OTTO-Auslandseinsatz: Arbeiten in England
Autor:Marie Lea Datum:12.07.2017
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OTTO-Auslandseinsatz: Arbeiten in England

Hallo ihr Lieben,

seit kurzem bin ich wieder zurück in der schönsten Stadt der Welt, Hamburg und hatte ein paar Tage Zeit meine Eindrücke und Erfahrungen aus England Revue passieren zu lassen.
Mir kommt es vor als wäre es erst gestern gewesen, dass ich über meine Vorbereitung auf den Auslandseinsatz berichtet und meinen Koffer gepackt habe. Nun sitze ich schon wieder gemütlich hier bei OTTO am Schreibtisch.
Da ich in England wirklich eine Menge erlebt habe, werde ich euch von meinen Erfahrungen in zwei Teilen berichten. In diesem Teil erfahrt ihr zunächst alles was ich so während der Arbeit erlebt habe.
Hier nochmal kurz die Eckdaten: In der Zeit vom 21. April bis zum 16. Juni 2017 hatte ich dank OTTO die Chance, für zwei Monate in England bei der OTTO-Tochterfirma „Freemans Grattan Holdings“ im Modeeinkauf für Frauenbekleidung zu arbeiten.

Eingangsbereich Freemans Grattan Holdings!
Eingangsbereich Freemans Grattan Holdings!

Vor meinem ersten Arbeitstag war ich natürlich erstmal total aufgeregt und habe mich mit etwas wackeligen Knien bei der Rezeption angemeldet. Dort wurde dann zunächst ein Foto von mir geschossen und ich habe meinen Mitarbeiterauswies für die kommenden zwei Monate erhalten. Ich wurde dann von einem Mitarbeiter aus der Personalabteilung abgeholt und habe eine ausgiebige Tour durch das ganze Büro, sowie ein Einführungsgespräch bekommen. Nach dem alle Formalitäten geklärt waren, war es dann endlich soweit und ich habe mein neues Team kennengelernt. Jeder war von Anfang an wahnsinnig herzlich und aufgeschlossen, sodass meine Aufregung schnell in Vorfreude auf die nächsten 2 Monate umgesprungen ist.
Gleich am ersten Tag haben mich einige der Mädels aus dem Büro zum gemeinsamen Lunch mitgenommen und der Funke ist direkt übergesprungen, sodass wir seitdem jeden Tag gemeinsam lunchen gegangen sind und fleißig Ausflüge und Afterworks geplant haben. Dank des tollen Teams habe ich mich von Anfang an voll in die Abteilung integriert und direkt wohl gefühlt.
Trotzdem hatte ich die ersten Tage noch sehr viel Respekt davor, in einem völlig neuen Arbeitsumfeld und mit einer anderen Sprache zu arbeiten. Nachdem ich mich aber erstmal aus meiner Komfortzone rausgetraut habe, lief alles wie von alleine. Ich habe von meiner Chefin Carol direkt die volle Verantwortung für ein sehr wichtiges Projekt bekommen und hatte so das Gefühl, einen wirklichen Mehrwert für das Team zu liefern. Da wir uns mitten im Start für die Planung der Frühjahr/ Sommer Saison 2018 befunden haben und Carol gerade in Fernost eine ganze Kollektion bei verschiedenen Lieferanten bestellt hatte, musste ich dafür sorgen, dass wir alle Kleidungsstücke rechtzeitig von den Lieferanten erhalten. Diesbezüglich habe ich ständig mit den Lieferanten aus Asien telefoniert und per Mail hin und her geschrieben. Umso erleichterter war ich als mich meine Chefin am Tag der Deadline angestrahlte, da wir zum ersten Mal alles pünktlich vor Ort hatten. In einer Excel Liste habe ich alle wichtige Infos zu den einzelnen Kleidungsstücken festgehalten und die ganzen Teile, die bei uns eingetrudelt sind, im Sampleroom aufgehängt.

Die Bürofläche auf der ich gearbeitet habe!
Die Bürofläche auf der ich gearbeitet habe!

