Autor:KajaDatum:25.10.2018
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Studienexkursion nach Namibia

Fünf Tage, 13 Studenten, ein Professor und jede Menge Spaß und spannende Begegnungen

Am Donnerstag den vierten Oktober ab 18:30 Uhr konnte ich das Grinsen in meinem Gesicht kaum mehr zurückhalten. Es war geschafft! Soeben hatte ich die letzte der drei Klausuren aus dem vierten Semester abgegeben und damit nach einer weiteren intensiven Lernwoche, nun auch die vorletzte Klausurenphase an der HSBA überstanden. Aber nicht nur das!
Gleichzeitig wurde mit dem Ende des vierten Semesters auch der Start in die für alle HSBA Studenten verpflichtende Exkursionswoche eingeläutet. Für fünf Tag sollte sich unser Jahrgang in der kommenden Woche überall auf der Welt verteilt bestimmten, von unseren Professoren festgelegten Themen, widmen. In unseren Exkursionsgruppen hatten wir bereits die vergangenen Monate einen genauen Fahrplan erarbeitet, der neben einzelnen Freizeitaktivitäten im Zielland, vor allem von Unternehmensbesuchen geprägt war. Aus Exkursionszielen wie San Francisco, Toronto, Rotterdam, London, Tokio und vielen weiteren, hatte ich mich für Namibia entschieden.

Gemeinsam mit zwei Freunden ging es am Freitag also von Hamburg über München mit dem Flieger direkt nach Windhoek, der Hauptstadt Namibias. Vor dem offiziellen Exkursionsstart hatten wir noch zwei Tage Zeit die Stadt zu erkunden.

Am Montag trafen wir uns dann mit unseren Kommilitonen und unserem begleitenden Dozenten an der deutschen Botschaft in Windhoek, unserem ersten offiziellen Termin. Von der ständigen Vertreterin vor Ort wurde uns über die aktuellen politischen und wirtschaftlichen Herausforderungen des Landes berichtet. Wir erfuhren mehr über die Bedeutung von Sprache im Land, über das Schulsystem, Investitionen chinesischer Firmen und dessen wirtschaftlichen Auswirkungen, sowie über verschiedene Projekte der deutsch-namibischen Zusammenarbeit.

Unser Besuch in der deutschen Botschaft in Windhoek
Unser Besuch in der deutschen Botschaft in Windhoek

Nach dieser ersten sehr vielschichtigen inhaltlichen Einführung machte sich unsere Gruppe verteilt auf vier Mietwagen auf den Weg nach Swakopmund – 370km in Richtung Küste. Den Abend ließen wir dort in einem Bauhaus ausklingen.
Der kommende Tag startete mit unserem Besuch bei Namport, dem Hafen in Walfishbay. Von zwei
der Angestellten wurden uns die aktuellen Modernisierungsprojekte vorgestellt sowie die Geschichte des Hafens und dessen allgemeine Bedeutung für die namibische Wirtschaft. Im Anschluss konnten wir die Entwicklung mit einer Fahrt über das Gelände eindrucksvoll auf uns wirken lassen. Am Nachmittag nutzten wir dann ein paar freie Stunden für eine Quadtour durch die Atemberaubende Dünenlandschaft. 

Ein kurzer Zwischenstoff während unserer Tour.

Der Mittwoch war mit drei Geschäftsterminen dann der am meisten durchgetaktete Tag. Im Rahmen unseres Besuches der Namibian Uranium Association und einer Salz Farm widmeten wir uns dem Thema Rohstoffe. Wir erfuhren mehr über die aktuelle Situation des Uranabbaus, welcher aufgrund des niedrigen Preises eine ziemliche Herausforderung darstellt und konnten auf einer Salz Farm die einzelnen Schritt der Salzernte und Verarbeitung mit eigenen Augen sehen.

Im Anschluss hatte ein Kommilitone ein besonderes Abendprogramm für unsere Gruppe organisiert. Wir waren mit einer Gruppe Namibischer Musiker im Township zum Barbecue verabredet und uns erwartete ebenfalls eine musikalische Performance. Ohne große Erwartungen trafen wir uns mit Joe, einem der Sänger im Supermarkt, um für die gesamte Gruppe einzukaufen. Der Abend entpuppte sich dann als absolutes Highlight unserer Reise. Ehrlicherweise hatte niemand von uns besonders große Erwartungen an den Abend. Sowohl die musikalische Performance, als auch die ausgelassene und unbeschwerte Stimmung in dem Hinterhof im Township lässt sich rückblickend jedoch kaum in Worte fassen. Dass es sich bei den Musikern um eine männliche Akapellagruppe handelte, die mehr als 4Millionen Klicks auf Youtube haben, wurde uns erst vor Ort bewusst und beschwerte uns allen einen unvergesslichen Abend.

Am Donnerstag fuhren wir nach dem Frühstück zurück in Richtung Windhoek. Dort stand der vorletzte Termin unserer Reise an: wir besuchten die International University of Management und hatten hier die Möglichkeit uns in sehr lockerer Atmosphäre mit anderen Studenten ausuztauschen, die uns von ihrem Studiensystem berichteten. Geplättet von der Fahrt und dem vorigen Abend fuhren wir anschließend alle in unsere Unterkünfte und trafen uns erst am Freitag wieder zu unserem letzten Termin.

Besuch an einem Management College in Windhoek

Dieser führte uns morgens um 10 Uhr zu "Namibian Breweries Ltd.". Dort lernten wir von zwei Braumeistern mehr über den Brauprozess, die in Namibia produzierte Biersorten und genutzten Technologien. Beendet wurde der Besuch dann in praktischer Form mit einer Einladung zu einem leichten Mittag im Braukeller, welches durch die Verköstigung der ein oder anderen zuvor vorgestellten Biersorte begleitet wurde :-)
Gut gestärkt besuchten wir nachmittags als finalen Programmpunkt, begleitet von einem Guide, das Township Kattatura. Hier wurde uns mehr über die Geschichte des Landes erzählt, die Gesellschaftsstruktur der verschiedenen Stämme und die Bedeutung von Familie. Berührt durch das Schicksal und die gleichzeitig sichtbare Freude der Kinder über die "fremden" Besucher in ihrem zuhause, endete unsere Exkursionswoche später bei einem gemeinsamen Abendessen.


Unsere gesamte 14 köpfige Exkursionsgruppe kann auf eine tolle, 5 tägige Exkursionsgruppe zurück blicken. Namibia auch einmal außerhalb der touristischen Pfade zu erkunden, war eine Erfahrung, die keine von uns missen wollen würde!

Eine Aufnahme während unserer Führung durch die Brauerei.
  • Kaja  Beutin
    Kaja  Beutin

    Kaja   Beutin

    Duale Studentin Business Administration
    Direkt zu Beginn meines dualen Studiums habe ich mich entschlossen, für den OTTO-Azubiblog zu schreiben. Als ich noch zur Schule gegangen bin, habe ich den Blog selbst gelesen und fand es unglaublich spannend, mehr über die Ausbildung zu erfahren. Jetzt sitze ich auf der anderen Seite und hoffe, ebenfalls interessierte Schüler erreichen zu können. Gleichzeitig bedeutet das Bloggen für mich aber auch, dass ich mich mit Teilen meiner Ausbildung oder Events noch einmal intensiver auseinandersetze, wenn ich darüber berichte.

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