Hassliebe Jumpsuit – unfeministisch oder Style-Wunderwaffe?

9. November 2018 | von

Ein It-Piece das von den einen verteufelt und von den anderen geliebt wird ist der Jumpsuit. Der Einteiler lässt sich ganz einfach mit tollen Schuhen und ein paar Accessoires stylen. Und das Beste: Jumpsuit geht richtig gut curvy!

Alles, was du über den Einteiler wissen musst:

Festlich-elegant oder lässig-sommerlich? Der Jumpsuit kann alles – aber darf er es auch? Noch im Sommer 2017 titelte eine Moderedakteurin in der „Welt“, dass Jumpsuits nichts anderes als Babystrampler für Erwachsene seien. Unförmig, infantil und sogar unfeministisch seien die Ganzkörper-Anzüge. Eine Behauptung, die für hitzige Diskussionen und ganze 8.259 Kommentare unter dem Artikel sorgte. Der Jumpsuit ist und bleibt neben dem Mini eines der umstrittensten Kleidungsstücke – insbesondere ab Größe 44. Lange hielt sich die Mär, dass nur gertenschlanke Frauen Jumpsuits tragen könnten, dabei zeigt ein Blick in die Mode-Historie, dass die Overalls in allen Farben und Formen vor allem in den 70-ern enge Fashion-Normen sprengten und sogar Männern zu ungeahntem Glam verhalfen.

Jumpsuit S1 T1
Zhenzi Overall mit Spitzeneinsatz
Jumpsuit S1 T2
ZOEY Overall
Jumpsuit S1 T3
sheeGOTit Jumpsuit
Jumpsuit S1 T4
ONLY CARMAKOMA Curvy Off Shoulder Jumpsuit

Was ist das eigentlich, ein Jumpsuit?

Per Definition ist der Jumpsuit ein einteiliger Hosenanzug. Mit dem klassischen Anzug hat das trendige Teil aber recht wenig zu tun. Es erinnert vielmehr an eine modische Variation des Overalls, ein eher praktisches Kleidungsstück, das von Arbeitern, aber auch von Fallschirmspringern oder Rennfahrern geprägt wurde. Und warum heißt der Jumpsuit nun Jumpsuit? Ganz einfach: Der Begriff bedeutet übersetzt so viel wie „Springanzug“ und ist an seinen Ursprung beim Fallschirmspringen angelehnt.

Die Evolution des Jumpsuits

In den 1970er Jahren erregte der Einteiler die Aufmerksamkeit der Designer, die ihn modisch neu interpretierten. Es war jedoch keine Frau, sondern ein Mann, der die wohl berühmtesten Jumpsuits dieser Epoche trug: Elvis Presley ließ sich von den Designern Bill Belew und Gene Doucette elfenbeinfarbene Einteiler anfertigen, die mit Nieten und Steinen opulent bestickt waren. Der King trug diese Las Vegas-tauglichen Bühnen-Outfits mit breitem Gürtel und Cape. Im Jahr 2016 erzielte einer der Presley-Overalls in einer Auktion 276.619 Euro und dürfte damit in der Liga der teuersten Jumpsuits aller Zeiten einen der vordersten Plätze belegen.

Noch kultiger waren wohl nur die extravaganten Glam-Suits, die David Bowie 1973 auf seiner „Aladdin Sane“-Tour trug. Den wohl berühmtesten seiner Overalls mit weiten Ballon-Beinen, aus schwarzem Lack mit weißen Streifen, hat der japanische Designer Kansai Yamamoto entworfen. Outfits wie dieses prägten Bowies androgynen Stil, der sich nicht mehr auf ein Geschlecht festlegen ließ. Der Jumpsuit war in den 70ern also ein echter Rulebreaker und in allen Varianten zu haben: als knallbunter Strick-Einteiler, cooler Catsuit, lässiger Jeans-Overall oder mit Blumen übersäht im Flatter-Look. Niemand kam in der Flower-Power-Ära auf die Idee, nach der passenden Silhouette für einen Jumpsuit zu fragen – er war einfach für alle Menschen mit Lust auf Fashion-Spielereien die richtige Wahl. Eine modische Allzweckwaffe, die bis heute in jeder Dekade verlässlich ein Comeback feiert.

