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Wohnen | Autor: rundum-Redaktionsteam

Ist Ihr Garten schon winterfest? Wir zeigen, wie Sie es richtig machen!

Mann mit Heckenschere
So kommt Ihr Garten gut über den Winter

Im Herbst benötigt unser Garten besonders viel Aufmerksamkeit, denn der Winter kündigt sich bereits deutlich an. Doch wie mache ich meinen Garten winterfest? Wie lange soll ich den Rasen schneiden? Muss der Rasen vertikutiert und gedüngt werden? Brauchen Sträucher eine besondere Pflege? Hobbygärtner müssen sich mit vielen Fragen auseinandersetzen. Mit unseren Experten-Tipps kommt Ihr Garten ganz sicher gut über den Winter.

 

 

Wie entferne ich das Laub?

Jedes Jahr im Herbst stehen Gartenfreunde vor demselben Problem: Im Garten haben sich Berge von Laub angesammelt – und das muss in jedem Fall entfernt werden, wenn es auf dem Rasen liegt. Das Gras bekommt unter der dicken Laubschicht zu wenig Licht und beginnt dann zu faulen. Außerdem wird die Rasenfläche gelb und unansehnlich. An geschützten Stellen auf Nutzflächen oder am Fuße von Bäumen sollte das Laub aber bis zum Frühjahr liegen bleiben. Es bietet vielen Kleintieren ein geschütztes Winterquartier. Laub ist auch ein guter Winterschutz für Kräuter und Pflanzen.

Sie können das Laub auf zwei verschiedene Arten entfernen:

  • Mit einem Laubsauger oder
  • Mit einem Rechen

Laubentfernung mit dem Laubsauger

Das Entfernen mit dem Laubsauger ist die bequemere Art, denn das Laub muss nicht mehr mit den Händen aufgesammelt werden. Bei den meisten Modellen können Sie zwischen zwei Varianten der Laubsauger wählen: Sie können das Laub einfach wegpusten und es gleich an einer bestimmten Stelle lagern. Zweite Möglichkeit: Das Laub kann einfach aufgesaugt werden. Danach wird es in einem Fangkorb gesammelt. Dieser Korb lässt sich bequem abnehmen und entleeren. Moderne Laubsauger verfügen auch über eine spezielle Häckselfunktion. Das hat den Vorteil, dass auch kleine Äste mit erfasst werden können.

Laubentfernung mit dem Rechen

Der gute alte Rechen liegt bei Gartenfreunden immer noch hoch im Kurs – was auch nachvollziehbar ist: Tests haben gezeigt, dass man mit dem Rechen in der gleichen Zeit viel mehr Laub entfernen kann als mit dem industriellen Laubsauger. Am besten greifen Sie auf spezielle Laubrechen zurück, denn diese sind mit einem großen Fächer ausgestattet. Dadurch können auch größere Laubmengen problemlos entfernt werden. Ein verstellbarer Fächer passt sich jeder Laubgröße perfekt an und kann auch kleine Äste, Reisig und anderes Kehrgut entfernen.

 

Garten Laub
Wohin mit dem Laub?

Laub kann auf verschiedene Arten entsorgt werden. Wer nur wenig Platz im Garten zur Verfügung hat, sollte das Laub über die grüne Kompost- oder Bio-Tonne entsorgen. Optimal ist die Lagerung auf dem Komposthaufen. Laub sorgt nämlich für richtig gute Erde. Experten raten dazu, das Laub vorsichtig auf die Beete zu verteilen und dort zu lagern. Im Winter bietet das Laub den Beeten einen ganz natürlichen Schutz. Es gibt Nährstoffe frei, die direkt in den Boden gelangen. Zudem können Igel hier ideal überwintern. Denken Sie daran, dass Igel viele schädliche Insekten vertilgen und deshalb gern gesehene Gäste in unseren Gärten sind.

So überwintern Ihre Rosen sicher

Rosen sind sehr empfindlich und benötigen daher besonders viel Aufmerksamkeit. Grundsätzlich sollten Rosen durch Anhäufung geschützt werden. Decken Sie dafür die Basis des Rosenstockes mit nährstoffreicher Blumenerde oder Rindenmulch ab. Zusätzlich sollten Sie den Rosenstock durch ein natürliches Iglu schützen. Bauen Sie einfach Koniferen-Zweigen igluartig über die Triebe auf. Alternativ können Sie auch Fichten- oder Tannenzweige nutzen. Steht beides nicht zur Verfügung, dann greifen Sie auf spezielle Jute zurück, die im Fachhandel erhältlich ist.

