Rasurbrand vermeiden? Wir haben hilfreiche Tipps für euch!

Rasurbrand: Bein wird rasiert mit Rasiercreme
Lisa Thomsen
Mittwoch, 29. Januar 2020, 13:25

Jeder, der schon einmal einen Rasurbrand hatte, weiß: Es ist enorm unangenehm. Dabei betrifft das Problem keineswegs nur Männerbärte, wir Frauen bleiben auch nicht verschont. Worst Case: Ein Date steht an, wir wollen in letzter Sekunde noch schnell unsere Beine rasieren. Was folgt? Schmerzhafte Pickelchen, Jucken und Rötungen … Damit dieser Fall nicht eintritt, habe ich für euch nützliche Tipps zusammengetragen, wie ihr Rasurbrand vermeiden und im SOS-Fall behandeln könnt.

Was ist ein Rasurbrand?

Ein Rasurbrand bezeichnet Rötungen und Schwellungen, die nach der Rasur auftreten können. Auch die Bildung von Bläschen und Pickelchen kann eine unangenehme und schmerzhafte Folge des Rasierens sein. Wichtig: Die Rötungen treten dabei nicht nur bei trockener und sensibler Haut auf, in der Regel sind andere Faktoren wie beispielsweise die falsche Rasurtechnik der Auslöser. Besonders die sensible Bikinizone ist anfällig – Haarwurzeln können sich schnell entzünden.

6 Tipps, um Rasurbrand zu vermeiden

Damit es gar nicht erst zu einem Rasurbrand kommt, gilt es, einige Faktoren zu beachten:

Tipp 1: warme Dusche und Peeling
Um eure Haut optimal auf die Rasur vorzubereiten, empfehle ich euch, vorher eine warme Dusche zu nehmen. Dadurch öffnen sich die Hautporen, und die Haare lassen sich während der Rasur leichter entfernen. Außerdem könnt ihr durch ein vorheriges Peeling abgestorbene Hautschüppchen abtragen und die Haut so glätten.

Tipp 2: Rasiergel oder -schaum
Verwendet unbedingt ein Rasiergel oder -schaum, damit es zu keinem Rasurbrand kommt. So kann die Klinge besser über die Haut gleiten. Habt ihr kein Rasiergel zur Hand, könnt ihr prima zu einer Haarspülung oder Kokosöl greifen – der Effekt bleibt der gleiche. Achtung: Wählt bei der Rasur im Intimbereich NUR pH-neutrale Produkte!

Tipp 3: Rasur in Wachstumsrichtung
Vermeidet Hautirritationen, indem ihr in Wuchsrichtung rasiert – andernfalls würden die Haare nämlich unsanft nach oben gerissen werden. Zudem könnt ihr durch eine Rasur in Wuchsrichtung eingewachsene Haare entfernen. Achtet darauf, dass ihr in der Bikinizone besonders vorsichtig in Wuchsrichtung rasiert und die Haut nicht verletzt, sodass keine Bakterien in die Haut eindringen und Pusteln entstehen können.

Tipp 4: Säubern der Rasierklinge
Damit keine Bakterien an eure Klinge gelangen, solltet ihr sie während der Rasur regelmäßig von Gel bzw. Schaum und Härchen befreien. Zudem führt eine schmutzige Klinge dazu, dass sie nicht mehr einwandfrei rasiert.

Tipp 5: scharfe Klingen
Wie soeben erwähnt, sollte eure Rasierklinge sauber und scharf sein, um die Härchen sanft zu entfernen. Benutzt ihr eine stumpfe Klinge, müsst ihr nämlich mehr Druck auf der Haut ausüben, damit die Härchen getrimmt werden. Ergo: Der Rasierer reibt an der Haut und kann nicht sanft über die Haut gleiten – es entsteht Rasurbrand. Im schlimmsten Fall verletzt ihr eure Haut mit den stumpfen Klingen, und es kommt zu Entzündungen. Tauscht die Klingen daher regelmäßig aus.

Tipp 6: Pflege danach
Da das Rasieren die Haut strapaziert (auch wenn ihr die vorherigen Tipps beachtet), solltet ihr sie danach unbedingt richtig pflegen und mit Feuchtigkeit versorgen. Tragt eine Creme, ein Gel oder ein Feuchtigkeitsfluid auf Arme, Beine und Bikinizone auf (Achtung: Hier pH-neutrale Produkte verwenden!) und vermeidet so einen Rasurbrand. Neigt ihr zu trockener Haut, solltet ihr noch stärker auf die Feuchtigkeitspflege achten und bereits vorher einen entsprechenden Schutz verwenden. Tipp: Greift zu einem Rasierer mit integriertem Gelkissen, weil dieser besonders sanft zur Haut ist.

SOS: Rasurbrand behandeln

Hausmittel gegen Pickel: Grüne Aloe Vera aufgeschnitten

Zu spät und der Rasurbrand ist bereits da? Dann solltet ihr die schmerzende Stelle unbedingt kühlen. Kreist mit einem Eiswürfel leicht über die entsprechende Hautpartie, sodass die Schwellung abklingen kann. Tupft die Stelle anschließend vorsichtig trocken. Gebt außerdem Babypuder auf den Rasurbrand – das darin enthaltene Zinkoxid kann die Entzündung nach einem Rasurbrand nämlich mindern. Vorsicht: Babypuder wirkt austrocknend, deswegen solltet ihr diesen SOS-Tipp nicht bei trockener Haut anwenden. Weitere Allzweckwaffen, die für Linderung sorgen:

  1. Aloe-Vera-Gel: Spätestens seit K-Beauty wissen wir, dass Aloe-Vera-Gel der Haut sehr guttut. Das Gel versorgt die Haut nämlich mit viel Feuchtigkeit und wirkt beruhigend. Perfekt bei einem Rasurbrand!
  2. Kamillentee: Ebenfalls beruhigend wirkt Kamille. Taucht ein Wattepad in einen Kamillentee und betupft die rasierte Stelle damit. Wichtig: Lasst den Tee vorher abkühlen, um den Rasurbrand nicht zu reizen.
  3. Honig: Um Entzündungen zu hemmen, könnt ihr wunderbar etwas Honig auf die betroffene Partie auftragen. Lasst die Honigmaske für etwa 30 Minuten einwirken und spült sie anschließend gründlich mit klarem Wasser ab. In der Bikinizone hat Honig jedoch nichts verloren!

Verzichtet auf Fettcremes, weil sie die Poren verstopfen können. Achtet auch darauf, dass ihr die Hände von den juckenden Stellen lasst. Kratzen ist absolut tabu! Lasst eure Haut am besten für einige Tage in Ruhe und wartet auf jeden Fall mit der nächsten Rasur. On top rate ich euch dazu, weite Kleidung bei einem Rasurbrand zu tragen, um die Haut nicht zu strapazieren.

Habt ihr noch weitere Tipps, was bei Rasurbrand hilft? Wichtig ist, dass ihr eure Klingen regelmäßig wechselt und säubert, sodass keine Bakterien in eure Haut gelangen können. Seid außerdem sanft zu eurer Haut und nehmt euch Zeit für die Rasur. Lieber richtig vorbereiten und durchführen, als später mit einem Rasurbrand belastet zu sein.

XX, Lisa

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