Der Jumpsuit – ein Allrounder auch fürs Office und auf dem Parkett

Für feierliche Anlässe das richtige Outfit zu finden, kann ganz schön hart sein. Der Jumpsuit bietet eine stilvolle Alternative zum Kleid oder dem eher biederen Hosenanzug. Vor allem die Modelle aus weich fließenden Stoffen oder mit Spitze wirken sophisticated ohne too much zu sein. Selbst im Büro ist der Jumpsuit längst angekommen und lässt sich schnell für die After-Work-Party umstylen. Hier empfehlen sich gedeckte Farben und Designs ohne auffällige Muster.

Sommer, Sonne, Playsuit

Die kurze Variante des Jumpsuits nennt sich Playsuit und gilt für viele Modebegeisterte ebenfalls als absolutes Must-have. Der luftig-leichte Schnitt und die farbenfrohen Designs verbreiten Summer-Feeling und sind der perfekte Begleiter bei heißen Temperaturen. Die locker geschnittenen Playsuits kaschieren geschickt Pölsterchen am Bauch und betonen Vorzüge wie lange Beine und ein schönes Dekolleté.

Jumpsuit ist nicht gleich Jumpsuit: viele Designvarianten und Silhouetten

Ein langweiliges Design kann man dem Jumpsuit wirklich nicht unterstellen. Er kommt in vielen unterschiedlichen Formen daher, die sich sowohl von anderen Fashiontrends als auch von klassischen Basics inspirieren lassen.

Jumpsuit S2 T1
VIOLETA by Mango Langer, fließender Overall
Jumpsuit S2 T2
ONLY CARMAKOMA Gestreifter Curvy Jumpsuit
Jumpsuit S2 T3
ONLY CARMAKOMA Curvy Off Shoulder Jumpsuit
Jumpsuit S2 T4
VIOLETA by Mango Langer, bedruckter Overall
  • Baggy Jumpsuit: Dieses Modell zeichnet sich durch seinen Oversize-Schnitt aus. Sowohl Beine als auch Oberteil fallen extrem weit und locker. Besonders cool kommen sie mit Bohemian-angehauchten Prints und leuchtenden Farben rüber. Kleine Frauen können in dem vielen Stoff aber schnell verloren wirken.
  • Long Sleeve, Short Sleeve und alles dazwischen: Wenn du deine Arme lieber bedecken möchtest, weil du dich so angezogener und wohler fühlst, kannst du aus vielfältigen Ärmelmodellen wählen. Den Jumpsuit gibt es nicht nur mit kurzen T-Shirt-Ärmeln, sondern auch in ¾ oder komplett lang. Cut-Outs an den Schultern setzten diese Partie in Szene, die Oberarme werden aber trotzdem bedeckt und unschöne BH-Träger verschwinden unter denen des Jumpsuits.
  • Jumpsuits ohne Ärmel: Ärmellos geht natürlich ebenso vielfältig. Viel Haut zeigst du mit Spaghettiträgern und einem tiefen Ausschnitt. Die breite Trägervariante mit V- oder Rund-Ausschnitt wirkt erwachsener und passt beispielsweise zu eleganteren Anlässen. Ein Hingucker sind asymmetrische Träger, die eine Schulter frei lassen.
  • Pantsuit: Sieht aus wie zwei Teile, ist aber eins. Der Pantsuit ist eine Jumpsuit-Variante, bei der Ober- und Unterteil verschiedenfarbig sind. Damit lassen sich beispielsweise breite Hüften mit einer gedeckten Farbe kaschieren, während der Oberkörper durch knallige Muster betont wird.
  • Croisière Jumpsuit: Übersetzt heißt das so viel wie Kreuzfahr-Jumpsuit und genau diesen maritimen Charme bringt der Einteiler rüber. Das Revers, die doppelte Knopfreihe und die Bügelfalte der weit geschnittenen Hose erinnern an eine Kapitänsuniform, aber femininer.
  • Jumpsuit mit Carmen-Ausschnitt: Einen romantischen Dreh bekommt der Jumpsuit durch den schulterfreien Carmen-Ausschnitt. Zarte, sommerliche Farben dominieren meist bei diesen Modellen.
  • Wickeloberteil: Dieser Schnitt führt das Auge von einer Schulter hinunter zur gegenüberliegenden Hüfte und betont dabei das Dekolleté. Außerdem lässt er die Taille schlanker erscheinen und gleicht durch den V-Ausschnitt breite Schultern aus.
  • hochgeschlossene Einteiler: Mit Rollkragen, kleinem Rundhalsausschnitt, Neck-Holder oder zugeknöpftem Blusenkragen – hochgeschlossene Jumpsuits sehen besonders gut an Frauen mit langem Hals aus. Hast du hingegen einen kurzen Hals und ein rundes, volleres Gesicht, wirken diese Schnitte eher unvorteilhaft.
  • Jumpsuit mit Marlene-Hose: Die Marlene-Hose ist ein echter Klassiker, der in den 30er Jahren durch den androgynen Look von Schauspielerin und Sängerin Marlene Dietrich geprägt wurde. Während sie sich damit gegen die gesellschaftlichen Regeln ihrer Zeit stellte, regt sich heute niemand mehr auf, wenn Frau die Hose mit weiten Beinen und hoher Taille trägt. Auch beim Jumpsuit hat sich dieser Schnitt durchgesetzt.
  • schlankes Bein: Ein Gegentrend zum Baggy- oder Marlene-Schnitt ist das enger geschnittene Bein. Achtung beim Kauf: Es sollte dennoch locker sitzen. Liegt es zu eng an, betont es kräftige Oberschenkel und lässt sie breiter wirken.
  • Materialmix: Nur weil es ein Einteiler ist, heißt das nicht, dass er aus einem Material bestehen muss. Die Designer arbeiten beispielsweise häufig mit einer Kombination aus Jersey und Mesh bzw. anderen transparenten Materialien als Eyecatcher.

