Auf der Zielgeraden des dualen Studiums
Autor:KajaDatum:25.01.2019
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Auf der Zielgeraden des dualen Studiums

Mein 6. Semester an der HSBA

Zehn Wochen Vorlesungen und Case Studies, mehr als 1200 Seiten Skript, ca. 120 Seiten Zusammenfassungen und 6 Stunden Klausuren später habe ich es geschafft: Das fünfte Semester meines dualen Studiums. Der aufmerksame Leser mag jetzt meinen, dass damit noch das letzte und womöglich schlimmste Semester vor mir liegen müsste. Ganz stimmen würde dies aber nicht. Tatsächlich steht mir noch ein letztes Semester im April/Mai bevor. Allerdings habe ich abgesehen von einer Präsentation und meiner Bachelorarbeit bereits ALLE meine Klausuren hinter mir, sodass ich die Zielgerade zumindest vor meinem inneren Auge mittlerweile recht deutlich erkennen kann.

Das fünfte Semester war dabei für mich noch einmal eine besonders intensive Zeit. Dies war einerseits der Tatsache geschuldet, dass es sich um das Semester unseres Schwerpunkts handelte, den wir uns selbst wählen konnten. Entsprechend war einerseits die Erwartung an den Inhalt und Aufbau der Vorlesung recht hoch und gleichermaßen die Hoffnung, dass ich auch wirklich die für mich persönlich richtige Wahl getroffen hatte.
Zusätzlich habe ich das Semester vielleicht noch einmal sehr besonders empfunden, da ich kaum einen meiner Kommilitonen kannte und das Semester mit gerade mal einer einwöchigen Pause auf meine Klausurenwoche des vierten Semesters folgte. Wie das möglich ist und was das Semester trotzdem zu dem für mich bislang besten gemacht hat, möchte ich euch noch einmal weiter ausführen:

Erst einmal zu dem organisatorischen Aspekt. Normalerweise ist das Jahr der HSBA Dualis in vier Blöcke geteilt, die allesamt ca. drei Monate lang sind. Auf drei Monate im Unternehmen folgt immer ein Uniblock, sodass sich Praxis- und Theoriephase in einem guten Rhythmus ablösen. Zusätzlich ist jeder Studienjahrgang in zwei Hälften geteilt. Während wir OTTOs also beispielsweise im Unternehmen arbeiten, ist auch ein Teil unserer Kommilitonen von anderen Unternehmen in der Uni im Semester. Nach drei Monaten tauschen wir dann wieder. Somit findet jede Vorlesung zweimal pro Halbjahr statt. Im Frühjahr letzten Jahres, erhielten alle Studenten, die den Schwerpunkt “Digitales Marketing & E-Business" gewählt hatten eine Mail, dass die Möglichkeit bestünde, in die andere Hälfte des Jahrgangs zu wechseln, da der Kurs dort mit nur 10- im Vergleich zu 28 Studenten deutlich kleiner wäre. Auf den ersten Blick schien mir das Angebot recht abwegig. Warum aus dem Kurs mit meinen Freunden rauswechseln und zwei Unisemester hintereinander durchpowern? Je länger ich mich mit der Frage jedoch beschäftigte, desto mehr freundete ich mich mit der Idee an. Vorteile wie das schnellere Ablegen der Klausuren, eine kleinere Vorlesungsgruppe und eine längere Vorbereitung der Bachelorarbeit überzeugten mich schlussendlich.
Im Umkehrschluss hieß dies auch, dass ich nicht wie viele meiner Freunde einen ausgedehnten Urlaub nach unserer Studienexkursion machen konnte. Stattdessen bin ich nach meiner Landung morgens um 7 Uhr aus Namibia, mit einem 15-minütigen Dusch-Boxenstopp Zuhause direkt weiter in die Uni zu meinem ersten Schwerpunktblock von 9-16:45 Uhr gefahren.

Drei meiner vier Ordner mit den Vorlesungsskripten


Trotz des anstrengenden Starts hat mich mein gewählter Schwerpunkt inhaltlich vollkommen überzeugt. Wie in einem Großteil der Vorlesungen hatte wir Dozenten, die viel aus der Praxis von anderen Unternehmen oder Projekterfahrungen berichten konnten. Zusätzlich wurden über mehrere Tage verteilt auch externe Referenten eingeladen, die uns Fragestellungen aus ihren Unternehmen vorstellten, denen wir uns dann in Kleingruppen widmeten. So beschäftigten wir uns beispielsweise mit der Frage, wie der Inhalt einer Website gestaltet werden kann, damit sie auf der ersten Seite von Google landete. Auch spannende Einblicke in digitale Geschäftsmodelle und “Autoscout24” sorgten für einen abwechslungsreichen Unialltag.
Nach diesen positiven Erfahrungen kann ich nun in einem meiner letzten Einsätze im Online Marketing noch einmal Gas geben und mich dann komplett meiner Bachelorarbeit widmet. Es bleibt also auch auf die letzten Meter noch einmal spannend :-)

  • Kaja  Beutin
    Kaja  Beutin

    Kaja   Beutin

    Duale Studentin Business Administration
    Direkt zu Beginn meines dualen Studiums habe ich mich entschlossen, für den OTTO-Azubiblog zu schreiben. Als ich noch zur Schule gegangen bin, habe ich den Blog selbst gelesen und fand es unglaublich spannend, mehr über die Ausbildung zu erfahren. Jetzt sitze ich auf der anderen Seite und hoffe, ebenfalls interessierte Schüler erreichen zu können. Gleichzeitig bedeutet das Bloggen für mich aber auch, dass ich mich mit Teilen meiner Ausbildung oder Events noch einmal intensiver auseinandersetze, wenn ich darüber berichte.

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