Tipps gegen das heimliche Verlottern im Homeoffice

24. März 2020 | von

Das Coro­na-Virus zwingt uns dazu, zuhause zu bleiben. Wer kann, arbeit­et dort und das meist in Jog­ging­hose oder Schlafanzug. Wir geben Tipps, wie du trotz Iso­la­tion nicht verlotterst.

Zuhause arbeiten Tipps

Blog­gerin Susanne ken­nt sich mit Home­of­fice aus, für viele andere ist diese Form des Arbeit­ens aber neu. Man ist schnell der Ver­suchung erlegen, ein­fach vom Bett vor den Com­put­er zu fall­en, ganz ohne Make-up und etwas anderem anzuziehen als dem Schlab­ber-Out­fit. Dieses Ver­lot­tern ist mal ganz angenehm, weil es so ganz anders ist als der gewöhn­liche Style-All­t­ag. Nach ein­er Zeit kann man sich aber auch darin ver­lieren und der Jog­ging-Look schlägt auf das Gemüt. Deshalb gibt Susanne dir Tipps, wie du die Laune und den Stil oben hal­ten kannst. Viel Spaß beim Lesen! 

Arbeitsplatz zuhause einrichten

Disziplin trotz Wohlfühl-Feeling

Ich bin seit 20 Jahren selb­st­ständig und arbeite seit­dem im Home­of­fice. Für mich ist dieses Arbeitsmod­ell ide­al: Erstens kann ich so Beruf und Fam­i­lie opti­mal unter einen Hut brin­gen und zweit­ens entspricht es mein­er Vorstel­lung von selb­st­bes­timmtem Arbeit­en. Kurz gesagt: Ich liebe mein Home­of­fice und möchte nir­gends anders arbeit­en. Aber … ich kenne auch die Gefahren, die damit ver­bun­den sind. Das Klis­chee von Free­lancern, die den ganzen Tag im Out-of-Bed-Look mit Jog­gin­ganzug und ver­strubbel­ter Frisur ver­brin­gen, ist nicht ganz von der Hand zu weisen. Im Klar­text: Ohne ein gewiss­es Maß an Selb­st­diszi­plin geht es nicht. Son­st ist die Ver­lot­terung im Home­of­fice vorprogrammiert.

Bequemer Homeoffice Look
Bequemes Homeoffice Outfit

Meine Tipps fürs Homeoffice

  • Grund­sät­zlich ver­suche ich, zu „nor­malen“ Bürozeit­en an meinem Schreibtisch zu sitzen: von 9 Uhr bis 18 Uhr, mit ein­er län­geren Mit­tagspause. Natür­lich gibt es dazu auch Aus­nah­men – die ver­suche ich aber nicht zur Regel zu machen.
  •  Auch wenn keine exter­nen Ter­mine anste­hen: Ich frisiere und schminke mich immer – für mich! Das hat für mich etwas mit Selb­stach­tung zu tun und außer­dem weiß man ja nie, wer an der Haustür klin­gelt. 😉 Par­füm nicht vergessen!
  • Das­selbe gilt für Klei­dung: Die „Pyja­mazeit“ halte ich möglichst kurz und ver­suche erst gar nicht, damit im Büro am Schreibtisch zu lan­den. Son­st laufe ich näm­lich Gefahr, mit­tags immer noch im Schlafanzug herumzuhängen.
  • Ins­ge­samt klei­de ich mich schick und bequem. Heißt: nicht im Hose­nanzug und Pumps, aber auch nicht im Jog­ging-Look und mit Adilet­ten. Wichtig ist, dass ich mich selb­st mag sowie schön und gut ange­zo­gen finde. Und natür­lich wohlfüh­le: Knack­ige Slim Jeans etwa sind nicht gut für die Durch­blu­tung mein­er Beine, deshalb trage ich im Büro lieber eine etwas weit­er geschnit­te­nen Jeans. Wenn sehr viele und lange Schreibtis­chtage anste­hen, dann ziehe ich dur­chaus auch mal Stützkniestrümpfe an, um die Durch­blu­tung weit­er zu stärken.
Was im Homeoffice anziehen
Was tragen im Homeoffice
  • Klappt nicht immer, aber ich ver­suche nach „Stun­den­plan“ zu arbeit­en. Das heißt: Ich plane meine To-dos mit Zeit­fen­stern und ver­suche, sie entsprechend abzuar­beit­en. Dadurch verzettle ich mich nicht und arbeite effek­tiv­er. Wichtig: Pausen ein­pla­nen! Für mich heißt das eine leckere Tasse Kaf­fee oder Tee auf dem Balkon oder eine Runde Katzenkuscheln.
  • In einem schö­nen Umfeld zu arbeit­en, macht mir ein­fach mehr Spaß! Mein Home­of­fice habe ich deshalb vor ein paar Jahren neu gestal­tet und ver­suche auch regelmäßig, meinen Schreibtisch und das ganze Zim­mer aufzuräu­men (obwohl ich von Natur aus eher Chaotin denn Ord­nungs­fee bin).
  • Wenn mir die Decke mal auf dem Kopf fällt (Ja, auch das gibt es!), dann packe ich meinen Lap­top ein und arbeite im Café weit­er. In Coro­na-Zeit­en geht das natür­lich nicht. Die Alter­na­tive sind Ter­rasse oder Balkon! Genau für diese Frei­heit­en liebe ich mein Home­of­fice! Kannst du nicht nach draußen auswe­ichen, gibt es noch die Möglichkeit, jeden zweit­en oder drit­ten Tag den Arbeit­splatz inner­halb der Woh­nung zu wech­seln, um ein biss­chen Abwech­slung ins Spiel zu brin­gen. Oft reicht es auch, wenn man sich auf die andere Seite des Tis­ches set­zt, um eine andere Per­spek­tive zu bekommen.

Arbeitest du auch (gezwun­gen oder frei­willig) im Home­of­fice? Wie sind deine Erfahrun­gen damit? 

Fotos: Eva Ackstaller

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