Ihr Pass­wort zu einem sozialen Net­zw­erk ist in fremde Hände gefall­en und eine andere Per­son kann plöt­zlich Ihre pri­vat­en Ein­träge lesen oder in ihrem Namen posten? Die Gefahr für ein solch­es Szenario beste­ht: Hack­er ver­fü­gen heutzu­tage über eine Vielzahl von Werkzeu­gen, die vol­lau­toma­tisch Zeichenkom­bi­na­tio­nen, ganze Wörter­büch­er oder gängige Kom­bi­na­tio­nen aus Wörtern und Zahlen abgle­ichen. Umso wichtiger ist ein sicheres Pass­wort. UPDATED zeigt Ihnen, wie Sie dieses erzeu­gen, sich merken und sich­er damit umge­hen.

Was genau macht ein sicheres Passwort aus?

Für ein sicheres Pass­wort gibt es ver­schiedene Kennze­ichen und Empfehlun­gen. UPDATED fasst diese für Sie zusam­men.

Ihr Pass­wort sollte:

Was kann ich bei der Passwort-Erstellung falsch machen?

  • Ver­wen­den Sie keine Wörter, die in Wörter­büch­ern vorkom­men
  • Ver­wen­den Sie keine Namen, Geburt­stage, Zitate oder Ähn­lich­es.
  • Ver­wen­den Sie keine Zeichen- oder Tas­tatur­muster wie zum Beispiel “12345” oder “asd­fg”.
  • Ver­wen­den Sie keine Umlaute, da sie bei Reisen ins Aus­land auf lan­destyp­is­chen Tas­taturen unter Umstän­den nicht eingegeben wer­den kön­nen.

Erstellung eines Passworts über ein Passwort-Tool

Anstatt sich selb­st sichere Pass­wörter auszu­denken, kön­nen Sie diese auch von einem Ken­nwort-Gen­er­a­tor erzeu­gen lassen. Ver­schiedene Dien­ste bieten diesen Ser­vice kosten­los an, unter anderem Nor­ton, Gajin oder Zen­das. Hier lässt sich zusät­zlich ein­stellen, welche Art von Zeichen und Zif­fern ver­wen­det wer­den und wie lang Ihr Pass­wort sein soll. Darüber hin­aus kön­nen Sie mit einem Klick bis zu fün­fzig Pass­wörter auf ein­mal gener­ieren.

Welche Fehler kann ich im Umgang mit Passwörtern begehen?

  • Schreiben Sie Ihre Pass­wörter nicht sicht­bar auf einen Zettel.
  • Ver­schick­en Sie Ihr Pass­wort nicht per unver­schlüs­sel­ter Mail.
  • Leg­en Sie Ihr Pass­wort nicht unver­schlüs­selt in Cloud-Doku­menten ab.
  • Ver­wen­den Sie kein ein­heitlich­es Pass­wort für ver­schiedene Zwecke.
  • Belassen Sie es nicht bei einem vor­eingestell­ten Pass­wort, das mit einem Dienst oder einem Pro­dukt aus­geliefert wurde.
  • Verzicht­en Sie nicht darauf, die Rück­kehr vom Bild­schirm­schon­er zum Desk­top mit einem Pass­wort zu sich­ern.
  • Geben Sie Ihr Pass­wort nicht an Dritte weit­er.

Wie erstelle ich ein sicheres Passwort und merke es mir?

Es ist nicht ein­fach, ein Pass­wort zu erstellen, das nach den genan­nten Kri­te­rien sowohl sich­er als auch gut zu merken ist. Nutzen Sie Merkhil­fen, um es sich ein­fach­er zu machen. Die von UPDATED vorgestellte Meth­ode ist nur eine Vari­ante von vie­len.

  • So erstellen Sie den Basis-Teil: Denken Sie sich einen Satz aus. Zum Beispiel “Ein­mal in der Woche mache ich Gym­nas­tik und Yoga”.
  • Benutzen Sie von jedem Wort den ersten, zweit­en oder let­zten Buch­staben. In unserem Beispiel wurde der erste Buch­stabe benutzt und es ergibt sich die Buch­staben­folge Eid­WmiGuY.
  • Ändern Sie bes­timmte Buch­staben in Zahlen oder Son­derze­ichen, die nahe­liegen. Zum Beispiel das i von in und ich in eine 1 und das u von und in ein &.
  • Die Kom­bi­na­tion sieht im Beispiel nun so aus: E1dWm1G&Y.
  • Acht­en Sie darauf, dass der Merk­satz wirk­lich von Ihnen stammt. Lit­er­aturz­i­tate oder Reden­sarten eige­nen sich nicht, weil auch sie durch den Abgle­ich mit Wörter­büch­ern zu entschlüs­seln sind.

