Apfelessig: Dieses Hausmittel ist ein echter Beauty-Booster!

Apfelessig: Frau träufelt Essig auf gemischten Salat
Sonntag, 19. Juli 2020, 15:20

Fruchtig, frisch und ein wenig säuerlich – das sind die typischen Eigenschaften von Apfelessig. In der Küche ist der leicht trübe Fruchtessig schon lange ein gern gesehener Gast, insbesondere als Dressing zu bunten Salaten. Aber seit einiger Zeit hört man immer wieder, dass Celebs wie Katy Perry auch außerhalb von Dinner und Co. auf die natürliche Essenz setzen.

Wir haben uns gefragt, warum das eigentlich so ist, und hier unseren ultimativen Apfelessig-Guide für euch zusammengestellt. Wir klären die wichtigsten Inhaltsstoffe, welche Wirkung sie auf euren Körper haben und wie der Fruchtessig euch sogar noch schöner machen kann.

Was ist Apfelessig genau?

Apfelessig: Stillife mit zwei Gläsern und Apfelsaft darin

Apfelessig ist nichts anderes als gegorener Apfelwein. Dieser wird wiederum aus ganz normalem Apfelsaft hergestellt, der durch den Zusatz von Weinhefe und eine bestimmte Lagerung zu leckerem Fruchtwein wird. Mit der Zeit wird der im Apfelwein noch enthaltene Alkohol von Mikroorganismen zersetzt, und es entsteht Essigsäure.

Mineralien, Vitamine und Co.: So wirkt Apfelessig

Apfelessig lässt sich ohne Probleme als Superfood bezeichnen. Neben den Vitaminen B und C enthält er wichtige Mineralien wie Kalium, Magnesium und Eisen, die wir insbesondere im Sommer durchs Schwitzen schnell verlieren. Letztere braucht unser Körper, um die Muskelaktivität aufrechtzuerhalten und die Knochen zu stärken. Die enthaltenen Vitamine stärken unser Immunsystem und unterstützen unsere Zellen bei der Regenerierung. On top kann Apfelessig euren Säure-Basen-Haushalt ausgleichen. Denn obwohl der Essig säuerlich schmeckt, wirkt er basisch.

Apfelessig in der Beauty-Routine: Diese 3 Anwendungen solltet ihr testen

Aller guten Dinge sind drei, ihr Lieben! Deshalb haben wir auch gleich mehrere coole Anwendungen mit Apfelessig für euch herausgesucht. Dieser wirkt nämlich nicht nur von innen, sondern kann auch Haut und Haaren guttun.

Apfelessig: Stillife von Glas mit Wasser, Zitrone und Minze

Tipp 1: Wake-up-Drink mit Apfelessig

Morgens nach dem Aufstehen solltet ihr ab sofort in die Küche watscheln. Denn mit einem erfrischenden Apfelessig-Drink am Morgen startet ihr perfekt vorbereitet in jeden Tag. Zum einen versorgt der Essig euch mit wichtigen Mineralien und Vitaminen. Zum anderen kurbelt die selbst gemachte Apfelessig-Limo euren Stoffwechsel an, was euch ergänzend bei einer Gewichtsabnahme unterstützen kann.

Die Zutaten unseres Lieblingsrezepts müsst ihr einfach in ein Glas mit Wasser füllen und mit einem Löffel verrühren. Die Dosis an Apfelessig könnt ihr gerne mit der Zeit steigern, wenn ihr euch an den Geschmack gewöhnt habt. Hier also die Zutaten:

  • 1 Glas Wasser (Stilles Wasser ist natürlich gesünder. Sprudelwasser reduziert aber den Eigengeschmack vom Essig mehr.)
  • 2–3 TL Apfelessig
  • 2 TL Zitronensaft
  • Süßungsmittel nach Bedarf, z. B. Honig, Agavendicksaft oder Ahornsirup

Die Einnahmezeit eurer Apfelessig-Limo ist letztendlich nicht festgelegt. Wenn euch das saure Getränk am Morgen zu viel ist, könnt ihr es ebenso zu einer Mahlzeit trinken. Wir haben auch schon gehört, dass einige Leute den Drink als Schlummertrunk verwenden, da der Apfelessig angeblich den Schlaf verbessert. Achtet aber in diesem Fall darauf, dass ihr nach der Einnahme noch ungefähr eine halbe Stunde wartet und euch im Anschluss die Zähne putzt.

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Tipp 2: Apfelessig als Haarspülung

Wir stellen euch ja gerne mal Hausmittel als natürliche Alternative zu gängigen Pflegeprodukten vor. So bietet sich Apfelessig prima als Haarspülung an. Verdünnt hierfür den konzentrierten Essig folgendermaßen: 5 EL Apfelessig auf 1 Liter kaltes Wasser. Nun geht es ab unter die Dusche.

Wascht eure Haare wie gewohnt und spült das Shampoo eurer Wahl gründlich aus. Gießt euch anschließend eure selbst angerührte Spülung langsam über die Kopfhaut und verteilt alles gut, bis in die Haarspitzen. Die Inhaltsstoffe des Fruchtessigs beruhigen eure Kopfhaut und können dadurch Juckreiz und Schuppen minimieren. Eure Haare an sich werden mit ordentlich Feuchtigkeit versorgt und glänzen nach der Anwendung wunderbar. Übrigens: Die Spülung müsst ihr nicht herauswaschen, und der leicht strenge Essiggeruch verfliegt nach kürzester Zeit.

