Warme Wohnung im Winter: Wie du beim Heizen und Lüften Geld sparst

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richtig Heizen Füße auf einer HeizungWinterzeit ist Heizungszeit! Damit du nicht unnötig Energie und somit Geld verschwendest, erfährst du hier, wie du in der kalten Jahreszeit richtig heizt und lüftest.

Inhaltsverzeichnis

Zwei To-Dos vor der Heizperiode

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Während des Frühlings und Sommers spielt deine Heizung eine Nebenrolle in deinem Zuhause. Ein Manko, während die schönen Sonnenstrahlen deine Wohnung ganz alleine aufwärmen, sammeln deine Heizkörper Staub und Schmutz. Zur Winterzeit kommt dann ihr großer Einsatz und sie sorgt dafür, dass dein Zuhause kuschelig warm wird. Damit die Wärme ungehindert im Zimmer zirkulieren kann, solltest du vor Inbetriebnahme die Heizkörper von Staub und Schmutz befreien.

1. Heizung reinigen

Mit einem feuchten Baumwolltuch und einigen Tropfen Allzweckreiniger reinigst du den Korpus von außen. Die obere Verkleidung kannst du abnehmen und mit einem dünnen Staubsaugeraufsatz oder einem Staubwedel auch im Inneren großreinemachen und tiefliegende Staubschichten entfernen.

Tipp: Bei gelblichen Verfärbungen kann Backofenspray helfen. Großzügig auf den Heizkörper auftragen, 10 Minuten einwirken lassen und mit einem feuchten Tuch abwischen.

2. Heizung entlüften

Die Heizung gluckert und wird einfach nicht richtig warm? Schuld daran könnte Luft sein. Halte ein Gefäß unter das Ventil und dreh es mit einem Entlüftungsschlüssel auf – sobald Wasser austritt, ist die Luft entwichen und du kannst das Ventil wieder schließen und deine Heizung erwärmt sich wieder in Sekundenschnelle.

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Heizkörper mit buntem Masking Tape
Damit wird das Reinigen der Heizung zum Kinderspiel:

Anleitung zum richtigen Heizen

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Wer die Heizung unkontrolliert hoch und runter dreht, verbrennt im wahrsten Sinne des Wortes Geld. Eine konstante Raumtemperatur von 20 bis 21 Grad in den Wohnräumen reicht aus, damit du dich Zuhause wohlfühlst und nicht frierst.

Mit diesen 5 Tipps sparst du beim Heizen Geld:

  1. Temperatur einstellen: Im Winter sollte die Temperatur in der Küche, dem Wohnzimmer und dem Kinderzimmer möglichst nicht über 20 Grad Celsius liegen. Im Schlafzimmer reichen dagegen 16 bis 18 Grad und frische Luft aus für eine erholsame Nacht. Zu viel Wärme führt zu Schwitzen und unruhigem Schlaf, wenn es zu kalt ist können die Muskeln verkrampfen.
  2. Temperatur absenken: Dreh den Regler ein Stück herunter, wenn die gewünschte Raumtemperatur erreicht ist. Die gespeicherte Wärme reicht aus und mit jedem Grad weniger senkst du Energiekosten.
  3. Türen schließen: Damit die Wärme im Raum bleibt, solltest du besonders abends und über Nacht die Türen in der Wohnung schließen. Da nicht jeder Raum gleich warm sein muss, sorgst du so dafür, dass die Wärme sich nicht ungehindert ausbreitet und zum Beispiel den Flur oder wenig genutzte Räume mit heizt.
  4. Rollos und Gardinen zuziehen: Wärme wird von Fensterscheiben magisch angezogen. Damit die warme Luft sich an der Scheibe nicht abkühlt, helfen Thermorollos, die du nachts herunterlassen solltest. Auch Gardinen vor der Scheibe helfen.
  5. Heizkörper frei machen: Deine Heizungen sollten möglichst frei und nicht verdeckt sein, damit die warme Luft sich gleichmäßig ausbreiten kann.

Warum ist richtiges Lüften wichtig?

richtig Lüften, offenes Fenster in Dachschräge

Brr… wer reißt im Winter schon gerne die Fenster auf und lässt kalte Luft herein? Aber dennoch solltest du besonders in der kalten Jahreszeit regelmäßig und richtig Lüften, damit du zum einen abgestandene Luft durch Frischluft austauschst, zum anderen die Luft in deiner Wohnung nicht zu trocken wird und deine Schleimhäute nicht unnötig gereizt werden.

Damit bei geöffneten Fenstern nicht zu viel Energie verschwendet wird, kannst du dich einfach an die folgenden Tipps halten.

Fenster auf für frische Luft!

