Wind- und Wetter-Wegbegleiter | Die richtige Funktionsjacke

Freitag, 7. April 2017, 14:10

Vor gar nicht allzu langer Zeit waren Funktionsjacken nur was für echte Outdoorfans, Skandinavienliebhaber oder passionierte Wanderer. Die Priorität lag hier ganz klar bei den praktischen Aspekten: Schutz vor Regen, Wind und Kälte.

Ein Blick in die Fußgängerzonen zeigt, dass die praktischen Wind- und Wetterbegleiter sich durch ansprechende Designs und tolle Farben mittlerweile auch modisch nicht mehr verstecken müssen und durchaus auch für den Alltag geeignet sind. Gutes Aussehen und Funktionalität schließen sich nicht aus. Es gibt allerdings erhebliche Unterschiede bei den einzelnen Modellen. Wir haben für Euch einmal zusammengestellt, auf was man beim Kauf von Funktionsjacken achten sollten und für wen welche Modelle geeignet sind.

Outdoorjacken sollten primär winddicht, wärmend, wasserdicht und atmungsaktiv sein. Eine Jacke, die alle diese Eigenschaften perfekt vereint, gibt es leider nicht. Je nach verwendetem Material und Zweck der Jacke unterscheiden sich die Funktionen.

Outdoorjacken für stürmische Zeiten

Wenn der Wind so richtig bläst, dann wird es ganz schön ungemütlich draußen. Denn die dickste Jacke wärmt nicht mehr, wenn sie nicht winddicht ist. Und selbst wenn die Sonne scheint, kann man bei Wind ganz schön frieren. Spezielle Windjacken sind sehr leicht und dünn und passen beim Wanderurlaub oder Stockholm-Städtetrip gut in Rucksack oder Handtasche. Wichtig ist der optimale Sitz der Jacke: zu große Jacken flattern im Wind und können auch mit bester Beschichtung oder Faserverdichtung nicht richtig wärmen. Ist die Jacke zu eng, wird die Durchblutung gestört und man beginnt schneller zu frieren. Tipp: Außerdem sollte darauf geachtet werden, dass immer noch ein dünner Fleece unter die Jacke passt.

Die inneren Werte

Viele Funktionsjacken halten durch Kunstfasern warm. Neben der wärmenden Eigenschaft, sind Kunstfaserjacken vor allem leicht und einfach zu pflegen. Zusätzlich sind sie unempfindlich bei Nässe und trocknen schnell wieder. Mit Daunen gefüllte Outdoorjacken fallen zwar auch nicht groß ins Gewicht, allerdings haben sie deutlich mehr Volumen als ihre mit Kunstfasern gefütterten Kollegen. Sie sollten eher luftig am Körper sein, denn wenn die Daunenfüllung an den Körper gepresst wird, verlieren sie ihre wärmenden und windabweisenden Eigenschaften. Für sportliche Aktivitäten ist die Kunstfaserjacke besser geeignet, denn wird die Daunenjacke einmal nass – sei es von außen oder von innen – braucht sie wesentlich länger, um zu trocknen. Da der Körper die meiste Hitze über den Kopf abgibt, lohnt die Überlegung einer Jacke mit Kapuze. Wer die Jacke beispielweise für den Skiurlaub nutzen möchte, achtet darauf, dass die Kapuze winddicht unter dem Kinn abschließt und unter den Helm passt. Häufig kann die Kapuze unsichtbar in einer Nackentasche verstaut werden. Es gibt auch Modelle, die am Rücken etwas länger sind – so bleiben die Nieren gut gewärmt.

Funktionsjacken für Schmuddelwetter

Bei Dauerregen oder Wolkenbrüchen führt kein Weg daran vorbei: Die Jacke muss wasserdicht oder wasserabweisend sein. Genaue Grenzen gibt es hierbei nicht und richtig wasserdicht ist wohl nur der Friesennerz. Doch wer einmal in einem solchen geschwitzt hat, weiß, dass eine Regenjacke wenn möglich auch atmungsaktiv sein sollte – sonst fängt man schnell an unter der Jacke zu schwitzen. Die meisten Jacken verlieren im Laufe der Zeit ihre wasserabweisende Wirkung, es ist ratsam sie regelmäßig zu imprägnieren. Beim Kauf unbedingt auf die Verarbeitung der Reisverschlüsse achten: Lassen sich die Reißverschlüsse gut verschließen? Können die Reißverschlüsse zusätzlich abgedeckt werden? Bei einigen Jacken sind auch Reißverschlüsse unter den Achseln angebracht, die für schnelle Abkühlung sorgen.

Die richtige Pflege der Outdoorjacke

Funktionsjacken sollten nicht zu häufig gewaschen werden. Wenn es möglich ist, sollte die Jacke nicht häufiger als einmal im Jahr in die Waschmaschine. Mittlerweile gibt es spezielles Waschmittel für Funktionsbekleidung, dass die Membranen der Oberflächen schützt. Wer nur wenig Funktionswäsche oder Sportbekleidung hat, kann auch normales Color-Waschmittel benutzen. Bei niedriger Dosierung des Waschmittels und einer nicht zu vollen Trommel werden die besten Ergebnisse erzielt. Auch wenn es so schön frisch riecht, auf keinen Fall Weichspüler mit in die Waschmaschine geben, denn der verklebt die Faserstruktur der Jacken. Damit die Wasche nach dem Trocknen nicht total verknittert ist, am besten ein Waschprogramm wählen, bei dem möglichst wenig geschleudert wird. Die Jacke nach der Wäsche einfach an der Luft trocknen, wer einen Trockner hat, packt die trockene Jacke für 20 Minuten im Schongang in den Trockner. Das Aktiviert die Imprägnierung. Wer keinen Wäschetrockner besitzt, erzielt den gleichen Effekt mit dem Bügeleisen, ebenfalls bei niedriger Temperatur und ohne Dampf. Es kann sein, dass die Jacke ihren wasserabweisenden Effekt durch die Waschung verliert – in diesem Fall muss die Imprägnierung erneuert werden.

Nun habt Ihr die Qual der Wahl? Was für Eigenschaften sollte Eure Funktionsjacke besitzen? Oder habt Ihr die perfekte Jacke bereits gefunden? Verratet es uns in den Kommentaren!

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