Clear Skin: Welche Hausmittel helfen gegen Pickel?

Heilmittel gegen Pickel und Mitesser im Gesicht
Freitag, 19. Juli 2019, 8:23

Nicht nur Teenager leiden in der Pubertät unter Akne – sie tritt oft auch erst im Erwachsenenalter auf. Und selbst diejenigen von uns, die nicht unter Akne leiden, werden es kennen: Wir haben ein Vorstellungsgespräch, ein Date oder einen Termin beim Fotografen und stellen beim morgendlichen Blick in den Spiegel fest, dass wir über Nacht einen hartnäckigen Pickel bekommen oder sich ein paar Mitesser gebildet haben. Versuchen wir, den Pickel auszudrücken, verschlimmert sich meist das Problem: Das Ergebnis ist ein entzündeter Pickel, den wir kaum verstecken können. Damit dieser Fall nicht eintritt, geben wir euch Tipps, mit welchen Hausmitteln ihr gegen die ungeliebten Pickel angehen könnt.

Lästige Unreinheiten loswerden

Pickel können an jeder denkbaren Stelle unseres Gesichts und unseres Körpers auftreten. Häufig betroffen sind Stirn, Kinn, Hals, Ohren, Wangen, Lippen oder der Rücken. Einige von uns leiden jahrelang unter Akne, ohne ein Mittel zu finden, das hilft. Zählt man diejenigen dazu, die in geringerem Ausmaß von Pickeln, Mitessern und unreiner Haut geplagt sind, so betrifft das Problem schlussendlich fast jeden von uns.

Wichtig ist vor allem die richtige Hautpflege und dass wir regelmäßig vorbeugend etwas gegen Pickel tun. Deswegen haben wir für euch eine Auswahl an schnellen Hausmitteln gegen Pickel und Unreinheiten zusammengestellt. Wenn ihr für euch noch nicht das richtige Mittel gegen Pickel gefunden habt, lohnt es sich unbedingt, einmal drei oder vier der aufgelisteten Hausmittel auszuprobieren, damit ihr für euch persönlich die optimale Pflege findet. Wie ihr euer Gesicht übrigens natürlich pflegen könnt, haben wir euch bereits in einem anderen Artikel beschrieben. Und dann heißt es hoffentlich bald: Hello, clear skin! 

9 Hausmittel gegen Pickel

1. Tipp: Teebaumöl

Teebaumöl ist nicht ohne Grund das bekannteste Hausmittel gegen Pickel und Hautunreinheiten. Das Öl wird aus den Blättern des Teebaums gewonnen und wirkt bakterizid und antiseptisch. Zur Behandlung eurer Haut mit Teebaumöl solltet ihr euer Gesicht zunächst gründlich reinigen. Sind einzelne Pickel entzündet, empfehlen wir euch, ein bis zwei Tropfen unverdünntes Teebaumöl auf ein Wattepad zu geben und dieses direkt auf die entzündeten Stellen zu tupfen. Bei großflächigen Unreinheiten solltet ihr das Teebaumöl mit ein wenig Wasser verdünnen, da es ansonsten zu aggressiv ist.

2. Tipp: Apfelessig

Auch Apfelessig eignet sich gut als Hausmittel, um lästige Pickel loszuwerden. Er entgiftet und wirkt antibakteriell. Die darin enthaltene Fruchtsäure verfeinert die Poren und sorgt nachhaltig für ein ebenmäßigeres Hautbild. Apfelessig könnt ihr sowohl innerlich als auch äußerlich anwenden. Damit Apfelessig von innen wirken kann, müsst ihr ihn trinken. Dafür gebt ihr ein bis zwei Esslöffel in ein Glas Wasser. Das kurbelt euren Stoffwechsel an, sodass Giftstoffe ausgeschwemmt werden. Zur äußeren Anwendung gebt ihr vier bis fünf Esslöffel in eine Schüssel mit warmem Wasser. Tunkt einen Waschlappen hinein und legt ihn für einige Minuten auf die betroffenen Stellen. Durch die Wärme des Wassers öffnen sich eure Poren, und der Apfelessig kann besonders gut von der Haut absorbiert werden. Diese Art der Anwendung empfehlen wir euch vor allem dann, wenn ihr großflächig mit Mitessern im Gesicht oder am restlichen Körper zu kämpfen habt.