Mir hat es total gefallen an einem großen Projekt in Eigenverantwortung zu arbeiten. Ich fand es aber auch super, dass ich vom Team viele unterschiedliche Aufgaben bekommen habe, sodass man immer genügend Abwechslung hatte. Auch die Mischung aus Arbeiten am PC und kreativer Freiheit hat mich sehr angesprochen. Denn fast jeden Tag hatten wir Anproben an einem Model, damit wir gegebenenfalls Änderung an den Kleidungsstücken vornehmen konnten. Zusätzlich habe ich viel mit der hauseigenen Designerin gearbeitet und viel über Stoffe, Schnitte und Farben gelernt. Ich durfte auch an vielen spannenden Meetings, unteranderem sogar mit dem Chef von Freemans Grattans, teilnehmen. So habe ich einige unsere Lieferanten sogar persönlich getroffen und konnte vor Ort Stoffe mit aussuchen und neue Styles besprechen. Ein Highlight war ein zwei tägiges Meeting mit Stylisten und Fotografen aus Manchester, bei dem wir besprochen haben mit welchen Schuhen und Accessoires und ich welchen Posen wir unsere Kollektion am Model für den Katalog und den Onlineshop präsentieren wollen
Die Arbeit im Einkauf hat mir wahnsinnig viel Spaß gemacht, da die Einkäufer wirklich viel Liebe und Zeit in jedes einzelne Kleidungsstück gesteckt haben und ich hautnah mitbekommen habe, wie aus einer Idee auf dem Papier ein tolles Kleidungsstück entstanden ist.
Allgemein war die Atmosphäre im Büro total angenehm und auch die sehr zentrale Lage mitten im Herzen von Bradford hat zu einem guten Arbeitsklima beigetragen. Da Freemans Grattans mit nur knapp 600 Mitarbeitern deutlich kleiner ist als OTTO, kam einem schnell jedes Gesicht bekannt vor und fast täglich hatte jemand irgendetwas zu feiern. Man hat sich dann in der großen Gemeinschaftsküche getroffen und ist bei Tee und den mitgebrachten Snacks ins quatschen gekommen. Dank Gleitzeit, einem entspannten Kleidungsstil und dem von allen zelebrierten „Casual Friday“ hat man sich im Büro wirklich schnell sehr wohl gefühlt.
Auch die sehr flexible, entspannte Arbeitsweise, die wir deutschen wahrscheinlich schon als chaotisch beschreiben würden, und die flachen Hierarchien haben mir gut gefallen. Denn so war Platz für spontane Änderungen und mehr Kreativität. Man musste so nicht lange warten, bis seine Ideen von oben abgesegnet wurden.

Step out of your comfort zone!
Step out of your comfort zone!

Abschließend kann ich sagen, dass es für mich eine der besten Entscheidungen überhaupt war, für einige Zeit im Ausland zu arbeiten. Ich hatte jeden Tag neue Herausforderung zu meistern und bin so wirklich über mich hinausgewachsen. Auch sprachlich macht es einen großen Unterschied, wirklich einige Zeit im Ausland zu leben und besonders zu arbeiten, weil man so gut an seinem Wirtschaftsenglisch feilen kann.

Im meinem nächsten Beitrag erzähle ich euch, wie ich meine Freizeit in England genutzt habe und ihr bekommt ein paar heiße Reisetipp für Liverpool, Manchester, London, Schottland und Co.
Bis dahin wünsche ich euch eine wunderbare Zeit und viel Spaß beim Lesen der anderen Blogbeiträge.

  • Marie Lea Mengel
    Marie Lea Mengel

    Marie Lea  Mengel

    Groß- und Außenhandel
    OTTO find ich gut! Den Azubiblog auch, denn er gibt mir die Möglichkeit euch hautnah und ehrlich von meinem spannenden Azubialltag und den besonderen Highlights bei OTTO zu berichten. Denn eins steht fest: Bei OTTO ist kein Tag wie der andere, hinter jeder Ecke kannst du Neues erleben und es gibt viel zu erzählen. Wie schon der Designer Paul Smith sagte: „Inspiration is everywhere“ und der Blog ist für mich ein virtueller Ort an dem ich all diese Inspiration festhalten und meine Erlebnisse mit euch teilen kann. In dem Sinne lasst euch inspirieren – viel Spaß beim Lesen.

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