  • Wann und wie oft? Drei bis vier Mal täglich solltest du, wenn du Zuhause bist, alle Fenster für mindestens fünf und maximal zehn Minuten öffnen. Dreh schon einige Minuten vorher die Heizungen herunter und nach dem Schließen der Fenster erst wieder herauf. Wenn du nicht zuhause bist, solltest du versuchen mindestens drei Mal am Tag für Durchzug zu sorgen. Hier bietet sich einmal morgens und zwei Mal abends an.
  • Schlafzimmer lüften: Nach dem Aufstehen heißt es Fenster auf! Während du im Bad bist, kannst du für einen Luftaustausch sorgen. Wenn du dann noch schnell die Kissen aufschüttelst und die Bettdecke zurückschlägst, wird auch dein Bettzeug gut gelüftet. Wenn du deine Matratze komplett auffrischen möchtest, findest du im Text Matratze reinigen leicht gemacht super Infos dazu.
  • Wohnzimmer lüften: Wenn du viele Grünpflanzen in deinem Wohnzimmer beherbergst, wird die Luft schneller „schlecht“, denn auch deine Pflanzen benötigen Sauerstoff zum Atmen. Öffne bei den ersten Anzeichen von stickiger Luft, wie zum Beispiel Müdigkeit und häufiges Gähnen, die Fenster und gönn dir und deinen Pflanzen eine frische Brise.
  • Badezimmer lüften: Nach einer ausgiebigen Dusche verwandelt sich der Raum schnell in ein türkisches Dampfbad. Wasserdampf solltest du schnell durchs offene Fenster hinausleiten, damit die feuchte und mit Wassertropfen angereicherte Luft sich nicht in Textilien und Möbeln festsetzt. Das gleiche gilt übrigens auch für die Küche: Nach dem Kochen kurz die Fenster öffnen.
  • Lüften im Sommer: Im Sommer ist die Luft morgens am frischsten, öffne direkt nach dem Aufstehen die Fenster in deiner Wohnung und nutze die Morgenstunden aus für einen kompletten Luftaustausch. Damit die Hitze draußen bleibt, solltest du erst am Abend die Fenster wieder öffnen, dazwischen reichen kurze Phasen in denen du die Fenster auf Kipp stellst oder kurz ganz aufmachst.

Wenn deine Wohnung sich im Sommer in eine Sauna verwandelt, dann schau doch mal hier vorbei Wohnung im Sommer kühl halten – mit diesen Tipps klappt´s.

Heizkosten sparen mit einfachen Tricks

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Die Vorbereitungen wurden getroffen, und wie du richtig heizt und warum lüften wichtig ist weißt du auch schon. Aber das war noch nicht alles:

Diese Tipps und Tricks zum Energiekosten sparen solltest du kennen:  

  • Trendy Textilien: Teppiche auf den Böden halten deine Füße warm und sind super Wärmespeicher. In Gardinen mit Faltenwurf bilden sich Luftkammern, die die warme Luft speichern und am Austreten hindern.
  • Restwärme nutzen: Nach dem Backen den Backofen auf lassen – sorgt nicht nur für einen leckeren Geruch, sondern die Restwärme heizt nebenbei deine Küche ein Stück weit mit auf.
  • Füße warm halten: Wer warme Füße hat, friert weniger! Also immer kuschelige Pantoffeln oder Wollsocken anziehen, wenn du zuhause bist.
  • Wärmflasche: Anstelle die Heizung im Schlafzimmer am Abend hoch zu drehen, lieber auf kühlen 16 Grad stehen lassen und eine Wärmflasche mit unter die Decke nehmen.
  • Zugluft stoppen:  Zieht es unter den Türen oder an den Fenstern, kannst du einfach Decken oder Zugluftstopper vor die Ritzen legen, damit die Kälte nicht in deine Wohnung kriecht.
  • Sonnenschein: Die Sonne scheint? Dann schiebe die Vorhänge zur Seite und lasse jeden Strahl in die Wohnung.
  • Zeitschaltuhr: Damit die Wohnung warm ist, wenn du nach Hause kommst, kannst du eine Zeitschaltuhr an den Heizungen befestigen – ist die Wohnung tagsüber leer, senkt sich die Temperatur ab, am Morgen und am Abend dagegen wird die Temperatur automatisch etwas höher gestellt.
Mit diesen Dingen bleibt dir auch an kalten Tagen warm:

Thermovorhänge bei

Richtig heizen und lüften – jetzt weißt du, wie. Mit diesen Tipps und Tricks kannst du deine Wohnung an kalten Tagen schön kuschelig warm machen, ohne dass dabei die Heizkosten explodieren. Also, mach es dir mit Wollsocken, einer Tasse Tee und einem Buch gemütlich und genieß die wohlige Wärme! Übrigens: Ingwertee wärmt von Innen ☺