Jumpsuit für Große Größen: Welches Modell für welche Figur?

Wie so oft gilt bei Mode, der richtige Schnitt macht’s! Der Jumpsuit sieht auch in Großen Größen gut aus, wenn er optimal sitzt. Das oberste Styling-Gebot lautet deshalb: Die Einteiler sollten nicht zu eng sein, von den knallengen Catsuits also lieber die Finger lassen. Kleinen, kräftigen Frauen stehen Modelle mit hohem Bund. Mit einem auffälligen Gürtel wird die Taille betont und ein V-Ausschnitt streckt optisch. Kräftige Oberarme lassen sich durch Jumpsuits mit Ärmeln kaschieren. Wer etwas mehr Bauch hat, fährt mit Jumpsuits gut, die eine tief sitzende Hüftpartie haben. Ein weiter Schnitt an Beinen und Po mit hoher, enger Taille schmeichelt Frauen, die viel Hintern und starke Oberschenkel haben.

Was lässt sich zum Jumpsuit kombinieren?

Das Styling fällt bei Jumpsuits in Großen Größen genauso einfach aus wie bei kleineren: Alles, was ihr braucht, sind aufregende Schuhe, etwas Schmuck, eine Tasche und eventuell eine passende Jacke. Ärmellose Einteiler werden mit einem Blazer kinderleicht bürotauglich. Pumps, High Heels, Sandaletten oder Sneaker geben dem Jumpsuit einen seriösen, sexy oder sportlichen Touch.

Die geschickte Farbkombination macht unter anderem einen gelungenen Look aus. Schwarze Jumpsuits lassen sich beispielsweise mit knalligen Jäckchen oder Blazern sowie farblich abgestimmtem Schmuck aufpimpen. Accessoires in Rosé, Puder oder Nude machen den Overall femininer. Muster bringen noch mehr Lässigkeit in das Outfit. Ist der Einteiler bereits gemustert, kannst du entweder einen Gang zurückschalten und eine dezente Jacke in Schwarz oder Weiß kombinieren oder du setzt noch einen drauf mit leuchtenden Farben. Wichtig: Nicht noch ein Muster tragen. Das macht den Look unruhig.

Keine Lust auf Jacke? Dann setz ein modisches Statement mit auffälligem Schmuck oder Schuhen. Auch eine ausgefallene Tasche kann einen ansonsten unauffälligen Overall aufwerten. Ton in Ton wirkt hingegen eher langweilig und wer möchte schon ein graues Mäuschen sein?

Die Soulfully-Bloggerin Melanie ist waschechte Jumpsuit-Fans und teilt ihre Styling-Erfahrungen mit dir. Melanie zeigt in ihrem „How to“, wann und wie man einen Einteiler trägt, muss aber auch zugeben, dass es einige Argumente gegen den Jumpsuit gibt.

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Plus-Size-Bloggerin Melanie zeigt ihre Lieblingslooks mit Jumpsuit

Jumpsuits (bitte nicht swiet, sondern sjut aussprechen; die Suite ist ein schickes Zimmer im Hotel) sind seit ein paar Jahren wieder zurück in den Kleiderschränken. Ich bin jetzt 38 und erinnere mich bestenfalls noch an Jeanslatzhosen und hautenge Catsuits aus den Neunzigern. In den Achtzigern hatte meine Mutter wilde, ballonseidene Jumpsuits mit breitem Gürtel an, aber dann… waren sie weg.

