Bloglove | Interview mit Bloggerin Charlie von madamecharlie

Bloglove: Frau hat ihre Hand an das Gesicht gelehnt und hat ihre Haare halb vor dem Gesicht
Mittwoch, 20. Juni 2018, 10:00

Heute stellen wir euch die liebe Charlie und ihren Blog madamecharlie vor – ihre besonderen Fotos haben uns sofort begeistert. Mit viel Kreativität und Originalität bekommt jedes Foto eine spezielle Note, und Charlie sieht einfach immer umwerfend aus. Worüber sie auf ihrem Blog schreibt? Ihre Bereiche gehen von Fashion über Beauty und Travel bis hin zu Lifestyle-Themen. Uns hat sie erzählt, wie sie zum Bloggen gekommen ist und was ihre Beauty Treatments auf Reisen sind. Alle spannenden Antworten findet ihr hier!

Wir sind total verliebt in deinen Blog und die Bilder. Wie bist du zum Bloggen gekommen und betreibst du ihn hauptberuflich?

Oh, danke! Freut mich wirklich zu hören! :-) Das ist tatsächlich schon acht Jahre her – da bin ich das erste Mal auf Blogs gestoßen und fand sie total cool. Weil ich sowieso schon immer gerne Fotos gemacht habe – auch ganz abgedrehte Shootings mit Freunden – und diese bis dato immer nur auf Facebook oder damals noch SchülerVZ geteilt habe, viele Leute daran interessiert waren und es immer mehr wurden, habe ich damals einen Blog erstellt – um quasi eine eigene Plattform dafür zu haben. Geboren wurde mein Blog also im Februar 2010. Es ging erst mit einer Art Online-Foto-Tagebuch los und entwickelte sich – durch all meine Interessen und meinen Stil, der sich auch dauernd verändert – zu dem, was er heute ist. Mittlerweile blogge ich hauptberuflich und bin darüber ziemlich froh!

Bloglove: Blonde Frau seitlich mit Indianer-Krone und Glitzer auf der Wange, Augen geschlossen

Wie ist der Name „madamecharlie“ entstanden?

Einen besonderen Hintergrund hat der Name nicht. Ehrlich gesagt habe ich einfach einen Namen gebraucht, und das war der erste, der mir in den Kopf kam, weil ich kurze Zeit vorher noch in Paris gewesen bin. Ändern würde ich ihn aber nicht mehr, er gehört jetzt einfach dazu!

Was gefällt dir besonders am Bloggen?

Mir gefällt besonders, dass man sich so oft selbst neu erfinden und kreativ ausleben kann. Außerdem liebe ich es, wie meine Community hinter mir steht, mir immer tollen Zuspruch gibt und schätzt, was ich tue. Das ist eine so schöne Belohnung für die Arbeit, die man da reinsteckt.

Wer macht immer die tollen Bilder von dir, und geht es schnell ein Bild zu machen oder bist du sehr perfektionistisch dabei?

Meine Fotos macht überwiegend mein Freund Timm. Anfangs war das superneu für ihn, mittlerweile sind wir ein richtig gutes Team! Oft kommen auch selbst Ideen von ihm, zum Glück unterstützt er mich da so. Oh, haha, ja die Sache mit dem Perfektionismus … Manchmal bin ich echt schlimm und wir machen ungelogen an die 500 Fotos, bei denen es immer eine Kleinigkeit gibt, die mich stört – und dann gibt es wiederum Tage, da machen wir unter zehn und es ist nach vielleicht fünf Minuten direkt eins dabei. In der Regel liebe ich aber Schnappschüsse und bin während des Shootens immer in Bewegung, damit es ein schönes Zufallsfoto gibt, das nicht allzu gestellt ist.

Beschreibe deinen Blog in 3 Worten …

Dreamy, Wanderlust & ungezwungen.

Bloglove: Frau sitzt neben einem Fahrrad und streckt die Zunge raus, hält die Hände an den Kopf, trägt eine rote Mütze

Dein Blog ist eine Mischung aus Fashion, Beauty, Travel und Lifestyle. Welcher Bereich macht dir am meisten Spaß? Und wie oder wo holst du dir Inspirationen für Themen?