Auch der Kräutergarten braucht Winterpflege

Damit die Kräuter im Frühjahr wieder herrlich blühen und angenehm duften, müssen sie für den Winter gut gerüstet sein. Gerade mediterrane Kräuter sollten geschützt werden, da sie das kalte Klima nicht gewohnt sind. Besonders empfindlich sind Salbei, Rosmarin und Thymian. Den natürlichsten Schutz bietet Laub. Legen Sie das Laub mindestens 20 cm dick um den Wurzelhals. Das Laub gibt Nährstoffe ab und schützt die Kräuter auf natürliche Weise. Idealerweise überdecken Sie das Laub zusätzlich mit Reisigzweigen. Heimische Kräuter, wie zum Beispiel Liebstöckel oder Schnittlauch, brauchen keine besondere Pflege. Eine Abdeckung mit Laub kann aber generell nicht schaden.

Die richtigen Wintertipps für Stauden und Sträucher

Welche Winterpflege zur Anwendung kommt, hängt von den Stauden- und Sträucher-Arten ab. Bei empfindlichen Pflanzen reicht die Abdeckung mit Laub und Zweigen alleine nicht aus. Sie müssen zusätzlich mit speziellen Vlies- oder Juteabdeckungen geschützt werden. Zu diesen Arten gehören

  • Stachelblumen
  • Flieder
  • Clematis
  • Hibiskus

Für alle anderen Stauden und Sträucher genügt die Abdeckung mit Laub und Stroh. Grundsätzlich sollten Sie Sträucher im Herbst nicht mehr beschneiden. Warten Sie damit besser bis zum Frühjahr. So sind die Sträucher geschützter. Es ist empfehlenswert, hohe Sträucher zusammenzubinden. Das gilt vor allem für hohe Gräser. Dadurch wird verhindert, dass die Zweige auf dem Boden faulen. 

Der Rasen benötigt besonders viel Aufmerksamkeit

Ein schöner grüner Rasen ist anspruchsvoll. Erst im Frühjahr zeigt sich, ob er den Winter gut überstanden hat und wieder in schönen Grüntönen glänzt. Die Arbeiten für einen winterfesten Rasen beginnen schon im Herbst. Dann sollte die Rasenfläche öfter vom Laub befreit und gedüngt werden. Wählen Sie für die Düngung speziellen Herbstrasen-Dünger aus dem Gartenmarkt aus. Dieser Dünger enthält viel Kalium und nur wenig Stickstoff. Diese besondere Kombination verhindert das längliche Wachsen und fördert die Kräftigung der Grashalme.

Bevor Eis und Schnee Einzug halten, sollte der Rasen noch einmal gemäht werden. Der Rasen muss noch vor dem ersten Frost Kräfte sammeln und nachwachsen. Daher ist der letzte Schnitt besonders wichtig. Hier gilt: Je kürzer der Schnitt, desto kräftiger wird der Rasen. Optimal ist ein Schnitt auf niedrigster Stufe. Nach dem Schnitt kann der Rasen kräftig Luft holen und neue Energie tanken. Diesen Vorgang können Sie mithilfe eines Vertikutierers noch unterstützen. Alternativ kann auch eine scharfe Harke zur Anwendung kommen. Wichtig ist, dass Moos so weit wie möglich vom Rasen entfernt wird. Optimal ist ein Vertikutierer, der mindestens drei mm in den Boden hereinreicht. So lässt sich gut erkennen, ob der Rasen bereits Flecken oder Lücken aufweist.

Weist der Rasen nach dem Vertikutieren Lücken auf, sollte eine Nachsaat erfolgen. Greifen Sie auf Nachsaat- oder Reparatur-Grassamen zurück. Diese verhelfen dem Rasen schnell wieder zu einem ansehnlichen Grün, denn sie sind mit speziellen Nährstoffen angereichert. So erlebt der Boden einen richtigen Nährstoffschub. Zudem sind diese Samenkörner schwerer. Das hat den Vorteil, dass sie sich besser zwischen den einzelnen Halmen verteilen. Schwere Samenkörner werden bei Herbstwinden nicht verblasen. Auch Vögel können den Nachsaatkörnern nichts anhaben, denn die Nahrungsanreicherung verändert die Körnerform. Diese Form wird von Vögeln nicht als Samen erkannt.

Stellen Sie Gartenmöbel und Geräte trocken unter

Gartenmöbel gehören den Winter über in den Keller oder in eine trockene Laube. Holzmöbel sollten zusätzlich mit speziellem Öl behandelt werden. Auch Blumentöpfe sollten möglichst nicht draußen stehen bleiben. Schon geringer Frost kann empfindliche Tongefäße durch Risse beschädigen. Bepflanzte Kübel lagern Sie am besten in frostgeschützten Räumen.

 


Bildquellen: Artikelbild: photocase.desuze   ;  Bild 1: photocase.despacejunkie   ;   Bild 2: photocase.deDirk70 

 


Autor: rundum-Redaktionsteam

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