Zwischen Diät und Plätzchenteller: Abnehmen & Weihnachtstage

15. Dezember 2017 | von

Seien wir doch mal ehrlich: Nach außen hin tun wir Curvys gerne ganz entspan­nt. Die paar Kilos mehr? So what! Wir lieben uns, wie wir sind, und Schön­heit ken­nt keine Klei­der­größe. Ja, das sind die Mantren, die man immer wieder liest – in Blogs, auf Insta­gram oder Face­book und mit­tler­weile sog­ar in Frauen­magazi­nen. Es ist okay, rund oder noch ein biss­chen run­der zu sein – und das ist auch abso­lut richtig so.

Aber manch­mal funk­tion­ieren die Mantren nicht mehr – aller Body Pos­i­tiv­i­ty zum Trotz. Statt attrak­tiv und selb­st­be­wusst fühlt man sich ein­fach nur noch dick. Nei­d­voll wer­den die schlanken Kol­legin­nen und Fre­undin­nen beäugt, Diät­pläne geschmiedet und Fit­nesskurse gebucht. Schlank sein oder zumin­d­est schlanker … das muss doch zu schaf­fen sein?!

Nach der Euphorie kommt die Weihnachtszeit …

Und tat­säch­lich weist die Waage schnell nach unten: erst ein Kilo, dann drei, dann fünf. Läuft! Euphorie macht sich bre­it, die Jeans, die seit Jahren nicht mehr passte, lässt sich wieder schließen. „Hast du abgenom­men?“ wird zur meist­ge­hörten (und meist­geliebten) Frage.

Und dann kommt die Wei­h­nacht­szeit. Die Zeit der Plätzchen­teller, der Lebkuchen, der Wei­h­nachts­gans. Aber wir sagen stand­haft „Nein!“, knab­bern im Büro brav an Karot­ten- und Gurken­sticks statt an Vanillekipferl und Kokos­makro­nen, trinken dünne Rhabar­ber­saftschor­le statt süf­figem Glüh­wein. Jet­zt bloß nicht einknick­en – kon­se­quent bleiben, auch wenn’s schw­er­fällt! Das muss doch zu schaf­fen sein! „Denk an deinen Biki­ni-Body für näch­sten Som­mer!“, feuern wir uns inner­lich an.

Kekse zur WeihnachtszeitVerführende Kekse

Von Null auf Hundert

Die Waage zeigt immer noch nach unten, aber in deut­lich kleineren Schrit­ten. Unmut macht sich bre­it: Warum verzicht­en wir auf all die Wei­h­nacht­sleck­ereien, hungern uns durch Wei­h­nachts­feiern, sagen ständig „Nein, danke!“ – wenn die Pfunde und Röllchen dann doch nicht weichen wollen. Den­noch hal­ten wir durch, verzicht­en, hungern weit­er (und haben schlechte Laune).

Bis zum Wei­h­nachtsabend. Es soll Raclette geben und am ersten Wei­h­nacht­stag dann die Wei­h­nachts­gans, von Mut­tern zubere­it­et. Schon jet­zt befürcht­en wir ein Debakel. Raclette und Wei­h­nachts­gans ver­sus Karot­ten­sticks! Wer wird da wohl gewin­nen? Beson­ders, wenn Mut­ter find­et „Kind, du bist so dünn gewor­den!“ und noch einen Knödel extra auf den Teller legt.

Zwischen Genuss und schlechtem Gewissen

Es kommt, wie es kom­men musste: Wir kön­nen nicht wider­ste­hen! Es ist aber auch zu leck­er! Wir essen den Teller gle­ich zweimal leer, seufzen wohlig und fühlen uns erst­mals nach Monat­en wieder richtig satt. Und ja, auch glück­lich. Was bleibt, ist das schlechte Gewis­sen und die Angst vor der Waage – schließlich haben wir in unser­er Diät voll versagt.

Aber – ist das wirk­lich so schlimm? Wäre es wirk­lich bess­er mit Karot­ten, Knäcke­brot und Min­er­al­wass­er Wei­h­nacht­en zu feiern – als dieses Fest mit Fam­i­lie und Fre­un­den ein­mal im Jahr von Herzen zu genießen? Wollen wir wirk­lich lieber hun­grig und wom­öglich schlecht gelaunt am Tisch sitzen anstatt uns eine mit Liebe gekochte Mahlzeit schmeck­en zu lassen? Wei­h­nacht­en ist schließlich ein Fest der Freude, das gilt auch für den fes­tlich und leck­er gedeck­ten Tisch.

Und über­haupt: Der 1. Jan­u­ar und seine guten (Diät-)Vorsätze kom­men schließlich bes­timmt. Aber zwis­chen den Jahren dürften wir uns wirk­lich mal entspan­nen. Fro­he Wei­h­nacht­en und guten Appetit!

Letzte Kommentare (2)

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Dienstag, 30. Januar 2018, 23:05 Uhr

Hal­lo Latifoya,

du bist also schlank und die Curvys in dein­er Fam­i­lie sind alle über 75, richtig? Da wun­dere ich mich jet­zt aber schon, warum du meinst, die geschilderte Sit­u­a­tion beurteilen zu kön­nen. 😀 Ganz davon abge­se­hen, dass ich deine Ton­lage denkbar unfre­undlich finde. Warum denn gle­ich so aggressiv?

Her­zliche Grüße!

Latifoya
Dienstag, 9. Januar 2018, 3:35 Uhr

Dieser Text zeigt ein­deutig, daß hier jemand mit der Fig­ur der etwas “kräftigeren” Sorte und damit mit sich selb­st gar nicht im Reinen ist. Was soll der Unsinn mit Gemüs­e­s­ticks knab­bern in der Advents- und Weihnachtszeit?
Wenn man sich nicht gefällt nimmt man ab, langsam und ohne Diät. Aber doch nicht in der Wei­h­nacht­szeit. Eine “Gemüse-Knab­berdiät” in der Wei­h­nacht­szeit ist so däm­lich, daß einem die Worte fehlen.
Der ganze Text ist total sin­n­frei. Die Schreiberin sollte mal in sich gehen und horchen warum sie so unzufrieden mit sich ist und nicht davon aus­ge­hen, daß alle anderen “curvy Frauen” auch so merk­würdi­ge Anwand­lun­gen haben.
Nur das keine Missver­ständ­nisse aufkom­men — ich bin schlank. Aber in mein­er Fam­i­lie gibt es einige dickere Frauen und die sind sehr selb­st­be­wusst und denken nicht an eine Diät in der Wei­h­nacht­szeit. Sie denken nie an eine Diät, weil sie genau wis­sen, daß es nicht funk­tion­ieren würde und da sie alle zwis­chen 75 und 83 sind und immer noch pumperl­gsund schwätzt auch keine so einen gequirl­ten Quark.