Shapewear vs. Dessous

Shapewear und Dessous tragen

Shapewear vs. Dessous: Wie ich lernte, meine Röllchen zu lieben!

Kürzlich las ich in einer Zeitschrift, dass man unter jedem Kleid figurformende Unterwäsche tragen sollte, erst das würde dem Kleid den perfekten Sitz verleihen. Natürlich war ich sofort angefixt: Perfekter Sitz durch unsichtbare Figurformer … yes, please! Nicht, dass ich noch nie von Shapewear gehört hatte, aber nicht in dieser keinen Widerspruch duldenden Deutlichkeit „Es geht nicht ohne!“ – nun, das galt dann wohl auch für mich.

Shapewear tragen

Gesagt, getan, bestellt. Den teuren Marktführer, natürlich, denn an meiner optimal geformten Figur in spe wollte ich nun keinesfalls sparen. Zwei Tage später hatte ich Höschen und Hemd aus Spandex im Haus. Unschuldig lagen die beiden Teile vor mir – das sollte also das Dreamteam sein, das für den besseren Sitz sorgen würde. Ich war gespannt und schlüpfte vorsichtig hinein – bzw. wollte hineinschlüpfen! Wenn das denn so einfach gewesen wäre … Denn was so leicht und fein wirkte, erwies sich beim Anziehen als sehr unnachgiebig, geradezu störrisch. Mühsam schälte ich mich hinein, zupfte hier, zog dort, schob Röllchen an die richtige Stelle, bis endlich alles saß.

Doch die Mühe war es wert, denn tatsächlich machten die beiden Teile eine prächtige Figur: Geschlankt und glattgezogen blickte mir mein Spandex-Ich im Spiegel entgegen.

Auf der Suche nach Shapewear? Hier kommt meine Auswahl:

Ich war begeistert – allerdings nur, bis sich bei den ersten Bewegungen der obere Rand des Höschen zu einer Atemnot verursachenden Rolle zusammenkringelte. Und der untere Rand des Hemdchens trotz Klebestreifen (ja!) nach oben glitt. Ich begriff: Diese Dinger taugten nur zum Stehen.

Das Ausziehen gestaltete sich ebenso mühsam wie das Anziehen: Plötzliche klebte der Klebestreifen wie perfekt und die Spandex-Rolle um meine Taille machte ein Hinunterziehen des Höschens schier unmöglich.

Die Körperformer, die ich rief … wurde ich nun nicht wieder los!

Dessous vs. Shapewear

Nach einigen Mühen kam dann doch mein BH zum Vorschein. Was war ich froh! Seidige Spitze blitzte mich verführerisch an, und lies der Haut – und mir! – Luft zum Atmen! Sicher, da waren sie wieder, die Rollen und Röllchen, die Pfunde, die ein wenig über den Hosenbund quollen und das Tragen enger T-Shirts zu einer Mutprobe werden ließen. Aber ich konnte mich wieder bewegen – ohne dass irgendwas rollte, rutschte und mir beim Bücken den Atem nahm.

Vor allen Dingen aber: Ich fand mich sexy.

Schwarzer Spitzen-BH mit schwarzem Slip auf Rubens-Figur – niemals fand ich mich verführerischer! Und überhaupt: Nicht auszudenken, man müsste sich nach einem heißen Date erst mal aus dem Spandex schälen! Erotik-Killer galore! Was nützt da der noch so perfekte Kleidersitz …

Ganz umsonst habe ich die Körperformer aber doch nicht gekauft: Vor zwei Wochen kamen sie bei einem Fotoshooting zum Einsatz. Denn dafür sind sie tatsächlich ideal: Hinzuzupfen, stehen, lächeln – perfekt!

Wie sieht es mit Dir aus? Magst Du Shapewear? Wie fühlst Du Dich darin?

Leserkommentare
2 Kommentare
Elisabeth schreibt am

Hallo Susanne, ich habe mich schon gefragt, warum shapewear bei mir nicht hinhaut…. wenn ich nur einen slip trage wird alles nach oben geschoben und ich habe plötzlich eine Rolle wo vorher keine war, gerade das will ich ja eigentlich vermeiden. Und bewegen ist ganz schlecht…. da rollt dann der Bund nach unten….. ich nehme an die Antwort wäre ein Einteiler…. aber irgendwie ist das Leben zu kurz um mich täglich in Spandex zu quälen und der Toilettenbesuch soll ja auch nicht ewig dauern.
Also mein Fazit: Unpraktisch, unpraktisch und die Mühe nicht wert.
Gruß Elisabeth

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    Susi schreibt am

    hahaha!!! SCHWESTER! 🙂

    (Einteiler – soweit kommt’s noch! ;)))

    Antworten

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