Wobei man da wohl noch Overall gesagt hatte. Mein letztes Komplett-Piece war auf jeden Fall mein Schneeanzug, und das ist nun wirklich schon eine Weile her…

Doch dann waren sie auf einmal wieder da – die OverallsJumpsuits und Onesies. Nur Catsuits, die ganz enge Variante sind irgendwie noch nicht zurück in den Kleiderschränken der Damenwelt.

Gibt es einen Unterschied?

In den Ohren und Augen eines Mannes sind aber wahrscheinlich all diese Teile erst mal „Einteiler“. Falsch ist das ja nicht, aber wird von einem Onesie gesprochen, haben viele wahrscheinlich gemütlich weite, lustig bunte (Haus-)Anzüge vor Augen, die auch mal gern als Haifisch oder Einhorn daher kommen. Wenig straßentauglich, aber nach dem ersten Jahr Beziehung auf der heimischen Couch im Herbst vertretbar.

Die Bezeichnung Overall weckt in mir als Tochter eines Tischlers immer sofort handwerkliche Assoziationen, aber da bin ich wahrscheinlich eigen…

Ich trage also Jumpsuits oder One-Pieces. Und auch das erst seit gut einem halben Jahr. Ehrlich gesagt, habe ich immer gezweifelt, ob das an meiner Figur überhaupt gut aussehen kann. Wer will schon wie ein kleiner Kugelfisch im Strampler daher kommen?

Also habe ich einfach mal ein paar Looks ausprobiert und muss sagen: es geht!

Mittlerweile ist ein schlichter schwarzer Jumpsuit mit halblangem Arm sogar meine „geht immer“-Alternative zum schwarzen Kleid geworden, wenn ich morgens absolut nicht weiß, was ich anziehen will.

Was sind die Merkmale eines Jumpsuits?

Jumpsuits sind tatsächlich nicht zu verwechseln mit Catsuits. Letztere sind meist hauteng und wirklich sehr sexy. Ein Jumpsuit hat einen etwas weiteren Schnitt, ist also figurumspielend, kann dafür aber mit Ärmeln oder ohne, schulterfrei oder mit kurzem Bein daher kommen. Die Auswahl ist mittlerweile riesig!

Jumpsuits sind eine gute Alternative zu zweiteiligen Looks, man ist sofort angezogen und muss nicht lang nachdenken oder kombinieren. So reduziert sich die Suche nach dem „Outfit of the day“ morgens doch erheblich! Gut, nicht immer ist der Jumpsuit die beste Wahl, aber welche Frau kennt das nicht? Unter der Dusche in der Vorstellung funktioniert das Outfit noch super, vor dem Spiegel dann aber schon nicht mehr.

Für jeden Anlass gut:

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Création L Jumpsuit in Wickeloptik
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PATRIZIA DINI by Heine Longblazer Nadelstreifen
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Paul Green Stiefelette, im klassischen Look
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Kette

Trotzdem ist ein Jumpsuit in einer schlichten Farbe extrem wandelbar: Strickjacke drüber – ab zum Brunch mit den Mädels, Blazer und schon geht es ins Büro, Jackenblazer und Rucksack – perfekt für einen Shoppingbummel in der Stadt. Oder aber High-Heels, rote Lippen und ab auf die Piste.

Ich LIEBE meinen schwarzen Jumpsuit!

Die Nachteile?

Leider hat mein Lieblings-Jumpsuit den Reißverschluss auf dem Rücken. Ich habe mittlerweile einen Trick: ich schließe den Reißverschluss von unten nach oben, soweit es geht, und ziehe dann den Anzug im Nacken mit einer Hand hoch und schnappe mir mit der anderen den Reißverschluss und ziehe ihn zu. Das klappt eigentlich ganz gut. Ist der Reißverschluss an der Seite: einfach die Hüfte gegen einen Tisch oder eine Tür lehnen, so dass der Stoff auf Spannung kommt. Mit der einen Hand oben zusammenhalten und mit der anderen, schwupps, den Jumpsuit schließen.

Jumpsuit

Am besten sind natürlich solche, die vorn einen Wickelausschnitt haben und so schnell auszuziehen sind, wenn es mal zur Toilette gehen muss. Das sind aber auch schon alle Nachteile.

Worauf sollte man beim Tragen achten?

