Suppen: Rezepte für unsere liebsten Wärmequellen

Rote Beete-Suppe mit Apfel und sahnemerrettich in grünen Schüsseln und mit rustikalem Brot
Two for Fashion Autorin Susanna
Dienstag, 27. November 2018, 13:48

In unserer Redaktion nimmt der Konsum von Suppen immer dann rasant zu, wenn die Temperaturen unter 15 Grad fallen. Die Gründe hierfür liegen nahe: Suppen wärmen von innen wie Tee, sind dabei aber auch wunderbar sättigend und nahrhaft. Alles, was wir zum Essen brauchen, sind eine Schüssel und ein Löffel. Kein Schneiden, kein Zerteilen, kein Stampfen – lediglich auslöffeln müssen wir die heißen Brühen und Cremesüppchen. Außerdem sind Suppen sehr vielfältig. Vor allem, wenn wir sie selbst kochen, sind unserer Kreativität keine Grenzen gesetzt, und wir können mit immer neuen Aromen und Kombinationen experimentieren. In diesem Artikel erfahrt ihr noch mehr gute Gründe für den Genuss von Suppen und unsere Lieblingsrezepte für die kalte Jahreszeit.

6 Gründe für Suppen

  • Beim Suppekochen kann kaum etwas schiefgehen. Im Gegensatz zu Soufflés oder anderen aufwendigen Gerichten sind Suppen einfach zu kochen. Steht eine Suppe erst mal auf dem Herd, können wir sie ohne schlechtes Gewissen auch etwas später als geplant essen. Das macht beim Kochen schon mal weniger Stress.
  • Suppen sind gesund: In kaum einem Gericht befinden sich so viele Nährstoffe auf „engem Raum“ wie bei selbst gekochten Gemüse-, Hühner- oder Rindersuppen mit viel Einlage. Durch das lange Kochen werden die Nährstoffe aus dem Fleisch herausgelöst. Und da das Wasser nicht – wie bei anderen Zubereitungsarten – weggeschüttet wird, sollen die Vitamine von Gemüse und Co. erhalten bleiben.
  • Brühen und Gemüsesuppen können sehr kalorienarm sein, sofern sie nicht mit Sahne angemacht oder extrem dick sind. Außerdem sind sie meistens gut bekömmlich.
  • Sie lassen sich super auf Vorrat kochen und aufbewahren. Am einfachsten ist es, große Mengen zu kochen und diese portionsweise einzufrieren. So haben wir unsere Lieblingssuppen immer im Haus und griffbereit, falls mal unangekündigter Besuch kommt.
  • Suppen lassen sich gut transportieren. Wenn ihr unterwegs seid und zwischendurch etwas Warmes braucht, füllt euer Süppchen einfach in eine Thermoskanne. Im Notfall benötigt ihr ja nicht mal einen Löffel zum Schlürfen …
  • Löffeln kann Stress lösen: Wissenschaftler haben herausgefunden, dass das Löffeln einer heißen Mahlzeit beruhigend wirken kann.
6 Gründe für Suppen: selbstgemachte Hühnersuppe mit Rezept

Unschlagbar bei Erkältungen: die klassische Hühnersuppe

Sobald ich auch nur einen Anflug von Halsschmerzen oder anderen Erkältungserscheinungen verspüre, kommt in mir ein großes Bedürfnis nach einer guten Hühnersuppe auf. Spätestens, wenn ich mit Gliederschmerzen im Bett liege, kann ich das Verlangen danach absolut nicht mehr unterdrücken. Dann brauche ich die kräftige Brühe mit zartem Hühnchenfleisch, Gemüse und Nudeln. Mediziner haben erforscht, warum Hühnersuppe eigentlich so guttut und Erkältungsbeschwerden tatsächlich lindern kann. Ihr wird sogar eine antibiotische Wirkung nachgesagt. Die Hühnersuppe – im besten Fall selbst gemacht – kann im Körper bestimmte weiße Blutkörperchen blockieren, die für die Entstehung von Entzündungen mitverantwortlich sind. Hühnersuppe enthält viel Zink sowie den Eiweißstoff Cystein, der ebenfalls Entzündungen hemmen und die Schleimhäute abschwellen lassen soll. Allein die Hitze und der Dampf der Hühnerbrühe sollen positive Effekte haben, weil Viren temperaturempfindlich sind. Zudem wird der Körper durch das enthaltene Gemüse mit Vitaminen versorgt, Nudeln oder Reis bringen Kohlenhydrate. Möchtet ihr die antibakterielle Wirkung der Hühnersuppe noch steigern, gebt ihr Ingwer hinzu.

Unser Rezept für Hühnersuppe

6 Gründe für Suppen: selbstgemachte Hühnersuppe mit Rezept
Zutaten
1 Suppenhuhn
1 Zwiebel
1 Bund Suppengrün
1 daumengroßes Stück Ingwer
1 Lorbeerblatt
1 Bund Petersilie
nach Belieben Salz und Pfeffer
200 g TK-Erbsen
3 Möhren
200 g Fadennudeln oder ähnliche Eiernudeln
etwas Öl
Zubereitung