3. Tipp: Zink

Das Spurenelement Zink hat einen sehr großen Einfluss auf den Zustand unserer Haut und unserer Haare. Durch die Einnahme von Zink wird die Talgproduktion vermindert, sodass eure Poren seltener verstopfen und sich infolgedessen weniger Pickel bilden. Ihr könnt Zink in Form von Tabletten, die ihr in der Drogerie oder Apotheke bekommt, zu euch nehmen oder ganz einfach über die Nahrung. Zink ist beispielsweise in Sonnenblumenkernen, Austern, Paranüssen, Rinder-, Hühner- und Schweineleber, Weizenkleie, Cashewkernen, Haferflocken sowie Kalbsfleisch enthalten. Nebenbei stärkt Zink übrigens eure Abwehrkräfte!

4. Tipp: Aloe Vera

Hausmittel gegen Pickel: Grüne Aloe Vera aufgeschnitten

Aloe Vera tut in jeglicher Hinsicht unserem Körper gut. Gerade gegen großflächige Hautunreinheiten gilt Aloe Vera als bewährtes Hausmittel, denn es wirkt entzündungshemmend und antiseptisch. Nebenbei spendet es eurer Haut Feuchtigkeit. Am effektivsten ist es, wenn ihr euch eine eigene Aloe-Vera-Pflanze kauft, zum Beispiel im Baumarkt oder beim Gärtner. Zur Behandlung eurer Haut schneidet ihr eines der Blätter ab. Dieses sollte etwa zehn Zentimeter lang sein. Dann schneidet ihr das Blatt in der Mitte auf, sodass die gelartige Beschaffenheit im Inneren der Pflanze zum Vorschein kommt. Reibt die aufgeschnittene Seite des Blattes vorsichtig über die betroffenen Stellen, sodass der Saft der Aloe-Vera-Pflanze auf eurer Haut wirken kann. Die Rückstände des Gels könnt ihr nach einer Einwirkzeit von etwa 30 Minuten mit lauwarmem Wasser abwaschen. Natürlich gibt es in der Drogerie auch eine große Auswahl an Pflegeprodukten, die Aloe Vera enthalten. Die beste Wahl trefft ihr, wenn ihr euch für reines Aloe-Vera-Gel entscheidet. Dieses wirkt fast so gut wie der Saft der frischen Aloe-Vera-Pflanze. Als Faustregel gilt: Je höher der Anteil an Aloe Vera ist, desto wirkungsvoller ist das Produkt.

5. Tipp: Babypuder

Babypuder dient in der Regel dem Zweck, dass sich der Po des Babys nicht entzündet. Es wirkt antibakteriell, sodass Entzündungen gar nicht erst entstehen. Diese Wirkung können auch wir uns zunutze machen, da Pickel bekanntlich nichts anderes sind als Entzündungen unserer Haut. Die Anwendung von Babypuder als Hausmittel gegen Pickel empfehlen wir euch bei großflächigen Unreinheiten abends vor dem Schlafengehen. Zunächst solltet ihr euer Gesicht gründlich reinigen. Danach tragt ihr das Babypuder auf eurem gesamten Gesicht auf. Eure Haut wird sich am nächsten Morgen weicher anfühlen und reiner aussehen. Babypuder hilft übrigens auch nach der Rasur, um Pickeln vorzubeugen!

6. Tipp: Knoblauch

Knoblauch eignet sich gut als Hausmittel gegen Pickel, weil er antiseptisch wirkt. Wenn ihr unter starken Rötungen leidet, raten wir euch jedoch von der Anwendung mit Knoblauch ab – dies könnte eure Haut zusätzlich reizen. Bei großflächigen, oberflächlichen Unreinheiten hingegen, die nicht allzu stark gerötet sind, kann Knoblauch sehr hilfreich sein. Dazu schält ihr eine frische Knoblauchzehe und schneidet sie in zwei Hälften. Anschließend reibt ihr mit der Schnittstelle sanft eure Haut ein, während ihr die Zehe leicht zusammendrückt. So kann der Saft der Zehe seine Wirkung auf eurer Haut entfalten. Nach zehn Minuten Einwirkzeit wascht ihr euer Gesicht mit lauwarmem Wasser ab.

