Label to watch | Alle lieben Liebeskind (-Taschen & Co.)

label to watch Liebeskind
Two for Fashion Autorin Susanna
Mittwoch, 28. März 2018, 15:56

Ich glaube, ich kenne kaum eine Frau, die nicht mindestens ein Teil von Liebeskind besitzt – sei es eine Tasche, ein Portemonnaie oder einfach nur eine Handyhülle. Selbst die, die sich im Grunde genommen nicht allzu sehr für Mode interessieren, sind in den letzten Jahren um das beliebte Label herumgekommen. Warum? Weil das Label eine Wahnsinns-Karriere hingelegt hat – natürlich gepaart mit einer gewissen Coolness, gutem Handwerk und einem hervorragenden Marketing. Das Label gibt es seit 2003 – damals noch mit einem Fokus auf Accessoires und insbesondere Taschen. Seit 2012 gibt zudem ganze Liebeskind-Outfits für uns Damen aber auch für die Herren der Schöpfung. So kann man sich heute, wenn man denn will, von Kopf bis Fuß im beliebten Label kleiden.

Liebeskind-Tasche-closeup

Erfolgsgeschichte – alles begann mit der Handtasche

Im Jahr 2003 entdeckten die Zwillingsbrüder Julian und Johannes Rellecke mit ihrem gemeinsamen Studienfreund Semih Simsek eine Marktlücke. Sie stellten fest, dass es im mittelpreisigen Segment der Handtaschen – wir sprechen hier von Preisen zwischen 200 und 250 Euro –  nichts gab, was auch nur halbwegs modisch war. Entweder entsprach das, was auf dem deutschen Taschen-Markt erhältlich war, dem Charme eines biederen Lederwarenfachhandels oder man musste, wenn man es denn modisch haben wollte, gleich um die 1000,- Euro für eine Label-Tasche hinblättern. Sie machten sich also ran, unseren Taschen- und Accessoires-Markt gehörig umzukrempeln. Nachdem sie ein ordentliches Startkapital (man munkelt 100.000 Euro) aufgetrieben hatten, gingen sie mit ihrem neuen Label Liebeskind und zwei Taschenmodellen in diversen Farben und Materialien an den Start. “Das war klassisches Unternehmertum. Wir wollten etwas bewegen, was eben ein gewisses Risiko und harte Arbeit mit sich bringt”, sagt Johannes Rellecke heute auf die Frage nach dem Beginn. Bei der Fachmesse für Einkäufer, der GDS, kamen die Liebeskind-Modelle dann schon so gut an, das sie bereits bei der nächsten ihr Taschen-Sortiment erweitern konnten. Während die drei Liebeskind-Chefs anfangs noch ihren gelernten Berufen nachgingen, mussten sie diese schon bald aufgeben und Fulltime-Unternehmer werden. Seitdem hat jeder seine Aufgaben. Julian Rellecke ist bei Liebenskind für die Kreation und den Vertrieb zuständig, sein Bruder Johannes für das Kaufmännische und Marketing. Semih Simsek ist verantwortlich für die Produktion und Logistik. Dass die Rechnung aufgegangen ist, beweist ein mittlerweile zweistelliger, jährlicher Millionenumsatz. Zukunftspotenzial sehen dabei nicht nur die drei Gründer: Die s.Oliver-Group ist bereits mit 50 Prozent bei Liebeskind eingestiegen.

Liebeskind Berlin – etablierter Hauptstadt-Look

Liebeskind ist ein Kind unserer Hauptstadt, was sich auch in den Entwürfen der Designer widerspiegelt. Jedes Item versprüht einen gewissen Charme, wirkt individuell, fast unbeschwert und ist dabei exklusiv und dennoch bezahlbar. Für jedes Teil der Taschen- und Accessoirekollektion wird feinstes Leder verwendet und von Hand verarbeitet. Natürlich gegerbte Felle werden präzise vernäht, gesteppt, geflochten und vernietet. Auch die Ready to Wear-Kollektion ist detailverliebt und unverwechselbar, dabei aber absolut tragbar und in gewisser Weise auch zeitlos. Unter der mittlerweile riesigen Taschenrange findet man die derzeit so angesagten Bucketbags, die ich persönlich extrem lässig finde. Es gibt aber auch Styles im Festivallook mit Fringes und Ethnodetails und natürlich die Klassiker wie zum Beispiel die Crossbody-Bag „Meike“, mit der man praktischerweise immer die Hände frei hat. Top! In der aktuellen Bekleidungskollektion stechen neben hochwertigen Basics auch Trendteile wie Lederwesten, Jumpsuits, raffiniert geschnittene Seidenblusen, Culottes oder Bomberjacken heraus. Alles sehr, sehr cool und hip – dabei aber alles ohne weiteres tragbar. Bei den Materialien wird auf Natur gesetzt. Neben Baumwolle und Seide wird bei Liebeskind auch, wie sollte es bei einem einstigen Taschenlabel anders sein, feinstes Leder verarbeitet. Liebeskind hat damit einen tollen Look geschaffen – ein Label, dass wir also  im Auge behalten sollten. Aber das erledigt sich eh von ganz allein – angesichts der Präsenz und Dominanz in Shops und Kaufhäusern.

Ich habe natürlich noch ein bisschen gestöbert und meine Liebeskind-Favoriten für Euch herausgepickt:

Facebook Link

Pinterest-Link

RSS-Link

Die Two for Fashion-Redaktion
Bewerten
1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars
Bitte gebe deine Bewertung ein
Loading...
Kommentiere diesen Beitrag
http://
Kommentare zu diesem Beitrag
Keine Kommentare