Jumpsuits sollten unbedingt gut sitzen. Und zwar so, dass sie die Vorzüge betonen. Hat man ein schönes Dekolleté, warum dann nicht mit Wickelausschnitt? Lange Beine? Dann her mit der hohen Taille. Schmale Taille und ein toller Po: Gürtel drauf und zeigen, was man hat! Nur zu eng sollte ein Jumpsuit nie sein, sonst rutscht der Stoff beim Sitzen unangenehm hoch und man fühlt sich eingeengt. Aber auch hier gilt: man ist am schönsten, wenn man sich wohlfühlt, und das kann auch mal in einem schulterfreien, engen Jumpsuit sein!

Jumpsuit Große Größen

So stylt Ihr meinen Look:

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sheego Style Jumpsuit, in Wickeloptik
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Tamaris Pumps, in schlichter Form
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Boysen's Kurzjacke, mit effektvoller Struktur
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Vivance Jewels Paar Ohrhänger mit Saphiren und Brillanten

Anlässe für einen Jumpsuit

Meinen Lieblings-Jumpsuit hatte ich jetzt schon zu jeder Gelegenheit an. Meetings im Büro, mit hochgekrempelten Bein und Sneakern beim samstäglichen Gang auf den Markt, zum Ausgehen, als Reiseoutfit, eigentlich immer. Und das Beste? Ich werfe ihn in den Koffer, hänge ihn im Hotel auf und er ist nach einer halben Stunde wieder bereit zum Loslegen!

Hochzeit? Klar!

Jumpsuit Große Größen

Bei einer Hochzeit ist ein Jumpsuit eine gute Alternative, wenn ein Kleid oder Rock nicht die engere Wahl sind. Warum dann nicht zu einem schicken Jumpsuit mit tollem Details greifen und mit den passenden Accessoires einen festlichen Look kreieren?

Jumpsuit Große Größen

Jumpsuit im eleganten Look:

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MANGO Overall »MONKEY«, mit Spitze
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Buffalo Spangenpumps, in spitzer Form
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Chanel, »Rouge Coco«, Lippenstift
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Buffalo Clutch, mit abnehmbarer Umhängekette

Perfekter Partybegleiter

Ein Jumpsuit ist ein perfektes Partyoutfit, wenn man dazu einen lässigen Blazer, eine tolle Kette oder aber ein paar aufregende Schuhe kombiniert. Aber Vorsicht: je später der Abend und je zahlreicher die Drinks, desto schwieriger wird es, noch alleine aus dem Einteiler rauszukommen. Daher vielleicht immer zu zweit auf die Toilette gehen. Oder, wie mir meine Tante empfahl, die in den Achtzigern sehr gern sehr enge Einteiler trug: irgendwann einfach nur noch tanzen und nicht mehr auf die Toilette gehen. So löst man Logistikprobleme!

Jumpsuit Große Größen

Angesagt im Leoprint-Trend:

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Next Overall mit Spitzeneinsatz
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COLLEZIONE ALESSANDRO Clutch mit Leo-Print
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Creation L Blazer in mit Rosen geprägte Jacquard-Qualität
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qudo Ring mit Glasstein, »Estella, 631146, 631148, 631149, 631151«

Auch im Büro

Jumpsuits sind so dankbar, weil sie sich im Handumdrehen in ein komplett anderes Outfit verwandeln lassen. Mit Blazer und Tuch ist man ratz-fatz für den Vorstand gestylt, zurück am Tisch wieder in die Sneaker und die Beine angekrempelt, und schon geht es mit den Kollegen zum Fußball gucken oder zum Afterwork.

Jumpsuit Große Größen

Mein Fazit

Ich frage mich, wo die Jumpsuits all die Jahre waren… Eigentlich sind es doch perfekte Begleiter in jedem Kleiderschrank!

Alle Fotos © Andrea Hufnagel

Soulmate Theodora kreiert einen Party-Look mit einem Jumpsuit

Einteiler oder auch Jumpsuits und Overalls genannt, sind seit einigen Jahren wieder fest in der Modeszene etabliert. Die meisten Jumpsuits, die ich besitze, sind unifarben oder gar nur schwarz. Mag ich eigentlich ganz gerne, aber dann habe ich dieses dunkelblaue Exemplar mit Streifen für mich entdeckt. Ich liebe Einteiler, da sie meistens unglaublich bequem sind und nichts zwickt und zwackt. Somit ist er für mich das perfekte Piece.