7. Tipp: Heilerde

Gesichtsmasken mit Heilerde könnt ihr nicht nur kaufen, sondern auch ganz einfach zu Hause selber machen. Dazu mischt ihr drei Esslöffel Heilerde mit kaltem Wasser oder kaltem Kamillentee in einer Schüssel zu einem dickflüssigen Brei und tragt die Maske anschließend auf eurem Gesicht auf, wobei ihr Mund und Augen ausspart. Kamille bietet sich vor allem deshalb an, weil das ätherische Öl der Kamille desinfizierend und entzündungshemmend wirkt und die Zellerneuerung anregt, sodass Hautirritationen schneller heilen können. Sobald eure Haut anfängt zu spannen und die Gesichtsmaske vollständig getrocknet ist, wascht ihr sie mit lauwarmem Wasser ab. Wir empfehlen die Maske aus Heilerde ein bis zwei Mal wöchentlich für ein nachhaltiges Ergebnis.

8. Tipp: Peelings

Auch Peelings müsst ihr nicht in der Drogerie kaufen, sondern könnt sie wunderbar zu Hause selber machen. Wenn ihr gezielt Hausmittel verwendet, die die Haut reinigen und regenerieren, verstärkt ihr die Wirkung gegen Pickel zusätzlich. Selbst gemachte Peelings können somit deutlich effektiver sein als Peelings aus der Drogerie. Durch das Peeling werden abgestorbene Hautschüppchen abgetragen. Die Haut wird von alten Hautzellen befreit, und eure Poren sind nicht mehr verstopft. Gleichzeitig wird die Haut zur Zellerneuerung angeregt.

Als Hausmittel gegen Pickel im Gesicht eignen sich beispielsweise Zitronen, Avocados oder ein Gemisch aus Mandeln und Hefe. Zitrone reinigt und regeneriert den Säureschutzmantel der Haut, kann aber bei starken Unreinheiten auch zu aggressiv wirken, weshalb Zitronen sich nur eignen, wenn ihr nicht unter starker Akne leidet. Achtet darauf, dass ihr zwei unbehandelte Zitronen kauft. Wascht diese, reibt anschließend die Schale ab und trocknet sie auf einem Küchenpapier. Verrührt sie dann mit zwei Esslöffeln angewärmtem Sesamöl und tragt sie mit kreisenden Bewegungen auf euer Gesicht auf. Nach ein paar Minuten entfernt ihr das Peeling mit lauwarmem Wasser. Bei trockener Haut empfehlen wir ein Peeling aus Honig, Avocado und Olivenöl. Dazu vermischt ihr drei Esslöffel Olivenöl mit einem Esslöffel Honig und dem Fruchtfleisch einer reifen Avocado. Bei fettiger Haut raten wir zu einem Peeling aus einem halben zerbröselten Hefewürfel, einem Esslöffel fein geriebener Mandeln und zwei Esslöffeln warmer Milch.

9. Tipp: Dampfbäder

Frau testet Gesichtssauna von Panasonic Japanese Rituals

Das klassische Dampfbad kennt ihr sicherlich als Pendant zur Sauna. Susanna hat dazu bereits eine Gesichtssauna getestet und über ihre Erfahrungen berichtet. Dampfbäder fürs Gesicht könnt ihr ganz einfach zu Hause selber machen. Sie bewirken, dass sich die Hautporen öffnen, wodurch die Haut in der Tiefe gereinigt wird. Zudem wird die Durchblutung angeregt. Vor einem Peeling angewendet, verstärken sie die hauterneuernde Wirkung. Für ein Dampfbad füllt ihr eine Schüssel mit heißem Wasser und beugt euch – mit einem großen Handtuch über dem Kopf – für etwa zehn Minuten mit einem Abstand von ca. 30 Zentimetern über die Schüssel wie beim Inhalieren während einer Erkältung. Durch die Wahl der Zusätze verstärkt ihr den regenerierenden Effekt. Hier bieten sich beispielsweise eine Tasse Meersalz oder zwei Beutel Kamillentee an. Das Dampfbad solltet ihr drei Mal wöchentlich anwenden.

Wie lange muss ich die Hausmittel anwenden?

Es lohnt sich, mindestens eines der genannten Hausmittel über einen Zeitraum von mehreren Wochen auszuprobieren, da sich die Zellen unserer Haut erst nach etwa 90 Tagen erneuern. So könnt ihr den endgültigen Erfolg der Behandlung erst nach ungefähr drei Monaten beurteilen – nämlich dann, wenn sich alle Hautzellen erneuert haben. Also dranbleiben, Girls! 

Ihr Lieben, vergesst nicht, dass eure Haut auch eure innere Haltung widerspiegelt – happy mind, happy skin! Und: Wenn ihr mal einen wirklich hartnäckigen Pickel an einer unschönen Stelle habt, hilft immer noch der gute alte Concealer

XX, Die Redaktion

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