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Tipp 3: Hautpflege mit Apfelessig

Wir haben nicht zu viel versprochen: Apfelessig ist ein echter Alleskönner! Ja, denn sogar eure Haut im Gesicht kann vom Essig profitieren. Überschüssiger Talk wird abgetragen, eure Poren werden gereinigt und abgestorbene Hautzellen entfernt. Neben der antibakteriellen Eigenschaft wirkt der Essig nämlich auch wie ein Säurepeeling – aber eben alles ganz natürlich!

Und so gehts:

  1. Bereitet als Erstes den Apfelessig-Toner vor. Mischt hierfür den Apfelessig mit kaltem Wasser im Verhältnis 1:1 und stellt den Mix beiseite.
  2. Kocht anschließend Wasser auf und lasst es ein wenig abkühlen. Weicht im noch gut warmen Wasser vorsichtig ein sauberes Handtuch ein und drückt dieses gut aus. Jetzt legt ihr das feucht-warme Tuch auf euer Gesicht, um eure Poren zu öffnen. 10 Minuten reichen hierfür aus.
  3. Nun habt ihr zwei Möglichkeiten. Entweder tränkt ihr ein weiteres Tuch in eurem Apfelessig-Mix und legt es wie eine Tuchmaske erneut auf euer Gesicht, oder ihr nutzt ein Kosmetik-Pad und tupft den Toner damit auf eure Haut.
  4. Egal, ob ihr die Variante mit der Tuchmaske wählt oder ob ihr den Toner lieber mit einem Kosmetik-Pad applizieren möchtet: 10 bis 15 Minuten Einwirkzeit reichen aus.
  5. Zum Schluss spült ihr euer Gesicht noch einmal mit ein wenig lauwarmem Wasser ab.

DIY: Apfelessig selber herstellen

Apfelessig könnt ihr selbst herstellen. Wir verwenden in unserer Anleitung jedoch keinen Apfelsaft, sondern verwerten die Reste wie die Schale oder das Kerngehäuse. So könnt ihr den Apfel an sich einfach vernaschen und den „Müll“ noch für etwas nutzen. 

Das braucht ihr:

  • die Reste unbehandelter Äpfel oder zerkleinerte Äpfel
  • 1 EL Zucker pro 500 Gramm Äpfel (Passt die Zuckermenge individuell an eure Apfelmenge an.)
  • zwei größere Glasgefäße
  • Soda
  • mehrere Geschirrhandtücher

Und so funktioniert es:

  1. Zunächst säubert ihr eines der Glasgefäße sehr gründlich mit heißem Wasser von innen und außen.
  2. Anschließend rührt ihr das Soda laut Herstellerangaben an und nutzt es, um das Gefäß noch mal von innen zu schrubben.
  3. Gebt nun die Apfelreste (oder die zerkleinerten Äpfel) und den Zucker in das Gefäß und füllt alles mit kaltem Wasser auf. Alles sollte gut mit Wasser bedeckt sein.
  4. Zum Schluss deckt ihr euer Gefäß mit einem sauberen Geschirrhandtuch ab. Fliegen werden so abgehalten, und die Luft kann trotzdem gut zirkulieren. Dies ist für die eigentliche Gärung sehr wichtig.
  5. Das positive Gelingen eures Ansatzes erkennt ihr an der sich langsam bildenden Schaumkrone. Wichtig: Ihr müsst den Essig-Ansatz gelegentlich umrühren, damit sich kein Schimmel bildet.
  6. Nach einigen Tagen werden sich die Apfelreste nun langsam auf dem Boden absetzen.
  7. Die Menge des hinzugegebenen Zuckers bestimmt die Dauer des Gärungsprozesses. Nach spätestens zwei Wochen solltet ihr eine Essignote wahrnehmen.
  8. Den Ansatz könnt ihr jetzt durch ein sauberes Tuch gießen und in ein neues, ebenfalls geputztes Gefäß umfüllen.
  9. Das Ganze wird wieder mit einem Handtuch abgedeckt und muss weitere vier bis sechs Wochen ziehen.
  10. Wenn ihr immer gut auf saubere Hilfsmittel achtet, wartet am Ende ein toller selbst gemachter Apfelessig auf euch.
  11. Tipp: Beim Gärungsprozess entsteht eine geleeartige Schicht, die sogenannte Essigmutter. Diese könnt ihr abschöpfen, aufbewahren und eurem nächsten Ansatz hinzufügen. Sie wirkt beschleunigend!
Apfelessig: Stillife mit aufgeschnittenen Apfelhälften

Dos and Don’ts

Dos:

  • Wenn ihr auf die DIY-Variante keine Lust habt, solltet ihr beim Apfelessig auf BIO-Qualität achten.
  • Achtet auf die Menge bei der Einnahme, um Magen und Darm zu schonen.
  • Gebt euch Zeit. Apfelessig schmeckt zu Beginn ein wenig streng, ihr werdet euch aber an den Geschmack gewöhnen. Versprochen!

Don’ts:

  • Den Apfelessig überdosieren. Schmeckt unangenehm und kann zu Reizungen führen.
  • Den Essig pur trinken oder auf die Haut reiben. Achtet immer darauf, den Essig gut zu verdünnen.

Wisst ihr, warum wir Apfelessig außerdem so lieben? Es ist ein regionales Produkt und hat dadurch eine super CO2-Bilanz. Ihr tut also eurem Körper und der Umwelt etwas Gutes! Passend zum Apfelessig haben wir noch ein paar andere fruchtig-frische Beauty-Lieblinge für euch herausgesucht. Viel Spaß beim Entdecken.

XX, Die Redaktion

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