Ich würde sagen, dass mir Travel am meisten Spaß macht, denn wenn ich unterwegs bin, kommen mir IMMER auch Ideen für die anderen Bereiche. Abgesehen davon mache ich auf Reisen immer die besten Fotos, weil die Umgebung, die Locations, eben alles drum herum „neu“ ist und halt nicht der Alltag aus meiner Umgebung. So entstehen ganz viele Ideen, und es inspiriert mich Neues zu probieren – das mach ich gern!

Auf deinem Blog berichtest du viel über das Reisen. Hast du ein Lieblings-Reiseziel?

Mein Lieblings-Reiseziel ist gar kein typisches Reiseziel. Ich habe bosnische Wurzeln, und wir fahren jedes Jahr zur gleichen Zeit nach Bosnien in das kleine Dorf (und Haus), in dem meine Mama aufgewachsen ist. Dort fühle ich mich total zu Hause und kann super abschalten. Mein Lieblingsplatz ist ein Wasserfall nicht weit von unserem Haus. Wenn ich den poste, denken immer alle, ich wäre auf Bali oder sonst wo, und möchten wissen, wo genau dieser Ort ist. Da muss ich immer schmunzeln, denn unser Dorf ist, glaub ich, eher wenig „urlaubstauglich“, mit seinen Kriegsruinen und den kleinen Dörfern.

Auf was freust du dich am meisten bei der nächsten Reise?

Auf das Meer! Ich liebe das Wasser und vor allem Tauchen – und kann mir kaum eine Reise ohne Meer vorstellen.

Was gefällt dir besonders am Reisen?

Ich sehe einfach so gerne, was unsere Erde zu bieten hat, wie andere Menschen leben und lerne eben alles Neue kennen. Was mir aber gar nicht gefällt, ist das Hinkommen. Ich habe wirklich IMMER Pech bei den Sicherheitskontrollen am Flughafen.

Bloglove: Frau mit weiten Kleid in Wald schaut über die Schulter

Hast du bestimmte Beauty Treatments auf Reisen?

Ich fliege bzw. reise immer ungeschminkt, einfach weil es so viel Unhygienisches gibt und man sich während eines langen Fluges öfter mal ins Gesicht fasst – da kriege ich wirklich oft die Quittung in Form von unreiner Haut. Deswegen habe ich immer Reinigungstücher oder Ähnliches mit. Außerdem liebe ich Augenpads für eine lange Reise oder eben erfrischende Cremes.

Auf welche drei Beauty-Produkte kannst du nicht verzichten?

Eyeliner, Concealer und Tuchmasken.

Bitte ergänze diesen Satz: Beauty heißt für mich …

… sich in seiner Haut wohlfühlen. Viele verbinden „Beauty“ ja direkt mit Make-up, und das sehe ich absolut anders. Ich bin beispielsweise 90 % der Woche ungeschminkt und fühle mich so meistens am wohlsten. Trotzdem gebe ich zu, dass ich auch mal schlechte Tage habe und da echt froh über ein bisschen Eyeliner und Concealer bin.

Bloglove: Frau schaut nach unten und sitzt auf einem Blumenfeld, Blumenkranz in den Haaren

Wie pflegst du deine Haare? Hast du Tipps für uns? Und hast du schon einmal Olaplex ausprobiert?

Ich versuche meine Haare nicht zu oft zu waschen und schneide sie wirklich regelmäßig (alle 2-3 Monate) – seit ich das tue, sind sie um einiges gesünder und stärker. Außerdem – auch wenn man das aufgrund meiner Wellen in den Haaren vielleicht nicht ganz nachvollziehen kann – versuche ich, sie nicht allzu viel Hitze auszusetzen. Ich föhnen sie fast nie und bemühe mich immer, einen Hitzeschutz zu nutzen oder eine Alternative für das Lockenmachen zu finden, wie z. B. Flechten. Das habe ich mal eine Zeit lang dem Lockenstab komplett vorgezogen und beim Friseurbesuch eben nur einen Zentimeter Haare lassen müssen. Den Unterschied hat man da echt gemerkt! Wenn es aber dann doch mal zu viel wird, entschuldige ich mich bei meinen Haaren mit einer guten Portion Kur. Olaplex habe ich auch schon ausprobiert, als ich meinen Ansatz habe rauswachsen lassen. Nach zwei Jahren hatte ich echt keine Lust mehr darauf und habe mir einen natürlichen Übergang im Balayage-Look färben lassen. Ich fands super!

Haare glatt oder gelockt?

Gelockt!

Kannst du uns sagen, welchen Lockenstab du verwendest? Hast du schon mal ein Glätteisen für deine Locken benutzt?