Meine Mission war es, einen passenden Jumpsuit für die Partynacht zu finden. Im OTTO Shop bin ich sehr schnell fündig geworden. Der Overall ist von Carmakoma by Only und somit für Kurven gemacht.

gestreifter Jumpsuit für große Größen
Schmeichelnder Plus-Size-Einteiler
„Jumpsuits und Einteiler sind nicht immer einfach zu kombinieren und stylen. Schon beim Kauf solltet ihr auf jeden Fall einige wichtige Faktoren beachten!”

Ich liebe V-Ausschnitt oder Wasserfallkragen. Meiner Meinung nach schmeicheln sie ungemein und wirken schnell sexy. Somit also bestens für den wilden Abend im Club geeignet. Da darf es gern mal etwas mehr Ausschnitt sein, oder? Dieser Ausschnitt kann entweder mit einem kleinen Druckknopf verschlossen oder offen mit einem schicken Spitzen-BH getragen werden. Außerdem achte ich darauf, dass der Overall eine gewisse Beinlänge hat. Ein längeres Bein streckt zusätzlich noch ein bisschen.

Ein weit fließender Jumpsuit kann sehr schnell unförmig wirken. Hier empfehle ich entweder einen Taillengürtel oder einfach ein Exemplar mit Bindegurt zu kaufen, um die Taille zu betonen. Show your Curves!

Party-Look für Übergrößen

Hier habe ich auf roségoldene Akzente gesetzt. Das wertet das Outfit nochmals ein bisschen auf.

Du suchst noch nach dem passenden Party Outfit? Hier kannst du meinen Look nachshoppen:

ONLY CARMAKOMA Gestreifter Curvy Jumpsuit
Nine West »Dempsey Open Toe« High-Heel-Sandalette
Rafaela Donata Paar Creolen »Set: A1037« aus Sterling Silber
Buffalo Clutch, mit abnehmbarer Umhängekette und Metallic Optik
L'Oréal Paris, »Color Riche Lippenstift Matte Addiction«, Lippenstift
Letzte Kommentare (4)

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Lydia
Freitag, 15. Juli 2016, 13:13 Uhr

Wo finde ich den Jumpsuit im Kapitel “Hochzeit? Klar !“ ? Der Jumpsuit der darunter angezeigt wird ist nicht der Gleiche und auch nicht so hübsch wie der, den du auf dem Foto trägst. Der Jumpsuit, den du trägst hat mich richtig begeistert.

    Marie
    Montag, 18. Juli 2016, 9:50 Uhr

    Hallo Lydia,

    vielen Dank für deinen Kommentar! Der Jumpsuit den Melanie in „Hohchzeit?Klar“ trägt, ist der selbe wie im „Kapitel“ „Perfekter Partybegleiter“- nur anders gestylt.:) Hier der Link
    https://www.otto.de/p/s-oliver-premium-glamouroeser-bandeau-overall-518806641/#variationId=518806646
    Leider ist der schon fast ausverkauft, aber sobald er wieder in mehreren Größen verfügbar ist, können wir dir gerne bescheid geben!

    Liebe Grüße
    Sarah aus dem Soulfully-Team

bu
Donnerstag, 14. Juli 2016, 9:17 Uhr

Schon seit einiger Zeit lese ich hier bei soulfully mit, weil mich Mode interessiert, weil ich Mode (gerne) verkaufe und weil ich selbst eine Konfektionsgröße 44/46 trage (und übrigens auch genau so einen Jumpsuit besitze, wie den auf den Fotos mit dem „Wickel-Oberteil“).
Ein Jumpsuit ist wirklich ab und an der perfekte Begleiter, ganz egal ob abends oder tagsüber, das zeigen die Stylingtipps hier sehr gut. Toller Blog mit einem tollen, vorteilhaften (!!) Styling, chapeau – weiter so!!
PS: Manche Blogbeiträge und Stylings hier sind allerdings überdenkenswert und wären sicher auch interessant für die Designer und Bekleidungsfirmen, da manche Blogs oft gut zeigen, wie vorteil- aber genauso auch unvorteilhaft Mode oft aussehen kann.
Freundliche Grüße 🙂

    Marie
    Freitag, 15. Juli 2016, 9:00 Uhr

    Vielen lieben Dank für deinen Kommentar! Es ist immer schön zu hören, dass unsere Beiträge unsere Leser inspirieren!
    Danke auch, für dein ehrliches Feedback – das nehmen wir gerne auf!

    Liebe Grüße
    Sarah aus dem Soulfully-Team