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Air­Pods Max 2: Kopf­hö­rer mit unver­kenn­ba­rer Apple-DNA im Praxistest

Apple bringt die AirPods Max endlich in die zweite Generation. Damit einher gehen ein paar Neuerungen – die allesamt ein Zugewinn sind.

Die Air­Pods Max waren schon in ihrer ers­ten Gene­ra­ti­on ein beson­de­rer Kopf­hö­rer – nicht nur wegen des Prei­ses, son­dern auch wegen des kla­ren Apple-Anspruchs, Din­ge anders zu machen als der Rest des Mark­tes. Mit den Air­Pods Max 2 will Apple die­ses Kon­zept wei­ter ver­fei­nern. Mehr Leis­tung beim Noi­se Can­cel­ling, neue smar­te Funk­tio­nen und eine noch tie­fe­re Ver­zah­nung mit dem eige­nen Öko­sys­tem sol­len dafür sor­gen, dass sich der Over-Ear-Kopf­hö­rer klar von der Kon­kur­renz absetzt. Ich habe die Air­Pods Max 2 meh­re­re Tage im All­tag getra­gen: im Büro, auf dem Weg zur Arbeit, beim kon­zen­trier­ten Schrei­ben und ent­spann­ten Musik­hö­ren zu Hau­se. Wie sich die Kopf­hö­rer dabei geschla­gen haben, liest du hier.

Design & Ver­ar­bei­tung auf gewohnt hohem Niveau

Apple bleibt sich beim Design treu. Die Air­Pods Max 2 wir­ken modern, redu­ziert und gleich­zei­tig fast schon modisch. Die Ohr­mu­scheln bestehen aus Alu­mi­ni­um, was nicht nur schick aussiehtson­dern sich auch gut anfühlt. Dazu kom­men robus­te Metall­schar­nie­re und ein fein gear­bei­te­tes Kopf­band mit Mesh-Gewe­be. Die Mate­ri­al­wahl wirkt durch­dacht und hoch­wer­tig – hier klap­pert nichtshier fühlt sich nichts bil­lig an. Die Air­Pods Max 2 sind ein ech­tes Pre­mi­um-Pro­dukt. 
 
Der Kopf­bü­gel ist mit einer ange­nehm grif­fi­gen Soft-Touch-Ober­flä­che ver­se­hen. Das sorgt nicht nur für eine gute Hap­tikson­dern auch dafürdass sich der Kopf­hö­rer gut dar­an grei­fen und tra­gen lässtBeson­ders posi­tiv: Trotz der robus­ten Mate­ria­li­en wir­ken die Air­Pods Max 2 auf dem Kopf erstaun­lich leicht. Das liegt vor allem am sehr beque­men Kopf­band, das den Druck gleich­mä­ßig ver­teilt. Dabei wiegen sie mit 386 Gramm doch eher schwerErstaun­lichwie Apple das kaschiert. 

Auch nach meh­re­ren Stun­den Tra­ge­zeit drü­cken die Kopf­hö­rer bei mir nicht. Weder an den Ohren noch am Schei­tel ent­steht ein unan­ge­neh­mes Gefühl. Gera­de für lan­ge Arbeits­ta­ge oder Rei­sen ist das ein gro­ßer Vor­teil. Die Ohr­pols­ter sind mit atmungs­ak­ti­vem Stoff bezo­gen, las­sen sich leicht abneh­men und tra­gen eben­falls zum hohen Kom­fort bei. 
 
Das Smart Case ist unver­än­dert geblie­ben. Optisch bleibt es Geschmacks­sa­che, funk­tio­nal erfüllt es sei­nen Zweck. Die Alu­mi­ni­um-Ohr­mu­scheln wer­den gut geschützt, aller­dings ist das Case Pflicht, wenn die Air­Pods Max 2 voll­stän­dig ausgeschal­tet sein sol­len. Außer­halb ver­blei­ben sie in einem Stromsparmodus.

Klang: deut­lich fein­füh­li­ger als gedacht

Beim Klang wird deut­lich, wie weit sich Apple von dem frü­her oft zitier­ten Beats-Erbe ent­fernt hat. Die Air­Pods Max 2 sind alles ande­re als bass­las­tig. Statt­des­sen set­zen sie auf eine sehr kla­re, aus­ge­wo­ge­ne Abstim­mung. Der Bass ist prä­sent, aber kon­trol­liert. Er drängt sich nicht in den Vor­der­grund, son­dern fügt sich sau­ber ins Gesamt­bild ein. 
 
Die Mit­ten sind gut auf­ge­löst, Stim­men ste­hen klar im Raum und wir­ken natür­lich. Beson­ders bei Pod­casts und Tele­fo­na­ten macht sich das posi­tiv bemerk­bar. In den Höhen sind die Air­Pods Max 2 recht betont. Mir per­sön­lich ist das teil­wei­se schon einen Tick zu viel, vor allem bei sehr höhen­las­ti­gen Pro­duk­tio­nen. Gleich­zei­tig sorgt genau das aber für eine hohe Detail­auf­lö­sung und ein luf­ti­ges Klang­bild. 
 
Für Hip-Hop und Pop funk­tio­niert die­se Abstim­mung her­vor­ra­gend. Beats kom­men kna­ckig, Vocals ste­hen im Fokus und die Musik macht ins­ge­samt rich­tig Spaß. Elek­tro­ni­sche Musik pro­fi­tiert eben­falls von der kla­ren Tren­nung der ein­zel­nen Ele­men­te. Bei Metal fehlt mir stel­len­wei­se etwas der Druck in den Mit­ten, gera­de bei här­te­ren Gitar­ren. Klas­si­sche Musik klingt gut, erreicht aber nicht ganz die Prä­zi­si­on und Fein­zeich­nung, die man­che audio­phi­len Kopf­hö­rer bie­ten. 
 
