Alles basisch, oder was? | Gesundheitstrend Säure-Basen-Haushalt

Montag, 10. April 2017, 15:33

Wir wissen ja nicht, wie es euch da so geht, aber wir lieben Foodtrends. Und wenn wir erst einmal einen solchen Trend entdeckt haben, uns eine Freundin vielleicht sogar schon von den meeega Ergebnissen erzählt hat, dann machen wir uns wie Sherlock Holmes ans Werk und suchen uns jede Info zusammen, die auch nur ansatzweise mit dem Thema zu tun hat. Wir stürzen uns so richtig in die Materie und wollen schlichtweg alles wissen, was uns healthy-glowy-happy macht. Selbstoptimierung auf höchstem (Food-)Niveau sozusagen! Ok und nun ist es wieder passiert. Anna fragte uns neulich: „Achtet ihr eigentlich auf euren Säuren-Basen-Haushalt?“. Und alle so: Öhm, nein? Was soll das sein? Zitronen sind sauer, ja. Aber wer genau ist dieser Basen-Haushalt?
Ihr habt genau so wenig Ahnung wie wir? Gut, dass wir Food-Watson gespielt haben und euch jetzt alles über den Säuren-Basen-Haushalt und seine Auswirkung auf den Körper berichten können.

Das Säuren-Basen 1 x 1

Wichtig für das allgemeine Verständnis zum Säuren-Basen-Haushalt ist, dass der Körper über Mechanismen verfügt, die versuchen, den pH-Wert des Bluts zu jeder Zeit konstant zu halten. Denn nur, wenn sich der pH-Wert in einem bestimmten Bereich befindet, funktioniert der Stoffwechsel so wie er soll und ihr fühlt euch fit und gesund!
Vor allem die Verteilung und Konzentration von Mineralstoffen wie Calcium, Magnesium, Kalium und Natrium beeinflusst die Nerven- und Muskelfunktion sowie den Wasserhaushalt. Auch bestimmte Spurenelemente wie Zink sind enorm wichtig, um den Säuren-Basen-Haushalt auf einem gesunden Level zu halten.

What the heck ist Übersäuerung?

Wenn ihr nun zu viele „saure“ Lebensmittel zu euch nehmt und/oder ungesunde Lebensgewohnheiten habt, hindert ihr euren Körper daran, richtig zu arbeiten. Denn zu viele Säuren können vom Körper nicht mehr über die Ausscheidungsorgane, wie Leber, Niere, Lunge oder Schweißdrüsen, abtransportiert werden. Die Folge: Sie lagern sich im Gewebe unseres Körpers ab und entziehen ihm die so wichtigen Mineralstoffe. Der Körper übersäuert und wir fühlen uns müde, schlapp und energielos oder sogar krank. Es kommt zu Haarausfall, Pilzerkrankungen, Kopfschmerzen oder zu Allergien. Sogar Übergewicht kann ein Symptom sein. Zusätzlich entstehen durch die Ablagerungen Falten und Cellulite.
Die hauptsächlichen Faktoren, die zur Übersäuerung des Körpers führen sind zu wenig Bewegung, Stress, extreme körperliche Belastung und eine ungesunde Ernährung.

Der Säuren-Struggle ist real!

Wir kennen das ja alle irgendwie: Wenn wir es uns ein Wochenende lang mal so richtig haben gut gehen lassen und von den zwei Flaschen Wein, dem Brunch mit Pancakes und gefühlt fünf Latte Macchiato, der Pizza mit extra Käse und dem Sonntagsbraten bei der Family am Ende nur ein extrem schlechtes Bauchgefühl bleibt. Es sind nämlich vor allem Lebensmittel mit hohem Eiweißgehalt wie zum Beispiel Fleisch, die eine Ausscheidung des basischen Minerals Calcium begünstigen. Auch Alkohol bringt den Säuren-Basen-Haushalt extrem durcheinander, denn dieser führt zu Wasserverlust und so ganz ruck zuck zu einem Mangel an Magnesium.

Be Basisch, Baby!

Um herauszufinden, ob euer pH-Wert im normalen Bereich ist, könnt ihr euch einen Speichel-Test aus der Apotheke holen. Idealerweise liegt er bei 7,4 (+/- o,5). Wichtig ist, dass die Nahrung nicht rein basisch ist, sondern ein Verhältnis aus 80% basenbildenden und 20% säurenbildenden Lebensmitteln besteht. Stellt ihr fest, dass euer Säuren-Basen-Verhältnis aus dem Gleichgewicht geraten ist, solltet ihr versuchen, eine basische Lebensweise zu adaptieren.

  • Basische Lebensmittel sind die, die viele der oben genannten Mineralien enthalten: Kräuter, Blattgemüse, Wurzelgemüse, Kartoffeln, reifes Obst, Samen und Körner, Vollkornprodukte und Naturreis, sowie Wasser ohne (!) Kohlensäure. Super, um im Turbo-Modus den basischen Seins-Zustand zu erreichen sind übrigens Basenbäder und basischer Tee.
  • Säurebildende Lebens- und Genussmittel sind zum Beispiel: eiweißreiche und tierische Produkte wie Fleisch, Eier und Milch, Süßigkeiten, Teig- und Backwaren, Mineralwasser mit Kohlensäure, Limonade, Geschmacksverstärker, Süßstoffe und Farbstoffe, Kaffee, Alkohol und Nikotin. Hinzu kommen: intensive körperliche Belastung und Stress.
  • Aber Achtung: Nur weil etwas sauer schmeckt, heißt es nicht, dass es auch Säuren bildet! Oft sind saure Lebensmittel wie z.B. Zitronen besonders basenbildend.

Nach all der Recherche wird doch eigentlich deutlich, dass eine Ernährungsumstellung die den Säuren-Basen-Haushalt unterstützt, kein Food-Trend ist, sondern eine ziemlich gute Art, langfristig gesund und glücklich zu werden. Es ist eben nicht eine coole neue, flashige Diät oder ein übertriebener Trend, der euch direkt zum Außenseiter bei jedem gemütlichen Essen mit Freunden macht. Wir finden’s mega und können euch diese Lebensweise von ganzem Herzen empfehlen! Don’t worry – be basisch!

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