Haare selber färben: Sagt bye-bye zu Ansatz und Co.!

Haare selber färben: Frau hält sich die Augen zu
Mittwoch, 27. Mai 2020, 16:22

Halleluja, die Friseure öffnen langsam wieder ihre Türen! Leider ist der nächste Termin trotzdem erst in ein paar Wochen frei. Genau so könnte es euch gerade gehen, aber das Herauswachsen eures Ansatzes oder eine ausgeblichene Koloration lassen sich davon bestimmt nicht aufhalten. Null Problemo, denn mit wenigen einfachen Handgriffen könnt ihr euch jetzt ganz unkompliziert die Haare selber färben! Wie ihr beim Färben von Ansätzen und den Längen genau vorgeht, zeigen wir euch im Folgenden.

Das richtige Produkt zum Haare-Selberfärben

Haare selber färben: Schale mit Haarfärbemittel

Bevor ihr euch an die Arbeit macht, solltet ihr euch fragen, wie permanent die Färbung sein soll. Hier eine kleine Orientierungshilfe:

  • Ansatzsprays: halten bis zur nächsten Haarwäsche. Eine prima Möglichkeit, um einen Ansatz kurzfristig zu verstecken.
  • Kreidefarben: halten ebenfalls bis zur nächsten Haarwäsche. Ihr könnt sie nutzen, um euren Längen ein paar coole Farbhighlights zu verpassen. Versucht es doch beispielsweise mal mit Blorange-Hair.
  • Farbspülungen: halten ungefähr 2–3 Haarwäschen. Eignen sich super, um euren Haarton zu korrigieren, zum Beispiel bei einem ungewollten Gelbstich. Helle Haare könnt ihr damit sogar kurzfristig selber färben.
  • Tönungen: halten mehrere Haarwäschen. Sie werden wie eine Koloration aufgetragen und wirken deutlich länger ein als Tönungsshampoos. Trotzdem reduziert sich die Farbintensität hier mit der Zeit.
  • Koloration: hält dauerhaft. Achtet hier besonders auf vorgegebene Einwirkzeiten. Möchtet ihr eure Haare aufhellen, ist der Einsatz von Wasserstoffperoxid notwendig, was zu ungewollten Farbreaktionen und auch zu Schäden der Haarstruktur beitragen kann. Eure Haare von Hell auf Dunkel zu färben oder nur euren Ton zu verändern, ist deutlich ungefährlicher.

Ansatz selber färben: So geht ihr vor

Wenn ihr eine langfristige Korrektur eures herausgewachsenen Ansatzes sucht, müsst ihr zu einer Tönung oder einer Koloration greifen. Entweder kennt ihr hier schon den passenden Farbton und habt einen Lieblingshersteller oder ihr müsst euch ein wenig durch die Regale lesen. Ihr habt den passenden Ton gefunden? Dann mal los:

  1. Achtet beim Kauf auf den Verpackungsinhalt. In der Regel sind ein Anmischtiegel, ein Pinsel zum Auftragen und Handschuhe enthalten. Wenn nicht, müsst ihr diese Dinge noch zusätzlich besorgen.
  2. Deckt eure Kleidung mit einem alten Handtuch ab. Tropft Farbe auf Stoff, können Flecken entstehen. Richtet euch anschließend einen Arbeitsplatz mit einem Spiegel an einem gut beleuchteten Ort ein.
  3. Nun arbeitet ihr euch Scheitel für Scheitel vor. Zieht diese immer von der Stirn aus in Richtung Hinterkopf.
  4. Nachdem ihr vorab die Farbe laut Verpackung angemischt habt, nehmt ihr den Pinsel und tragt auf diesen eine kleine Menge der Farbe auf.
  5. Die Farbe wird immer von der Kopfhaut in Richtung der Haarlängen in kurzen Strichen aufgetragen. Versucht, dass möglichst wenig auf die Kopfhaut gelangt, um sie zu schonen.
  6. Um einen geschmeidigen Übergang hinzubekommen, gilt: Die meiste Farbmasse wird am Haaransatz aufgetragen, die Menge wird Richtung Haarlängen reduziert.
  7. Wartet die vorgegebene Einwirkzeit ab und wascht am Ende alles sorgfältig heraus.