Für einen sicheren Pass­wortschutz soll­ten Sie für jedes einzelne Kon­to oder jeden einzel­nen Zugang ein eigenes Pass­wort ein­richt­en. Das ist wichtig, damit bei Bekan­ntwer­den eines Pass­worts nicht gle­ich sämtliche Kon­ten und Zugänge betrof­fen sind.

  • So mod­i­fizieren Sie den Basis-Teil für ver­schiedene Kon­ten: Set­zen Sie vor den Basis-Teil zwei Buch­staben für den Shop oder son­sti­gen Anbi­eter, um den es geht. Zum Beispiel für das Google-Kon­to ein go oder für einen Apple-Zugang ein ap.
  • Unser bis­lang gebildetes Pass­wort sieht nun so aus: goE1dWm1G&Y. Für ein Apple-Kon­to sähe es so aus: apE1dWm1G&Y.

Wie merke ich mir Passwort-Änderungen?

Es wird emp­fohlen, Ihr Pass­wort regelmäßig zu ändern. Damit Sie sich auch diese Neuschöp­fun­gen merken kön­nen, soll­ten Sie erneut method­isch vorge­hen.

  • Fügen Sie in Ihr Pass­wort eine Zahl ein, zum Beispiel ganz ans Ende Ihres Pass­worts.
  • Wählen Sie eine Zahl, die Sie sich gut merken kön­nen, zum Beispiel die erste Zahl Ihres Num­mern­schildes.
  • In unserem Beispiel heißt das Pass­wort nun goE1dWm1G&Y9 oder apE1dWm1G&Y9.
  • Erhöhen Sie diese Zahl im Pass­wort alle drei Monate um eins.
  • Nach sechs Monat­en würde das Pass­wort-Beispiel also goE1dWm1G&Y11 oder apE1dWm1G&Y11 laut­en.

Soll­ten Sie zwis­chen­durch Prob­leme haben, sich an Ihr Pass­wort zu erin­nern, ist auch dafür eine Merkhil­fe hil­fre­ich.

  • So erin­nern Sie sich, wie Sie Ihr Pass­wort erstellt haben: Beschreiben Sie das Pass­wort mit Worten, die nur Sie im Zusam­men­hang ver­ste­hen und notieren Sie diese auf einen Zettel.
  • In unserem Beispiel etwa die Notiz “Anbi­eter, wie oft, Work-out, Zahl am Ende”.

Wie oft sollte ich mein Passwort ändern?

Erset­zen Sie Ihr Pass­wort regelmäßig: Auch wenn es einige Pro­gramme gibt, die Sie automa­tisch daran erin­nern – schaf­fen Sie sich selb­st einen regelmäßi­gen Rhyth­mus, in dem Sie Ihre Pass­wörter ändern. Die Empfehlung für einen guten Schutz lautet auf alle drei Monate. Doch auch wenn es alle sechs, neun oder zwölf Monate geschieht, erhöhen Sie die Sicher­heit deut­lich gegenüber dem dauer­haften Benutzen Ihrer unverän­derten Pass­wörter.

Wie speichere ich meine Passwörter richtig ab?

Wenn Ihnen Merkhil­fen wie die oben genan­nte nicht aus­re­ichen, um sich Ihre Pass­wörter zu merken oder Sie eher der Typ für gespe­icherte Pass­wörter sind, beacht­en Sie fol­gende Hin­weise:

  • Leg­en Sie niemals unver­schlüs­selte Pass­wörter auf Ihrem PC ab und notieren Sie diese nicht auf frei zugänglichen Papier­noti­zen.
  • Benutzen Sie auf Ihrem Rech­n­er für Ihre Pass­wörter Pass­wort­man­ag­er. Zum Beispiel KeePass2, Pass­word Safe oder KeeP­assX sind zu empfehlen, um zahlre­iche kom­plexe Pass­wörter sich­er zu ver­wal­ten. Hier lassen sich sämtliche Pass­wörter sam­meln und mit einem Mas­ter-Pass­wort sich­er unter Ver­schluss hal­ten.

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