Batik: vom Hippietrend zum Sommer-Must-have

Fashion-Lexikon Batik: Kreise in weiß auf Blau

Was ist Batik?

Batik ist ein Textilfärbeverfahren, bei dem kunstvolle Farbverläufe und figürliche Muster durch das vorherige Abbinden des Stoffes zum Beispiel mit Schnüren oder das Auftragen von Wachs mit anschließendem Färbebad entstehen. Das Batikmuster ist oftmals sehr farbenfroh und erinnert an die Hippiezeit.

Das macht Batikmuster aus

Charakteristisch für Batik sind ausgefranste Kreise, wellenförmige oder geometrische Muster, die sehr bunt sind, aber auch in gedeckteren Farbkombinationen vorkommen. Die Musterung entsteht zum Beispiel durch das Abbinden des Stoffes mit Fäden oder durch Falten des Stoffes und einem anschließenden Färbebad. Auf diese Weise ergeben sich zufällige Farbverläufe, durch die kein gebatiktes Kleidungsstück dem anderen gleicht . Eine weitere Technik ist das Auftragen von flüssigem Wachs auf den Stoff, ebenfalls mit anschließendem Färbebad. Bei der Wachstechnik ist es möglich, Muster gezielter zu gestalten und Figuren und Ornamente zu malen. Das Besondere an Batik: Nicht das Garn, sondern nur der Stoff wird gefärbt, wobei die abgebundenen oder mit Wachs bemalten Stellen keine Farbe aufnehmen und ihre Ursprungsfarbe behalten. Besonders geeignet für das Batiken sind Naturstoffe wie Baumwolle oder Seide.

Woher kommt Batik?

Die Färbetechnik Batik, die von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt wurde, stammt aus Indonesien, wo sie seit über tausend Jahren eingesetzt wird. Allerdings waren bestimmte Batikmuster auf der indonesischen Insel Java bis 1940 nur der Oberschicht vorbehalten. Auch heute noch werden spezielle Varianten nur zu besonderen Anlässen wie beispielsweise Hochzeiten getragen. Außer in Indonesien hat Batik in Sri Lanka, Malaysia und Japan eine lange Tradition.

In den Siebzigerjahren wurde Batik zu einem Lieblingsmuster der Hippies und bunte Muster erinnern immer noch an diese Zeit. Später hielt Batik Einzug in die Haute Couture, wo Labels wie VALENTINO, BALMAIN und die französische Designerin Isabel Marant das Muster in ihre Kollektionen integrierten.

So kombiniert ihr Batikmuster

Batik ist mit seinen meist kräftigen Farben ein typisches Muster für die Frühlings- und Sommersaison und vor allem für Festivals oder den Strandurlaub geeignet. Es kann beispielsweise als Tunika, Strandkleid oder Shirt in Szene gesetzt werden. Mit Stoffsneakern oder -taschen im Batiklook lassen sich ebenfalls schöne Akzente setzen. Ein weiterer sommerlicher Look entsteht mit einem gebatikten Tuch, das ihr locker in die Frisur einarbeitet oder wie ein Haarreif um den Kopf bindet.

Sehr gut funktioniert Batik in Kombination mit Jeansjacken oder -shorts. Allgemein gilt, dass ein Batikteil immer mit einfarbigen Kleidungsstücken kombiniert werden sollte, weil das Outfit sonst zu unruhig wirken könnte.

Dos:

  • Setzt Akzente bei simplen Outfits und tragt eine gebatikte Tasche zum Look aus Jeans und Shirt.
  • Werdet kreativ und batikt eure weißen Baumwollteile mit Stoff-Farbe aus dem Drogeriemarkt selbst

Don’ts:

  • Tragt Batikmuster nicht im Allover-Look, da es so nach Karneval oder Fasching aussehen kann.
  • Seid vorsichtig bei der Kombination mit anderen Mustern: Batik verträgt sich am besten mit einfarbigen Outfits.
Pepe Jeans Skinny-fit-Jeans »CHER TIE DYE«, in Batik-Optik
adidas Originals »PW HU Holi Stan Smith« Sneaker, Pharrell Williams
Buffalo London Bandeaukleid mit Fransen
B.C. BEST CONNECTIONS by Heine Oversized-Shirt im Batik-Dessin
Chiemsee Shorts
Codello Schal
Alba Moda Bluse im Streifendessin und mit Batik-Optik
ESPRIT Batik-Tuch mit Troddeln, 100% Baumwolle
Dress In Bluse im Batik-Look
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