von 240 fps gibt es nur im speziellen Zeitlupen-Modus. Das ist zwar schade, zumal etwa das Magic 8 Pro sogar 4K bei 120 fps bietet, in der Praxis aber nur selten von Bedeutung.

Im Magic V5 steckt ein Snapdragon 8 Elite, der zu den schnellsten Chipsätzen auf dem Markt gehört. Zwar gibt es hier bereits eine neuere Generation, doch auch die ältere hat mehr als genug Power für alles, was zumindest ich persönlich, jemals damit anfangen würde. Die Bedienung ist sowohl am Außendisplay als auch im höher auflösenden Innendisplay zu jeder Zeit sehr flüssig. Nervige Lags oder kurze Denkpausen konnte ich nicht feststellen. Das liegt auch daran, dass Honor hier sogar 16 GB Arbeitsspeicher verbaut, mehr als im Flaggschiff Honor Magic 8 Pro (12 GB). Dazu gibt es sehr ordentliche 512 GB internen Speicher.
Bei der Laufzeit liegt das Foldable auf einem sehr guten Niveau. Trotzt der flachen Bauweise schafft es Honor, 5.820 Milliamperestunden Kapazität in das Gerät zu packen. Das reicht in meinem Fall für etwas mehr als einen Tag Nutzung. Natürlich variiert aber der Wert von Person zu Person und natürlich auch mit der Häufigkeit der Nutzung des Innendisplays.
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