Erst kürzlich hat Nothing mit dem Phone (3) und Headphone (1) zwei Flaggschiff-Geräte vorgestellt. Was leider weiterhin fehlt, ist eine passende Smartwatch. Die gab und gibt es nicht zu sehen. Trotzdem bedient das britische Unternehmen den Markt, allerdings über die eigene Budget-Linie CMF. Die Watch 3 Pro soll dabei Qualität, Design und Funktionalität zu einem besonders niedrigen Preis bieten. Hier gibt es alle Infos dazu.
Zumindest optisch darfst du bei der Watch 3 Pro im Vergleich zum Vorgänger keine Revolution erwarten. Bei den schwarzen und silbernen Varianten besteht durchaus Verwechslungsgefahr. Erstere hat ein konkaves Design bei der Lünette, letztere auch in Version drei wieder ein konvexes. Auffällig anders ist nur die Watch 3 Pro in Orange. Die hat nämlich Markierungen für die Stunden auf der Lünette. Außerdem sticht das knallig orange Armband sofort ins Auge. Übrigens: Das Gehäuse ist aus Metall, nicht etwa aus Kunststoff, und dürfte sich also auch gut anfühlen. Liegen die Watch 3 Pro und die Watch Pro 2 nebeneinander, fällt auch der Größenunterschied auf. Die neue Uhr hat nämlich deutlich zugelegt – im positiven Sinne.
Hauptgrund für das größere Gehäuse ist das gewachsene Display. Das kommt nun auf 1,43 Zoll und somit 0,11 Zoll mehr. Was zunächst nicht nach viel klingt, macht bei einem so kleinen Bildschirm doch einen großen Unterschied. Schade ist jedoch, dass die Auflösung gleich bleibt (466 x 466 Pixel), was zu einer geringeren Pixeldichte führt. Mit 326 PPI ist die aber noch immer auf einem guten Niveau. Ebenfalls niedriger fällt die maximale Helligkeit aus. Sie beträgt bei der Watch 3 Pro nur 620 Nits statt 650 Nits. Ob und wie stark diese Unterschiede in der Praxis auffallen, bleibt abzuwarten.
Mehr Größe bedeutet nicht nur ein größeres Display, sondern in diesem Fall auch einen größeren Akku. 45 Milliamperestunden mehr (350 mAh) nimmt der im Vergleich zum Vorgänger auf. Das reicht laut Nothing für eine Laufzeit bei normaler Nutzung von satten 13 Tagen. Selbst mit angeschaltetem Always-on-Display soll die Watch 3 Pro noch auf sehr gute 4,5 Tage kommen. Hast du lange Zeit keine Möglichkeit das Gerät aufzuladen, lässt sie sich dauerhaft im Energiesparmodus betreiben und soll so bis zu 60 Tage durchhalten.
Klar, eine Smartwatch kann auch ein Fashion-Statement oder einfach nur ein praktisches Mittel zur Kommunikation sein. Meistens wird sie aber eher als Ersatz für eine Sportuhr verwendet. Im Vordergrund steht dann das Tracking von Vitaldaten und Bewegung. Hier hat die CMF Watch Pro 3 einiges zu bieten. An Bord sind Sensoren für Herzfrequenz, Sauerstoffsättigung und natürlich Beschleunigung. Letzterer ist etwa für die Erfassung von Schritten zuständig. Herzfrequenz und Sauerstoffsättigung wird außerdem kontinuierlich überwacht. Dadurch kann die Uhr bei abnormalen Werten sogar warnen.
Treibst du Sport, erkennt das System teilweise automatisch, welchen du ausführst. Zumindest bei 5 Sportarten ist das der Fall. Weitere 115 Sportarten lassen sich manuell auswählen und tracken. Auch Zyklus-Tracking ist integriert, wenn du dabei auch auf einen Temperatursensor wie in der Apple Watch verzichten musst. Schlafüberwachung gehört natürlich auch dazu, genau wie die Erstellung eines allgemeinen Aktivitäts-Scores.

Was bei einer Smartwatch keineswegs fehlen darf, ist das Spiegeln von Funktionen eines gekoppelten Smartphones. So lassen sich auch bei der CMF Watch Pro 3 Anrufe durchführen, Nachrichten lesen, verschicken und die aktuelle Musikwiedergabe steuern. Je nach verbundenem Gerät ist sogar die Steuerung der Handykamera möglich. Grundsätzlich funktioniert die CMF Watch Pro 3 mit jedem Android-Smartphone mit Version 8 oder höher sowie mit iPhones mit mindestens iOS 13. Allerdings können Funktionen eingeschränkt sein, je nachdem welches Handy du hast. In jedem Fall stellst du die Uhr über die App „Nothing X“ ein – genau wie die Kopfhörer von Nothing.
Besonders praktisch: Per Knopfdruck bekommst du auch auf der Uhr direkten Zugriff auf ChatGPT und kannst über das verbaute Mikrofon eine Sprachanfrage starten. So bleibst du unterwegs stets sehr gut über alle möglichen Dinge informiert. Das schafft so manche Premium-Smartwatch nicht.
Mehr Akku, ein größeres Display, ein Gehäuse aus Metall, smarte Funktionen und die wichtigsten Sensoren: Zwar macht Nothing die CMF Watch 3 Pro im Vergleich zum Vorgängermodell teurer, auf dem Markt gehört sie aber noch immer zu den günstigsten Smartwatches. Mit 99 Euro bleibt sie nämlich knapp unterhalb der 100-Euro-Grenze und kostet nur rund ein Viertel einer Apple Watch Series 10 oder Galaxy Watch 8. Bestellbar ist die Uhr ab sofort.
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