Denim®: der Alleskönner im Kleiderschrank

Fashion Lexikon Denim: blauer Jeans-Stoff

Was ist Denim®?

Denim, auch Jeansstoff genannt, ist ein sehr robuster, fester Stoff aus Baumwolle. Ursprünglich wurde der Jeansstoff mit Indigo, einem kräftigen blauen Naturfarbstoff, gefärbt. So entstand die Bezeichnung „Blue Jeans“ für die daraus hergestellten Hosen. Heute gibt es Jeansstoff in allen erdenklichen Farben, in der Regel ist Denim aber blau, grau oder schwarz. Anfänglich wurde der Stoff für Arbeitsbekleidung entwickelt, mittlerweile ist er aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken.

Wie entsteht Denim®?

Hergestellt wird Denim mit der Kettköperbindung, einer der drei Grundbindungsarten. Hierbei wird mit einem blauen Kett- und einem weißen Schussfaden gearbeitet. Es entsteht eine Struktur, bei der an der Stoffoberseite hauptsächlich blaue Fäden und auf der Stoffrückseite eher weiße Fäden in den Vordergrund treten. Dadurch, dass die Bindungspunkte der Fäden über Eck über nebeneinanderliegen, entstehen die charakteristischen Diagonalen im Denimstoff.

Während die Kettfäden ursprünglich mit Indigo eingefärbt wurden, kommen heute meist synthetische Farbstoffe zum Einsatz. Die Schussfäden werden hingegen nicht gefärbt. Sichtbar werden die beiden verschiedenfarbigen Fäden zum Beispiel bei Jeans im Used-Look, wo die weißen Fäden der Innenseite in Rissen oder durch Farbabschürfungen zum Vorschein kommen. Die vielen verschiedenen Arten des Jeansstoffes entstehen schließlich mithilfe unterschiedlicher Färbeverfahren.

Die Ursprünge von Denim®

Der Stoff Denim kommt ursprünglich aus der französischen Stadt Nîmes. Levi Strauss brachte den Stoff in den 1850er-Jahren aus Europa in die USA, und so wurde aus es dem französischen Begriff „de Nîmes“ Denim. Der deutsche Auswanderer war dem Ruf des Goldrauschs nach San Francisco gefolgt, wo er anfing, aus dem robusten Stoff Hosen für die Goldgräber zu fertigen, die sich über den schnellen Verschleiß ihrer herkömmlichen Hosen beklagten. Die Blue Jeans waren geboren und das erste Jeanslabel der Welt mit dem Namen LEVI’S® wurde gegründet.

Wenn wir heute von Denim sprechen, meinen wir nicht nur die klassischen blauen Jeanshosen, sondern alle Kleidungsstücke aus Jeansstoff. Denim ist ein absolutes Must-have in jedem Kleiderschrank – in Form von Hosen, Jacken, Röcken und Kleidern.

So tragt ihr Jeansstoff

Denim ist ein echtes Allrountalent: Mittlerweile gibt es eine Vielzahl an Kleidungsstücken aus unserem strapazierfähigen Lieblingsstoff. Je nach Waschung, Schnitt und Länge könnt ihr Denim zu fast jedem Anlass tragen. Sogar im Office dürft ihr Jeans tragen, wenn diese keine Destroyed-Effekte haben und edel wirken.

Tragt ihr tagsüber ein lockeres Jeanskleid, wertet ihr es für ein After-Work-Event ganz leicht mit Heels, Schmuck und einer Clutch auf, und fertig ist ein urbaner Ausgehlook. Auch mit Skinny-Jeans könnt ihr auf diese Weise einen partytauglichen Look stylen.

Neben Kleidungsstücken gibt es zahlreiche Accessoires wie Caps, Taschen und Schuhe aus Denim. Ob coole Denim-Pumps, eine Minibag mit Jeans-Elementen oder eine Baker-Boy-Mütze: Jeans ist ein dezenter Stoff, der immer eine gewisse Coolness mit sich bringt.

Dos:

  • Tragt den Denim-Allover-Look! Achtet aber darauf, dass ihr Denimteile in unterschiedlichen Farben anzieht.
  • Krempelt Hosen und Jacken aus Denim gerne hoch und sorgt so für (noch) mehr Lässigkeit in eurem Look.
  • Pimpt eure Jeans-Teile mit Patches, Nieten oder Perlen und macht sie so zu euren individuellen It-Pieces.

Don’ts:

  • Verzichtet im Office auf Jeans im Destroyed-Look, das wirkt schnell nachlässig.
  • Stylt Jeanshosen mit Löchern nicht zu Tops und Jacken, die ebenfalls Destroyed-Effekte haben
  • Wenn ihr eher klein seid, tragt keine Maxiröcke aus Denim, da der schwere Stoff euch schnell erdrückt.

Die richtige Pflege: So wascht ihr Denim richtig.

Experten raten dazu Jeans nicht zu oft zu waschen, weil der Stoff ausbleichen und einlaufen kann. Der Geschäftsführer von LEVI’S® gibt beispielsweise zu, seine Jeans nie zu waschen. Festgesetzte Gerüche und Keime beseitigt ihr, indem ihr eure Jeansteile ins Gefrierfach legt. Wenn ihr sie lieber wascht, macht es am besten so:

  • Wascht sie bei maximal 30 Grad.
  • Dreht die Jeans zum Waschen auf links.
  • Verwendet Fein- oder Colorwaschmittel.
  • Verzichtet bei Stretchjeans in jedem Fall auf Weichspüler.
  • Lasst eure Denimteile (liegend) an der Luft trocknen.
  • Wenn ihr bügeln müsst, tut dies, nachdem ihr die Teile auf links gedreht habt.
  • Schaut in jedem Fall auf die Pflegetipps auf dem Etikett.
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TOMMY JEANS Jeansjacke, mit Stretch-Anteil
AJC Jeansrock, mit Zierperlen und Destroyed-Effekten
Pepe Jeans Jeansjacke »SKYLAR«, mit großem Rückenprint
ESPRIT Tailliertes Jeanshemd mit Stretch und Druckknöpfen
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