Was kommt, was geht? 5 Trends, die alte ersetzen

Bunte Farben an der Kleiderstange gekonnt miteinander kombinieren
Two for Fashion Autorin Susanna
Mittwoch, 5. Februar 2020, 11:00

Das neue Jahr ist nun schon ein paar Wochen alt, und wir starten jetzt so richtig durch in eine neue Epoche. Vor 100 Jahren begannen die Roaring 20s und mit ihnen ein Jahrzehnt voller Aufruhr: Frauen, die sich ihrer Korsetts entledigten und die Haare burschikos kurz schnitten. Und auch jetzt stehen die Zeichen wieder auf Aufbruch. Wir merken, dass sich in der Welt einiges ändern muss. Politisch, aber auch in unserem eigenen Handeln. Dies spiegelt sich schon jetzt in der Mode wider. Dass wir Verantwortung übernehmen (wollen), zeigt sich auch in unserer Kleidung. Vorbei sind die Zeiten von Jogginghosen und ausgeleierten Shirts. Die Mode wird wieder erwachsener. Wir zeigen Haltung – nicht nur innerlich, sondern auch mit dem, was wir tragen. In diesem Artikel zeige ich euch, was in Sachen Fashion geht und was kommt.

1. Bye-bye Culotte, hello Mom Shorts

In den letzten Jahren führte kein Weg an den Culottes vorbei. Für alle, die die weiten Hosenröcke noch nie mochten, gibt es jetzt Good News. Sie werden abgelöst von den – Achtung, diesen Begriff solltet ihr euch merken – Mom Shorts. Sie sind hoch geschnitten und enden kurz über dem Knie. Wie gesagt, die Mode wird wieder erwachsener, und die Zeiten von sexy Hotpants, die nur wenige Frauen wirklich gut tragen können, sind vorbei. Beim Trend Mom Shorts können wir alle mitmachen.

Besonders wichtig ist hierbei das Styling. Lasst die Finger von bunt bedruckten Shirts und greift stattdessen zur weißen Bluse im Oversized Cut, die ihr vorne locker in den Bund steckt. Oder kombiniert sie wie Xenia Adonts mit Top und Jacke Ton in Ton. Designer wie MaxMara haben sie für diesen Sommer gleich als Hosenanzug im Sortiment. Statt langer Bundfaltenhosen dürfen wir nun luftige Bermudas zum Blazer mit zusätzlicher Anzugweste im Office tragen. Darin wirkt ihr tough und gut angezogen zugleich.

2. Unsere Schuhe zeigen jetzt Kante

Wenn wir uns fragen, was kommt und was geht, sollten wir auf keinen Fall unsere Schuhe außer Acht lassen. Erst waren sie rund, dann so spitz, dass sie gut als Waffe gegen nächtliche Angreifer dienen konnten. Nun kommt die nächste Stufe: Schuhe werden eckig. Es gibt sie in allen erdenklichen Varianten. Als luftige Sandalen mit filigranen Riemchen beispielsweise. Auch die Kappen von Stiefeln werden nun eckig, wobei auch nur die vorderste Spitze aussehen kann, als sei sie abgehackt. Besonders schön wirken die eckigen Spitzen bei Plateauschuhen wie denen, die Jeanette Madsen trägt. Sie passen perfekt zu dem derzeit angesagten 70s Style.

Tragt dazu bunte Blumenkleider, wenn ihr einen gekonnten Bruch kreieren möchtet. So kommen Hart und Weich geschickt zusammen. Oder ihr setzt ganz im Gegenteil auf klare Linien und nüchterne Farben wie Schwarz, Weiß und vor allem Beige.  

3. Bye-bye Nylon, hallo buntes Leder

Keine Frage, Nylon ist ein unkompliziertes und pflegeleichtes Material, das wir für seine Leichtigkeit schätzen. Vor allem in knalligen Farben begleitet es uns immer wieder durch den Alltag. Allerdings wirkt es selten sehr hochwertig. An dieser Stelle springt nun buntes Leder ein. Was bisher eher dunkelbraun oder schwarz war, wird nun in alle Farben des Regenbogens getaucht. Dieses Jahr dürfen wir Röcke aus gelbem Wildleder und Glattlederhosen in Apfelgrün tragen.

Auch Lackleder in Form eines knallblauen Mantels, wie Blanca Miró ihn trägt. Buntes Leder dürft ihr jetzt vor allem von Kopf bis Fuß tragen. Kombiniert zu einer gelben Bikerjacke einen bordeauxroten Lederrock. Oder investiert in eine lilafarbene lange Lederweste. Eurer Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Übrigens: Es spielt keine Rolle, ob das Leder echt oder unecht ist.

4. Schluss mit Destroyed Jeans, her mit Vintage Denim

Wenn die Welt schon kaputt ist, müssen es unsere Jeans ja nicht auch noch sein, oder? Der Trend geht weg von Destroyed Jeans und hin zu classy Styles mit Retrocharme. Besonders im Fokus stehen Teile im Achtzigerjahrestil, wie auf dem Laufsteg von Designerin Isabel Marant, oder extraweite Schlaghosen, wie die Blumenkinder sie getragen haben. Auch Patchwork-Denim werden wir dieses Jahr tragen. Am liebsten als Denim-on-Denim-Look.

Setzt auf ausgebleichtes Denim wie Lisa Hahnbück. Ihre weite Schlaghose wirkt, als sei sie durch häufiges Waschen im Laufe von Jahrzehnten ausgebleicht. Die perfekte Ergänzung dazu ist das oversized geschnittene Jeanshemd, das sie komplett in den Bund steckt. Der braune Gürtel betont ihre schmale Taille noch zusätzlich. Ein toller Look, den auch ihr von morgens bis in die Partynacht tragen könnt.

5. Tschüss Athleisure, hallo Tailoring

Vorbei sind die Zeiten des Rumlungerns. Wir tauschen die cosy Jogginganzüge und Oversized Sweater nun gegen richtig gut geschnittene Pieces ein. Klare Schnitte und hochwertige Stoffe stehen ganz in der Tradition des „Tailoring“. Das englische Wort „tailor“ bedeutet auf Deutsch Schneider. Hiervon leitet sich der Fashionbegriff „Tailoring“ ab – er bezeichnet Kleidung, die so präzise und gut geschnitten ist, dass sie wirkt, als sei sie uns auf den Leib geschneidert.

Influencerin Füsun Lindner zeigt ein wunderbares Beispiel dieses Trends, den wir bei MaxMara und BURBERRY gesehen haben. Ihr Rock sitzt perfekt und hat eine raffinierte Linienführung. Die schlichte braune Tasche unterstreicht diese Besonderheit optimal. Tailoring wird uns auch in Form von Trenchcoats und Anzügen begegnen.

Ihr Lieben – nun wisst ihr in Sachen Mode schon ziemlich genau, was kommt und was geht. Für noch mehr Inspiration schaut auch gern in unseren Artikel zu den Modetrends 2020. Es lohnt sich. Ihr werdet bestens auf das kommende Jahr vorbereitet sein.

XX, Susanna

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