Ohrpiercings: Unsere Lauscher machen bling-bling

Ohrpiercing: Frau lächelt und hat die Augen geschlossen, ihr Ohr ist mit Ohrringen geschmückt
Two for Fashion Autorin Lisa
Donnerstag, 20. Juni 2019, 11:31

Ohrschmuck in Hülle und Fülle ist total im Trend. Ob in schlichter Eleganz oder als rebellisches Piece, ein Ohrpiercing macht eure Ohren zu wahren Hinguckern. Das Onlinemagazin femtastics hat sogar schon eine Piercing-Party in Kooperation mit der Luxusboutique Anita Hass veranstaltet. Mittlerweile gibt es echte Star-Piercer, deren Terminkalender randvoll sind. Erfahrt hier, was sich hinter Begriffen wie Tragus, Helix oder Snug verbirgt. Zudem verraten wir euch, wie ihr eure Ohren nach dem Piercing richtig pflegt.

Zeigt her eure Ă–hrchen

Klassische Ohrringe sind der beliebteste Körperschmuck überhaupt und in den unterschiedlichsten Kulturen verbreitet. Von Steckern über Stäbe bis hin zu Ringen: Ohrschmuck kann vielfältig sein. Es gibt unterschiedliche Methoden, mit denen ihr neuen Ohrschmuck bekommt:

  • SchieĂźen: Gängige Ohrlöcher werden mit einer Pistole ins Ohrläppchen geschossen.
  • Stechen: Wollt ihr euch an einer anderen Stelle stechen (engl. pierce) lassen, solltet ihr einen Piercer aufsuchen. Beim Piercen wird eine Hohlnadel mit einer PlastikkanĂĽle durch die gewĂĽnschte Stelle geschoben und anschlieĂźend ein SchmuckstĂĽck eingefĂĽhrt.
  • Punchen: Beim Punchen wird das jeweilige StĂĽck Knorpel herausgestanzt. Euer Piercing heilt dabei deutlich schneller ab. Anders als beim Piercen kann beim Punchen kein Wildwuchs entstehen, weil das Gewebe nicht nur verdrängt, sondern ganz entfernt wird. Punchen ist jedoch noch nicht weit verbreitet, und es gibt nur wenige Studios, die diese Methode anbieten.

Ihr seid noch nicht zu hundert Prozent sicher, ob ihr ein Piercing haben möchtet? Dann testet es vorerst mit Fake-Piercings wie beispielsweise Ear Cuffs. So könnt ihr schauen, ob euch ein Schmuckstück an der betreffenden Stelle gefällt.

Momentan total angesagt ist das sogenannte Curated Ear. Dabei werden verschiedene Ohrpiercings miteinander kombiniert – das Ergebnis sind kleine individuelle Kunstwerke an den Ohren. Astronomische Motive wie Monde oder Sterne sowie Blüten oder Blitze sind absolut im Trend. Auch Piercings mit Edelstein-Elementen könnt ihr toll kombinieren.

Ohrpiercing-Guide: Diese Stellen eignen sich

High Lobe

Ein High Lobe ist besonders für diejenigen geeignet, die es dezent mögen und trotzdem auffallen wollen. Das High-Lobe-Piercing wird direkt über den klassischen Ohrlöchern (auch Lobe genannt) gestochen und gibt somit euren Öhrchen eine stylishe Note.

Helix

Als Helix wird die wulstartige Kante der Ohrmuschel bezeichnet. Das Piercing wird in den äußeren Rand der Ohrmuschel gestochen und kann je nach Geschmack dezent oder auffällig getragen werden. Für einen eleganten Style wählt ihr zum Beispiel einen kleinen Glitzerstein, ein classy Alltagslook verträgt sich super mit einem filigranen Ring. Wollt ihr ein auffälliges Helix-Piercing tragen, könnt ihr zu Piercing-Pieces mit Strass- oder Sternapplikationen greifen.

Neben dem klassischen Helix-Piercing könnt ihr auch ein sogenanntes Forward-Helix-Piercing wählen. Hierbei wird das Piercing durch die in Richtung Gesicht gehende Knorpelfalte der Helix gestochen. Beim Flat-Helix-Piercing (auch Scapha- oder Outer Conch Piercing genannt) wird das Piercing durch den flachen oberen Innenteil des Ohres gestochen.

Industrial

Beim Industrial werden zwei einander gegenĂĽberliegende Helix-Piercings mit einem Stab verbunden. Die Heilung kann hier jedoch sehr lange dauern.