Unterm Strich spie­len die Air­Pods Max 2 jedes Gen­re sou­ve­rän. Sie sind kei­ne Spe­zia­lis­ten, son­dern ech­te All­roun­der, die man­che Musik­rich­tun­gen etwas bes­ser bedie­nen als ande­re. Spa­tial Audio trägt zusätz­lich zum Klang­er­leb­nis bei. Unter­stütz­te Tracks gewin­nen deut­lich an Räum­lich­keit, Instru­men­te und Stim­men las­sen sich bes­ser orten. Gera­de bei Live-Auf­nah­men oder Film­ma­te­ri­al ist das ein ech­ter Mehr­wert. 
 
Kri­tisch sehe ich wei­ter­hin die feh­len­de Klin­ken­op­ti­on. Apple legt ledig­lich ein USB‑C‑auf‑USB‑C‑Kabel bei, das pri­mär zum Laden gedacht ist und für ande­re Ein­satz­zwe­cke recht kurz aus­fällt. Hoch­wer­ti­ge Audio­si­gna­le las­sen sich zwar per USB‑C über­tra­gen, eine klas­si­sche ana­lo­ge Ver­bin­dung ist aber nur mit zusätz­li­chem Zube­hör mög­lich. 

Noi­se Can­cel­ling: Eines der Bes­ten am Markt

Das akti­ve Noi­se Can­cel­ling gehört zu den größ­ten Stär­ken der Air­Pods Max 2. Stö­ren­de Umge­bungs­ge­räu­sche wer­den sehr zuver­läs­sig aus­ge­blen­det. Egal ob Stra­ßen­lärmBüro­ge­räu­sche oder das Brum­men eines Zuges – die Kopf­hö­rer schaf­fen schnell eine ange­nehm ruhi­ge Klang­ku­lis­se. 
 
Der neue H2‑Chip sorgt dafürdass sich das ANC dyna­misch an die Umge­bung anpasstVer­än­de­run­gen wer­den nahe­zu ver­zö­ge­rungs­frei erkannt und aus­ge­gli­chenBeson­ders prak­tisch ist die auto­ma­ti­sche Kon­ver­sa­ti­ons­er­ken­nungSobald mich jemand ansprichtschal­ten die Air­Pods Max 2 blitz­schnell um. Das fühlt sich im All­tag erstaun­lich natür­lich an. 
 
Adap­ti­ves Audio kom­bi­niert Noi­se Can­cel­ling und Trans­pa­renz­mo­dus je nach Situa­ti­on. In der Pra­xis funk­tio­niert das sehr gut und erspart häu­fig manu­el­les Ein­grei­fen.

Funk­tio­nen: Mehr zu bie­ten dank H2-Chipsatz

Rich­tig span­nend wer­den die Air­Pods Max 2 bei den Zusatz­funk­tio­nen – vor­aus­ge­setztdu nutzt ein iPho­ne. Beson­ders beein­druckt hat mich die Live-Über­set­zung. Per Knopf­druck neh­men die Kopf­hö­rer Gespro­che­nes auf, über­set­zen es und geben das Ergeb­nis in der eige­nen Spra­che aus. In der Pra­xis funk­tio­niert das außer­or­dent­lich zuver­läs­sig. 
 
Natür­lich gibt es einen leich­ten zeit­li­chen Ver­satz, der Gesprä­che etwas unge­wohnt wir­ken lässtTrotz­dem eig­net sich die Funk­ti­on her­vor­ra­gend für ein­fa­che Unter­hal­tun­gen oder auf Rei­sen. Beson­ders posi­tiv: Die Über­set­zung läuft lokal und funk­tio­niert auch ohne Inter­net­ver­bin­dung. 
 
Sehr ange­nehm sind auch die Kopf­ges­tenAnru­fe las­sen sich durch Nicken anneh­men oder durch Kopf­schüt­teln ableh­nen. Das fühlt sich nach kur­zer Ein­ge­wöh­nung erstaun­lich intui­tiv an und ist deut­lich dis­kre­ter als Sprach­be­feh­le in der Öffent­lich­keit.

Akku

Die Akku­lauf­zeit bleibt ein Schwach­punkt. Rund 20 Stun­den mit akti­vem Noi­se Can­cel­ling sind heu­te eher Durch­schnitt. Für zwei Arbeits­ta­ge reicht das, für län­ge­re Rei­sen kann es aber knapp wer­den. Immer­hin laden die Air­Pods Max 2 recht schnell wie­der auf.

Pas­send dazu 

Fazit

Die Air­Pods Max 2 sind hoch­wer­ti­ge Over-Ear-Kopf­hö­rer mit star­kem Klang, exzel­len­tem Noi­se Can­cel­ling und vie­len cle­ve­ren Funk­tio­nen. Beson­ders im Apple-Öko­sys­tem spie­len sie ihre Stär­ken aus. Der hohe Tra­ge­kom­fort und die sehr gute Sprach­qua­li­tät über­zeu­gen im All­tag. Nach­tei­le blei­ben der Zwang zum Smart Case, die ver­gleichs­wei­se kur­ze Akku­lauf­zeit und die feh­len­de Klin­ken­op­ti­on ohne Zusatz­kauf. Wer damit leben kann und tief im Apple-Uni­ver­sum steckt, bekommt mit den Air­Pods Max 2 den­noch einen der span­nends­ten Pre­mi­um-Kopf­hö­rer am Markt. Und dank der hohen Qua­li­tät ist so auch der Preis von über 500 Euro verschmerzbar.

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