  • Halbiert die Zwiebel und legt sie mit den Schnittstellen nach unten in einen großen Suppentopf. Lasst sie ein wenig braun werden, das gibt einen intensiveren Geschmack.
  • Wascht das Huhn und entfernt den fetthaltigen Bürzel.
  • Nun legt ihr das Huhn zu der Zwiebel und bedeckt es mit kaltem Wasser. Bringt das Wasser zum Kochen.
  • Putzt das Suppengrün und den Ingwer, schneidet alles in grobe Stücke und gebt es zusammen mit den Stängeln der Petersilie und dem Lorbeerblatt ins kochende Wasser.
  • Reduziert die Hitze und lasst die Suppe eineinhalb bis zweieinhalb Stunden köcheln. Den Schaum, der sich bildet, schöpft ihr immer wieder ab.
  • Nehmt das Huhn nach der gewünschten Kochzeit heraus, löst das Fleisch von den Knochen und schneidet es in mundgerechte Stücke.
  • Gebt die Suppe durch ein Sieb und fangt die Brühe auf. Wenn ihr mögt, könnt ihr aus der Karkasse (Hühnergerippe) eine weitere Brühe kochen.
  • Bereitet nun die Einlage zu. Putzt die Möhren und schneidet sie in kleine Würfel, die ihr ca. fünf Minuten in der Brühe kocht.
  • Die Nudeln sollten etwa drei Minuten mitgekocht werden, und die TK-Erbsen müssen lediglich kurz aufkochen.
  • Das zerkleinerte Hühnerfleisch gebt ihr zuletzt hinzu.
  • Würzt eure Suppe zum Schluss kräftig mit Salz und schmeckt sie mit Pfeffer ab.
  • Richtet die Suppe an und gebt gehackte Petersilie darüber. Fertig!

Rote-Bete-Suppe fürs Herz

Weil sich Rote Bete gut lagern lässt und sehr gesund ist, sollten wir sie vor allem in den Wintermonaten öfter in unseren Speiseplan integrieren. Die tiefrote Knolle enthält Betain und das B-Vitamin Folat, die gemeinsam den Blutdruck senken und dadurch Herzerkrankungen vorbeugen können. Stickstoffmonoxid kann als Motor fürs Gehirn fungieren und die Konzentration und Leistungsfähigkeit steigern. Auch Sportler schwören auf Rote Bete als Leistungssteigerer. Es heißt, dass die in der Knolle enthaltenen Nitrate Sportlern zu mehr Ausdauer verhelfen und ein absoluter Energy Booster sind. Hier kommt das Rezept – probiert es doch mal aus!

Rote-Bete-Apfelsuppe mit Meerrettichsahne

6 Gründe für Suppen: selbstgemachte Rote Beete-Suppe mit Rezept
Zutaten
400 g Rote Bete
2 Schalotten
1 kleine Kartoffel
1 kleiner Apfel
1 l Gemüsebrühe
100 ml Sahne
2 EL Meerrettich
nach Belieben Salz und Pfeffer
nach Belieben Kräuter
etwas Öl
Zubereitung

  • Schneidet die Schalotten in kleine Würfel und bratet sie in etwas Öl an.
  • Schält die Rote Bete, die Kartoffel und den Apfel und schneidet sie ebenfalls in Würfel, die ihr zu den Schalotten gebt.
  • Tipp: Rote Bete färbt extrem. Zieht euch zum Verarbeiten am besten Einweghandschuhe an und bindet euch eine Schürze um.
  • Gebt die Gemüsebrühe zu dem Gemüse und lasst alles für eine halbe Stunde köcheln.
  • Im Anschluss püriert ihr die Suppe mit einem Pürierstab oder in der Küchenmaschine.
  • Wenn ihr mögt, könnt ihr eine Hälfte des Apfels kleingewürfelt erst jetzt hinzugeben und noch für fünf Minuten in der pürierten Suppe köcheln lassen.
  • Schmeckt die Suppe abschließend mit Salz und Pfeffer ab.
  • Schlagt die Sahne steif und hebt den Meerrettich unter.
  • Gebt die Suppe in Schüsseln und jeweils einen großen Löffel Meerrettichsahne in die Mitte.
  • Bei Bedarf könnt ihr noch Kräuter hinzufügen.

Karottensuppe für die Äuglein

Haddu Möhrchen? Mit unserem Rezept bekommt ihr zumindest Lust darauf. Dass Karotten gesund sind, wussten wir schon als Kind. Sie sind kalorienarm und haben viele Vitamine. Carotin, eine Vorstufe von Vitamin A, soll besonders gut für die Sehfähigkeit sein. Wichtig: Wenn ihr Karotten esst, nehmt auch Öl zu euch. Nur in Verbindung mit Fett kann unser Körper das Carotin aufnehmen. Weiterhin enthalten Möhren verschiedene Formen von B- und C-Vitaminen, die die Abwehrkräfte stärken sollen.

Unser Rezept für Möhrensuppe

Beste Suppen: Rezept für asiatische Möhren-Suppe mit Chili und Ingwer
Zutaten
1 Zwiebel
500 g Möhren
nach Belieben Ingwer
500 ml Gemüsebrühe
300 ml Kokosmilch
Salz
nach Belieben 1 Bund Koriander
nach Belieben 1 kleine Chilischote
etwas Öl
Zubereitung

  • Schneidet die Zwiebel in kleine Würfel und bratet sie in etwas Öl glasig.
  • Reibt den geschälten Ingwer dazu und lasst ihn kurz anschwitzen.
  • Schält die Möhren, schneidet sie in Würfel und gebt sie mit in den Topf.
  • Löscht alles mit der Kokosmilch ab und fügt die Gemüsebrühe hinzu.
  • Lasst die Suppe so lange kochen, bis die Karotten ganz weich sind.
  • Nun püriert ihr sie und schmeckt sie mit Salz ab.
  • Richtet sie an und garniert sie nach Belieben mit fein geschnittenem Chili sowie gehacktem Koriander.

Ihr Lieben – esst ihr noch oder löffelt ihr schon? Wie ihr seht, gibt es viele gute Gründe, Suppen zu essen. Zudem sind die Süppchen wahre Vitaminbomben, die sich superleicht kochen lassen. Probiert es mal aus. Guten Appetit!

XX, Susanna

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