Best-of: die hartnäckigsten Diät-Mythen

Taillenumfang mit dem Maßband abmessen
Montag, 8. Januar 2018, 8:17

Das neue Jahr ist angebrochen, und ihr habt euch vorgenommen, ein paar Pfunde weniger auf die Waage zu bringen? Dann seid ihr hier genau richtig, denn die Recherche nach Abnehmtipps im Internet kann sehr frustrierend sein. Es gibt nämlich wahnsinnig viele Artikel mit ebenso vielen Ansätzen, wie ihr angeblich innerhalb kürzester Zeit abnehmt. Leider sind die meisten Diät-Tipps unrealistisch und einfach falsch. Am schlimmsten finden wir den Mythos, dass der Verzicht auf Kohlenhydrate eine ernsthafte und vor allem langfristige Lösung sei, um sein Wunschgewicht zu halten. Also: Augen auf, Mädels lasst euch nicht länger hinters Licht führen, und schaut euch unsere Top-10-Diät-Mythen an!

Teller mit buntem Gemüse statt Diät

1. Kohlenhydrate machen dick

Ein sehr beliebter Mythos, der zum Glück nicht wahr ist: Besonders in Vollkornprodukten stecken wertvolle Vitamine und Mineralstoffe. Außerdem machen Vollkornprodukte wie Nudeln, Reis und Brot länger satt als zum Beispiel Weißbrot – ihr nehmt also insgesamt weniger Kalorien zu euch, wenn ihr auf Vollkorn setzt. Dass kohlenhydratreiche Produkte wie Kuchen, Croissants und Chips dick machen, ist leider wahr. Diese Lebensmittel solltet ihr daher lieber nur in Maßen genießen.

2. Auf das Frühstück verzichten

Es soll schlank machen, auf das Frühstück zu verzichten? Zum Glück nicht! Für mich ist das Frühstück die beste Mahlzeit am Tag, auf die ich nie verzichten könnte. Warum? Ein gesundes, vollwertiges Frühstück lässt euch energiegeladen in den Tag starten und zügelt im Laufe des Tages sogar den Appetit. Wer morgens nichts isst, hat einen trägen Stoffwechsel und riskiert Heißhunger-Attacken zur Mittagszeit.

3. Fett macht fett

Auch dieser Mythos ist falsch. Selbstverständlich macht uns zu viel Fett in den Speisen dick, in Maßen ist Fett aber sogar gesund. Die ungesättigten Fettsäuren – wie die Omega-3-Fettsäuren – schützen unsere Organe, fördern unsere Leistungsfähigkeit und wirken gefäßerweiternd. Es kommt immer darauf an, in welcher Form ihr Fette zu euch nehmt: Besonders gesund sind zum Beispiel die Fette in Avocados, Nüssen, Sonnenblumenöl und Chiasamen.

4. Lieber fünf kleine Mahlzeiten essen

Zu diesem Thema gibt es viele verschiedene Studien und ebenso viele Meinungen: Eine Theorie ist, dass fünf kleine Mahlzeiten sinnvoll seien, um den Stoffwechsel so richtig anzukurbeln – eine andere, dass der Insulinspiegel brauche ausreichend Zeit brauche, um sich zwischen den Mahlzeiten wieder zu beruhigen. Die Größe der Mahlzeiten ist ebenfalls relativ, denn was für den einen eine kleine Mahlzeit ist, ist für den anderen eine große. Also: Dieser Mythos ist weder falsch noch richtig, seid einfach aufmerksam und hört auf euer Hungergefühl – häufig verwechseln wir auch Durst mit Hunger! ?

Grüner Smoothie statt Diät

5. Tagsüber hungern und abends schlemmen

Wenn ihr tagsüber hungert, um abends so richtig zu schlemmen, macht ihr gleich zwei Dinge auf einmal falsch: Zunächst gerät euer Stoffwechsel total durcheinander, wenn ihr so lange keine Nahrung zu euch nehmt – und ein funktionierender Stoffwechsel ist das A und O um abzunehmen. Wenn ihr dann abends besonders viel esst, euer Stoffwechsel aber im Keller ist, kann die Nahrung nicht richtig verwertet werden, und ihr nehmt schneller zu.

6. Von allem die Hälfte essen

Weniger zu essen kann zu einer Kalorienreduktion führen und dadurch die Pfunde purzeln lassen, das stimmt. Allerdings bringt es nichts, weniger, dafür aber gehaltvoller zu essen. Besser ist es, sich an gesunden Lebensmitteln satt zu essen, sodass ihr nicht hungern müsst, euer Stoffwechsel auf Hochtouren läuft und ihr langsam an Gewicht verliert.

7. Viel Sport bringt auch viel

Grundsätzlich ja: Wer täglich zum Sport geht, wird mehr Gewicht verlieren, als jemand, der nur zwei Mal in der Woche geht. Generell gilt aber: Es gibt Trainingsformen, die wahnsinnig intensiv sind und daher nicht unbedingt lange ausgeführt werden müssen. Eine Stunde Joggen bringt beispielsweise weniger als ein 30-minütiges High-Intensity Interval Training. Wer jeden Tag zum Sport geht, wird sein Training nicht so durchpowern können wie jemand, der nur drei Mal in der Woche geht – unser Körper braucht immer etwas Zeit, um sich von starker körperlicher Beanspruchung zu erholen.

8. Light-Produkte essen

In Light-Produkten steckt weniger Fett, dafür aber häufig umso mehr Zucker oder Süßstoff, der nebenbei auch noch den Appetit anregt. Grundsätzlich ist es nicht verkehrt, auf Light-Produkte zurückzugreifen, um Kalorien zu sparen, aber eine Wunderlösung gegen Übergewicht ist es nicht. Warum Fett in den Speisen gar nicht so ungesund ist, habe ich euch oben ja schon erzählt.

Diät-Mythen: Kohlenhydrate machen dick

9. Wer am Bauch abnehmen will, muss viele Bauchübungen machen.

Schön wärs, wenn wir durch ein paar Sit-ups einen schlanken Bauch bekämen. Natürlich bilden sich durch die richtigen Übungen Muskeln am Bauch, aber häufig bleiben sie unter einer Fettschicht versteckt. Wer am Bauch abnehmen möchte, sollte seine Ernährung umstellen und den ganzen Körper mit Trainingsformen wie HIIT trainieren, so nehmt ihr nämlich keine Muskelmasse, sondern Fett ab.

10. Nach dem Saunagang ist man schlanker

Zunächst stimmt dieser Mythos sogar, allerdings ist die Zahl auf der Waage nach dem Saunagang auf den Wasserverlust zurückzuführen. Häufig haben wir nach dem Saunieren großen Durst und bekommen dementsprechend auch schneller Appetit – das Gewicht ist also nur vorübergehend geringer.

Wie ihr merkt, gibt es viele unterschiedliche Meinungen zum Thema Diäten. Das liegt natürlich auch daran, dass wir nicht alle gleich auf die gleichen Abnehm-Methoden reagieren. Letztendlich muss jeder den für sich richtigen Weg finden, um seiner Traumfigur ein wenig näher zu rücken.

XX, Cathrin

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