Ich benutze tatsächlich den günstigen Lockenstab, den ich damals bei Saturn gefunden habe – und der hält immer noch! Ein ganz altes Tutorial gibt es auf meinem Blog, und genau so mache ich sie auch heute noch. Einen Tipp habe ich leider nicht wirklich, da Locken bei mir immer zwei Tage halten und ich daher nie nach welchen suchen musste. Generell halten Locken mit dem Lockenstab aber besser als mit dem Glätteisen – da gehen sie bei mir schon nach ein paar Stunden raus.

Bloglove: Frau von hinten mit weiten Kleid in Wald, Haare gelockt

Färbst du dir die Haare?

Nein, habe ich aber jahrelang gemacht. Jetzt danken es mir meine Haare!

Hast du schon einmal extreme Verwandlungen farb- und schnitttechnisch gewagt?

Oh ja, haha! Ich meinte mit fast 16 das Kupferrot von Ashlee Simpson haben zu müssen und habe beim Farbe-Auftragen noch gedacht, ob ich nicht einfach einen Rückzieher machen soll … Hätte ich auch besser machen sollen, das Ergebnis war eine absolute Katastrophe. Auf der Rückfahrt habe ich mich nicht mal mehr getraut, in die Zugscheibe zu sehen, weil ich mich drin spiegeln konnte und es einfach nur schrecklich fand. Das Ganze hielt dann zwei Tage und wurde dann wieder blondiert. Wie kaputt meine Haare danach waren, könnt ihr euch sicher vorstellen. Ich bin heilfroh, dass meine Haare heute wieder schön gesund sind und vor allem: wachsen! :D

Aufwendiges Make-up oder lieber natürlich?

Natürlich!

Wie würdest du deinen Stil beschreiben?

Gute Frage! Ich bin meistens eine Mischung aus allem. Ich liebe verträumte Looks, Oversized und Kleider!

Bloglove: Blonde Frau in langen Mantel und mit Schal lächelt und läuft auf Straße

Du hast ja schon einige Tätowierungen. Was bedeuten sie, und hast du vor, dir noch weitere dir stechen zu lassen?

Ich glaube, die alle zu erklären, würde hier alles sprengen. Aber vor kurzer Zeit habe ich einen Blogpost dazu veröffentlicht. Insgesamt sind noch zwei weitere in Planung, das war es dann auch, denke ich.

Wir haben gerade einen Beitrag zu Minitattoos gemacht. Was hälst du von kleinen Tattoos?

Minitattoos finde ich cool! Habe ja selber fünf davon. Außerdem eine gute Idee für alle, die sich erst mal rantasten wollen und ein bisschen Angst haben.

Welche Instagram-Accounts & Blogger inspirieren dich am meisten?

Wen ich ja echt liebe, ist Matilda Djerf. Sie ist absolut natürlich, und das mag ich einfach. Jedes Bild macht gute Laune, weil sie so ein positiver Mensch ist – so was inspiriert.

Hast du bereits Erfahrungen mit negativer Kritik gemacht? Wie war das für dich, und wie gehst du mit Kritik und Neid um?

Ja, klar. Da gibt es aber immer den Unterschied zwischen konstruktiver negativer Kritik, die man sich gerne anhört, oder eben dem beliebten Hate. Aber wie eines meiner Tattoos schon sagt: „Focus on the good!“ – es geht hier rein und da wieder raus. Ich kann durch all die Erfahrung mittlerweile sagen (und da bin ich tatsächlich ein wenig stolz drauf), dass es mich einfach nicht interessiert. Warum sollten mich Beleidigungen oder Ähnliches von fremden Leuten interessieren, die wahrscheinlich außerhalb des Internets nicht mal ihren Mund aufbekommen und durch die „Anonymität“, die dort herrscht, das nötige Selbstbewusstsein bekommen, dumme Sachen rauszuhauen. Man sollte sich an so was nicht aufhalten, denn die Fehler, die andere an einem sehen, machen den Menschen dort erst interessant. Ich finde es allerdings einfach nur schade für diejenigen, die Hate verbreiten, die Zeit nicht sinnvoller zu nutzen. Was bringt das denn? Das bereichert doch das Leben nicht und macht nicht glücklich.

Bloglove: Frau in türkisklaren Wasser mit Eisluftmatratze

Danke für deine Zeit, liebe Charlie! ❤

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