Rook

Rook ist ein Piercing, das in die obere Knorpelfalte zwischen innerer und äußerer Ohrmuschel gestochen wird. Hier könnt ihr entweder eine sogenannte Bananenform oder einen Ring tragen. Ein Rook-Piercing ist definitiv nichts für schwache Nerven – es ist eines der schmerzhaftesten Piercings! Da es sich um festes Knorpelgewebe handelt, kann die Heilung zudem sehr lange dauern. Ein supercooler Ohrschmuck, bei dem ihr zu Beginn definitiv die Zähne zusammenbeißen müsst.

Daith

Das Daith-Piercing befindet sich in der unteren Knorpelfalte zwischen innerer und äußerer Ohrmuschel und bringt in Form eines Rings Bling-Bling in eure Lauscher. Ein absolut cooler Nebeneffekt des Daiths? Es soll angeblich bei Migräne helfen. Ja, richtig gehört! In der Chinesischen Medizin wird nämlich an dieser Stelle eine Akupunktur gesetzt, um Kopfschmerzen zu lindern. Das Gehirn schüttet dabei entspannende Botenstoffe aus. Wow!

Conch

Bei einem Conch (deutsch: Muschel) sitzt das Piercing in der Ohrmuschel. Es gibt das Inner-Conch-Piercing, das in der Mulde in der Mitte der Ohrmuschel sitzt, und das Outer-Conch-Piercing, das oberhalb dieser Mulde gestochen wird. Ihr könnt hier sowohl einen Ring als auch einen Stecker wählen.

Tragus

Wenn ihr euch für ein Tragus entscheidet, wird in den kleinen Knorpel am Eingang eures Gehörkanals ein Piercing gestochen. Momentan total angesagt: Double-Tragus-Piercings. Statt eines Piercings sitzen hier gleich zwei nebeneinander. Tragt diese Variante mit glitzernden Steckern – das wirkt besonders elegant. Ihr könnt ebenfalls einen Ring als Tragus-Piercing wählen. Achtung: Euer Knorpel muss groß genug sein, ansonsten ist das Stechen eines Tragus-Piercings leider nicht möglich.

Snug

Das sogenannte Snug sitzt in der inneren Knorpelfalte, parallel zur Helix (deshalb auch Antihelix genannt). Genau wie beim Tragus kann sich ein Snug jedoch nicht jeder stechen lassen – auch hier muss die Knorpelwölbung ausgeprägt genug sein. Der Piercer wird entscheiden, ob es bei euch möglich ist.

Heilung und Pflege

Wie schmerzhaft das Stechen eines neuen Ohrpiercings ist, ist davon abhängig, wie empfindlich ihr seid. Zwar betäubt der Piercer in der Regel die jeweilige Stelle mit Eisspray, trotzdem kann das Stechen sehr unangenehm sein. Es gilt: Je dicker der Knorpel, desto schmerzvoller ist das Stechen. Damit euer Piercing gut abheilt, solltet ihr es unbedingt in den ersten Wochen mehrmals täglich vorsichtig säubern und desinfizieren. Ich empfehle euch, dafür ein Wattestäbchen zu verwenden. Außerdem tut viel frische Luft eurem neu gestochenen Piercing gut. Nehmt ein neues Piercing auf keinen Fall aus dem Ohr oder fummelt viel daran rum. Zudem solltet ihr in den ersten Monaten darauf verzichten, ausgelassene Bäder zu nehmen – springt lieber schnell unter die Dusche. An den ersten Tagen solltet ihr Wasser bestenfalls sogar ganz vermeiden. Versucht außerdem, nicht auf eurem gepiercten Ohr zu schlafen.

Mein Tipp: Tragt eure Haare in der ersten Zeit zusammengebunden, sodass sie sich nicht im Piercing verfangen.

Je nach Pflege ist ein Ohrpiercing etwa nach zwölf Wochen abgeheilt. Entscheidend ist hierbei jedoch die Stelle. An komplizierten Stellen wie der Ohrmuschel kann die Heilung sechs Monate dauern. Kleine Krusten könnt ihr einfach ganz vorsichtig mit lauwarmem Wasser entfernen. Wichtig: Falls sich eure gepiercte Stelle entzündet, sucht unbedingt euren Piercer auf.

Ihr Lieben, ein Ohrpiercing macht die Ă–hrchen doch zu tollen SchmuckstĂĽcken, oder? Ich hoffe, ihr seid nun gut informiert, und vielleicht wurde die eine oder andere ja sogar inspiriert?

XX, Lisa

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