Garten DIYs

Futterhäuschen für Vögel

Ein Haus zu bauen soll ja zu den schönsten Aufgaben im Leben gehören. Ein Vogelhäuschen bildet da einen ersten Schritt in diese Richtung oder lässt sich als Miniatur-Gegenstück zum Eigenheim kreativ selber bauen. Auch wenn es aufwendige Modelle zu kaufen gibt, die jede Dekorationsliebhaberin ins Schwärmen geraten lassen, ist doch die Grundlage für ein einfaches Vogelhaus von nahezu jedem auch ohne Profikenntnisse im Handwerken einfach selbst umsetzbar.

Do it yourself: ein Vogelhaus bauen

Materialbedarf:
Holzbretter – optimal Fichtenholz – in 2 cm Dicke, Massiv- oder Leimholz
1 Grundplatte – 20 x 20 cm (Boden)
2 Holzplatten – 17 x 20 cm und 13 x 20 cm (Dach)
4 Dachstützen – 2 x 2 x 20 cm, Leistchen, die einseitig auf Gehrung (45-Grad-Winkel) geschnitten
1 Randleiste – 20 x 5 x 1 cm
2 Randleisten – 18 x 5 x 1 cm
Nägel (rostfrei)
Hammer

nach Wunsch:
1 Stück Dachpappe, 40 x 25 cm
Klar- oder Buntlack zum Bemalen, unbedingt Biolacke oder Naturfarben
2 Rundhölzer mit 1 cm Durchmesser, min. 30 cm lang, als Anflughilfen
Dachpappennägel
Holzkleber
passender Bohrer

Kleiner Tipp für Ungeübte: In vielen Baumärkten ist es möglich, die benötigten Holzteile passgenau zuschneiden zu lassen. Einfach nachfragen!

Bauanleitung:

Den Start bildet die Bodenplatte, auf der die vier Dachstützen in den Ecken von unten mit Nägeln befestigt werden. Dabei müssen die längeren Seiten der Gehrung stets nach innen zeigen, damit später die Dachplatten darauf aufliegen können.

Es folgen die Randleisten. Hierbei wird zunächst eine lange Randleiste (20 cm Länge) seitlich auf Höhe der Bodenplatte befestigt, anschließend die kürzere (18 cm Länge) im rechten Winkel seitlich angefügt, bevor die nächste lange Randleiste den Abschluss bildet. Optimal halten die Randleisten, wenn sie mit zwei Nägeln oben wie unten an beiden Seiten befestigt werden. Diese einseitig offene Bauweise erleichtert später die Reinigung, beispielsweise die Entfernung von feucht gewordenem und verschmutztem Futter, das schimmeln könnte, sowie die Beseitigung von Vogelkot.

Zuletzt folgt das Dach. Hierbei wird mit beiden Platten Kante an Kante gearbeitet, wobei die längere Dachplatte an der Seite der kürzeren festgenagelt wird. Das Dach auf die Dachstützen auflegen und mit langen Nägeln an den Dachstützen fixieren. Ist die Dachpappe als Wetterschutz eingeplant, dann wird diese nun aufgelegt und an der Unterseite des Daches durch Nägel mit breiten Köpfen rundum befestigt.

Etwas einfacher machst Du es Dir, wenn Du die letzten beiden Schritte andersherum ausführst und erst die Dachpappe auf dem Dach und dann das Dach an den Stützen befestigst. Dabei bleiben jedoch die Köpfe der langen Nägel auf dem Dach außen sichtbar, was nicht jedem gefällt. Wichtig ist darauf zu achten, dass alle Nägel sorgfältig bis zum Kopf im Holz versenkt werden, um eine Verletzungsgefahr für die künftigen Vogelhaus-Besucher auszuschließen.

Dekorative Ergänzungen am Do-it-yourself (DIY)-Vogelhaus

Nach persönlichem Geschmack können nun mit dem Bohrer an beiden Seiten der Randleisten zwei exakt einander gegenüberliegende Löcher gebohrt werden, durch welche die Rundhölzer als Sitzstange geführt werden. Durch ihre Länge ragen diese seitlich heraus und eignen sich als einfacher Landeplatz für die Piepmätze. Diese Stangen kannst du am Schluss noch mit etwas Holzkleber in den Bohrlöchern fixieren.

Auf Wunsch kann nun mit farbigen Bio- oder Naturlacken am Dekor gearbeitet werden. Warum Du auf möglichst nur mit schadstofffreien Naturlacken arbeiten solltest? Die Vögel werden dadurch an ihrem neuen Futterplatz keinen zusätzlichen Umwelt-Belastungen ausgesetzt und nehmen nicht etwa mit dem Futter noch chemische Schadstoffe auf. Die Lackierungen sollten außerdem gut durchtrocknen (mindestens einen Tag), bevor das Vogelhaus aufgestellt und mit Leckereien gefüllt wird.

Das Futterbüffet für die Vögelchen ist (fast) eröffnet!

Ist das Vogelhaus fertig, kann es aufgestellt werden. Als richtigen Standort wählst Du einen möglichst wind- und wettergeschützten Platz und zudem solltest Du für eine erhöhte Position sorgen. Diese kann wahlweise an einem Baum oder auf einer erhöhten Stange sein, die fest und sicher im Boden verankert wurde. Gut gewählt ist der Standort, wenn Nachbars Katzen den futtersuchenden Vögeln nicht zur Gefahr werden können. Und beim Beobachten ist eine gut sichtbare Anbringung – etwa in der Sichtachse des Wohnzimmerfensters – auch für Dich viel schöner.

Übrigens: Die Fütterung der Vögel sollte nur in der kalten Jahreszeit erfolgen, wenn das natürliche Futterangebot durch Schnee und Eis eingeschränkt ist. Im Sommer kann das Vogelhaus dann mit einem täglich frisch gefüllten Schälchen Wasser als Badeplatz dienen, der den gefiederten Gartenbesuchern eine kleine Abkühlung vor allem bei großer Hitze verschafft.

Titel- und Beitrgasbild: ©Alexas_Fotos