Die Koloration auffrischen

Die Vorbereitung ist die gleiche wie beim Färben von Ansätzen: Arbeitsplatz einrichten, Farbe anmischen, Handschuhe anziehen, Kleidung abdecken, und schon könnt ihr starten. Good to know: Die Haarfarbe wird in das trockene, ungewaschene Haar eingearbeitet. Gewaschen wird erst am Ende.

Haare selber färben: Frau bekommt die Haare gefärbt

Step 1: Arbeitet euch auch hier zunächst von Scheitel zu Scheitel vor. Begonnen wird in der Kopfmitte. Nehmt Farbe aus dem Tiegel auf und tragt sie vom Haaransatz in Richtung der Haarlängen auf. Achtet dieses Mal darauf, dass ihr die Farbe möglichst gleichmäßig bis in die Spitzen verteilt.

Haare selber färben: Frau bekommt die Haare gefärbt

Step 2: Zieht den jeweils neuen Scheitel immer in einem ungefähren Abstand von 1–2 Zentimetern. Zusätzlich zum Pinsel ist es beim Haare-Selberfärben immer ratsam, die Farbe auch mit euren Händen gut einzumassieren, denn dadurch verbessert ihr das Endergebnis.

Haare selber färben: Frau bekommt die Haare gefärbt

Step 3: Nachdem ihr den ganzen Kopf bearbeitet habt, kämmt ihr noch einmal alle Haare gut durch und am besten von vorne nach hinten. So, als würdet ihr sie für einen Zopf vorbereiten. Liegen eure Haare gut am Kopf an, wird nun der Rest der Farbe noch auf die Oberfläche der Haare aufgetragen und gut bis in die Haarlängen verteilt. Achtet darauf, dass auch genügend Produkt im Nackenbereich aufgetragen wird.

Wenn ihr mit dem Auftragen fertig seid, müsst ihr noch einmal genau nachlesen. Viele Farbprodukte müssen mit einer Folie geschützt werden, damit der Entwickler richtig wirken kann.

Haare selber färben: Frau bekommt die haare gewaschen

Step 4: Stellt euch einen Wecker, damit ihr die Einwirkzeit nicht überschreitet! Schaut euch ruhig das Zwischenergebnis immer mal wieder an. Oft entscheidet man sich vor der eigentlichen Endzeit dazu, das Produkt herauszuwaschen, wenn das gewünschte Farbergebnis schon früher erreicht ist.

Waschen, waschen, waschen! Dies solltet ihr möglichst gründlich machen, damit alles an Farbprodukt entfernt wird. Dieses würde nämlich ansonsten noch weiter wirken und das Ergebnis beeinflussen. Oft gibt es noch eine Art Farbversiegelung, die ihr zwischen zwei Haarwäschen auftragen müsst. Das ist abhängig vom jeweiligen Produkt. Das finale Farbergebnis könnt ihr erst im trockenen Zustand beurteilen. Also werden die Haare noch geföhnt und fertig!

Haare selber färben: unsere Tipps und Tricks

Haare selber färben: Frau bekommt die Haare gefärbt
  • Take it slow: Arbeitet euch nacheinander durch die einzelnen Schritte. So minimiert ihr Fehler.
  • Verzichtet am besten auf zu krasse Veränderungen. Extreme Blondierungen solltet ihr den Profis überlassen.
  • Mit einer Farbspülung oder Tönung könnt ihr schöne Ergebnisse erzielen, die nicht dauerhaft sind. Gefällt euch das Farbergebnis am Ende nicht, lassen sich Fehler ganz einfach korrigieren.
  • Einen Ansatz könnt ihr easy mit einem Ansatzspray verstecken, wenn ihr vom eigentlichen Färben lieber die Finger lassen wollt.
  • Eine zweite Person kann hilfreich sein. Schnappt euch also eure beste Freundin, die euch beim Färben von Partien am Hinterkopf unterstützen kann.

Die Haare selber zu färben, ist natürlich mit ein wenig Aufwand verbunden. Wenn ihr mit Bedacht vorgeht und Schritt für Schritt arbeitet, könnt ihr aber tolle Ergebnisse erzielen und den Besuch beim Friseur noch ein wenig hinauszögen. Viel Erfolg!

XX, Die Redaktion

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